{"id":17965,"date":"2023-04-11T10:00:48","date_gmt":"2023-04-11T09:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges?p=17965"},"modified":"2023-04-12T15:47:05","modified_gmt":"2023-04-12T14:47:05","slug":"mit-der-universitat-freiburg-verbundene-christliche-gewaltopfer-der-ns-zeit-dem-vergessen-entreissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2023\/mit-der-universitat-freiburg-verbundene-christliche-gewaltopfer-der-ns-zeit-dem-vergessen-entreissen","title":{"rendered":"Mit der Universit\u00e4t Freiburg verbundene christliche Gewaltopfer der NS-Zeit \u2013 dem Vergessen entreissen"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Zahlreiche Personen, die vor und w\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges Widerstand gegen die Nationalsozialisten leisteten, und ihren Einsatz mit dem Leben bezahlten, haben an der Universit\u00e4t Freiburg studiert. Pr\u00e4lat Prof. Dr. Helmut Moll setzt sich daf\u00fcr ein, dass ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. <\/strong><strong>Am 26. April 2023 erz\u00e4hlt er an der Universit\u00e4t Freiburg ihre Geschichten.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>1994 beauftragte Papst Johannes Paul II die Kirche, eine umfangreiche Aufarbeitung der Martyrer_innen des 20. Jahrhunderts zu erstellen und ihr Zeugnis zu bewahren \u2013 unter ausdr\u00fccklichem Miteinbezug auch nicht-katholischer Verfolgter. Die Deutsche Bischofskonferenz betraute Pr\u00e4lat Prof. Dr. Helmut Moll vom Erzbistum K\u00f6ln mit dieser Aufgabe, die 1999 mit der Publikation des Werks \u00abZeugen f\u00fcr Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts\u00bb ihren Abschluss fand. In seiner aktuellsten Fassung wurde das Werk 2019 in \u00fcberarbeiteter siebter Auflage ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Unter Mitarbeit von 180 Fachgelehrten entstand von 1996 bis zur neuesten \u00fcberarbeiteten Fassung ein Verzeichnis mit den Lebensbildern deutscher Martyrerinnen und Martyrer, die nach der Spezifikation von Papst Paul VI in folgende Kategorien eingeteilt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Gewaltopfer des Nationalsozialismus<\/li>\n<li>Gewaltopfer des Kommunismus<\/li>\n<li>Reinheitsmartyrien von Frauen, M\u00e4dchen, Ordensschwestern und ihren Besch\u00fctzern<\/li>\n<li>Gewaltopfer in Missionsgebieten<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Opfer nationalsozialistischer Gewalt mit Verbindungen nach Freiburg<br \/>\n<\/strong>Unter den 900 portraitierten Gewaltopfer im Martyrologium finden sich auch die Schicksale folgender Blutzeugen der nationalsozialistischen Herrschaft, die eng mit Freiburg und der Universit\u00e4t verbunden sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Pius Egger, Kart\u00e4userm\u00f6nch, studierte Theologie in Freiburg<\/li>\n<li>Max Josef Metzger, international t\u00e4tiger \u00d6kumeniker und Freiburger Di\u00f6zesanpriester, studierte Theologie in Freiburg<\/li>\n<li>Max Ulrich Graf von Drechsel, Gerichtsreferendar, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg<\/li>\n<li>Friedrich Karl Petersen, Pfarrvikar, studierte Theologie in Freiburg<\/li>\n<li>Richard Kuenzer, Wirklicher Legationsrat, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg<\/li>\n<li>Robert Limpert, studierte Philosophie und Orientalistik in Freiburg<\/li>\n<li>Edith Stein, Philosophin, suchte Zuflucht im Kloster Le Paquier bei Freiburg<\/li>\n<li>Rupert Mayer, Jesuitenpater, studierte Philosophie und Theologie in Freiburg, starb kurz nach Ende des Krieges<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Anbetracht erneut aufflammender rechtsextremer Tendenzen in der Gesellschaft gibt Professor Moll diesen Personen ein Gesicht und entreisst sie so dem Vergessen, damit sich ihre Geschichten nie wiederholen.<\/p>\n<p>Das Referat findet auf Einladung der <a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/bht\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interfakult\u00e4ren Bibliothek f\u00fcr Geschichte und Theologie<\/a> am 26. April 2023 um 18:30 Uhr im Saal MIS3016 statt.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Veranstaltung in der <a href=\"https:\/\/agenda.unifr.ch\/e\/de\/12842\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Agenda der Universit\u00e4t Freiburg<\/a><\/li>\n<li>\u00dcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Moll\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Dr. Helmut Moll<\/a><\/li>\n<li>Website des <a href=\"https:\/\/www.deutsches-martyrologium.de\/start\/?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Martyrologiums des 20. Jahrhunderts<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahlreiche Personen, die vor und w\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges Widerstand gegen die Nationalsozialisten leisteten, und ihren Einsatz mit dem Leben bezahlten, haben an der Universit\u00e4t Freiburg studiert. Pr\u00e4lat Prof. Dr. Helmut Moll setzt sich daf\u00fcr ein, dass ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. Am 26. April 2023 erz\u00e4hlt er an der Universit\u00e4t Freiburg ihre Geschichten. 1994 beauftragte Papst Johannes Paul II die Kirche, eine umfangreiche Aufarbeitung der Martyrer_innen des 20. Jahrhunderts zu erstellen und ihr Zeugnis zu bewahren \u2013 unter ausdr\u00fccklichem Miteinbezug auch nicht-katholischer Verfolgter. 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