{"id":8440,"date":"2019-05-20T12:56:42","date_gmt":"2019-05-20T11:56:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=8440"},"modified":"2019-10-30T12:56:34","modified_gmt":"2019-10-30T11:56:34","slug":"uber-die-unsterblichkeit-des-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2019\/uber-die-unsterblichkeit-des-menschen","title":{"rendered":"\u00dcber die Unsterblichkeit des Menschen"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Die zweite Auflage dieser preisgekr\u00f6nten Studie wurde vollkommen \u00fcberarbeitet und beleuchtet die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religi\u00f6sen Ideen der radikalen Fortschrittsideologie des Post- und Transhumanismus.<\/strong><\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-8434\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2019-05-20-um-13.04.19.png\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2019-05-20-um-13.04.19.png 442w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2019-05-20-um-13.04.19-200x300.png 200w\" sizes=\"(max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<p><strong>Auszug<br \/>\n<\/strong>Es sind nun 30 Jahre vergangen seit der amerikanische Robotiker Hans Moravec in seinem Aufsehen erregenden Werk\u00a0<i>Mind Children. The Future of Robot and Human Intelligence<\/i>\u00a0die Vision einer Unsterblichkeit im Computer als normatives Ziel des menschlichen Fortschrittsprozesses formulierte. Die Ideen des technologischen Posthumanismus und des mit ihm verwandten Transhumanismus sind inzwischen in Literatur, Kunst, Film, Fernsehen und der popul\u00e4ren Publizistik angelangt. Filme wie\u00a0<i>Transcendence<\/i>\u00a0(2014) und Fernsehserien wie\u00a0<i>Altered Carbon<\/i>\u00a0(2018) entwerfen dramatische Szenarien um die konkrete M\u00f6glichkeit einer computertechnischen Immortalisierung. Michel Houellebecqs\u00a0vollkommen trostlose Gesellschaftsanalyse\u00a0<i>Les particules \u00e9l\u00e9mentaires<\/i>\u00a0(<i>Elementarteilchen<\/i>, 1998) sowie Dan Browns\u00a0Romane\u00a0<i>Inferno<\/i>\u00a0(2013) und\u00a0<i>Origin<\/i>\u00a0(2017) machen ein breites Publikum mit Logiken des eugenischen Transhumanismus bekannt &#8230; Das Ziel meines Unterfangens ist es, zu verstehen und zu erkl\u00e4ren, wie an der Wende zum 21. Jahrhundert die posthumanistische Idee von der Unsterblichkeit in den Medien entstehen und sich weiterentwickeln konnte.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<br \/>\n<\/strong>Aus der Sicht des technologischen Posthumanismus ist der Mensch daher ein Auslaufmodell &#8211; \u00fcberholt von seinen eigenen technischen Sch\u00f6pfungen. Posthumane, k\u00fcnstliche Intelligenzen und Roboter sollen die neuen Triebkr\u00e4fte der Evolutionsgeschichte werden, w\u00e4hrend die obsolete Menschheit in den kommenden drei Jahrzehnten aussterben wird. Der Verzicht auf sich selbst soll jedoch mit der Unsterblichkeit des Menschen in der Virtualit\u00e4t belohnt werden. Die zweite Auflage dieser preisgekr\u00f6nten Studie wurde vollkommen \u00fcberarbeitet und beleuchtet die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religi\u00f6sen Ideen der radikalen Fortschrittsideologie des Post- und Transhumanismus. Im Zentrum stehen dabei die kybernetische Neubestimmung des Menschen, die Singularit\u00e4t, die technologische Unsterblichkeit, die transzendente Superintelligenz und der Entwurf einer kosmischen Heilsgeschichte. Den Schnittpunkt der verschiedenen Analysestr\u00e4nge bildet die von G\u00fcnther Anders entwickelte Idee der \u00ab\u00a0prometheischen Scham\u00a0\u00bb des Menschen vor seiner medialen Reproduktion &#8211; die vermeintliche Minderwertigkeit des \u00ab\u00a0biologischen Menschen\u00a0\u00bb gegen\u00fcber seinem unsterblichen, virtuellen Abbild.<\/p>\n<p><strong>Warum dieses Buch lesen?\u00a0<\/strong><br \/>\nDas Buch stellt bis heute die umfassendste Studie zum technologischen Posthumanismus dar und kann f\u00fcr all diejenigen Leserinnen und Leser von Interesse sein, die sich mit den Utopien k\u00fcnstlicher Intelligenz, techno-kosmologischer Heilsgeschichte und der Zukunft der Menschheit in Philosophie, Geschichtswissenschaft, Soziologie und Religionswissenschaft sowie Theologie befassen wollen.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Kontakt: Oliver Kr\u00fcger,\u00a0\u00a0<a href=\"mailto:oliver.krueger@unifr.ch\">oliver.krueger@unifr.ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/directory\/de\/people\/18074\/bf125\">Webseite<\/a> von Oliver Kr\u00fcger<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweite Auflage dieser preisgekr\u00f6nten Studie wurde vollkommen \u00fcberarbeitet und beleuchtet die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religi\u00f6sen Ideen der radikalen Fortschrittsideologie des Post- und Transhumanismus. Auszug Es sind nun 30 Jahre vergangen seit der amerikanische Robotiker Hans Moravec in seinem Aufsehen erregenden Werk\u00a0Mind Children. The Future of Robot and Human Intelligence\u00a0die Vision einer Unsterblichkeit im Computer als normatives Ziel des menschlichen Fortschrittsprozesses formulierte. Die Ideen des technologischen Posthumanismus und des mit ihm verwandten Transhumanismus sind inzwischen in Literatur, Kunst, Film, Fernsehen und der popul\u00e4ren Publizistik angelangt. Filme wie\u00a0Transcendence\u00a0(2014) und Fernsehserien wie\u00a0Altered Carbon\u00a0(2018) entwerfen dramatische Szenarien um<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":8435,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1016,75],"tags":[290,819,117],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8440"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8440"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8443,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8440\/revisions\/8443"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}