{"id":18525,"date":"2023-06-27T14:02:20","date_gmt":"2023-06-27T13:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges?p=18525"},"modified":"2023-06-27T14:02:20","modified_gmt":"2023-06-27T13:02:20","slug":"die-naturforschende-gesellschaft-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2023\/die-naturforschende-gesellschaft-freiburg","title":{"rendered":"Die Naturforschende Gesellschaft Freiburg"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Seit 1832 verfolgt die Naturforschende Gesellschaft Freiburg (FNG) das Ziel, sowohl Fachleute wie auch die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber aktuelle naturwissenschaftliche Themen zu informieren. Sie ist damit \u00e4lter als die Universit\u00e4t Freiburg, aber seit der Gr\u00fcndung der Uni eng mit ihr verbunden. Co-Pr\u00e4sident Hansruedi V\u00f6lkle, Titularprofessor im Ruhestand, stellt die Gesellschaft ausf\u00fchrlich vor und erkl\u00e4rt, welche Themen besonders aktuell sind und auch, was der Gesellschaft Sorgen bereitet.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Welchen Zweck verfolgt die FNG?<\/strong><br \/>\nDie Naturforschende Gesellschaft Freiburg FNG (Soci\u00e9t\u00e9 Fribourgeoise des Sciences naturelles SFSN), will in verst\u00e4ndlicher Form \u00fcber naturwissenschaftliche Themen informieren und das Interesse daran wecken. In unserem Fokus stehen dabei nicht nur die Universit\u00e4tsgemeinschaft, sondern auch die Freiburger Bev\u00f6lkerung und ganz besonders junge Menschen in Ausbildung. Jedes Jahr organisiert sie eine Reihe von \u00f6ffentlichen Vortr\u00e4gen zu aktuellen Fragen, sowie eine Exkursion, in diesem Jahr zum Thema \u00abSpinnen\u00bb. Leider mussten wir coronabedingt ab 2020 bis zum laufenden Jahr die Aktivit\u00e4ten unserer Gesellschaft reduzieren oder ganz einstellen.<\/p>\n<p>Unser Angebot ist interdisziplin\u00e4r: Wir m\u00f6chten Naturwissenschaftler_innen anregen, sich auch f\u00fcr Bereiche ausserhalb ihres eigenen Forschungsgebietes zu interessieren und Maturand_innen motivieren, Naturwissenschaften an unserer Universit\u00e4t zu studieren. Seit 1879 ver\u00f6ffentlicht die FNG ein Bulletin, das ausser den Vereinsnachrichten auch Artikel zu naturwissenschaftlichen Themen in einer f\u00fcr Laien verst\u00e4ndlichen Sprache enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Jedes Jahr pr\u00e4miert die FNG ausserdem die besten Maturaarbeiten an den Freiburger Gymnasien St-Michel, Ste-Croix, Gambach, Coll\u00e8ge du Sud und des Gymnase intercantonal de la Broye in Payerne.<\/p>\n<p><strong>Mit welchen Themen setzt sich die FNG aktuell auseinander?<\/strong><br \/>\nIn der diesj\u00e4hrigen Vortragsreihe geht es um sehr aktuelle Themen: Wie entwickelt sich die Biodiversit\u00e4t im urbanen Umfeld? Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Freiburger W\u00e4lder und wie geht der Kanton damit um? Wie engagieren sich die Freiburger \u00abGrand-Parents pour le Climat\u00bb? Thema unseres letzten Vortrages war gerade f\u00fcr Stadtbewohner_innen von Interesse: Was k\u00f6nnen Beh\u00f6rden und Bauplaner tun, um Hitze-Spots in unseren St\u00e4dten in den Sommermonaten zu vermeiden?<\/p>\n<p><strong>Wie hat sich die FNG historisch entwickelt?<\/strong><br \/>\nDie FNG wurde lange vor unserer Universit\u00e4t gegr\u00fcndet, und zwar in einer Zeit, als der Kanton Freiburg \u2013 nach der kurzen Phase der Helvetischen Republik \u2013 mit der so genannten Restauration zum Ancien R\u00e9gime durch das Patriziat zur\u00fcckkehrte. Eine Zeit also, in der eher sozio-politische als naturwissenschaftlichen Themen im Vordergrund standen. Es mag erstaunen, dass sich damals geistliche Herren, wie der P\u00e4dagoge Pater Gr\u00e9goire Girard und der Chorherr Charles-Aloyse Fontaine f\u00fcr Naturwissenschaften interessierten. Fontaine hatte eine beachtliche Sammlung von Mineralien und Pflanzen zusammengetragen, die sp\u00e4ter die Basis f\u00fcr das Freiburger Naturhistorische Museum bildete. Beide der Genannten spielten sowohl im Jahr 1815 bei der Gr\u00fcndung der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (ScNat) als auch 1832 bei jener der FNG eine wichtige Rolle. Allerdings gab es dann in der Geschichte unserer Gesellschaft ein \u00abschwarzes Loch\u00bb, eine Zeit, \u00fcber die uns keine Dokumente vorliegen: Bereits nach dem zweiten Pr\u00e4sidenten, Antoine-Casimir D\u00e9glise, fiel die FNG in einen \u00abWinterschlaf\u00bb, aus dem sie erst mit der zweiten Gr\u00fcndung von 1871 wieder erweckt wurde. Zusammen mit gegen 30 weiteren regionalen und kantonalen naturforschenden Gesellschaften ist die FNG in die Plattform Naturwissenschaften und Region der ScNat integriert und erh\u00e4lt von dieser auch einen finanziellen Zustupf. Heute hat die FNG rund 300 Mitglieder, haupts\u00e4chlich aus dem Kanton Freiburg.