{"id":16118,"date":"2022-06-28T10:34:20","date_gmt":"2022-06-28T09:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges?p=16118"},"modified":"2022-08-18T08:07:36","modified_gmt":"2022-08-18T07:07:36","slug":"nicht-nur-sinnvoll-sondern-auch-hochspannend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2022\/nicht-nur-sinnvoll-sondern-auch-hochspannend","title":{"rendered":"\u00abNicht nur sinnvoll \u2013 sondern auch hochspannend\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Die Studienrichtung Environmental Sciences and Humanities gibts jetzt auch als \u00abMaster Minor\u00bb. Kurse wie Umweltethik, \u00d6kologie oder auch nachhaltige Wirtschaft erg\u00e4nzen damit im Nebenfach das Hauptstudium. Wer bereit ist, die eigene intellektuelle Komfortzone zu verlassen, erh\u00e4lt in diesem Rahmen eine Master-Dosis an gelebter Interdisziplinarit\u00e4t und kritischem Denken.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/AG_Sophie_Bucher_Texte_.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-16120 alignleft\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/AG_Sophie_Bucher_Texte_-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sophie Bucher, Sie studieren Environmental Sciences and Humanities im Master Major. Worin werden Sie genau ausgebildet?<br \/>\n<\/strong>Ich werde generalistisch ausgebildet mit einem Schwerpunkt in Umweltethik. Im Rahmen der Environmental Sciences and Humanities sollen Studierende einerseits die \u00abSprachen\u00bb der unterschiedlichen Fachrichtungen lernen, um deren Argumentations- und Handlungsmuster a) besser verstehen und b) kritisch analysieren zu k\u00f6nnen. Konzepte wie Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung oder Intergenerationalit\u00e4t sind noch nicht in allen Studieng\u00e4ngen verankert. Studierende sollen deshalb andererseits auch das erworbene ethische und interdisziplin\u00e4re Wissen in jene Fachrichtungen tragen, die diese Thematiken bisher noch nicht vertieft behandeln.<\/p>\n<p><strong>Was gef\u00e4llt Ihnen besonders an dieser Studienrichtung?<br \/>\n<\/strong>Die Herausforderungen und Chancen, die sich bieten, wenn man sich in neue Themengebiete einarbeitet und die eigene intellektuelle Komfortzone verl\u00e4sst. Die vielen Kontakte, die man mit Menschen kn\u00fcpft, die man sonst nie kennengelernt h\u00e4tte und die die eigenen Denkweisen enorm erweitern. Und der ethische Schwerpunkt, der sich auf s\u00e4mtliche Studiums- und Lebensbereiche ausweiten l\u00e4sst und dabei hilft, die richtigen Fragen zu stellen \u2013 und damit etwas mehr Orientierung in das komplexe Feld des Klimawandels bringt.<\/p>\n<p><strong>Worin sehen Sie das Potenzial der Environmental Sciences and Humanities?<br \/>\n<\/strong>Das Potential der Environmental Sciences and Humanities liegt zuerst einmal darin, dass das eigene kritische Denken gesch\u00e4rft wird. Nat\u00fcrlich ist das generell die Aufgabe einer Universit\u00e4t. Dank der interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung dieses Studiengangs erh\u00e4lt \u00abkritisches Denken\u00bb jedoch nochmals eine besondere Bedeutung. Interdisziplin\u00e4r heisst eben auch m\u00f6glichst Studiengang unabh\u00e4ngiges Denken, was eine gr\u00f6ssere intellektuelle Autonomie erm\u00f6glicht und das eigene Verantwortungsbewusstsein st\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Ausserdem zeichnet sich dieser Studiengang durch den ethischen Schwerpunkt aus. Oft ist in Klima-Debatten die Rede von technologischen L\u00f6sungen. Naturwissenschaften nehmen darin legitimerweise eine wichtige Rolle ein. Studierende, die sich f\u00fcr unseren Studiengang entscheiden, sind jedoch der \u00dcberzeugung, dass auch gesellschaftlicher Wandel n\u00f6tig ist und technologische L\u00f6sungen unbedingt auch aus einer ethischen Perspektive diskutiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Wie ist der Zusammenhalt unter den Studierenden? Ist es leichter, Freundschaften zu schliessen wenn man gemeinsame Werte teilt?