{"id":16871,"date":"2022-11-18T12:31:41","date_gmt":"2022-11-18T11:31:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges?p=16871"},"modified":"2022-11-18T13:24:09","modified_gmt":"2022-11-18T12:24:09","slug":"ich-schreibe-jeden-tag-ausser-an-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2022\/ich-schreibe-jeden-tag-ausser-an-weihnachten","title":{"rendered":"\u00abIch schreibe jeden Tag \u2013 ausser an Weihnachten\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Sie ist eine Koryph\u00e4e der deutschen Linguistik, Konrad-Duden-Preistr\u00e4gerin und begeisterte Uni-Hopperin: Nun beehrt Prof. Dr. Christa D\u00fcrscheid auch die Unifr mit einem Besuch.<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_16872\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-scaled.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16872\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-16872 size-medium\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_2480-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16872\" class=\"wp-caption-text\">Christa D\u00fcrscheid ist Professorin f\u00fcr Deutsche Sprache am Deutschen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und Mitglied der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Christa D\u00fcrscheid, Sie werden am 1. Dezember 2022 einen Gastvortrag halten mit dem Titel \u00abDas Deutsche und seine Grammatik(en)\u00bb. Warum setzen Sie \u00abGrammatik\u00bb in den Plural?<br \/>\n<\/strong>Im Vortrag werde ich zun\u00e4chst zeigen, dass es eine Grammatik der gesprochenen Sprache und eine Grammatik der geschriebenen Sprache gibt. Typisch gesprochensprachliche Ph\u00e4nomene sind etwa Konstruktionsabbr\u00fcche, Formulierungen wie <em>dem Otto seine Operation <\/em>oder Verbzweits\u00e4tze vom Typ <em>weil ich hab keine Zeit<\/em>. Einige dieser Ph\u00e4nomene resultieren daraus, dass die Formulierungen erst im \u00c4usserungsprozess selbst, gewissermassen online entstehen. Danach gehe ich auf eine andere Art von Variation in der Grammatik ein. Diese ist regional bedingt. Schauen wir uns z. B. Zeitungstexte aus Berlin, Wien oder Bern an, sehen wir, dass es hier nicht nur Unterschiede in der Lexik, sondern auch auf grammatischer Ebene gibt. Diese betreffen beispielsweise Wortstellungsmuster, die in einem Land vollkommen unauff\u00e4llig sind, im anderen Land aber markiert. Ich denke da an Abfolgen wie <em>Das Eis ist dick genug<\/em> vs. <em>Das Eis ist genug dick.<\/em><\/p>\n<p><strong>In der Vorlesungsreihe wird das Thema \u00abSprachnormen\u00bb behandelt. Was muss mensch sich darunter vorstellen?<br \/>\n<\/strong>Normen sind Erwartungen, die wir an den Sprachgebrauch herantragen. Sie betreffen alle sprachlichen Ebenen, reichen also von der Rechtschreibung und Aussprache \u00fcber die Grammatik bis hin zur Textgestaltung und zum Gespr\u00e4chsverhalten. Diese Erwartungen k\u00f6nnen unausgesprochen bleiben, aber dennoch als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt werden, sie k\u00f6nnen ihre Verbindlichkeit aber auch dadurch erhalten, dass sie schriftlich fixiert sind (z. B. in W\u00f6rterb\u00fcchern und Grammatiken). Was die Rechtschreibung betrifft, so ist diese im Deutschen sogar kodifiziert, hier gibt es eine Amtliche Regelung, die festlegt, was richtig und was falsch ist. Auch die Normaussagen in anderen Nachschlagewerken lassen sich pr\u00e4skriptiv, d.h. als Handlungsanweisungen mit Verpflichtungscharakter lesen, sie k\u00f6nnen aber, anders als das Rechtschreibregelwerk, auch deskriptiv aufgefasst werden \u2013 in dem Sinne, dass sie den Sprachgebrauch im Standarddeutschen beschreiben, nicht vorschreiben wollen. In der Linguistik wird weiter auch immer wieder betont, dass es pragmatische Normen gibt. So gelten f\u00fcr das Verfassen eines Kommentars in einer Online-Zeitung andere Normen als f\u00fcr das Formulieren eines Bewerbungsschreibens. Das betrifft auch die Unterscheidung von gesprochener und geschriebener Sprache. In einem Gespr\u00e4ch wird man wohl nicht die Erwartung haben, dass die anderen in ganzen S\u00e4tzen antworten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Die meisten denken bei Sprachnormen wohl ans \u00abGendern\u00bb. Das Thema wird auch unter Sprachwissenschaftler_innen immer beliebter. Haben Sie jemals daran gedacht, selbst \u00fcber gendersensible Sprache zu forschen?