Geschichte

Der Lehrstuhl für Ethnologie wurde in Fribourg im Jahre 1942 von Pater Wilhelm Schmidt, Mitbegründer der Wiener Schule, eingeweiht. Es ist der älteste Lehrstuhl für Ethnologie in der Schweiz. Dieser Lehrstuhl wurde von den Missionaren Väter der Gesellschaft des Göttlichen Wortes geführt. Der letzte Inhaber des Lehrstuhls war, von 1960 bis 1989, Afrikanisten Pater Hugo Huber. Im Jahre 1989, wurde als erster nicht Pater und nicht Missionar, Prof. Christian Giordano ernannt. Er gibt dem Lehrstuhl für Ethnologie an der Universität Freiburg eine neue Richtung und der Lehrstuhl wird im Jahre 2002 umbenannt: er wird „Sozialanthropologie“ genannt, um die aktuellen Aussichten der Bildung widerzuspiegeln. Prof. Giordano hat sehr viel zur Entwicklung und Öffnung des Lehrstuhls für Sozialanthropologie beigetragen, und andere Bereiche, Perspektive und kulturelle Bereiche integriert. Bis zu seiner Pensionierung  im Jahr 2016, hat Prof. Giordano die Sozialanthropologie gestärkt und einen guten Ruf auf dem Gebiet der Ausbildung in Ost- und Mitteleuropa gegeben.

 

Seit 2004 und mit der Zusammenarbeit mit Prof. Véronique Pache und Prof. François Ruegg haben sich die Lehre und die Forschung auf neue Horizonte eröffnet. Die wichtigsten Bereiche der Sozialanthropologie in Freiburg widmen sich der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Anthropologie. Die gemeinsame Ansätze, und daher die Programme sind Multikulturalismus in seiner verschiedenen Formen und auf verschiedene Ebene: Nation, ethnische Gruppen, Kasten, Minderheiten, Familie, Religion, usw.

 

Zwischen 1989 und 2016 waren die wichtigsten Interesse und Kompetezen: Europa, insbesondere Südeuropäischen Länder, Mittel- und Ostasien, Südasien (Indien) und Südostasien (Malaysia).

 

Die Umstrukturierung des Departements für Sozialwissenschaften änderte die Geografie der disziplinären Einheiten und ermöglichte Synergien und Kooperationen mit anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen (Soziologie, Politikwissenschaft, Religionswissenschaft) zu entwickeln.

 

Mit der Pensionierung von Prof. Ruegg (2015) und von Prof. Giordano (2016) schließt sich eine Ära. Mit der Ankunft von Prof. Olaf Zenker und Prof. David Bozzini im Jahr 2017, werden neue Impulse für anthropologische Forschungen gegeben. Während neue  Themen (Cybersicherheit, digitale Ethnografie) und andere geographische Regionen (Südafrika, Eritrea und Irland) hervorgebracht werden, werden weiterhin traditionelle Ansätze der politischen und rechtlichen Anthropologie geforscht.