<br \/>\n<\/strong>Durch den offenen und vielf\u00e4ltigen Rahmen ist es an einer Universit\u00e4t sicherlich generell leicht, Freundschaften zu schliessen. In meiner Erfahrung ist es tats\u00e4chlich so, dass ich speziell in den Environmental Sciences and Humanities sehr schnell neue Freunde gefunden habe, dank vieler gemeinsamer Interessen und Ziele. Meine engagierten und motivierten Kommiliton_innen bereichern meine Studienzeit in Freiburg enorm.<\/p>\n<p><strong>Welche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr Ihre Zukunft?<br \/>\n<\/strong>Es bieten sich mir viele M\u00f6glichkeiten nach dem Studium. Ich interessiere mich sehr f\u00fcr das Konzept der Natur- oder Biosph\u00e4renparks, die an der Schnittstelle zwischen Natur und Kultur operieren. Auch Greenwashing in der Mode-Industrie oder die wachsende Bedeutung der Secondhand- und Upcycling-M\u00e4rkte sind f\u00fcr mich wichtige Themen. Zudem m\u00f6chte ich gerne mehr \u00fcber nachhaltige Landwirtschaft lernen, so wie beispielsweise die Permakultur. Mein Ziel ist es, in einem dieser Bereiche ein eigenes Projekt oder eine eigene Firma zu etablieren.<\/p>\n<p><strong>Ab September wird der Studiengang auch als Master Minor angeboten. Was ist der Unterschied zum Master Major?<br \/>\n<\/strong>Der Master Minor wurde f\u00fcr Studierende konzipiert, die sich neben ihrem Hauptstudium mit Klimawandel-Fragen besch\u00e4ftigen wollen. Kurse in Umweltethik, \u00d6kologie sowie europ\u00e4isches Recht oder nachhaltige Wirtschaft werden angeboten. Dadurch sollen Studierende auch die Inhalte ihres Hauptstudiums kritisch analysieren k\u00f6nnen und diese Inhalte wiederum in die Diskussionen im Master Minor einfliessen lassen.<\/p>\n<p><strong>Warum sollten sich Interessierte unbedingt f\u00fcr diesen Master einschreiben?<br \/>\n<\/strong>Der erste Vorteil liegt in der Zwei- bzw. sogar Dreisprachigkeit der Unifr. Studierende in den Environmental Sciences and Humanities besuchen Kurse in Deutsch, Franz\u00f6sisch und Englisch und kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Schweiz sowie auch aus anderen L\u00e4ndern. In den meist international ausgerichteten Arbeitsfeldern der Umweltwissenschaften \u2013 akademisch oder nicht-akademisch \u2013 wird man von den erworbenen Sprachkompetenzen stark profitieren.<\/p>\n<p>Den zweiten Vorteil machen die Kommiliton_innen aus, die f\u00fcr ihre Sache brennen. Wenn man das Studium der Environmental Sciences and Humanities beginnt, wird man von den Kommiliton_innen mit offenen Armen begr\u00fcsst. Es herrscht eine grosse Solidarit\u00e4t: Dadurch, dass wir alle \u00fcber unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen verf\u00fcgen, kann man sich gegenseitig aushelfen und so das Wissen der anderen erg\u00e4nzen. Der famili\u00e4re Rahmen des Studiengangs ist ein grosses Plus.<\/p>\n<p>Der dritte Vorteil ergibt sich dank der Interdisziplinarit\u00e4t. Das ist bei uns nicht nur ein Schlagwort, sondern wird in den Environmental Sciences and Humanities auch so gelebt: Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden kommen zusammen und diskutieren \u00fcber zentrale aktuelle und zuk\u00fcnftige Fragestellungen im Hinblick auf den Klimawandel. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch hochspannend.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">_____<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/env\/de\/studies\/master-environmental-sciences-and-humanities\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informationen<\/a> zu den Masterstudieng\u00e4ngen in Environmental Sciences and Humanities<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Studienrichtung Environmental Sciences and Humanities gibts jetzt auch als \u00abMaster Minor\u00bb. Kurse wie Umweltethik, \u00d6kologie oder auch nachhaltige Wirtschaft erg\u00e4nzen damit im Nebenfach das Hauptstudium. 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