{"id":7029,"date":"2018-10-02T07:29:04","date_gmt":"2018-10-02T06:29:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=7029"},"modified":"2018-10-02T07:31:11","modified_gmt":"2018-10-02T06:31:11","slug":"kurse-zu-prokrastination-sind-unser-dauerbrenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2018\/kurse-zu-prokrastination-sind-unser-dauerbrenner","title":{"rendered":"\u00abKurse zu Prokrastination sind unser Dauerbrenner\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Rita Raemy, Psychologin FSP bei der Psychologischen Beratung, k\u00fcmmert sich seit \u00fcber zwanzig Jahren um das seelische Wohl der Studierenden. Wir haben mit ihr \u00fcber die wichtigsten Themen gesprochen, mit welchen sich junge Menschen heutzutage herumschlagen.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Frau Rita Raemy, welche Herausforderungen stellen sich jungen Menschen, wenn sie vom Gymnasium an die Universit\u00e4t wechseln (und von der Universit\u00e4t in die Arbeitswelt \u2013 wird nicht beantwortet)?<br \/>\n<\/strong>Die pers\u00f6nlichen Leistungsanspr\u00fcche sind f\u00fcr junge Menschen heutzutage eine der gr\u00f6ssten Herausforderungen \u2013 das geht unserer Beobachtung nach auch einher mit der Bologna-Reform, welche das Studium an der Universit\u00e4t (die Universit\u00e4t) ein St\u00fcck weit verschult hat. Viele Studierende, die unsere Beratungsstelle aufsuchen, erwarten von sich selbst, dass sie das Studium m\u00f6glichst effizient, erfolgreich und v.a. schnell absolvieren m\u00fcssen. Die meisten haben einen sehr erfolgreichen Schulparcours hinter sich und deshalb die Vorstellung, dass das Studium genauso reibungslos verlaufen muss. Andere haben sich selbst als faul erlebt und wollen nun an der Universit\u00e4t alles anders machen. Ich habe immer wieder Studierende, die von \u201eSchule\u201c reden, das ist ber\u00fchrend und erschreckend, weil die Erwartungen dem Studienalltag nur bedingt entsprechen. Eine weitere grosse Herausforderung sind die Finanzen. Die Universit\u00e4t hat sich weiter demokratisiert und ist f\u00fcr mehr Menschen zug\u00e4nglich geworden. F\u00fcr viele Familien stellt die Verl\u00e4ngerung der Ausbildungszeit finanziell eine grosse Belastung dar. Weiterhin gehen viele Studierende einer Arbeitst\u00e4tigkeit nach, wobei diese mit dem Anspruch des schnellen Studiums in Konkurrenz tritt.<\/p>\n<p><strong>Und mit welchen konkreten Anliegen kommen die Studierenden zu Ihnen?<br \/>\n<\/strong>Die Klientinnen und Klienten, die zu uns kommen, kann man grunds\u00e4tzlich in drei Gruppen unterteilen. Ein Drittel der Studierenden hat klassische Studi-Fragen. Das k\u00f6nnen Fragen zu Lernstrategien sein, aber auch Pr\u00fcfungsangst, Schreibhemmung, Unsicherheit bez\u00fcglich der Studienauswahl und die Frage, ob ein Studium \u00fcberhaupt der richtige Weg f\u00fcr sie ist.<\/p>\n<p>Ein weiterer Drittel kommt mit Beziehungsschwierigkeiten zu uns: Einige besch\u00e4ftigen sich mit ihren sozialen Beziehungen zu anderen Studierenden: Sie fragen sich beispielsweise, wie sie damit umgehen sollen, dass sie nicht mehr in einem Klassenverbund sind, sondern pl\u00f6tzlich Kommilitoninnen und Kommilitonen haben, oder kommen mit WG-Problematiken zu uns. Darunter sind auch Menschen, die ihren Sozialkompetenzen nicht vertrauen oder gar Soziale Phobien haben. Belastende Beziehungen k\u00f6nnen auch zum Elternhaus bestehen, z.B. zu chronisch kranken oder psychisch angeschlagenen oder auch substanzabh\u00e4ngigen Eltern oder Geschwistern. Vermehrt wenden sich auch Doktorierende an uns. Sie stehen mit zeitlich und finanziell begrenzen Vertr\u00e4gen sehr unter Druck, haben Fragen zur Zusammenarbeit mit ihren Bezugspersonen, aber auch zur schwierigen Vereinbarkeit von Privatleben und der Forschungst\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Der letzte Drittel erlebt eine klinisch relevante Krise: Starke Angstzust\u00e4nde, Phobien und depressive Episoden, chronische Schlafst\u00f6rungen u.a. Wenn jemand in unsere Beratung kommt, der Symptome einer schweren psychischen Erkrankung zeigt, leiten wir die Person weiter und stellen w\u00e4hrend einer eventuellen Wartefrist eine Notversorgung sicher.