{"id":13454,"date":"2021-03-26T09:36:51","date_gmt":"2021-03-26T08:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges?p=13454"},"modified":"2021-03-26T10:07:10","modified_gmt":"2021-03-26T09:07:10","slug":"warum-eltern-yoga-machen-sollten-damit-ihre-kinder-besser-schlafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2021\/warum-eltern-yoga-machen-sollten-damit-ihre-kinder-besser-schlafen","title":{"rendered":"Warum Eltern Yoga machen sollten, damit ihre Kinder besser schlafen"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Die Pandemie sorgte letztes Jahr f\u00fcr Stress bei den Eltern \u2013 was wiederum zu schlechterem Schlaf bei den Kindern f\u00fchrte. Das geht aus den ersten Ergebnissen der immer noch laufenden Onlinestudie des Baby-Schlaflabors hervor. Doch es gibt auch Schutzfaktoren, die helfen, den Schlaf der Kinder zu verbessern.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>Wie beeinflussen die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschr\u00e4nkungen den Schlaf von Kindern? Dieser Frage geht das Baby-Schlaflabor am Departement f\u00fcr Psychologie der Universit\u00e4t Freiburg seit fast einem Jahr nach. Mittlerweile hat es die ersten Ergebnisse der Onlinestudie ver\u00f6ffentlicht. Was ihr Team herausgefunden hat und was es in einem n\u00e4chsten Schritt noch herausfinden will, erkl\u00e4ren Professorin Salome Kurth und Postdoktorandin Andjela Markovic im Interview.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/210307_square.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-13411 alignleft\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/210307_square-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> Welches ist die wichtigste Erkenntnis der Studie?<br \/>\nSalome Kurth:<\/strong>\u00a0F\u00fcr mich ist die Haupterkenntnis, dass sich durch die Einschr\u00e4nkungen im Lockdown negative Sekund\u00e4rkonsequenzen ergeben. Das hat sich bei verschiedenen Aspekten des Kinderschlafs gezeigt. Die zweite wichtige Erkenntnis ist, dass die Eltern die M\u00f6glichkeit haben, Gegensteuer zu geben und durch Schutzfaktoren den Schlaf der Kinder wieder verbessern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Markovic_Andjela_Quadrat.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-13412 size-thumbnail alignleft\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Markovic_Andjela_Quadrat-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Markovic_Andjela_Quadrat-150x150.jpeg 150w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Markovic_Andjela_Quadrat.jpeg 240w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><strong>Wie hat sich das Schlafverhalten konkret ver\u00e4ndert?<br \/>\nAndjela Markovic:<\/strong>\u00a0Einerseits gingen die Kinder sp\u00e4ter ins Bett. In der ersten Phase waren das im Schnitt 20 Minuten pro Tag, bei gewissen Kindern sogar bis zu drei Stunden. Andererseits brauchten sie auch l\u00e4nger, um einzuschlafen, im Schnitt zehn Minuten. Unter dem Strich haben die Kinder w\u00e4hrend der Nacht weniger lang geschlafen, am Anfang waren es sechs Minuten, mit der Zeit hat sich der Wert sogar noch verschlechtert. Allerdings gab es auch Kinder, bei denen sich die Schlafrate in der Pandemie verbesserte. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass die pers\u00f6nliche Situation im Lockdown von Familie zu Familie sehr unterschiedlich war. Das haben wir bei der Analyse versucht zu ber\u00fccksichtigen \u00ad\u2013 denn dadurch ergeben sich ebenfalls interessante Erkenntnisse.<\/p>\n<p><strong>Welche Kinder waren am st\u00e4rksten betroffen?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Der Hauptfaktor war das Stresslevel der Eltern. Kinder von stark gestressten Eltern wiesen eindeutig mehr Probleme mit dem Schlaf auf.