<\/p>\n<p><strong>Wie ist die FNG mit der Universit\u00e4t Freiburg verbunden?<\/strong><br \/>\nDie NFG ist eng mit der Naturwissenschaftlichen und medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Freiburg verbunden. Viele der Mitglieder sind aktuelle oder pensionierte der Fakult\u00e4t. Auch die meisten Pr\u00e4sident_innen kamen und kommen aus der Fakult\u00e4t. Schliesslich finden auch die Vortr\u00e4ge an der Fakult\u00e4t statt, n\u00e4mlich im H\u00f6rsaal der Pflanzenbiologie an der Albert-Gockel-Strasse im P\u00e9rolles-Quartier.<\/p>\n<p><strong>Die FNG ver\u00f6ffentlicht regelm\u00e4ssig ein Bulletin. Was hat es damit auf sich?<br \/>\n<\/strong>Das Bulletin unserer Gesellschaft erscheint einmal pro Jahr, enth\u00e4lt verbandsrelevante Dokumente, vor allem aber wissenschaftliche Artikel vorzugsweise zu naturwissenschaftlichen Themen, vor allem mit Bezug zum Kanton Freiburg. Diese werden meist von Mitgliedern der FNG oder\u00a0 der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t verfasst. Aber auch Forschungsarbeiten, Master- und Matura-Arbeiten sind sehr willkommen. Alle bisherigen Bulletins ab Nummer 1 von 1879\/80 sind in elektronischer Form auf der Plattform <a href=\"https:\/\/www.e-periodica.ch\/digbib\/vollist?var=true&amp;UID=fng-001&amp;id=browse&amp;id2=browse5&amp;id3=4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">e-periodica<\/a> zug\u00e4nglich, zusammen mit einer grossen Anzahl weiterer Schweizer Ver\u00f6ffentlichungen. Diese Plattform verf\u00fcgt \u00fcber eine effiziente Suchmaschine, was Nachforschungen nach bestimmten Themen und Personen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>Wer darf bei der FNG Mitglied werden?<\/strong><br \/>\nAls Mitglieder der FNG sind sowohl Fachleute auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und der Mathematik als auch alle interessierten Laien willkommen. Der Mitgliederbeitrag liegt bei CHF 45.- pro Jahr, f\u00fcr junge Menschen in Ausbildung bei CHF 20.- pro Jahr.<br \/>\nDie Mitglieder erhalten das Bulletin und werden zu den Vortr\u00e4gen, Exkursionen und weiteren Aktivit\u00e4ten eingeladen. Der doch recht bescheidene Mitgliederbeitrag erm\u00f6glicht es der FNG, weiterhin Vortr\u00e4ge und Exkursionen anzubieten, Maturaarbeiten zu pr\u00e4mieren und die Bev\u00f6lkerung \u00fcber aktuelle naturwissenschaftliche Themen zu informieren.<\/p>\n<p><strong>Welche Themen besch\u00e4ftigen die FNG aktuell am st\u00e4rksten?<\/strong><br \/>\nUnsere Hauptaufgabe sehen wird darin, das Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen zu wecken, um den inter- und transdisziplin\u00e4ren Dialog \u00fcber die Herausforderungen unserer Zeit zu stimulieren. Im Fokus stehen Schulen und Gymnasien und ganz besonders die Studierenden der Hochschulen und der Universit\u00e4t als Entscheidungstr\u00e4ger von morgen. Denn viele der grossen Probleme, mit denen wir uns heute auseinandersetzen m\u00fcssen, k\u00f6nnen nur in inter- und transdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit gemeistert werden. Dazu geh\u00f6rt der Klimawandel, wie wir uns an eine ver\u00e4nderte Umwelt anpassen, die Energiekrise, die Verknappung der Rohstoffressourcen, der Schwund der Biodiversit\u00e4t, die Sorge um unsere mit Schadstoffen belastete Umwelt, aber auch aktuelle Themen der naturwissenschaftlichen Forschung. Die FNG sieht ihre Rolle als Mittlerin zwischen der Forschungsgemeinschaft unserer Universit\u00e4t und der Freiburger Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Sorge bereitet uns die \u00dcberalterung der FNG, eine Erscheinung, die leider viele naturforschende Gesellschaften der Schweiz betrifft. Wir suchen immer noch nach dem besten Rezept, um junge Mensch f\u00fcr die FNG zu interessieren und auch um junge Forschende der Universit\u00e4t f\u00fcr die aktive Mitarbeit zu gewinnen, etwa f\u00fcr Vortr\u00e4ge, f\u00fcr Exkursionen, f\u00fcr interessante Artikel in unserem Bulletin und weitere Aktivit\u00e4ten im Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaft.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Website der <a href=\"https:\/\/www2.unifr.ch\/sfsn\/index_de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Naturforschenden Gesellschaft Freiburg<\/a><\/li>\n<li>\u00dcber <a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/phys\/en\/assets\/public\/pdf\/CV-Hansruedi%20Voelkle-01-10-2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hansruedi V\u00f6lkle<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1832 verfolgt die Naturforschende Gesellschaft Freiburg (FNG) das Ziel, sowohl Fachleute wie auch die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber aktuelle naturwissenschaftliche Themen zu informieren. 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