{"id":707,"date":"2015-10-20T13:06:16","date_gmt":"2015-10-20T12:06:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2015\/es-kommen-vier-spannende-jahre-auf-uns-zu-2"},"modified":"2015-12-16T13:31:17","modified_gmt":"2015-12-16T12:31:17","slug":"es-kommen-vier-spannende-jahre-auf-uns-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2015\/es-kommen-vier-spannende-jahre-auf-uns-zu","title":{"rendered":"\u00abEs kommen spannende Jahre auf uns zu\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Das k\u00fcrzlich vorgestellte T\u00e4tigkeitsprogramm der Universit\u00e4t ist keine leichte Kost. Rektorin Astrid Epiney erkl\u00e4rt in leicht verdaulichen H\u00e4ppchen, wo die Schwerpunkte der Zielsetzungen f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre liegen und welche Herausforderungen auf die Universit\u00e4t warten.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Astrid Epiney, im Namen des Rektorats gaben Sie k\u00fcrzlich das T\u00e4tigkeitsprogramm der Universit\u00e4t f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre bekannt. Was ist der Sinn und Zweck dieses T\u00e4tigkeitsprogramms?<\/strong><br \/>\nIn erster Linie geht es darum, der Universit\u00e4tsgemeinschaft, aber auch sonstigen interessierten Kreisen wie etwa der Politik, zu zeigen, wo das Rektorat in den n\u00e4chsten vier Jahren seine Priorit\u00e4ten zu setzen gedenkt.<\/p>\n<p><strong>Das Programm legt den Fokus auf sieben Handlungsfelder \u2013 davon m\u00f6chte ich gerne ein paar unter die Lupe nehmen. Zuerst aber werfen wir einen Blick auf die Ausgangslage, das heisst auf das Wetter \u00fcber der nationalen Hochschullandschaft. Vor welchem Hintergrund pr\u00e4sentiert sich das T\u00e4tigkeitsprogramm?<em><br \/>\n<\/em><\/strong>Es pr\u00e4sentiert sich in erster Linie vor dem Hintergrund der k\u00fcrzlich eingetretenen legislativen \u00c4nderungen auf kantonaler Ebene und auf Bundesebene. Das heisst: Die Inkraftsetzung des neuen HFKG auf Anfang 2015 einerseits und das Inkrafttreten der Revision des Kantonalen Universit\u00e4tsgesetzes andererseits. Beide Regelungswerke verst\u00e4rken die Autonomie der Hochschulen, f\u00fchren aber gleichzeitig auch dazu, dass die innere <em>Governance<\/em> gest\u00e4rkt sowie effizienter und transparenter gestaltet werden muss.<\/p>\n<p><strong>Zwei Merkmale des neuen nationalen Hochschulraums sind die leistungsorientierte Finanzierung und mehr Wettbewerb unter Hochschulen und Fachhochschulen. Welchen Einfluss hat dies auf die Finanzierung der Universit\u00e4t f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre?<\/strong><br \/>\nIch denke man sollte die St\u00e4rkung des Wettbewerbsgedankens im neuen Hochschulgesetz nicht \u00fcberbewerten. Dieses Element war schon vorher vorhanden. Schon heute ist es so, dass die Bundessubventionen zu einem guten Teil aus leistungsorientierten Komponenten bestehen. Daneben ist nicht zu verkennen, dass wir in der Hochschullandschaft Schweiz, also in einem kleinen Raum, sehr auf die gute Zusammenarbeit und Kooperation mit unseren Partneruniversit\u00e4ten angewiesen sind.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<h6><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/tube.switch.ch\/embed\/f555a850\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><br \/>\n<em>Dans cette vid\u00e9o, retrouvez l&rsquo;interview en fran\u00e7ais.<\/em><\/h6>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Ab 2018 funktioniert die Uni gem\u00e4ss dem neuen kantonalen Universit\u00e4tsgesetz mit einem Globalbudget. Welche \u00c4nderungen wird dies mit sich ziehen?<\/strong><br \/>\nHier sind insbesondere zwei Aspekte von Bedeutung. Erstens bedeutet das Globalbudget, dass die Universit\u00e4t innerhalb des zugestandenen Finanzrahmens frei ist in der Verwendung ihrer Mittel und zweitens, dass gewisse Mittel, die nicht gebraucht werden in einem Jahr unter bestimmten Voraussetzungen auf das folgende Jahr \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Dies erh\u00f6ht die Handlungsf\u00e4higkeit des Rektorats und der Universit\u00e4t und f\u00fchrt damit auch dazu, dass wir schneller auf Herausforderungen reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Welches sind die gr\u00f6ssten und wichtigsten Auslagen, die in den n\u00e4chsten Jahren auf die Uni zukommen?