{"id":3946,"date":"2017-04-06T16:02:11","date_gmt":"2017-04-06T15:02:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/?p=3946"},"modified":"2017-05-08T08:54:05","modified_gmt":"2017-05-08T07:54:05","slug":"nachhaltigkeit-ist-ein-thema-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2017\/nachhaltigkeit-ist-ein-thema-geworden","title":{"rendered":"\u00abNachhaltigkeit ist ein Thema geworden\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>2012 lancierte die Schweizerische Universit\u00e4tskonferenz (SUK) das Programm \u00abSustainable Development at Swiss Universities\u00bb. Damit unterst\u00fctzte die SUK die Universit\u00e4ten vier Jahre lang Lehre, Forschung und studentische Projekte zum Thema Nachhaltigkeit. Wir haben mit Professor Olivier Graefe gesprochen, der die Universit\u00e4t Freiburg im leitenden Gremium vertrat.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Herr Graefe, mit weniger als zehn Millionen Franken verteilt auf vier Jahre und zehn Universit\u00e4ten war das Budget des Sustainable-Development-Projekts eher bescheiden. Konnte damit \u00fcberhaupt etwas bewirkt werden?<br \/>\n<\/strong>Absolut. Es ging auch nicht um kostspielige Forschung. Ziel des Projekts war erstens, jene Leute zusammenzubringen, die sich bereits f\u00fcr Nachhaltigkeit einsetzen. Zweitens wollten wir zeigen, was in dem Bereich schon alles geleistet wird. Und drittens ging es uns darum, die Nachhaltigkeit \u00fcberhaupt auf die Agenda der Universit\u00e4ten zu setzen. Das ist uns gelungen.<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t Freiburg beispielsweise hat die neue Universit\u00e4tsleitung die Bem\u00fchungen im Nachhaltigkeitsbereich sp\u00fcrbar verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><strong>Was wurde denn an der Universit\u00e4t Freiburg konkret gemacht?<br \/>\n<\/strong>Besonders engagiert war die Gruppe NEUF (Nachhaltige Entwicklung Universit\u00e4t Freiburg). Sie hat den Wettbewerb Bike2University kreiert. Dabei wurden Teams gebildet, die im spielerischen Wettbewerb auf ihrem Weg zur Arbeit Fahrradkilometer sammelten.<\/p>\n<p>Ich denke nicht, dass deshalb wesentlich mehr Fahrrad gefahren wurde, aber darum ging es auch gar nicht. Es ging darum, aus vielen idealistischen Einzelk\u00e4mpfern eine Gemeinschaft zu machen. Ausserdem wurde durch die Berichterstattung der Medien, aber auch mit Hilfe von Unicom, die Aufmerksamkeit auf die Leute gelenkt die, sich bereits jetzt im Alltag nachhaltig verhalten.<\/p>\n<p>Ein anderes Projekt war der Aufbau der Website swiss-sdr.ch, an dem ich pers\u00f6nlich beteiligt war (sdr steht f\u00fcr \u2018sustainable development researchers\u2019). Auf dieser Plattform k\u00f6nnen sich Forschende und Interessierte im Bereich Nachhaltigkeit vernetzen, sich \u00fcber laufende Projekt informieren und \u00fcber aktuelle Fragen austauschen. Nachhaltigkeit ist ein sehr weites Feld: vom praktischen Abfallmanagement in Burundi bis zur Grundlagenforschung f\u00fcr die Verbesserung der Energieeffizienz an einer Schweizer Hochschule. Darum ist es n\u00f6tig, die verschiedenen Akteure zu vernetzen, so wie das beispielsweise auch anl\u00e4sslich von Workshops im SDU-Programm gemacht wurde.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn es in Zukunft noch besser gel\u00e4nge, die ganze Breite der Mitarbeitenden und Studierenden der Universit\u00e4t f\u00fcr Nachhaltigkeitsprojekte zu aktivieren.<\/p>\n<p><strong>A propos Zukunft: Das Programm geht nun nach vier Jahren zu Ende. Projekte in Lehre und Forschung werden k\u00fcnftig nicht mehr unterst\u00fctzt.<br \/>\n<\/strong>Ja, aber der Start ist gemacht. Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Agenda der Universit\u00e4ten verankert, und die Leute, die sich f\u00fcr Nachhaltigkeit engagieren, sind zu einer Bewegung geworden. Das wird nicht einfach so verschwinden. Ausserdem werden Projekte von Studierenden ja weiterhin unterst\u00fctzt. Das zeigt sich auch bei uns an der Universit\u00e4t Freiburg: Die Gruppe NEUF hat das SDU-Programm sehr gut als Sprungbrett genutzt. Inzwischen ist NEUF eine etablierte Kraft an unserer Universit\u00e4t. Ich hoffe, dass sie auch weiterhin kreative Aktionen anzetteln, um auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>PS. Studierende, die sich f\u00fcr Nachhaltigkeit engagieren oder eigene Projekte starten m\u00f6chten, k\u00f6nnen sich gerne an <a href=\"http:\/\/student.unifr.ch\/neuf\/de\" target=\"_blank\">NEUF<\/a> oder Professor <a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/geoscience\/geographie\/en\/staff\/human-geography-group\/prof.-o.-graefe\" target=\"_blank\">Olivier Graefe<\/a> wenden.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.akademien-schweiz.ch\/medienmitteilung\/1703_MM_SUprogramm_d.html\" target=\"_blank\">Pressemitteilung<\/a> der Akademien der Wissenschaften<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2012 lancierte die Schweizerische Universit\u00e4tskonferenz (SUK) das Programm \u00abSustainable Development at Swiss Universities\u00bb. 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