<\/p>\n<p><strong>Sie sprechen gerade viele Neustrukturierungen im Leben junger Menschen an &#8230;<br \/>\n<\/strong>Alle Studierenden, die zu uns kommen, haben M\u00fche mit \u00dcberg\u00e4ngen. Sie kommen mit dem Wunsch an die Universit\u00e4t, dass alles weiterhin im Rahmen der vorg\u00e4ngigen Studienzeit verlaufen soll oder vollkommen anders. Diese W\u00fcnsche k\u00f6nnen zum Stolperstein werden, weil sich viele nicht damit besch\u00e4ftigen, wie das neue Territorium aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wie helfen Sie den Studierenden konkret, diese \u00dcberg\u00e4nge zu machen?<br \/>\n<\/strong>Ich lasse sie z.B. eine Werkzeugkiste packen, indem ich sie frage, welche Kompetenzen sie bereits mitbringen. Menschen, die ein Instrument spielen, bringen vielleicht bereits Ausdauer und Disziplin mit. Wir helfen Studierenden herauszufinden, was sie aufgrund ihrer ganz pers\u00f6nlichen Lebenserfahrungen bereits sehr gut k\u00f6nnen und unterst\u00fctzen beim Transfer dieser Kompetenzen in die neue Lebenssituation. Das gleiche gilt f\u00fcr den \u00dcbergang von einer Situation in die andere: Sie kommen nicht von selbst auf die Idee, dass sie alle schon \u00dcbergange geschafft haben. Im Alltag l\u00e4sst man Emotionen gross werden oder abklingen, man kann die Gedanken schweifen lassen oder sich bewusst auf etwas fokussieren. Hypnotherapeutische Methoden, Metaphern und das Arbeiten mit Adjektivpaaren (schnell\/langsam, gespannt\/entspannt, frei\/verbunden, autonom\/geleitet \u2026) helfen, \u00c4nderungserfahrungen herauszufinden. Wenn man einfach wechseln kann von einem Zustand in den anderen, ist es ein Talent. Sobald man den \u00dcbergang bewusst steuert, wird es zu einer F\u00e4higkeit.<\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Meditation.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-7031\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Meditation-1024x660.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Meditation-1024x660.jpg 1024w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Meditation-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Meditation-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><br \/>\n<\/a>Viele Studierende wissen nicht, dass sie bereits viele F\u00e4higkeiten mitbringen, die f\u00fcrs Studium n\u00fctzlich sind.<\/h6>\n<p><strong>Braucht man bei diesen \u00dcberg\u00e4ngen nicht sehr viel Mut?<br \/>\n<\/strong>Doch. Deshalb braucht der Mensch auch Rituale, um diese \u00dcberg\u00e4nge zu erleichtern. Rituale geben Sicherheit, weil sie sich wiederholen und Komplexit\u00e4t reduzieren. Sobald bestimmte Alltagsstrukturen aufgeweicht sind, helfen Rituale, neue, eigene Strukturen einzuhalten. Es ist auch wichtig, Leere zu schaffen und auszuhalten: Um neue Ideen zu entwickeln oder sich einem neuen Zustand zuzuwenden, braucht es manchmal Zeit, um sich zu langweilen und mit dem Alten abzuschliessen.<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00e4uft der Beratungsprozess ab? Ich habe ein Problem oder eine Frage und dann \u2026?<br \/>\n<\/strong>Man meldet sich an, entweder per E-Mail oder telefonisch. Am Telefon kann man auch gleich einen festen Termin ausmachen. Die erste Sitzung ist kostenlos, alle weiteren kosten je 20 CHF. Mein Ziel f\u00fcr das Erstgespr\u00e4ch ist es, eine erste Einsch\u00e4tzung zu machen. Mit den Studierenden definiere ich gemeinsam eine erste Problemdefinition und Vorschl\u00e4ge, diesen Schwierigkeiten entgegenzutreten. Im Durchschnitt beanspruchen die Studierenden sieben Sitzungen. Wer die Therapie nicht selbst finanzieren kann, darf sich beim Sozialdienst der Universit\u00e4t mit der Bitte um Unterst\u00fctzung melden. Diese Regelung gilt seit kurzem auch f\u00fcr Doktorierende.