{"id":9661,"date":"2019-11-12T11:20:57","date_gmt":"2019-11-12T10:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=9661"},"modified":"2019-11-12T11:20:57","modified_gmt":"2019-11-12T10:20:57","slug":"nutzen-sie-chancen-zur-veranderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2019\/nutzen-sie-chancen-zur-veranderung","title":{"rendered":"\u00abNutzen Sie Chancen zur Ver\u00e4nderung\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Val\u00e9rie Schelker ist seit 2017 Personalchefin bei der Schweizerischen Post und kennt das Unternehmen wie ihre Westentasche. Ihre gesamte berufliche Laufbahn durchlief sie beim gelben Riesen, zun\u00e4chst innerhalb von PostFinance. Nachdem Schelker dort drei Jahre lang als HR-Chefin die Verantwortung f\u00fcr 4&rsquo;000 Mitarbeitende trug, sieht sie sich nun beim Mutterkonzern mit rund 60&rsquo;000 Angestellten aus \u00fcber 100 Nationen konfrontiert. Von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult\u00e4t wurde Schelker als diesj\u00e4hriges \u00abRole Model\u00bb gew\u00e4hlt. Wir haben mit ihr \u00fcber ihre grosse Verantwortung und die besonderen Herausforderungen von Frauen im Kader gesprochen \u2013 und uns nat\u00fcrlich ein paar hilfreiche Karriere-Tipps geholt.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Val\u00e9rie Schelker, mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich in Ihrem Job konfrontiert?<br \/>\n<\/strong>Als drittgr\u00f6sste Arbeitgeberin der Schweiz steht die Schweizerische Post vor diversen und weitreichenden Herausforderungen. Stichworte dazu sind die Digitalisierung und Automatisierung, der E-Commerce-Boom, das ver\u00e4nderte Kundenverhalten bzw. die k\u00fcnftigen Kundenbed\u00fcrfnisse oder auch der Fachkr\u00e4ftemangel. Unsere insgesamt knapp 60&rsquo;000 Mitarbeitenden sind dabei der Schl\u00fcssel zum Erfolg. Es ist unsere Aufgabe, die Post mit zielf\u00fchrenden Personalmassnahmen fr\u00fchzeitig und ad\u00e4quat f\u00fcr diese Herausforderung fit zu machen. Dies umfasst die Rekrutierung und Entwicklung der Mitarbeitenden, die Partnerschaft mit unseren Sozialpartnern, die Weiterentwicklung der Organisation und Arbeitsbedingungen aber auch die F\u00f6rderung von Diversit\u00e4t und Inklusion.<\/p>\n<p><strong>Welche Tipps m\u00f6chten Sie jungen Frauen mitgeben, die von einer Karriere wie die Ihre\u00a0tr\u00e4umen?\u00a0<\/strong><br \/>\nIch glaube nicht, dass sich Karrieren linear und ins Detail planen lassen. Jedoch braucht es den Mut, Chancen zu nutzen und Neues zu entdecken. Und nat\u00fcrlich hilft auch eine Portion Hartn\u00e4ckigkeit und Durchhalteverm\u00f6gen. Pers\u00f6nlich konnte ich zudem sehr von inspirierenden Vorgesetzten sowie von Mentorinnen und Mentoren, die mich in meinen Ideen zur beruflichen Weiterentwicklung best\u00e4rkt haben, profitieren.<\/p>\n<p>Deshalb meine drei Tipps:<\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nutzen Sie Chancen zur Ver\u00e4nderung, auch wenn dies manchmal mit Unsicherheit verbunden ist.<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bleiben Sie neugierig.<\/p>\n<p>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Suchen Sie sich gute Vorgesetzte oder Mentorinnen und Mentoren.<\/p>\n<p>Die Tipps gelten selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr junge M\u00e4nner.<\/p>\n<p><strong>Was beeindruckt die HR-Abteilung heutzutage noch, wo Maschinen Stellenbewerbende schon automatisch aussortieren?