Grund- und Menschenrechtsschutz
UE-DDR.00787

Dozenten-innen: Belser Wyss Eva Maria, Cattilaz Géraldine
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Vorlesung
ECTS: 5
Sprache-n: Deutsch
Semester: SA-2021

Lassen sich den Grund- und Menschenrechten Antworten auf umstrittene Fragen, wie das Recht auf einen selbstbestimmten Tod oder die Leihmutterschaft entnehmen? Welche Rolle spielen Grundrechte für das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft? Sind Kopftücher, Burkas und Kruzifixe in der Schule oder im Gerichtssaal zu verbieten oder zu erlauben? Wie ist mit Widersprüchen in der Verfassung umzugehen, die gleichzeitig die Gleichheit von Frau und Mann garantiert, aber nur Männer zum Militärdienst verpflichtet? Wie muss sich der Staat verhalten, wenn Achtungs- und Schutzpflichten kollidieren? Welche Grundrechtspflichten haben Private?

Diese und viele weitere Fragen werden im Semesterkurs «Grund- und Menschenrechtsschutz» diskutiert. Anhand der nationalen und internationalen Rechtsprechung befassen wir uns mit Inhalt und Tragweite der Grund- und Menschenrechte und setzen uns mit offenen Fragen der Grundrechtslehre auseinander. Verschiedene Referentinnen und Referenten berichten von aktuellen Fällen und geben Einblick in laufende Forschungsprojekte zu Grundrechtsfragen.

Der Kurs stellt eine Ergänzung zum Semesterkurs «Europäischer und internationaler Menschenrechtsschutz» (Herbstsemester) dar, kann aber auch unabhängig von diesem besucht werden. Während sich der Kurs des Herbstsemesters auch ausführlich Verfahrensfragen widmet, werden diese im Kurs des Frühlingssemesters nur am Rande behandelt.

Gute Englischkenntnisse und Französischkenntnisse sind von Vorteil.

ECTS-Punkte: 5

Zeitpunkt: FS 2020, jeweils am Dienstag von 12.15 - 15.00 Uhr, Raum BQC 2.413

Unterrichtsmodus: Vorlesungen, Gastvorträge, Gruppenarbeiten, Kurzvorträge, Diskussionsrunden, Selbststudium

Bitte bringen Sie nach Möglichkeit einen Laptop in den Kurs mit. 

Bewertung: Mündliches Examen (15 Minuten) während der Examenssession (vgl. unten)


Prüfungen

Es findet während der Prüfungssession eine mündliche Prüfung statt. Die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus der Kursbeschreibung und den Lernzielen. Der Prüfungsstoff erstreckt sich auf alles, was während des Kurses behandelt wird (inkl. Vorträge und Gastreferate) sowie auf sämtliche Unterlagen, die während des Kurses abgegeben oder online geschaltet werden. Den Studierenden ist es erlaubt, sämtliche Kursunterlagen und persönliche Notizen an die Prüfung mitzunehmen (open book).

Eine Vorbereitung der einzelnen Kursveranstaltungen ist unerlässlich. Die mündliche Mitarbeit während des Kurses (Kurzvorträge, Präsentation von Gruppenarbeiten, Diskussionsbeiträge) ist sehr erwünscht.

 


Lernziele

Der Kurs verfolgt namentlich folgende Ziele:

  • die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse im Bereich der Grundrechte und der Durchsetzung von Grundrechten;
  • sie kennen neue Grundrechtsfälle der Schweiz sowie anderer Staaten;
  • sie sind in der Lage, Grundrechtsfälle zu analysieren und zu kommentieren;
  • sie sind mit offen und umstrittenen Fragen des nationalen Grundrechtsschutzes vertraut und können sich eine eigene Meinung bilden und diese vertreten;
  • sie verbessern ihre Fähigkeiten, Grundrechtsfragen zu erkennen und grundrechtliche Argumente mündlich und schriftlich vorzubringen.