<\/p>\n<p><strong>Kurth:<\/strong>\u00a0In Israel fanden Forscher_innen zeitgleich in einer Studie heraus: Je gr\u00f6sser die individuelle Angst der M\u00fctter war, desto gr\u00f6sser war der negative Effekt der Pandemie auf die Babys. Das deckt sich mit unseren Ergebnissen. Mit Angst und Stress verwendeten wir zwar zwei unterschiedliche Masse. Aber beide Studien zeigen, dass es eine Rolle spielt, wie die Eltern mit der Situation umgehen, dass eine Wechselwirkung besteht.<\/p>\n<p><strong>Welche weiteren Faktoren hatten einen negativen Einfluss auf den Schlaf der Kinder?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Der Quarant\u00e4ne-Status. Kinder von Eltern, die in Quarant\u00e4ne waren, haben grunds\u00e4tzlich schlechter geschlafen.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_4.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-13423\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_4.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_4.jpg 900w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_4-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_4-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Wie erkl\u00e4ren Sie sich das?<br \/>\n<\/strong><strong>Kurth:<\/strong>\u00a0Eine Quarant\u00e4ne ist eine grosse Belastung, eine riesige Herausforderung. Daran erkennt man, wie wichtig soziale Kontakte f\u00fcr die Stressbalance sind. Fehlen die, wird man d\u00fcnnh\u00e4utiger und kann das Stresslevel weniger gut regulieren.<\/p>\n<p><strong>Sie haben von Schutzfaktoren gesprochen, mit denen die m\u00f6glichen Probleme in der Schlafqualit\u00e4t abgefedert werden k\u00f6nnen. Welche Schutzfaktoren haben sich in Ihrer Studie als die wichtigsten herausgestellt?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Achtsamkeitstechniken wie zum Beispiel Yoga geh\u00f6ren zu den st\u00e4rksten Faktoren. Das ergibt Sinn, helfen sie doch beim Stressabbau. \u00dcberraschender war f\u00fcr mich, dass Kinder von Eltern, die im Homeoffice waren, besser schliefen. Trotz Kindern zu Hause zu arbeiten klingt ja grunds\u00e4tzlich nach Stress. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Zeit, die eine Familie gemeinsam zu Hause verbringt, auch die Chance bietet, Beziehungen zu vertiefen. Sowohl die passive Zeit, die Eltern zu Hause verbringen, als auch die aktive Familienzeit haben den Schlaf der Kinder unterst\u00fctzt. Als Schutzfaktoren haben sich ausserdem Geschwister und Haustiere herausgestellt. Auch das ergibt Sinn, da sie die fehlenden Kontakte ausserhalb des Hauses kompensieren.<br \/>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-13418 size-full\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_2.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_2.jpg 900w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_2-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_2-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><br \/>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Aus Ihrer Studie geht auch hervor, dass sich die Schlafqualit\u00e4t \u2013 mit einigen Ausnahmen \u00ad\u2013 im Verlauf der Pandemie fast wieder normalisiert hat. Haben Eltern mit der Zeit von selbst Strategien entwickelt, um besser mit der Situation umgehen zu k\u00f6nnen?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Das ist gut m\u00f6glich. Das Stresslevel war durch die \u00dcberforderung am Anfang sehr hoch. Eine derart radikale Umstrukturierung des Alltags kann den biologischen Rhythmus und den Schlaf durcheinanderbringen. Es kann sein, dass mit der Zeit neue Strukturen und Rhythmen entstanden sind. Trotzdem blieb die Erkenntnis in allen Phasen dieselbe: Die Kinder der gestressten Eltern schliefen besonders schlecht.