<\/p>\n<p><strong>Sie haben bereits soziale Phobien, Angstzust\u00e4nde u.a. erw\u00e4hnt. Die Beratung bietet Kurse an zu Themen wie Prokrastination, Umgang mit sozialen Phobien und mit Stresssituationen. Haben sie darunter auch Dauerbrenner?<br \/>\n<\/strong>Wir sind ein sehr kleiner Beratungsdienst, deshalb haben wir bisher nur zwei Themen zu Gruppenkursen ausgearbeitet, wollen aber das Angebot weiter ausbauen. Unser Dauerbrenner ist der Kurs zu Prokrastination. Das ist der Kurs, f\u00fcr welchen wir die meisten Anmeldungen erhalten \u2026 und auch am meisten Abmeldungen. Das geh\u00f6rt ja auch zur Prokrastination dazu (lacht). Der Studienalltag ist heute zwar viel strukturierter als fr\u00fcher, aber dennoch weiterhin weit weniger strukturiert als ein Schul- bzw. Arbeitsalltag. Sich selbst einen Arbeitsrhythmus zu geben ist nicht leicht \u2026 in Verbindung mit Perfektionismus ist es erst recht schwierig.<\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Procrastination.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-7032\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Procrastination-1024x660.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Procrastination-1024x660.jpg 1024w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Procrastination-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_Procrastination-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><br \/>\n<\/a><em>Die Universit\u00e4tsstrukturen k\u00f6nnen Prokrastination beg\u00fcnstigen.<\/em><\/h6>\n<p><strong>Im Alltag macht man sich \u00fcber das Prokrastinieren eher lustig. Wie merke ich, ob ich ein ernsthaftes Problem habe oder einfach nur etwas faul bin?<br \/>\n<\/strong>Faule Menschen kommen in Bewegung, sobald sie sich in einer Situation befinden, die bedrohlich ist<em>. <\/em>Prokrastination hingegen hat den Effekt, dass der Mensch die Gefahr, sein Ziel zu verpassen, erkennt und doch nicht ins Handeln kommt. Bei Studierenden ist es oft so, dass Prokrastination funktioniert. Es werden z.B. Seminararbeiten mit Versp\u00e4tung abgegeben und von der Professorin oder vom Professor angenommen, obwohl der Termin eigentlich schon verpasst ist. Studierende erleben, dass sie in solchen Situationen grosse Angst hatten, \u201ef\u00fcr nichts\u201c. Aber die Angst war echt \u2026 und das schlechte Gef\u00fchl ist echt. Das nagt an der Selbstsicherheit. Diejenigen, die zu uns kommen, \u201esind am Kaputtgehen\u201c, und das ist das Perverse an der Prokrastination: die Angst und die Selbstbeschimpfung zu ertragen scheint leichter als die Aufgabe zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Was lernen die Studierenden in diesen Kursen genau?<br \/>\n<\/strong>Sie lernen, den Mechanismus zu erkennen und damit aufzuh\u00f6ren, sich selbst zu beschimpfen oder Scham zu empfinden. Sich selbst zu bestrafen ist eine Strategie, Angst abzubauen. Die Studierenden m\u00fcssen aufh\u00f6ren, sich selbst schlecht zu machen und m\u00fcssen \u00fcber Schritt-f\u00fcr-Schritt-Strategien und kleineren vordefinierten Aufgaben lernen, wie sie es schaffen, ins Handeln zu kommen.<\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ThinkstockPhotos-661805896.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-7033\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ThinkstockPhotos-661805896-1024x738.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ThinkstockPhotos-661805896-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ThinkstockPhotos-661805896-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ThinkstockPhotos-661805896-768x554.