{"id":12893,"date":"2021-01-19T16:55:54","date_gmt":"2021-01-19T15:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges?p=12893"},"modified":"2021-01-20T09:06:29","modified_gmt":"2021-01-20T08:06:29","slug":"wir-sollen-als-kompetenzzentrum-fuer-personalfragen-wahrgenommen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2021\/wir-sollen-als-kompetenzzentrum-fuer-personalfragen-wahrgenommen-werden?lang=de","title":{"rendered":"\u00abWir sollen als Kompetenzzentrum f\u00fcr Personalfragen wahrgenommen werden\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Seit Oktober leitet Patrick Erni den Personaldienst der Universit\u00e4t Freiburg. Er will die Digitalisierung weiter vorantreiben \u2013 auch damit sein Team weniger mit administrativen Aufgaben besch\u00e4ftig ist und daf\u00fcr vermehrt beratend zur Seite stehen kann, zum Beispiel bei F\u00fchrungsfragen.<\/strong><\/h4>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>Patrick Erni ist ein gefragter Mann, das wird w\u00e4hrend des Interviews schnell klar. Bald einmal klingelt das Telefon, ein Bewerber hat eine Frage. Wenig sp\u00e4ter klopft es an der T\u00fcr, eine Mitarbeiterin ben\u00f6tigt eine Unterschrift. Seit dreieinhalb Monaten leitet Erni den Personaldienst der Universit\u00e4t Freiburg, mit seinem 17-k\u00f6pfigen Team \u2013 alles Frauen \u2013 stemmt er eine Mammutaufgabe. Die Zahl der Uni-Angestellten variiert zwischen 2500 und 3000. Doktorassistent_innen, Lektor_innen, G\u00e4rtner_innen, Elektriker_innen, Tierpfleger_innen: Das berufliche Spektrum k\u00f6nnte breiter kaum sein. \u00abWir sind wie eine eigene kleine Stadt\u00bb, sagt der zweisprachige Bieler. Da kommt einiges zusammen: Pro Jahr erstellt der Personaldienst gegen die 1800 Vertr\u00e4ge, verarbeitet 4500 Stundenabrechnungen und bearbeitet 250 Unfallmeldungen, um nur drei Zahlen zu nennen.<\/p>\n<p><strong>Ein schwieriger Start<\/strong><br \/>\n\u00abDie Uni Freiburg ist eine grosse Institution, ein spannendes, dynamisches Umfeld. Mir gef\u00e4llt es sehr gut\u00bb, sagt Erni, der zuvor im HR-Bereich bei einer Bank arbeitete. Die Umst\u00e4nde beim Start waren hingegen alles andere als ideal, und sie sind es auch heute noch nicht. Als er im Oktober anfing, dauerte es nur zwei Wochen, bis im Kanton Freiburg die COVID-19-F\u00e4lle in die H\u00f6he schnellten. Seither wird der Grossteil der Arbeit im Homeoffice gemacht, Gespr\u00e4che vor allem virtuell gef\u00fchrt. \u00abDas Informelle fehlt ein wenig. Als Neuer ist es momentan komplizierter, sich zu vernetzen und die Leute, mit denen man es zu tun hat, besser kennenzulernen.\u00bb Rein auf die Arbeit bezogen gelinge es dank des flexiblen Teams jedoch gut, die Prozesse im Griff zu behalten. \u00abZum Gl\u00fcck sind wir digital schon ganz gut aufgestellt. Vor f\u00fcnf Jahren wurden alle Personaldossiers digitalisiert. W\u00fcrden die immer noch in grossen Schr\u00e4nken herumstehen, w\u00e4re Homeoffice kaum m\u00f6glich.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Der digitale Schalter als wichtigstes Tool<\/strong><br \/>\nPatrick Erni will die Digitalisierung an der Universit\u00e4t weiter pushen. \u00abEs kommt kaum noch jemandem in den Sinn, ein Arztzeugnis in ein Couvert zu legen. Mittlerweile sind die meisten soweit, dass sie den Reflex haben, einen Scan zu machen und es per E-Mail zu schicken.\u00bb Das sei bereits durchaus l\u00f6blich. \u00abAber es geht noch besser. Man kann die meisten Dokumente direkt auf unserem Onlineportal hochladen. Dann ist es sofort am richtigen Ort.