<\/p>\n<p><strong>Kurth:<\/strong>\u00a0Die Angew\u00f6hnung an einen neuen Rhythmus braucht Zeit und fand in diesen drei Monaten wahrscheinlich statt. Aber nicht alles hat sich normalisiert. Die Verk\u00fcrzung der n\u00e4chtlichen Schlafdauer der Babys zum Beispiel kann und darf man nicht einfach wegwischen. Babys schliefen am Ende unserer Messung im Vergleich zum Anfang pro Nacht 29 Minuten weniger \u2013 das ist viel. Denn in diesem Alter findet ansonsten eine Zunahme des Nachtschlafes statt. Das m\u00fcssen wir also im Auge behalten.<\/p>\n<p><strong>Was k\u00f6nnte das denn f\u00fcr Langzeitfolgen haben?<br \/>\n<\/strong><strong>Kurth:<\/strong>\u00a0Das wissen wir eben nicht. Aber wir wissen, dass das Gehirn bis ins Jugendalter grosse Ver\u00e4nderungen durchmacht, der Schlaf spielt in der Entwicklung eine wichtige Rolle. Von Tierversuchen wissen wir, dass Schlafentzug ein Risiko darstellen kann. Allerdings sind das extreme Bedingungen, die man allein schon aus ethischen Gr\u00fcnden bei Menschen nat\u00fcrlich nicht reproduzieren kann. Aber es ist nicht auszuschliessen, dass bei denjenigen, die am intensivsten gelitten haben, Auff\u00e4lligkeiten im Verhalten zu beobachten sind. Andererseits sind Kinder sehr dynamisch. Wenn sie weniger Nachtschlaf erhalten, schlafen sie vielleicht einfach mehr am Tag. Das wiederum kompensiert eventuell den fehlenden Nachtschlaf. Damit wir das alles besser beurteilen k\u00f6nnen, braucht es Langzeituntersuchungen. Und da sind wir derzeit auch dran, uns das genauer anzuschauen.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-13419 size-full\" src=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_3.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_3.jpg 900w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_3-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/AG_BabySchlaf_3-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><br \/>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><strong>Die Schlafqualit\u00e4t der Kinder hat im Lockdown mehr gelitten als diejenige der Erwachsenen. Warum?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Die Kinder befinden sich in einer empfindlichen Phase, durchleben sehr dynamische und schnelle Entwicklungsschritte. Das macht sie empf\u00e4nglich f\u00fcr Einfl\u00fcsse aus ihrer Umgebung \u2013 und nat\u00fcrlich auch verwundbar. Nebst den bereits genannten Schutzfaktoren sind deshalb auch ganz allgemein die Regeln zur Schlafhygiene wichtig. Die gelten in jeder Situation und helfen dabei, die Strukturen an neue Umst\u00e4nde anzupassen.<\/p>\n<p><strong>Wie lauten diese Regeln?<br \/>\n<\/strong><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Regelm\u00e4ssige Bettzeiten, Einschlafroutinen, ruhige Aktivit\u00e4ten vor dem Einschlafen. M\u00f6glichst viel Zeit draussen am Tageslicht verbringen, k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t \u2013 es gibt schon den einen oder anderen Tipp, um den Schlaf zu verbessern.<\/p>\n<p><strong>Kurth:<\/strong> Die Schlafhygiene ernst zu nehmen hilft sehr. Dazu geh\u00f6rt auch, sich mit dem Thema Bildschirm auseinanderzusetzen. Das haben wir in unserer Studie nicht konkret gemessen, aber es ist gut m\u00f6glich, dass die Bildschirmexposition im Lockdown zugenommen hat. Bildschirmlicht kann den Schlaf hemmen \u2013 und es ist bekannt, dass Kinder sensitiver auf dieses Licht reagieren als Erwachsene.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter mit der Studie?<br \/>\n<\/strong><strong>Kurth:<\/strong>\u00a0Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei. Wir sind deshalb weiter am Rekrutieren, suchen weiterhin Eltern, die unseren Online-Fragebogen ausf\u00fcllen. Wichtige Fragen sind nun: Gibt es Langzeitauswirkungen? Gibt es Muster in Familien, die sich auch langfristig als sch\u00fctzend herausgestellt haben? Oder solche, die mit Risiken verbunden sind? Wir m\u00f6chten aber auch noch ganz andere Sachen untersuchen. Andjela interessiert sich zum Beispiel f\u00fcr den Einfluss von Musik. Die Studie war letztes Jahr spontan entstanden, seither kamen neue Ideen hinzu, was effektiv sch\u00fctzend sein k\u00f6nnte. Grunds\u00e4tzlich geht es darum, herauszufinden und der \u00d6ffentlichkeit zu kommunizieren, was Eltern tun k\u00f6nnen, um positiv Einfluss zu nehmen. Damit wir und damit auch die Eltern den Schlaf von Kindern besser zu verstehen lernen.