<br \/>\n<\/strong>Bei der Schweizerischen Post nutzen wir zwar Tools, die eine Einsch\u00e4tzung erleichtern, aber die Vorselektion wird nicht maschinell, sondern von Mitarbeitenden gemacht. Wir erhalten j\u00e4hrlich 40&rsquo;000 Bewerbungen. Bei dieser grossen Menge freuen sich unsere Recruiter \u00fcber Dossiers, die sich von der Masse abheben \u2013 nicht aufgrund des Formats, sondern weil sie einen spannenden Lebenslauf zeigen oder weil erkennbar ist, dass die Person Leidenschaft und Engagement mitbringt. Wir suchen Mitarbeitende, die mitgestalten und Verantwortung \u00fcbernehmen wollen.<\/p>\n<p><strong>Die Unifr ist mit Deutsch und Franz\u00f6sisch\u00a0die einzige offiziell zweisprachige Universit\u00e4t der Schweiz.\u00a0Sie selbst sind zweisprachig. Empfehlen Sie unseren Studierenden, ein zweisprachiges Studium zu absolvieren, oder sollten sie lieber einen Englischkurs besuchen?<br \/>\n<\/strong>Am besten beides! Sprachen und unterschiedliche Kulturen sind wichtig. Mit Sprachkenntnissen k\u00f6nnen H\u00fcrden abgebaut werden und wertvolle T\u00fcren \u00f6ffnen sich. Bei der Post sehen wir das tagt\u00e4glich und ich bin \u00fcberzeugt, dass es k\u00fcnftig noch wichtiger wird, verschiedene Sprachen zu k\u00f6nnen. Wenn jemand ganz klar eine Karriere im Ausland im Auge hat, kann eine Fokussierung auf Englisch sicher Sinn machen. Ich pl\u00e4diere aber sehr daf\u00fcr, dass wir in der mehrsprachigen Schweiz unsere Landessprachen nicht hintenanstellen. Sie sind wichtig f\u00fcr den Zusammenhalt und das gegenseitige Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><strong>Was empfehlen Sie ganz spezifisch Frauen im Bewerbungsverfahren, damit sie ihre m\u00e4nnlichen Mitbewerber ausstechen k\u00f6nnen?\u200b<\/strong><br \/>\nEs geht meiner Meinung nach nicht ums Ausstechen. Es geht vielmehr darum, dass Frauen mutig und selbstbewusst auftreten. Ich w\u00fcnsche mir, dass sie \u00f6fter ihre Komfortzone verlassen und ihre Pers\u00f6nlichkeit sowie auch ihre F\u00e4higkeiten genauso selbstverst\u00e4ndlich verkaufen, wie dies M\u00e4nner tun. Studien zeigen, dass sich M\u00e4nner bewerben, auch wenn sie nicht einmal die H\u00e4lfte der Anforderungen im Stelleninserat erf\u00fcllen. Frauen sind da viel selbstkritischer und zur\u00fcckhaltender.<\/p>\n<p><strong>Der Berufseinstieg nach der Uni ist oft holprig. Welche\u00a0<a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/campus\/de\/career-services\/workshops\/\">Veranstaltungen unserer Career Services<\/a>\u00a0k\u00f6nnten f\u00fcr Studierende besonders wertvoll sein?<\/strong><br \/>\nIch finde das Angebot der Uni sehr vielf\u00e4ltig. Wer nach dem Studium noch nicht wirklich weiss, wie es weitergehen soll, profitiert sicher vom Workshop \u00abTraumberuf(ung) finden! \u2013 Berufseinstieg mit Kopf, Bauch und Ikigai\u00bb, denn ohne Standortbestimmung und das Wissen, in welche Richtung der Berufsweg gehen soll, kann man auch kein gutes Bewerbungsdossier aufbauen.<br \/>\nAlle, die schon konkrete berufliche Vorstellungen haben, k\u00f6nnen in den Workshops rund um CV und Motivationsschreiben die entscheidenden Tipps holen, wie sie ihre beruflichen Ambitionen, ihre St\u00e4rken und ihre Pers\u00f6nlichkeit in der Bewerbung am besten hervorheben und darstellen.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Informationen zur <a href=\"https:\/\/agenda.unifr.ch\/e\/de\/6835\/\">Konferenz mit Val\u00e9rie Schelker<\/a><a href=\"https:\/\/agenda.unifr.ch\/e\/de\/6075\/\"><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li>Die <a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/campus\/de\/career-services\/workshops\/\">Veranstaltungen der Career Services<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Val\u00e9rie Schelker ist seit 2017 Personalchefin bei der Schweizerischen Post und kennt das Unternehmen wie ihre Westentasche. 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