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><br \/>\n<\/a><em>Scham und Selbstbeschimpfungen machen handlungsunf\u00e4hig.<\/em><\/h6>\n<p><strong>Viele Studierende geben den Leistungssport f\u00fcr ein Studium auf. Was sind hier die psychischen Auswirkungen? Welche L\u00f6sungsans\u00e4tze gibt es dazu?<br \/>\n<\/strong>Man sollte auf gar keinen Fall den Leistungssport oder ein anderes zeitintensives Hobby wie z.B. die Musik oder die Leitung in einem Jugendverein aufgeben. Wir sehen immer wieder Hochleistungssportler, die ihren Sport aufgeben, und k\u00f6rperlich und mental regelrecht auf Entzug sind. Manche befinden sich in einem im klinischen Sinne unstabilen Zustand und brauchen unter Umst\u00e4nden eine Medikation. Sie wurden so lange vom Mentalcoach, Trainer, Arzt, Masseur etc. begleitet, befinden sich von einem Tag auf den anderen ausserhalb des vertrauten Systems und kaum jemand k\u00fcmmert sich noch um sie. Ein Sportverband und die Trainer oder Coachs sollten mindestens noch ein Jahr lang diese jungen Menschen bei ihrer k\u00f6rperlichen und mentalen Entschleunigung begleiten. Leistungssport und andere zeitintensive Hobbys sind alltagsstrukturierend, bauen das Selbstwertgef\u00fchl und das soziale Netzwerk auf. Ich rate dazu, sie soweit wie m\u00f6glich beizubehalten.<\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_verweifelt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-7034\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_verweifelt-1024x660.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_verweifelt-1024x660.jpg 1024w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_verweifelt-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/AG_verweifelt-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><br \/>\n<\/a>Viele Studierende suchen die Beratungsstelle erst nach einer Krise auf \u2026<\/h6>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie Studierenden raten, die Hemmungen haben, die psychologische Beratung zu kontaktieren?<br \/>\n<\/strong>Eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist relativ niederschwellig. Viele Studierende kontaktieren uns \u00fcber diesen Weg, k\u00f6nnen auch gleich das Problem ansprechen und schon relativ viele Informationen dazu liefern. Sie erhalten h\u00e4ufig eine Antwort mit bereits konkreten Inhalten, die ihnen helfen k\u00f6nnen, zu entscheiden, ob sie \u00fcberhaupt noch pers\u00f6nlich vorbeikommen wollen oder nicht. Wir haben festgestellt, dass viele Studierende den Beratungsdienst trotz mittlerweile guter Sichtbarkeit erst finden, wenn sie akut unter einer Situation leiden, vorher sind sie wie blind daf\u00fcr.\u00a0 Die meisten melden sich erst, wenn die Krise schon wieder abflaut, lieber w\u00e4re uns nat\u00fcrlich, sie k\u00e4men bei den ersten Anzeichen. Gut funktioniert Mundpropaganda: Wer von den Peers den Tipp bekommt, zur Beratungsstelle zu gehen, hat weniger Hemmungen, uns zu kontaktieren.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/uni\/de\/organisation\/acad\/cpe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psychologische Beratung f\u00fcr Studierende<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rita Raemy, Psychologin FSP bei der Psychologischen Beratung, k\u00fcmmert sich seit \u00fcber zwanzig Jahren um das seelische Wohl der Studierenden. Wir haben mit ihr \u00fcber die wichtigsten Themen gesprochen, mit welchen sich junge Menschen heutzutage herumschlagen. Frau Rita Raemy, welche Herausforderungen stellen sich jungen Menschen, wenn sie vom Gymnasium an die Universit\u00e4t wechseln (und von der Universit\u00e4t in die Arbeitswelt \u2013 wird nicht beantwortet)? 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