\u00bb Das interne Portal MyUnifr ist f\u00fcr den Personaldienst das wichtigste Tool. \u00abUnfall, Krankheit, Mutterschaft, Adoption, unbezahlter Urlaub, Best\u00e4tigungen \u2013 so gut wie alles kann \u00fcber den elektronischen Schalter gemeldet und eingereicht werden.\u00bb Das Angebot werde weiter ausgebaut, verspricht Erni. \u00abEs soll noch mehr Selfservice geben.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Hilfe bei zwischenmenschlichen Problemen<br \/>\n<\/strong>Die Rechnung ist einfach: Je mehr Zeit der Personaldienst dadurch spart, dass die Leute am elektronischen Schalter ihre administrativen Prozesse selbst abwickeln, desto mehr Zeit bleibt f\u00fcr andere Dienstleistungen. Patrick Erni hat klare Vorstellungen davon, wie er mit seinem Team diese zus\u00e4tzliche Zeit nutzen will. \u00abWir sollen als Kompetenzzentrum f\u00fcr Personalfragen wahrgenommen werden\u00bb, antwortet er auf die Frage nach seiner Vision. Weniger administrativer Aufwand, mehr Beratung. \u00abZum Beispiel bei F\u00fchrungsthemen.\u00bb Was tun, wenn bei Mitarbeiter_innen pl\u00f6tzlich ein deutlicher Leistungsabfall zu beobachten ist? Oder sich jemand sehr oft krankmeldet? Nicht alle Akademiker_innen, die eine F\u00fchrungsposition bekleiden, haben sich in ihrer beruflichen Karriere gross mit Betreuungsfragen auseinandergesetzt. \u00abDeshalb helfen wir gerne \u2013 auch bei Konfliktsituationen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten.\u00bb Der Personaldienst stehe allerdings nicht nur im Konfliktfall beratend zur Seite. \u00abWir zeigen auch gerne auf, wie man sich ein Bewerbungsdossier genau anschaut.\u00bb<\/p>\n<p>In anderen Bereichen des Personalwesens m\u00f6chte Erni gewisse Prozesse standardisieren, um zu helfen. Dazu geh\u00f6ren etwa vorgegebene Textbausteine f\u00fcr Arbeitszeugnisse oder auch vereinheitlichte Fragebogen f\u00fcr das erste Interview bei Bewerbungsgespr\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>Einer der attraktivsten Arbeitgeber der Schweiz<br \/>\n<\/strong>\u00abWir wollen unsere Pr\u00e4senz verst\u00e4rken. Die hohe Qualit\u00e4t im Bereich der Dienstleistung sicherstellen\u00bb, sagt Erni. Letztlich gehe es darum, dass sich die Angestellten der Universit\u00e4t m\u00f6glichst wohlf\u00fchlten. \u00abDie Uni Freiburg ist schon jetzt eine sehr attraktive Arbeitgeberin. In den meisten Funktionen sind die Arbeitszeiten flexibel, Teilzeitarbeit ist m\u00f6glich, es gibt Angebote wie den Unisport oder den Rotk\u00e4ppchendienst, der Notfall-L\u00f6sungen f\u00fcr die Kinderbetreuung anbietet. Zudem werden Gleichstellung und Diversit\u00e4t gelebt. Das Gesamtpaket stimmt.\u00bb Das zeigt auch eine Umfrage, die die \u201eHandelszeitung\u201c und \u201eLe Temps\u201c durchgef\u00fchrt haben und im M\u00e4rz in einer Spezialausgabe ver\u00f6ffentlichen werden. Tausende Mitarbeiter_innen in der Schweiz wurden befragt, ob sie ihren eigenen Arbeitgeber empfehlen k\u00f6nnen und welche anderen Arbeitgeber in ihrem Sektor sie empfehlen w\u00fcrden. Das Resultat: Die Universit\u00e4t Freiburg belegt einen der vordersten R\u00e4nge. \u00abDas ist eine sch\u00f6ne Anerkennung und ein gutes Zeichen\u00bb, sagt Patrick Erni. \u00abNun geht es darum, uns st\u00e4ndig weiterzuentwickeln, um attraktiv zu bleiben.\u00bb<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/sp\/de\/uber-uns\/profil.html\">Webseite<\/a> des Personaldienstes der Unifr<\/p>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<div class=\"clear\" style=\"height:20px\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Oktober leitet Patrick Erni den Personaldienst der Universit\u00e4t Freiburg. 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