<\/p>\n<p><strong>Markovic:<\/strong>\u00a0Die ver\u00f6ffentlichten Resultate beziehen sich auf die Umfrageergebnisse der ersten drei Monate. Im Herbst hatten wir eine Folgeumfrage durchgef\u00fchrt. Da ging es unter anderem bereits um m\u00f6gliche langfristige Konsequenzen und Fragen zur kognitiven Entwicklung. Da sind wir nun gerade dran, diese auszuwerten.<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<span style=\"color: #ff6600;\">_________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<ul>\n<li>Assistenzprofessorin\u00a0<a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/psycho\/fr\/departement\/personnel\/dept\/people\/303782\/c147b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salome Kurth<\/a>\u00a0hat sich nach ihrem Masterstudium in Biologie unter anderem intensiv mit der Neurophysiologie und Neurobiologie des Schlafs besch\u00e4ftigt. Heute arbeitet und forscht sie am Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich sowie am Departement f\u00fcr Psychologie der Universit\u00e4t Freiburg, wo sie das 2019 lancierte Baby-Schlaflabor leitet. Salome Kurth ist Teil des F\u00f6rderprogramms Eccellenza, mit dem der Schweizerische Nationalfonds herausragende junge Forschende unterst\u00fctzt, die eine permanente Professur anstreben.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.unifr.ch\/psycho\/en\/staff\/devsr\/andjela-markovic.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andjela Markovic<\/a> hat ein Bachelorstudium in Informatik und ein Masterstudium in Biomedical Engineering an der ETH Z\u00fcrich sowie ein Klavierstudium an der Schweizer Akademie f\u00fcr Musik und Musikp\u00e4dagogik absolviert. Im Rahmen ihres Doktorats in Neurowissenschaften an der Universit\u00e4t Bern hat sie den Zusammenhang zwischen Schlaf, Hirnentwicklung und der psychischen Gesundheit untersucht. Als Postdoktorandin im Baby-Schlaflabor geht sie nun der Frage nach, welche Umgebungsfaktoren die Hirnentwicklung im fr\u00fchen Leben beeinflussen und welche Rolle der Schlaf dabei spielt.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/baby-sleep.ch\/new-survey-new-raffle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Studie<\/a>: Die aktuellen Ergebnisse basieren auf einer Onlinestudie, die in den Monaten April, Mai und Juni 2020 durchgef\u00fchrt wurde. Dabei wurde der Effekt des Lockdowns auf die Schlafqualit\u00e4t von 452 Babys (0 bis 35 Monate) und 412 Vorschulkindern (36 bis 71 Monate) aus verschiedenen L\u00e4ndern (die meisten davon in Europa) untersucht. Die Studie wird weitergef\u00fchrt und geht in die n\u00e4chste Runde.<\/li>\n<li>Quelle: Severe effects of the COVID\u201019 confinement on young children\u2019s sleep: A longitudinal study identifying risk and protective factors, Markovic et al, 2021,\u00a0Journal of Sleep Research<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pandemie sorgte letztes Jahr f\u00fcr Stress bei den Eltern \u2013 was wiederum zu schlechterem Schlaf bei den Kindern f\u00fchrte. Das geht aus den ersten Ergebnissen der immer noch laufenden Onlinestudie des Baby-Schlaflabors hervor. Doch es gibt auch Schutzfaktoren, die helfen, den Schlaf der Kinder zu verbessern. Wie beeinflussen die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschr\u00e4nkungen den Schlaf von Kindern? Dieser Frage geht das Baby-Schlaflabor am Departement f\u00fcr Psychologie der Universit\u00e4t Freiburg seit fast einem Jahr nach. Mittlerweile hat es die ersten Ergebnisse der Onlinestudie ver\u00f6ffentlicht. 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