{"id":2845,"date":"2016-09-05T12:58:02","date_gmt":"2016-09-05T11:58:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/?p=2845"},"modified":"2016-09-05T13:01:03","modified_gmt":"2016-09-05T12:01:03","slug":"auf-die-groesse-kommt-es-an-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2016\/auf-die-groesse-kommt-es-an-3","title":{"rendered":"Auf die Gr\u00f6sse kommt es an"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Experten aus aller Welt diskutieren diese Woche die Trends der Nanotechnologie. Doch was ist Nanotechnologie eigentlich? Wie wird diese verwendet und warum Nanopartikel und ihre grosse Oberfl\u00e4che so wichtig ist, erkl\u00e4rt uns Prof. Dr. Frank Scheffold vom Physikdepartement im Interview.<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Was ist Nanotechnologie?<\/strong><br \/>\nEin Nanometer (10\u22129m) ist ein L\u00e4ngenmass; etwa f\u00fcnfmal so gross wie ein Silizium-Atom. Heute misst man damit oft die Wellenl\u00e4nge von Licht oder braucht es als Masseinheit in der Nanotechnologie. Eigenschaften von Materialien \u00e4ndern sich, wenn sie als sehr kleine Strukturen vorliegen \u2013 diese Tatsache nutzt die Nanotechnologie. Das heisst, chemisch identische Materialien k\u00f6nnen neue Funktionen haben \u2013 beispielsweise als UV-Nanopartikel in Sonnencremes oder Kunststoffen, welche UV-Licht reflektieren und absorbieren und sie so effizienter gestalten. Nanostrukturierte Pigmente lassen Farben und Lacke brillanter erscheinen und Nanostrukturen erh\u00f6hen die Leistung von Solarzellen und Batterien. Eine wichtige Eigenschaft von Nanosystemen ist die sehr grosse Oberfl\u00e4che im Vergleich zum Volumen, was zu einer stark erh\u00f6hten Reaktivit\u00e4t f\u00fchrt, mit Anwendungen zum Beispiel in der Katalyse.<\/p>\n<p><strong>Was ist eine Nanostruktur ?<\/strong><br \/>\nSie sind unter dem Lichtmikroskop kaum sichtbar, weil sie so klein sind, obwohl Nanostrukturen aus sehr vielen Atomen bestehen. Nanopartikel k\u00f6nnen unter anderem in der medizinischen Diagnostik oder Therapie eingesetzt werden. Zudem erlaubt die Verwendung von Nanostrukturen eine weitere Miniaturisierung in der Halbleitertechnologie: Die modernsten Computerchips werden heute mit der sogenannten 14nm-Technologie hergestellt. Das heisst, die Leiterbahnen haben typische Abst\u00e4nde von nur noch 28 Nanometer. Auf einem Computerchip gleicher Gr\u00f6sse kann man so sehr viel mehr Information verarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Was \u00e4ndert die Nanotechnologie in unserem Leben?<\/strong><br \/>\nWir finden nat\u00fcrliche Nanomaterialien einerseits in Lebensmitteln wie der Milch, Trennmitteln, Kapseln f\u00fcr Vitamine, etc. Andererseits hilft uns die Nanotechnologie, bei Verpackungen bessere Barriereeigenschaften gegen Gase und Aromastoffe auf den Markt zu bringen. Wir profitieren also in den unterschiedlichsten Bereichen von den Erkenntnissen, die wir durch unsere Forschung erzielt haben.<\/p>\n<p><strong>Halten die Methoden, was sie versprechen?<\/strong><br \/>\nNanotechnologie gibt es in diversen Anwendungen schon l\u00e4nger als den Begriff selbst. Grunds\u00e4tzlich umfasst sie viele unterschiedliche Teilbereiche der Forschung zwischen Chemie, Physik und Biologie. Aber nicht alles, was in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert wird ist auch umsetzbar. Sogenannte Nanoroboter, welche durch die Blutbahn schwimmen und Bakterien und Viren jagen, wird es in absehbarer Zeit nicht geben.<\/p>\n<p><strong>Wieso kommen die Experten nach Freiburg?<\/strong><br \/>\nDie Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakult\u00e4t, der Nationale Forschungsschwerpunkt Bioinspirierte Materialien und das Adolphe Merkle Institut forschen intensiv in verschiedenen Bereichen der Nanowissenschaften. Deshalb ist es uns gelungen, international f\u00fchrende Wissenschaftler aus den USA, Japan und Europa nach Freiburg zu holen, die die aktuellen Trends und Entdeckungen der Forschung diskutieren werden. Die diesj\u00e4hrige Ausgabe deckt ein sehr breites Themenspektrum zu Thema Energie, Bioinspirierten Materialien, Graphen, Nanopartikeln, Weiche Materie und einigem mehr ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Entdecken Sie <a href=\"http:\/\/physics.unifr.ch\/en\/page\/54\/\" target=\"_blank\">die Page von Frank Scheffold<\/a>.<\/li>\n<li>Bild: Laserlicht, das Scheffold in seinem Labor verwendet. \u00a9 NCCR<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Experten aus aller Welt diskutieren diese Woche die Trends der Nanotechnologie. Doch was ist Nanotechnologie eigentlich? Wie wird diese verwendet und warum Nanopartikel und ihre grosse Oberfl\u00e4che so wichtig ist, erkl\u00e4rt uns Prof. Dr. Frank Scheffold vom Physikdepartement im Interview. 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