Studientage 

Zwischen Engel und Dämonen:

übernatürliche Kreaturen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Die traditionellen Studientage, die normalerweise vom JCM der Universität Genf organisiert werden, finden dieses Jahr an der Universität Freiburg statt. Aus diesem Anlass werden die Tage zweisprachig sein.

Das Kolloquium wird religiösen Wesen wie Engeln, Dämonen und Geistern gewidmet sein. Diese sind in der Kunst und Kultur des europäischen Mittelalters unter anderem deshalb von zentraler Bedeutung, weil sie als Botschafter der himmlischen und höllischen Hierarchien den Gegensatz zwischen Gut und Böse verkörpern. Darstellungen der Begleiter Gottes und Gefährten des Teufels im Mittelalter sind in der Philosophie, Theologie, Literatur, bildenden Kunst, Geschichts- und Musikwissenschaft verschieden ins Blickfeld geraten. Die christlichen Vorstellungen zu Engeln und Dämonen im Mittelalter basieren primär auf antiken Modellen, insbesondere dem platonischen. Allerdings stützen sie sich auch auf Elemente aus heidnischen, polytheistischen und orientalischen Kulturen.

Im Rahmen der Studientage wollen wir uns damit beschäftigen, wie die entsprechenden Wesen im Mittelalter über mediale Grenzen hinweg in Text, Bild und Musik dargestellt werden. Von Interesse sind beispielsweise Fragen nach räumlichen Verortungen der Wesen (Himmel, Fegefeuer, Hölle), zentralen Ordnungsmustern und Hierarchien (internen Hierarchien, Rivalitäten, ihrem Verhältnis zu Gott und dem Teufel usw.) oder den Eigenschaften und übernatürlichen Fähigkeiten, welche Engel, Geister und Dämonen jeweils kennzeichnen. Überdies ist die Art und Weise von Interesse, wie die verschiedenen Wesen beschrieben werden (physische Merkmale, Inszenierung, symbolische Rollen, usw.) sowie ihr metaphorisches Potenzial.

Überdies können die Rollen untersucht werden, welche die Wesen für die Menschen im Mittelalter spielen. Sie erscheinen in unterschiedlichen Kontexten als Helfer, Beschützer, Fürsprecher, Boten, Führer, Verführer, Täuscher oder Gegner. Auch Überlegungen zu den Bedingungen ihres Auftretens in beispielsweise Visionen oder als physische Manifestationen bereichern den Austausch.

Wir möchten alle jungen Forscherinnen und Forscher mediävistischer Disziplinen dazu einladen, die genannten Figuren aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Bitte schicken Sie uns Ihre Vorschläge für Beiträge in französischer oder deutscher Sprache (ca. eine halbe Seite) zusammen mit Ihren biografischen Daten (Status, Institution, Forschungsgebiet) im .pdf-Format bis Mittwoch, den 1. Dezember 2021, an die Adresse jde.med22@gmail.com.

 

Informations pratiques 

Daten
7. und 8. März 2022

Ort
7. März
08:30 - 17:00 : MIS 03 3027
18:00 - 20:30 : MIS 03 3115

8. März
08:30 - 12:00 : MIS 03 3016
12:00 - 17:00 : MIS 03 3027

Online Teilnahme
Zoom Link: (à venir)
Meeting-ID : 
Kenncode : 

Kontakt
Pauline Quarroz et David Moos
jde.med22@gmail.com