<br \/>\n<\/strong>Daran gedacht habe ich schon, ich habe mich aber dagegen entschieden. Meine Forschungsinteressen liegen in anderen Bereichen, in der Grammatik, der Variationslinguistik, der Medienlinguistik, der Schriftlinguistik und der Sprachdidaktik. Arbeiten zum gendersensiblen Sprachgebrauch betreue ich am Deutschen Seminar gerne und ich spreche das Thema auch immer wieder in meinen Lehrveranstaltungen an. Es ist aber kein Thema, das mich so umtreibt, als dass ich dar\u00fcber forschen wollte.<\/p>\n<p><strong>Sie haben letztes Jahr \u00abWie sagt man wo?\u00bb (siehe Infobox) im Duden-Verlag ver\u00f6ffentlicht. D\u00fcrfen wir uns auf weitere Werke dieser Art freuen?<br \/>\n<\/strong>\u00abWie sagt man wo?\u00bb basiert auf Texten, die ich auf Twitter unter dem Namen @VariantenGra verfasst habe. Ich habe sie f\u00fcr das Buch nach regionalen Aspekten ausgew\u00e4hlt. Vom Verlag wurden einige der Texte auch sehr sch\u00f6n illustriert; die Fotos, die ich dazu jeweils auf Twitter gepostet hatte, wurden aber nicht \u00fcbernommen. Nun m\u00f6chte ich gerne ein Buch mit dem Titel \u00ab365 Tweets zur deutschen Sprache\u00bb ver\u00f6ffentlichen \u2013 mit neuen Texten, unter Bezugnahme auf ganz verschiedene sprachliche Ph\u00e4nomene und nach M\u00f6glichkeit auch mit meinen Fotos, die das Ganze so authentisch machen. Ich habe dazu gerade einen Verlag angefragt.<\/p>\n<p><strong>Warum hat sich das Eszett (<\/strong><strong>\u00df) in der Schweiz bisher nicht durchgesetzt?<br \/>\n<\/strong>In der Amtlichen Regelung f\u00fcr deutsche Rechtschreibung ist eigens vermerkt, dass man in der Schweiz und in Liechtenstein immer mit Doppel-s schreiben kann. Es besteht also gar keine Notwendigkeit, auf das Eszett umzustellen; die Schreibweise ist auch so rechtschreibkonform. Und da wir in der Schweiz Tastaturen haben, mit denen in allen Sprachregionen gearbeitet werden kann, musste man Kompromisse machen. So sieht die Schweizer Tastaturbelegung Tasten f\u00fcr die Akzentschreibungen \u00e9, \u00e0 und \u00e8 vor, aber keine separate Tastaturbelegung f\u00fcr das Eszett und auch nicht f\u00fcr die relativ selten gebrauchten Grossbuchstaben \u00c4, \u00d6 und \u00dc. W\u00fcrde sich das Eszett in der Schweiz durchsetzen, dann m\u00fcsste man also die Tastatur umstellen. Und welches Zeichen sollte daf\u00fcr weichen? Genug Platz f\u00fcr alle ist nicht.<\/p>\n<p><strong>Sie kommen urspr\u00fcnglich aus Deutschland. Welche Helvetismen haben Sie mittlerweile ins Herz geschlossen und eventuell schon in den eigenen Sprachgebrauch eingebaut?<br \/>\n<\/strong>Es gibt schweizerische Varianten, die ich verwende, ohne es zu merken, z.B. <em>Entscheid, Beschrieb, Unterbruch, parkieren<\/em>. Dann habe ich auch den Wortakzent \u00fcbernommen, betone also Abk\u00fcrzungen wie <em>USA<\/em> und <em>SM<\/em>S nun auf der ersten Silbe. Auch das geschieht schon unbewusst. Daneben gibt es einige Ausdrucksweisen, deren Gebrauch ich regelrecht inszeniere \u2013 einfach, weil ich so froh bin, dass ich sie nun habe und es umst\u00e4ndlich f\u00e4nde, das anders zu formulieren. Dazu geh\u00f6ren W\u00f6rter wie <em>parat<\/em>, <em>allf\u00e4llig<\/em> und <em>traktandieren<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Wie Ihrem Twitter-Profil zu entnehmen ist, sind Sie begeisterte Uni-Hopperin. Waren Sie schon immer so h\u00e4ufig unterwegs? Oder hat der erhaltene Konrad-Duden-Preis Ihren Alltag beeinflusst?<br \/>\n<\/strong>Ich war immer schon gerne auf Reisen \u2013 sowohl privat, wo ich z. B. bis zu den Osterinseln gekommen bin, als auch als Gastdozentin an ausl\u00e4ndischen Universit\u00e4ten wie z.B. in Nanjing oder in Budapest. Dazu kommen die vielen Konferenzen in meinem Fach. An diesen nehme ich immer wieder gerne teil \u2013 auch weil ich dort gesch\u00e4tzte Kolleginnen und Kollegen treffe. Durch den Duden-Preis ist das nicht noch mehr geworden; es hat sich in den letzten Monaten einfach so ergeben, dass ich an verschiedenen Universit\u00e4ten war.<\/p>\n<p><strong>Ihnen geh\u00f6rt auch das Twitter-Profil \u00abVariantengrammatik\u00bb. Wie erkl\u00e4ren Sie sich diese Begeisterung f\u00fcr das Thema? Schliesslich haben Sie aktuell \u00fcber 6900 Follower!