Interreligiöser Dialog/Sozialethik: Islam in den Medien: Stereotypen und Gegendiskurs / L'islam dans les médias: stéréotypes et contre-discours. Seminar / Séminaire.
UE-T01.02945

Dozenten-innen: Schmid Hansjörg
Kursus: Master
Art der Unterrichtseinheit: Seminar
ECTS: 3
Sprache-n: Deutsch
Semester: SP-2018
Die Berichterstattung über den Islam in den Medien ist stark von Stereotypen geprägt. So wird der Islam bisweilen als gewalttätige, unaufgeklärte, frauenfeindliche und nicht mit dem säkularen Staat vereinbare Religion präsentiert. Konflikthafte Themen stehen in den Medien vielfach im Vordergrund und sind eng mit islambezogenen Konflikten in der Gesellschaft verbunden, die als Aushandlungsprozesse über Pluralität und Präsenz von Religion im öffentlichen Raum verstanden werden können. Differenzierende Gegendiskurse finden etwa in Blogs und Internetforen ihren Raum und tragen gleichzeitig zu einer Vielgestaltigkeit des Islambildes in den klassischen Medien bei. Welche Faktoren, Ereignisse und Akteure prägen den medialen Islamdiskurs? Wie wirkt sich dieser auf die Situation von Muslimen in Europa aus? Welche Verantwortung tragen die verschiedenen Beteiligten? Anhand von Beiträgen aus Schweizer Medien sollen exemplarisch die Themen Imame, Radikalisierung und Geschlechterrollen untersucht werden. Ein Gespräch mit Journalisten aus den Bereichen Print und Hörfunk ist Bestandteil des Seminars.

Lernziele

Die Studierenden können - unterschiedliche Positionen zu Islam in den Medien darstellen; - mediale Islamdarstellungen kritisch analysieren und bewerten.

Dokumentation

Stefan Mertens/Hedwig De Smaele (Hg.), Representations of Islam in the News. A Cross-Cultural Analysis, London 2016; Halim Rane u.a. (Hg.), Media Framing of the Muslim World. Conflicts, Crises and Contexts, London 2014; Naime Cakir, Islamfeindlichkeit. Anatomie eines Feindbildes in Deutschland, Bielefeld 2014.