<\/strong><br \/>\nBesonders wichtig und gewichtig sind in den kommenden Jahren die verschiedenen Infrastruktur-Projekte der Universit\u00e4t. Aktuell im Gange sind die sogenannten Pavillons der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t, die dringend mehr Platz ben\u00f6tigt. Die Pavillons werden derzeit gebaut und sollten in nicht allzu ferner Zukunft bezugsbereit sein. Ein l\u00e4ngerfristigeres Projekt ist die Standorterweiterung Mis\u00e9ricorde auf dem Gel\u00e4nde des Tour Henri, die haupts\u00e4chlich der Erweiterung der Rechtswissenschaftlichen Fakult\u00e4t dienen soll.<\/p>\n<p><strong>Das Rektorat ist entschlossen, gezielte Forschungsbereiche speziell zu f\u00f6rdern, die sogenannten Exzellenzschwerpunkte, um international an der Spitze mithalten zu k\u00f6nnen. Welches sind diese Exzellenzschwerpunkte?<\/strong><em><br \/>\n<\/em>Das ist jeweils in Bezug auf die einzelnen Fakult\u00e4ten zu eruieren und insofern differenziert zu beantworten. Die Theologische Fakult\u00e4t beispielsweise ist an sich bereits ein Exzellenzschwerpunkt aufgrund der Tatsache, dass sie die einzige vollkatholische Theologische Fakult\u00e4t der Schweiz ist. In Bezug auf andere Fakult\u00e4ten haben wir bewusst Schwerpunkte gesetzt, wie etwa in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t, wo wir selbstverst\u00e4ndlich nicht in allen Bereichen Spitzenforschung betreiben \u2013 das k\u00f6nnten wir ja gar nicht. Hier konzentrieren wir uns in erster Linie auf die Materialwissenschaften, die Sport- und Bewegungswissenschaften und die Medizin. Die Rechtswissenschaftliche Fakult\u00e4t hat ebenfalls mehrere Schwerpunkte, die insbesondere auch in den Instituten der Fakult\u00e4t gepflegt werden. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen sowie in der Philosophischen Fakult\u00e4t Exzellenzschwerpunkte.<\/p>\n<p><strong>Das Rektorat sieht eine weitere Erh\u00f6hung der Studierendenzahlen als nicht priorit\u00e4r an. Wie ist dies zu verstehen? Alle wollen doch immer mehr&#8230;<\/strong><br \/>\nIch denke das ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass wir nat\u00fcrlich begrenzte Ressourcen haben, sowohl was das Personal angeht wie auch in Bezug auf die Infrastrukturen. Unsere Universit\u00e4t ist in den letzten dreissig Jahren sehr stark gewachsen, ohne dass die Ressourcen mitgehalten h\u00e4tten und wir kommen in Bezug auf die finanziellen Mittel im Verh\u00e4ltnis zu den Studierendenzahlen derzeit wirklich an unsere Grenzen. Das ist der eine Aspekt. Ein anderer ist, dass ich denke, dass es nicht zwingend immer und \u00fcberall erstrebenswert ist, \u201eMassen\u201c an Studierenden zu haben. Gerade die \u00fcberschaubare Gr\u00f6sse der Uni Freiburg und die damit einhergehende gute Betreuung der Studierenden sind ja zwei nennenswerte Charakteristika dieser Hochschule und diese gingen mit einer massgeblichen Erh\u00f6hung der Studierendenzahlen und ohne eine Erh\u00f6hung der Ressourcen wohl verloren.<\/p>\n<p><strong>Wo liegt der Fokus in Bezug auf die Lehre?<\/strong><br \/>\nIn Bezug auf die Lehre strebt das Rektorat eine weitere Profilierung in den Bereichen der Masterstudieng\u00e4nge und der Interdisziplinarit\u00e4t an. Dieses Vorhaben ist aber selbstverst\u00e4ndlich \u2013 wie viele Vorhaben dieses T\u00e4tigkeitsprogramms \u2013 in enger Zusammenarbeit mit den Fakult\u00e4ten anzugehen.<\/p>\n<p><strong>Ein weiterer wichtiger Punkt des T\u00e4tigkeitsprogramms ist das Management der Universit\u00e4t, die sogenannte Governance. Im T\u00e4tigkeitsprogramm steht dazu auch: \u201eEs geht darum, die F\u00fchrung zu verbessern&#8230;\u201c. Was muss denn besser werden?<\/strong><br \/>\nWir haben im neuen kantonalen Hochschulgesetz das System der Leistungsvereinbarung, das die Universit\u00e4t mit dem Kanton abschliesst. F\u00fcr das Rektorat geht es nun darum, diese \u201eextern\u201c abgeschlossene Leistungsvereinbarung auch gegen innen zu erf\u00fcllen. Wobei das Rektorat selber diese Leistungen ja nicht erbringen kann; Forschung, Lehre und Weiterbildung liegen bei den Fakult\u00e4ten. Es ist die Aufgabe des Rektorats, mit den Fakult\u00e4ten in einen strukturierten Dialog zu treten und ebenfalls Leistungsvereinbarungen abzuschliessen.