{"id":1914,"date":"2016-02-09T18:51:10","date_gmt":"2016-02-09T17:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/?p=1914"},"modified":"2016-02-16T14:38:22","modified_gmt":"2016-02-16T13:38:22","slug":"in-forschungsfragen-kann-sich-die-schweiz-nicht-abschotten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2016\/in-forschungsfragen-kann-sich-die-schweiz-nicht-abschotten","title":{"rendered":"In Forschungsfragen kann sich die Schweiz nicht abschotten"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Rektorin Astrid Epiney \u00e4ussert sich zum Manifest von swissuniversities. Zwei Jahre nach ihrem Appell \u00abNot without Switzerland\u00bb weisen die Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen erneut auf die Notwendigkeit f\u00fcr ihre Institutionen hin, die n\u00f6tigen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Exzellenz unserer inl\u00e4ndischen und ausl\u00e4ndischen Forschenden zu sichern.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Appells \u201eNot without Switzerland\u201c \u00a0forderten von den politischen Entscheidungstr\u00e4gern in Europa und in der Schweiz, dass sich die Schweiz weiterhin an wichtigen Programmen beteiligen kann, und bekennen sich zu einem offenen europ\u00e4ischen und internationalen Hochschulraum.<\/p>\n<p>Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 ist die Zugeh\u00f6rigkeit der Schweiz zum europ\u00e4ischen Hochschulraum bedroht. In ihren ersten Reaktionen hat die Europ\u00e4ische Kommission die Schweiz vom 8. EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sowie vom Studierenden-Austauschprogramm Erasmus+ ausgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Warum sollen sich die Schweizer Hochschulen heutzutage auch in politischen Fragen positionieren?<br \/>\n<\/strong>Eine solche Positionierung erscheint dann sinnvoll, wenn die in Frage stehenden politischen Entscheidungen ins Gewicht fallende Auswirkungen auf die Hochschulen entfalten k\u00f6nnten. Hier ist es sachdienlich, wenn die Hochschulen auf diese in m\u00f6glichst objektiver Form hinweisen. Hingegen d\u00fcrfte es nicht zielf\u00fchrend sein, sich als Institution allgemein zu politischen Fragen zu \u00e4ussern.<\/p>\n<p><strong>Zwei Jahre nach der Abstimmung zur Personenfreiz\u00fcgigkeit am 9. Februar, wie sch\u00e4tzen Sie die Situation ein?<br \/>\n<\/strong>Ich habe nach wie vor Hoffnung, dass die ja bestehenden M\u00f6glichkeiten einer Umsetzung des neuen Verfassungsartikels im Einklang mit dem Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen genutzt werden; insgesamt scheinen sich die Diskussionen in diese Richtung zu entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Wie sind die Auswirkungen des 9. Februar auf die Universit\u00e4t Freiburg?<br \/>\n<\/strong>Bei der Anstellung neuer Professorinnen und Professoren erkundigen sich diese h\u00e4ufig nach der Fortf\u00fchrung der Beteiligung der Schweiz an den europ\u00e4ischen Forschungsprogrammen, und es wird deutlich, dass diese M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Forschenden von grosser Bedeutung ist. Weiter mussten zahlreiche Abkommen mit Partneruniversit\u00e4ten neu bilateral ausgehandelt werden, da die Teilnahme am Erasmus-Programm als solche sistiert wurde; diese Verhandlungen konnten weitgehend erfolgreich gef\u00fchrt werden, wobei es aber auch Ausnahmen gibt \u2013 Universit\u00e4ten, die ausschliesslich \u00fcber das EU-Programm kooperieren wollen. Die Zahl der in die Schweiz kommenden Austauschstudierenden ist auch zun\u00e4chst etwas gesunken, wobei sie jetzt wieder steigen und wir mittelfristig vom bisherigen Niveau ausgehen.<\/p>\n<p><strong>Hat die Universit\u00e4t Massnahmen beschlossen um die Auswirkungen abzufedern?<\/strong><br \/>\nIn der Tat: Zu erw\u00e4hnen sind insbesondere zahlreiche Kontakte mit den Partneruniversit\u00e4ten sowie die bereits erw\u00e4hnten Neuverhandlungen von Abkommen. Weiter verbreitert die Universit\u00e4t aber auch ihre internationalen Kooperationen, was auch aus sonstigen Gr\u00fcnden sinnvoll ist.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>\u00a0News der Universit\u00e4t Freiburg:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/news\/fr\/15419\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.unifr.ch\/news\/fr\/15419\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rektorin Astrid Epiney \u00e4ussert sich zum Manifest von swissuniversities. Zwei Jahre nach ihrem Appell \u00abNot without Switzerland\u00bb weisen die Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen erneut auf die Notwendigkeit f\u00fcr ihre Institutionen hin, die n\u00f6tigen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Exzellenz unserer inl\u00e4ndischen und ausl\u00e4ndischen Forschenden zu sichern. 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