<br \/>\n<\/strong>Sprachthemen interessieren immer, das sieht man ja auch an den vielen popul\u00e4ren Titeln, die dazu auf dem Markt sind. Auf Twitter pr\u00e4sentiere ich diese Themen als leichte Kost, zum Nachdenken anregend, linguistisch fundiert, aber nicht belehrend. Die Tweets geben oft Anlass zu Diskussionen; viele haben eine Meinung zu dem jeweiligen Ph\u00e4nomen oder steuern Beispiele aus ihrem eigenen Sprachgebrauch bei. Dazu kommt, dass ich (bisher zumindest) jeden Tag \u2013 ausser an Weihnachten \u2013 etwas schreibe. Dadurch gibt es eine Kontinuit\u00e4t, der Account wird immer wieder wahrgenommen. Viele Tweets werden auch retweetet oder es wird im Bekanntenkreis darauf hingewiesen, dass man hier interessante Beobachtungen zur deutschen Sprache findet. Und so zieht das Ganze nun immer weitere Kreise.<\/p>\n<p><strong>Sie sind eine erfolgreiche Wissenschaftlerin und f\u00fcr viele Linguist_innen ein Role Model. Welche Tipps geben Sie jungen Menschen, die in Ihre Fussstapfen treten wollen?<br \/>\n<\/strong>Wichtig ist, dass man schon als Studentin aus der Anonymit\u00e4t heraustritt, dass man das Gespr\u00e4ch mit Dozierenden sucht, sich an den Seminardiskussionen beteiligt, zu Tagungen geht, ein Poster einreicht oder einen Vortrag h\u00e4lt. So kommt man in die Community hinein und lernt die Menschen hinter den Publikationen kennen. Ich finde es ausserdem wichtig, immer einen Ausgleich zu haben. So z.B. auch bei Tagungen. Ich verbinde meine vielen Tagungsbesuche z. B. oft mit anderen Aktivit\u00e4ten, dadurch habe ich nicht das Gef\u00fchl, dass ich immer nur arbeite.<br \/>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div style=\"background-color: orange; font-size: 100%; padding: 1em;\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-16876 alignleft\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45.png\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45.png 906w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45-199x300.png 199w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45-679x1024.png 679w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-18-um-11.26.45-768x1158.png 768w\" sizes=\"(max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a><span style=\"background-color: orange; font-size: 100%;\">Viele wissen, dass man in Berlin eine \u00bbSchrippe\u00ab, in M\u00fcnchen eine \u00bbSemmel\u00ab und in Bern ein \u00bbWeggli\u00ab kauft. Dass man in der Schweiz \u00bbparkiert\u00ab und nicht \u00bbparkt\u00ab, wenn man sein Auto auf einem Parkplatz abstellt, ist vielleicht schon weniger bekannt. Und wann genau man das W\u00f6rtchen \u00bbhalt\u00ab verwendet, ob man es nur sagen oder auch schreiben kann und was es eigentlich bedeutet, ist f\u00fcr die meisten wohl eine Frage des Sprachgef\u00fchls. Die Autorin sammelt solche sprachlichen Besonderheiten und Entwicklungen und erkl\u00e4rt kurz und b\u00fcndig, was dahintersteckt.<\/span><\/p>\n<p>Titel: <strong>Wie sagt man wo? Erstaunliche Sprachvielfalt von Amrum bis ins Zillertal<\/strong><br \/>\nAutorin: Christa D\u00fcrscheid<br \/>\nVerlag: Duden-Verlag<br \/>\nSeiten: 144<br \/>\nRichtpreis: sFr. 16.90<br \/>\nErscheinungsjahr: 2021<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><br \/>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ds.uzh.ch\/static\/cms\/pfs\/personen.php?detail=36\">Webseite<\/a> von Christa D\u00fcrscheid<\/li>\n<li>Christa D\u00fcrscheid auf der <a href=\"https:\/\/www.deutscheakademie.de\/de\/akademie\/mitglieder\/christa-duerscheid\">Webseite<\/a> der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/twitter.com\/CDuerscheid\">Twitter-Profil<\/a> von Christa D\u00fcrscheid<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/twitter.com\/VariantenGra\">Twitter-Profil<\/a> von <em>Variantengrammatik<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/germanistik\/de\/\">Webseite<\/a> der Germanistik @Unifr<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/agenda.unifr.ch\/e\/download.php?id=12487&amp;tg=c9809c8da487ac018eceda72481d01b7e5593bfb\">Flyer<\/a> Gastvortrag<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/agenda.unifr.ch\/e\/de\/12487\">Link<\/a> zum Event<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist eine Koryph\u00e4e der deutschen Linguistik, Konrad-Duden-Preistr\u00e4gerin und begeisterte Uni-Hopperin: Nun beehrt Prof. Dr. Christa D\u00fcrscheid auch die Unifr mit einem Besuch. &nbsp; Christa D\u00fcrscheid, Sie werden am 1. 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