<\/p>\n<p><strong>Das Rektorat hat drei Schwerpunkte gesetzt zur St\u00e4rkung der Aussenbeziehungen, also der Beziehungen zur Gesellschaft. Es sind dies die Weiterbildung, das Fundraising und die Beziehungspflege zu den Alumni.<\/strong><br \/>\nAn Weiterbildungsveranstaltungen nehmen in erster Linie Personen teil, die nicht oder nicht mehr an der Universit\u00e4t sind. Insofern sind solche Veranstaltungen eine wichtiges Fenster zur Welt der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Politik. Nicht minder wichtig sind die Alumni: Bedingt durch die hohe Quote an Studierenden aus anderen Kantonen sind gerade die Ehemaligen unserer Universit\u00e4t in der ganzen Schweiz verstreut. Insofern verf\u00fcgt die Uni Freiburg \u00fcber ein gutes nationales Alumninetzwerk, das auch die nationale Verankerung der Universit\u00e4t in der gesamten Gesellschaft st\u00e4rken kann. Wir m\u00f6chten diese Netzwerke noch besser nutzen und sind entsprechend gewillt, in den kommenden Jahren unsere diesbez\u00fcglichen Anstrengungen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>Wie bewerten Sie die Herausforderungen, die in den kommenden vier Jahren auf die Universit\u00e4t zukommen?<\/strong><br \/>\nEs kommen vier spannende Jahre auf uns zu, die zweifellos bedeutend sind: Es wird darum gehen, mit doch sehr beschr\u00e4nkten Mitteln das Profil der Universit\u00e4t in Lehre und Forschung weiterzuentwickeln und zu sch\u00e4rfen. Dabei hat die Universit\u00e4t einerseits ihren Platz auf nationaler und internationaler Ebene; andererseits versteht sie sich auch \u2013 und gerade als \u2013 die Universit\u00e4t der Freiburger, die mit dem Kanton auf\u2019s Engste verbunden ist. Ich bin insgesamt sehr zuversichtlich, dass das Rektorat zusammen mit den Fakult\u00e4ten diesen Herausforderungen begegnen kann. An dieser Stelle sei auch den Fakult\u00e4ten, der Kollegin und den Kollegen im Vizerektorat sowie den in der zentralen Verwaltung t\u00e4tigen Personen sehr herzlich f\u00fcr die ausgesprochen angenehme Zusammenarbeit gedankt. Im Rektorat ist die Zusammenarbeit im Team von sehr grosser, um nicht zu sagen entscheidender Bedeutung, und ich bin sehr dankbar f\u00fcr den Einsatz aller f\u00fcr unsere Universit\u00e4t.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">\u00a0__________<\/span><\/p>\n<p><strong>Video:<\/strong> Unicom, Christian Doninelli<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/news\/de\/14974\/\" target=\"_blank\">Medienmitteilung &#8211; T\u00e4tigkeitsprogramm des Rektorats 2015-2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/rectorat\/de\/documents\/\" target=\"_blank\">Text &#8211; T\u00e4tigkeitsprogramm 2015-2019<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das k\u00fcrzlich vorgestellte T\u00e4tigkeitsprogramm der Universit\u00e4t ist keine leichte Kost. Rektorin Astrid Epiney erkl\u00e4rt in leicht verdaulichen H\u00e4ppchen, wo die Schwerpunkte der Zielsetzungen f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre liegen und welche Herausforderungen auf die Universit\u00e4t warten. Astrid Epiney, im Namen des Rektorats gaben Sie k\u00fcrzlich das T\u00e4tigkeitsprogramm der Universit\u00e4t f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre bekannt. Was ist der Sinn und Zweck dieses T\u00e4tigkeitsprogramms? In erster Linie geht es darum, der Universit\u00e4tsgemeinschaft, aber auch sonstigen interessierten Kreisen wie etwa der Politik, zu zeigen, wo das Rektorat in den n\u00e4chsten vier Jahren seine Priorit\u00e4ten zu setzen gedenkt. Das Programm legt den Fokus<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":621,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[81],"tags":[125,124],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=707"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1699,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707\/revisions\/1699"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media\/621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}