{"id":3837,"date":"2017-03-17T15:53:38","date_gmt":"2017-03-17T14:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/?p=3837&#038;lang=de"},"modified":"2017-03-17T16:36:35","modified_gmt":"2017-03-17T15:36:35","slug":"migration-und-identitaet-wieviel-fremdes-hat-platz-im-vertrauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2017\/migration-und-identitaet-wieviel-fremdes-hat-platz-im-vertrauten?lang=de","title":{"rendered":"Migration und Identit\u00e4t: Wieviel Fremdes hat Platz im Vertrauten?"},"content":{"rendered":"<h4><strong>In der Geschichte der Schweiz wurde immer wieder das Gemeinsame st\u00e4rker ins Zentrum ger\u00fcckt als das Trennende. Doch die Frage \u00fcber den Umgang mit Fl\u00fcchtlingen und Migration spaltet das Land. Vor diesem Hintergrund tauschen sich an dieser internationalen Konferenz europaweit anerkannte Wissenschaftler \u00fcber das Landesimage und das Entstehen von nationaler Identit\u00e4t aus.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Frau Professorin Ingehoff, was macht das Beispiel \u00abSchweiz\u00bb besonders geeignet, um \u00fcber das Thema Identit\u00e4t zu reden?<\/strong><br \/>\nDie Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW), die die diese Veranstaltungsreihe initiiert hat, schreibt dazu, kurz zusammengefasst: \u00abLa Suisse n\u2019existe pas\u00bb \u2013 unter diesem Motto des K\u00fcnstlers Ben Vautier pr\u00e4sentierte sich der Schweizer Pavillon an der Weltausstellung von 1992 in Sevilla. Im Kontext des Vorf\u00fchrens nationaler Identit\u00e4t, als das sich das Format der Weltausstellung verstehen l\u00e4sst, war diese Anspielung auf die vier Landessprachen eine provokative Setzung. Heute, mehr als zwanzig Jahre sp\u00e4ter, l\u00e4sst sie eine Vielzahl weiterer Assoziationen zu und scheint aktueller denn je. Weiterhin zeichnet sich die Schweiz durch relativ starke lokale und regionale Dimensionen (Gemeinden, Ortschaften, Regionen, Kantone) einerseits und eine relativ schwache nationale Dimension andererseits aus. Hinzu kommt eine grosse Vielfalt sowohl auf sprachlicher, politischer und \u00f6konomischer als auch auf kultureller Ebene.<\/p>\n<p><strong>Der Event ist Teil einer Vortragsreihe \u00abMigration und Mobilit\u00e4t\u00bb der SAGW. Was k\u00f6nnen Geistes- und Sozialwissenschaftler speziell herausfinden?<\/strong><br \/>\nDie Geistes- und Sozialwissenschaften richten den Blick auf Fragen wie: Wie entsteht ein geteiltes, historisches Bewusstsein, wie wird eine gemeinsame Identit\u00e4t einer \u00abWillensnation\u00bb im Herzen Europas medial konstruiert, und welche Diskurse herrschen darin vor? Wie wird Identit\u00e4t medial konstruiert, argumentativ genutzt, wie bekommt man die Vielfalt, Widerspr\u00fcchlichkeit und Ambivalenz dieses Konstrukts und seiner von verschiedenen Akteuren gepr\u00e4gten Diskurse in Verbindung mit Migration in den Blick?<\/p>\n<p><strong>Wer wird an dieser Konferenz auftreten?<\/strong><br \/>\nRuth Wodak, Autorin des Buchs \u00abPolitik mit der Angst\u00bb, diskutiert \u00fcber die Polarisierung von Nationen und Gesellschaften, in der die nationalistische, xenophobe Rhetorik immer gr\u00f6ssere Akzeptanz findet und zur Normalit\u00e4t wird. Camelia Beciu analysiert die Kontexte und Diskurse der innereurop\u00e4ischen Migration, Alina Dolea verbindet den Blick nach aussen und die Konstruktion des Fremdbildes \u00abder Anderen\u00bb mit dem Selbstbild nach innen, dem \u00abwir\u00bb und \u00abuns\u00bb. Julia Metag zeigt Forschungen \u00fcber die Einstellung gegen\u00fcber Fl\u00fcchtlingen und den Zusammenhang zur Mediennutzung, Alexander Buhmann beleuchtet die Fallbeispiele Norwegen und Schweden, und die Veranstalterin Diana Ingenhoff f\u00fchrt in den historischen Diskurs ein und zeigt, welche Dimensionen und Perspektiven bei der Konstruktion von Identit\u00e4ten und Landesimages zum Tragen kommen, und wie diese in medialen und institutionellen Diskursen gepr\u00e4gt werden. Eine anschliessende Diskussionsrunde beleuchtet die weitreichenden Folgen des sich international verst\u00e4rkenden rechtspopulistischen Diskurses.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Der Event findet beginnt Montag 20 M\u00e4rz um 13.30 Uhr an der Universtit<span class=\"location\">\u00e4t Freiburg, Bd. de P\u00e9rolles 90, im Raum E040. <\/span><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.lasuissenexistepas.ch\" target=\"_blank\">www.lasuissenexistepas.ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/dcm\/\" target=\"_blank\">Departement f\u00fcr Kommunikationswissenschaft und Medienforschung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Geschichte der Schweiz wurde immer wieder das Gemeinsame st\u00e4rker ins Zentrum ger\u00fcckt als das Trennende. Doch die Frage \u00fcber den Umgang mit Fl\u00fcchtlingen und Migration spaltet das Land. Vor diesem Hintergrund tauschen sich an dieser internationalen Konferenz europaweit anerkannte Wissenschaftler \u00fcber das Landesimage und das Entstehen von nationaler Identit\u00e4t aus. Frau Professorin Ingehoff, was macht das Beispiel \u00abSchweiz\u00bb besonders geeignet, um \u00fcber das Thema Identit\u00e4t zu reden? 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