Seminar "Rechtstheorie" zum Thema "Diskriminierung" 

5. - 7. November 2021, Paris

 

Die Vorbesprechung findet am Freitag, 28. Mai 2021 ab 18h00 per Zoom-Meeting statt.Link zum Zoom-Meeting 

In jeder Gesellschaft werden Unterscheidungen praktiziert, die Personen oder Gruppen herabsetzen oder benachteiligen. Sog. Diskriminierungen werden hingenommen, bekämpft, gerechtfertigt. Hautfarbe, „Rasse“, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter, polit. Überzeugung, „Migrationshintergrund“ etc. etc. sind Anlass für Diskriminierungserfahrungen.

In dem Seminar wird der Frage nachgegangen, wie mit rechtlichen Mitteln mit Diskriminierungen umgegangen wird bzw. umgegangen werden soll.

Es soll etwa interessieren:

  • Gibt es eine rechtlich garantierte Freiheit zur Diskriminierung unter Privaten?
  • Kann oder soll das Recht heute auf Diskriminierungen, die in der Vergangenheit erfolgt sind und üblich waren, reagieren? Wenn ja: wie?
  • Was ist eine „strukturelle“ Diskriminierung und wie kann darauf (rechtlich) reagiert werden?
  • Kann auf Diskriminierungen diskriminierend reagiert werden?
  • Diskriminiert das Recht sprachlich? Wenn ja: besteht Änderungsbedarf? und wenn nochmals ja: in welcher Form?
  • Gewährt der Persönlichkeitsschutz einen Schutz vor Diskriminierung?
  • Gibt es eine Geschichte der Diskriminierung? Wann hat die Aufmerksamkeit für welche
  • Diskriminierungs-Art Konjunktur? Und wie lässt sich diese Konjunktur erklären?
  • Ist das Ideal der diskriminierungsfreien Gesellschaft ein erstrebenswertes rechtspolitisches
  • Ziel oder Teil totalitären Denkens?

Das Seminar wird zusammen mit Herrn Prof. Rainer Maria Kiesow, École des hautes études en sciences sociales (Paris) organisert.

Für die aktive Teilnahme am Seminar "Rechtstheorie" erhalten sie drei ECTS-Punkte (Spezialkredite).

Die Vorbesprechung findet am Freitag, 28. Mai 2021 ab 18h00 per Zoom-Meeting statt.

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