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Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.

18. Der Unterschied der Bosheit, welcher bei den [S. 528] bösen Geistern besteht, wird durch das Zeugniß zweier Philosophen bestätigt.

Über die Unterschiede unter den Teufeln haben wir auch viele Kenntniß erlangt durch jene beiden Philosophen, die einst durch magische Künste sowohl deren Unfähigkeit als auch ihre Kraft und wilde Bosheit oft erfahren haben. Diese verachteten nemlich den hl. Antonius als einen unerfahrenen und unwissenden Mann und wollten, wenn sie ihn ärger nicht schädigen könnten, ihn wenigstens durch magische Blendwerke und Teufelstrug von seiner Zelle wegschrecken. Sie sandten ihm die schändlichsten Geister und ließen sich zu solcher Verfolgung durch den Stachel des Neides reizen, weil nemlich täglich große Schaaren von Menschen zu diesem Diener Gottes kamen. Da nun diesem, wenn er sich bald das Zeichen des Kreuzes auf Brust und Stirne drückte, bald inständig dem Gebete oblag, nicht einmal die ärgsten Teufel sich auch nur zu nahen wagten und zu denen, welche sie abgesandt hatten, ohne jeden Erfolg zurückkehrten, sandten diese wieder andere, heftiger in der Bosheit, ab, die aber gleichfalls vergebens ihre höllischen Kräfte aufwandten und unverrichteter Dinge zurückkehrten, ebenso wie noch Mächtigere, die nichts destoweniger gegen den siegreichen Streiter Christi waren abgesandt worden, ohne Etwas zu vermögen. Das also erreichten diese so argen und großen Nachstellungen, die mit so bedeutender magischer Kunst versucht worden waren, daß durch dieselben aufs Klarste bewiesen wurde, es wohne dem christlichen Bekenntnisse eine große Kraft inne, da diese so wilden und mächtigen Schatten, von denen man geglaubt hätte, sie würden Sonne und Mond verfinstern können, wenn man sie darauf losließe, diesem Manne nicht nur nicht schaden konnten, sondern ihn nicht einmal ein wenig von seinem Kloster wegzuscheuchen vermochten.

 

 

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Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger