{"id":5311,"date":"2017-11-29T08:51:12","date_gmt":"2017-11-29T07:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=5311"},"modified":"2017-11-30T16:14:04","modified_gmt":"2017-11-30T15:14:04","slug":"es-geht-ueberraschend-wenig-um-sex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2017\/es-geht-ueberraschend-wenig-um-sex?lang=de","title":{"rendered":"Es geht \u00fcberraschend wenig um Sex"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Satin, Dessous und rote Hinterzimmer: \u00fcber Prostitution gibt es viele Klischees \u2013 und wenige, die wirklich Bescheid wissen. Eine von ihnen ist Sarah Baumann. Sie schreibt eine Dissertation \u00fcber die Geschichte der Sexarbeit in der Schweiz zwischen 1950 und 1990.<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Sarah Baumann, in den meisten Dissertationen gibt\u2019s weder Sex noch Crime \u2013 bei Ihnen gibt\u2019s beides!<\/strong><br \/>\n(Lacht) Das stimmt, aber das ist nicht der Grund, warum ich mich mit Prostitution besch\u00e4ftige. Das Thema ist zum Einen nach 1945 kaum erforscht und zum Anderen eine spannende Projektionsfl\u00e4che. Anhand der Prostitution werden alle m\u00f6glichen gesellschaftlichen Themen verhandelt!<\/p>\n<p><strong>Beispielsweise?<\/strong><br \/>\nGeschlechterrollen, Machtverh\u00e4ltnisse, die Vorstellung von weiblicher und m\u00e4nnlicher Sexualit\u00e4t. Was kann, was soll, was darf ein Mann oder eine Frau? In den 1950er-Jahren wurde die Autorin Iris von Roten von der Polizei verh\u00f6rt, weil sie sp\u00e4t nachts alleine und in einen Ozelotmantel gekleidet unterwegs war \u2013 und deswegen f\u00fcr eine Prostituierte gehalten wurde.<\/p>\n<p><strong>Wie wurde denn Prostitution in den 1950er-Jahren \u00fcberhaupt angesehen?<\/strong><br \/>\nDamals gab es noch den Begriff der \u00abgewerbsm\u00e4ssigen Unzucht\u00bb. \u00abUnzucht\u00bb bedeutet ausserehelichen Sex, der st\u00f6rte bei Frauen ganz besonders. Und am \u00abgewerbsm\u00e4ssigen\u00bb irritierte, dass etwas scheinbar so Privates und Intimes wie Sexualit\u00e4t mit der Sph\u00e4re von Wirtschaft und Gelderwerb verkn\u00fcpft wurde. Prostitution wurde als etwas gesehen, das die \u00f6ffentliche Moral, die Jugend und die Familie bedrohte. Diese moralische Sichtweise \u00e4nderte sich mit der Zeit. Zum Beispiel kam es in den 1960er-Jahren wegen der Prostitution mancherorts zu erh\u00f6hter Verkehrsbelastung. Da st\u00f6rten sich die Leute dann prim\u00e4r am L\u00e4rm. Vereinfacht kann man sagen: gest\u00f6rt hat die Prostitution immer \u2013 aber nicht immer aus denselben Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p><strong>Wie erforscht man \u00fcberhaupt ein Thema, das sich fast schon per Definition im Verborgenen abspielt?<\/strong><br \/>\nAnhand von Quellen. Es gibt mediale Debatten, aber auch Zeugnisse von Prostituierten selbst. Die \u00abProstituiertenbiografie\u00bb ist seit den 1980er-Jahren beinahe ein literarisches Genre geworden. Ausserdem gibt es Dokumente von Beratungsstellen f\u00fcr Prostituierte und schliesslich Gerichtsakten und polizeiliche Verh\u00f6rprotokolle. Was hingegen fehlt ist die Perspektive der Freier. Die hatten keinen Verband, noch haben sie Biografien geschrieben.<\/p>\n<p><strong>Und wie sieht es mit statistischen Daten aus?<\/strong><br \/>\nWenn es um die Frage geht, wieviele Prostituierte zu welchem Zeitpunkt in einer Stadt gearbeitet haben, ist es tats\u00e4chlich schwierig, an verl\u00e4ssliche Zahlen zu kommen. Von einer Mitarbeiterin der Genfer Beratungsstelle f\u00fcr Prostituierte \u00abAspasie\u00bb weiss ich: \u00abVorhandene Statistiken zu Prostitution und Prostituierten sind grunds\u00e4tzlich falsch.\u00bb Dies vor allem deshalb, weil die Dunkelziffer der nicht registrierten Prostituierten hoch ist.<br \/>\nAndere Zahlen lassen sich mit einiger Recherche aufsp\u00fcren. So kostete der Geschlechtsverkehr bei einer professionellen Prostituierten zwischen 1950 und 1980 immer etwa hundert Franken. Das klingt nach Kontinuit\u00e4t, inflationsbereinigt haben sich die Preise damit aber mehr als halbiert.<\/p>\n<p><strong>Was ist denn der gr\u00f6sste Mythos wenn es um Prostitution geht?<\/strong><br \/>\nDass sie ein Randph\u00e4nomen ist. Aktuelle Studien zeigen, dass in der Schweiz jeder f\u00fcnfte Mann ein Freier ist. Auch die Vorstellung, dass nur Single-M\u00e4nner, die Schwierigkeiten haben, Frauen kennenzulernen zu Prostituierten gehen, stimmt nicht. Den typischen Prostitutionskunden gibt es nicht. Konsument\/innen wie auch Anbieter\/innen von Prostitution finden sich in allen Schichten und Nationalit\u00e4ten. Prostitution ist Teil unserer Gesellschaft. Sie findet vor unseren Augen statt \u2013 ob wir nun hinsehen oder nicht.<\/p>\n<p><strong>Sie meinen damit den Strassenstrich?<\/strong><br \/>\nNein, der ist nur die sichtbarste Form der Prostitution. Heute macht er etwa noch 10 Prozent aus. Fr\u00fcher waren es sicher mehr und der Strassenstrich wurde stets besonders heiss diskutiert weil er so sichtbar und h\u00f6rbar war \u2013 weil er so st\u00f6rte. Das f\u00fchrte dann immer wieder zu Katz- und Maus-Spielen: Die Polizei verdr\u00e4ngte die Sexarbeiterinnen aus einem Quartier, daf\u00fcr tauchten sie in einem andern wieder auf. Eine Reaktion auf die Verdr\u00e4ngung des Strassenstrichs war in den 1970er- und 1980er-Jahren das Aufkommen von Salons sowie das Erscheinen von Sex-Inseraten. In diesen beschrieben sich die Frauen mit kurzen Texten, die Freier schickten ihnen Briefe und dann trafen sie sich \u2013 im Salon oder in der Privatwohnung der Prostituierten. Heute funktioniert diese Kontaktaufnahme nat\u00fcrlich \u00fcbers Internet. Nebst etwa 10 Prozent Strassenstrich finden heute etwas 60 Prozent der Prostitution in Wohnh\u00e4usern und Bordellen statt. Und schliesslich bleiben noch etwa 30 Prozent in Salons und Kontaktbars, also Etablissements die irgendwo zwischen Bar und Bordell anzusiedeln sind.<\/p>\n<p><strong>In der \u00f6ffentlichen Debatte gibt es heute zwei dominierende Sichtweisen. Die Einen sehen \u00a0Prostituierte als bemitleidenswerte Opfer, die gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Die Anderen sehen selbstbestimmte Dienstleisterinnen, die sich freiwillig f\u00fcr ihren Beruf entschieden haben. Wie sehen Sie das: Warum entscheiden sich Menschen f\u00fcr die Prostitution?<\/strong><br \/>\nZun\u00e4chst einmal ist es wichtig zwischen Zwangsprostitution als eine Form des Menschenhandels und freiwilliger Prostitution zu unterscheiden. Jene, die sich selbst f\u00fcr die Prostitution entscheiden, tun dies in den allermeisten F\u00e4llen aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden \u2013 was zeigt, dass der Begriff der Freiwilligkeit ambivalent ist. Wir alle m\u00fcssen Geld verdienen, aber nicht alle haben dieselben M\u00f6glichkeiten, dies zu tun. Sagen wir, jemand kommt aus armen Verh\u00e4ltnissen, konnte keine Ausbildung machen und geht einer harten und schlecht bezahlten Arbeit nach. Wenn sich diese Person f\u00fcr die Sexarbeit entscheidet, dann tut sie das zwar freiwillig, aber es ist eine andere Freiwilligkeit, als wenn jemand zum Beispiel ein Studium machen konnte und sich \u00fcberlegt, ob sie jetzt als Anw\u00e4ltin, \u00c4rztin, Architektin oder Sexarbeiterin arbeiten will. Wer die Gr\u00fcnde verstehen will, warum sich jemand prostituiert, sollte sich vor allem mit den sozialen und wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten besch\u00e4ftigen, die die betroffenen Personen haben.<\/p>\n<p><strong>Woher kommen die Prostituierten denn geographisch?<\/strong><br \/>\nIn meinem Untersuchungszeitraum (1950-1990) gr\u00f6sstenteils aus der Schweiz. F\u00fcr Schweizerinnen ist die Prostitution seit 1942 legal &#8211; Ausl\u00e4nderinnen hingegen riskierten, ausgeschafft zu werden. In den 1980er-Jahren stieg allerdings die Zahl von Asiatinnen und Afrikanerinnen, die in Massagesalons und Striplokalen arbeiteten und sich illegal prostituierten \u2013 diese Situation wurde mit der Einf\u00fchrung des sogenannten \u00abT\u00e4nzerinnenstatuts\u00bb 1995 teilweise legalisiert. Das Statut wurde 2016 aber wieder abgeschafft. Eine letzte Ver\u00e4nderung gab es mit der Ausdehnung der Personenfreiz\u00fcgigkeit auf Osteuropa im Jahr 2002. Die liberaleren Bestimmungen er\u00f6ffneten Ausl\u00e4nderinnen die M\u00f6glichkeit, in der Schweiz als Sexarbeiterin zu arbeiten \u2013 gerade f\u00fcr gering qualifizierte Ausl\u00e4nderinnen von ausserhalb der EU ist die Prostitution oft die einzige M\u00f6glichkeit, \u00fcberhaupt in der Schweiz zu arbeiten.<\/p>\n<p><strong>Ebenfalls am Schluss Ihrer Untersuchung kommt es in der Schweiz zu einer Drogenkrise und zur Verbreitung von AIDS. Wie hat sich das auf die Prostitution ausgewirkt?<\/strong><br \/>\nDas konnte ich noch nicht im Detail studieren. Was ich weiss ist, dass es zu Konflikten zwischen etablierten Prostituierten und Drogenprostituierten kam, die billiger anschafften und so die Preise dr\u00fcckten. Auch kam es zu mehr Gewalt an Prostituierten, die aufgrund ihrer Drogenabh\u00e4ngigkeit wehrloser waren gegen gewaltt\u00e4tige Kunden, aber auch etwa gegen ungesch\u00fctzten Verkehr. Durch die Drogenprostitution ver\u00e4nderte sich auch der Blick auf die Prostitution \u00fcberhaupt, indem die Leute dachten, alle Prostituierten seien s\u00fcchtig.<br \/>\nMit AIDS kam die alte Geschichte von der Prostituierten als Tr\u00e4gerin von Geschlechtskrankheiten wieder auf. Dazu gab es schon in den 1920er-Jahren epidemiologische Studien, welche das Vorurteil widerlegten und zeigten, dass sich Geschlechtskrankheiten auch ausserhalb von Prostitution und besonders in Ehegemeinschaften verbreiteten.<\/p>\n<p><strong>AIDS galt ja lange als Schwulenkrankheit. Wie sah es eigentlich mit der homosexuellen Prostitution aus?<\/strong><br \/>\nDie war im Gegensatz zur Heterosexuellen bis 1992 verboten. Diese Ungleichbehandlung bedeutete auch eine St\u00e4rkung der heterosexuellen Norm. Und w\u00e4hrend bei der heterosexuellen Prostitution eher selten \u00fcber die Freier diskutiert wurde, r\u00fcckten sie bei der homosexuellen Variante in den Fokus. Was an der Prostitution zwischen M\u00e4nnern st\u00f6rte, war weniger die Prostitution als die Homosexualit\u00e4t. Strichjungen galten als im Grunde heterosexuelle M\u00e4nner, die von den \u00abverkommenen\u00bb Homosexuellen ausgen\u00fctzt wurden. Weltweit sind heute \u00fcbrigens etwa 85% der Prostituierten weiblich. Der Rest sind M\u00e4nner und Transmenschen.<\/p>\n<p><strong>Ein Modell, bei dem die Freier explizit thematisiert werden ist heute das sogenannte \u00abSchwedische Modell\u00bb. Dieses erlaubt das Anbieten sexueller Dienste gegen Geld, stellt aber den Konsum unter Strafe.<\/strong><br \/>\nDas ist tats\u00e4chlich eine Ver\u00e4nderung: statt den Anbieterinnen kriminalisiert man die Kunden. Die Gesellschaft sagt gewissermassen \u00abWir tolerieren nicht, dass Sexualit\u00e4t gekauft wird\u00bb. Ob das gelingt, ist allerdings umstritten. Die schwedische Regierung spricht von einem Erfolg. Schattenberichte von NGOs zeigen aber, dass es zu einer Verlagerung in die Illegalit\u00e4t f\u00fchrt. Weg von der Strasse, weg von Bordellen, rein in dubiose Hinterh\u00f6fe und Privatzimmer \u2013 und dort sind Prostituierte noch schwerer zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>In der TV-Serie \u00abHouse of Cards\u00bb sagt Kevin Spacey: \u00abAlles im Leben dreht sich um Sex. Ausser Sex. Sex dreht sich um Macht.\u00bb<\/strong><br \/>\nDas hat etwas. In den Quellen, die ich anschaue, geht es tats\u00e4chlich \u00fcberraschend wenig um Sex, sondern sehr viel mehr um Machtverh\u00e4ltnisse. Staat, Beh\u00f6rden und Gesellschaft \u00fcben Macht aus und bestimmen, welche Form von Sexualit\u00e4t toleriert wird und welche nicht. Die Freier kaufen sich Macht, um bestimmen zu k\u00f6nnen, was passiert. Manche Feministinnen sehen in der Prostitution deshalb auch die krasseste Erscheinungsform des Patriarchats. Aber auch Prostituierte sagen von sich, dass sie eine gewisse Macht \u00fcber ihre Kunden haben. Und letztlich geht es immer auch um die machtvolle Definition von Geschlechterrollen oder um die Definition davon, wie weibliche oder m\u00e4nnliche Sexualit\u00e4t aussieht.<\/p>\n<p><strong>Was haben Sie durch die Besch\u00e4ftigung mit der Prostitution ganz pers\u00f6nlich gelernt?<\/strong><br \/>\nMeine Arbeit hat vor allem meinen Blick f\u00fcr die Uneindeutigkeit des Themas gesch\u00e4rft. Anfangs spickte es mich oft zwischen zwei Polen hin und her: Ist Prostitution immer Unterdr\u00fcckung? Oder ist eine selbstbestimmte Form der Prostitution m\u00f6glich? Mal las ich einen Quellenkorpus und war betroffen ob der Gewalterfahrungen von Prostituierten, und ich fragte mich, wie wir das als Gesellschaft tolerieren k\u00f6nnen. Dann las ich andere Quellen, in denen Prostituierte als selbstbewusste und autonome Akteurinnen zum Ausdruck kommen. Die Pole bringen uns nicht weiter und vor allem repr\u00e4sentieren sie die Realit\u00e4t nicht richtig. Prostitution ist Vielf\u00e4ltig, Uneindeutig und Ambivalent. Das muss man aushalten \u2013 sonst wird man dem Ph\u00e4nomen nicht gerecht.<\/p>\n<p><strong>Zum Schluss eine utopische Frage: Oft heisst es ja \u00abum dieses Problem zu l\u00f6sen m\u00fcssen wir jetzt dies oder das tun\u00bb. Haben Sie pers\u00f6nlich eine Vision, wie Prostitution idealerweise stattfinden m\u00fcsste?<\/strong><br \/>\nJa, die Diskussionen drehen sich oft um Verbote. Sie werden aus der Perspektive der Gesellschaft und des Gesetzgebers gef\u00fchrt, nicht aus der Optik der betroffenen Menschen. Dabei sollte man dort ansetzen, bei der Frage, welche M\u00f6glichkeiten die Menschen haben.<br \/>\nIn meiner utopischen Welt h\u00e4tten alle Menschen dieselben sozialen und \u00f6konomischen Voraussetzungen und k\u00f6nnten selbstbestimmt leben. Dann h\u00e4tten sie wirkliche Wahlm\u00f6glichkeiten und k\u00f6nnten sich aus freien St\u00fccken f\u00fcr oder gegen diese oder jene Arbeit entscheiden. Wenn sich in einer solchen Welt jemand entscheidet, Sexarbeit anzubieten und ein anderer sie konsumieren m\u00f6chte \u2013 dann warum nicht?<br \/>\nWenn Sie eine realistischere Antwort wollen, dann w\u00e4re schon viel erreicht, wenn man die Widerspr\u00fcche in den Gesetzen angehen w\u00fcrde. Prostituierte bezahlen Steuern, m\u00fcssen sich anmelden, durchlaufen komplexe Bewilligungsverfahren. Im Kanton Bern m\u00fcssen sie sogar einen Businessplan aufstellen. Trotzdem gibt es immer noch einen Artikel im ZGB, der besagt, dass Prostitution unsittlich ist \u2013 was bedeutet, dass eine Prostituierte ihren Lohn nicht vor Gericht einklagen kann.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/lettres.unifr.ch\/de\/hist\/gmzg\/team\/baumann.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen zu Sarah Baumann<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Satin, Dessous und rote Hinterzimmer: \u00fcber Prostitution gibt es viele Klischees \u2013 und wenige, die wirklich Bescheid wissen. Eine von ihnen ist Sarah Baumann. Sie schreibt eine Dissertation \u00fcber die Geschichte der Sexarbeit in der Schweiz zwischen 1950 und 1990. 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