{"id":6963,"date":"2018-09-07T10:00:23","date_gmt":"2018-09-07T09:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=6963"},"modified":"2018-10-02T13:31:32","modified_gmt":"2018-10-02T12:31:32","slug":"an-explora-virtuelle-raume-testen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2018\/an-explora-virtuelle-raume-testen","title":{"rendered":"An Explora virtuelle R\u00e4ume testen"},"content":{"rendered":"<h4><strong>An \u00abExplora\u00bb geben Wissenschafterinnen und Wissenschafter einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Eine von ihnen ist die Valentina Ticcinelli.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Frau Ticcinelli, woran Forschen Sie gerade?<br \/>\n<\/strong>Ich untersuche, wie wir Emotionen in Gesichtern erkennen. Wie machen Kinder das? Wie machen das Leute aus anderen Kulturen? Daf\u00fcr arbeite ich gerade mit japanischen Forschern zusammen. In Europa schauen wir vor allem auf die Augen und den Mund und bauen uns unsere Information dann aus den Einzelteilen zusammen. Japanerinnen und Japaner schauen mehr das Gesicht als Ganzes an. Schon bei Babys sind darum in Japan andere Hirnareale aktiv, wenn sie ein Gesicht anschauen. Au\u00dferdem zeigt man in Asien die Emotionen viel st\u00e4rker \u00fcber die Augen. Darum drehen sich asiatische Emojis auch viel st\u00e4rker um die Augenpartie. (^_^) (*\u00b4\u25bd`*) (\u25d5\u203f\u25d5) (\u21bc_\u21bc)<\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie \u00fcberhaupt dazu gekommen, Forscherin an der Universit\u00e4t Freiburg zu werden?<br \/>\n<\/strong>Wie bei den meisten Wissenschaftlern folgte mein Weg keiner geraden Linie. Ich bin in Italien aufgewachsen, wo ich \u00abbio-engineering\u00bb (Bio-Mechanik) studiert habe. Und nebenbei war ich Volleyballprofi. Dann hatte ich einen wundervollen Job in einem Spital, wo ich ein Labor f\u00fcr Motion Capture gef\u00fchrt habe. Wir haben Gang-Analysen f\u00fcr Kinder mit Behinderungen gemacht um zu sehen, wie sie mit ihrer Physiotherapie vorankamen. Das war wirklich cool. Dann hatte ich die Chance, in England eine Dissertation zu schreiben \u2013 in Physik. Wir untersuchten die Gehirn-Dynamiken von Autisten. Von England hatte ich dann aber irgendwann genug und so habe ich mit Roberto Caldara von der Universit\u00e4t Freiburg geskypt \u2013 und es hat geklickt. Und jetzt bin ich hier am Departement f\u00fcr Psychologie. Nat\u00fcrlich t\u00f6nt das nach einem etwas wilden Lebenslauf, aber eigentlich habe ich immer versucht, biologische Signale zu entschl\u00fcsseln. Und ich hatte immer Spass am Programmieren.<\/p>\n<p><strong>A propos Spass: Am 22. <\/strong><strong>September ist Explora!<br \/>\n<\/strong>Ja, unser Team wird zwei St\u00e4nde betreuen. Bei meiner Kollegin Meike Ramon werden die Besucherinnen und Besucher testen k\u00f6nnen, wie gut sie Gesichter erkennen. Einen Freund erkennen wir aus jeder Perspektive, bei einer fremden Person ist es \u00fcberraschend schwierig, sie auf unterschiedlichen Bildern zu identifizieren. In der Forschung arbeiten wir mit sogenannten \u00abSuper-Recognizern\u00bb, aber auch mit Leuten, die eine \u00abProtoprognosie\u00bb haben, eine Gehirndysfunktion, die es ihnen verunm\u00f6glicht, Gesichter zu erkennen.<\/p>\n<p>An meinem Stand werden wir Virtual Reality mit Eye-Tracking kombinieren. Das heisst, die Leute bekommen eine Brille aufgesetzt, die ihnen die Illusion vermittelt, dass sie in einem virtuellen Raum sind &#8211; zum Beispiel in einem Haus. Hebt man den Kopf, sieht man die Decke, blickt man nach unten, sieht man den Boden. Die Brille registriert aber auch, wo die Leute hinschauen und wenn man l\u00e4nger auf etwas fokussiert, bemerkt das die Brille. So kann man beispielsweise mit Blicken Objekte bewegen. Es wird also eine ziemlich coole Erfahrung!<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/events.unifr.ch\/explora\/de\/\">Programm Explora<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/events.unifr.ch\/explora\/de\/die-augen-spiegel-der-seele.html\">Team Roberto Caldara<\/a> an Explora<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An \u00abExplora\u00bb geben Wissenschafterinnen und Wissenschafter einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Eine von ihnen ist die Valentina Ticcinelli. Frau Ticcinelli, woran Forschen Sie gerade? Ich untersuche, wie wir Emotionen in Gesichtern erkennen. Wie machen Kinder das? Wie machen das Leute aus anderen Kulturen? Daf\u00fcr arbeite ich gerade mit japanischen Forschern zusammen. 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