{"id":1003,"date":"2015-11-02T13:25:08","date_gmt":"2015-11-02T13:25:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www3.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2015\/kulinarische-hohenfluge-ohne-fleisch-2"},"modified":"2015-11-09T23:17:30","modified_gmt":"2015-11-09T22:17:30","slug":"kulinarische-hohenfluge-ohne-fleisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/articles\/2015\/kulinarische-hohenfluge-ohne-fleisch","title":{"rendered":"Kulinarische H\u00f6henfl\u00fcge ohne Fleisch"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Der Verzehr von Tierprodukten schadet dem Menschen und der Umwelt. Um diesen Schaden etwas zu reduzieren, weibeln die Mitglieder der Organisation NEUF (Nachhaltige Entwicklung Universit\u00e4t Freiburg) in ihrer Freizeit f\u00fcr die vegetarische K\u00fcche \u2013 nicht zuletzt in den Mensen der Universit\u00e4t.<\/strong><\/h4>\n<p>Die Schweizer essen rund 100 Millionen Tiere pro Jahr. Dabei zeigt eine neue WHO-Studie, dass Fleischverzehr nicht nur unserem Planeten, sondern unmittelbar auch dem Konsumenten schadet. Die Daten aus den USA belegen, dass W\u00fcrste, Schinken und Speck ebenso gesundheitssch\u00e4digend sind wie Zigaretten. Die Studie ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Proviande Schweiz beispielsweise sieht keine Gefahr beim Verzehr von Schweizer Fleisch bei weniger als 50 Gramm pro Kopf und Tag. Sicher ist: Die Produktion und der Verzehr von Fleisch richten Schaden an, sowohl beim Menschen wie auch, in weit gr\u00f6sserem Ausmass, an unserem Planeten. Dabei liegt der Weg aus diesem weltweiten Domino an Kollateralsch\u00e4den auf der Hand: Vegetarische Kost.<\/p>\n<p><strong>Schweizer Fleischkonsum schadet auch \u00dcbersee<\/strong><\/p>\n<p>Zur Veranschaulichung: Die Fl\u00e4che zur Herstellung von Tierfutter f\u00fcr unser Fleisch betr\u00e4gt 520\u2019000 Hektaren. Eine Menge Boden f\u00fcr die W\u00fcrste und Steaks eines kleinen Landes wie der Schweiz. Boden, der den Tieren als Lebensraum fehlt. Boden, der zur Herstellung von Futtersoja und -mais genutzt wird, angebaut durch Grossproduzenten auf Kosten der Kleinbauern. Die Liste der durch den hohen Fleischkonsum angerichteten Sch\u00e4den l\u00e4sst sich endlos weiterf\u00fchren. Deshalb ist f\u00fcr Florian W\u00fcstholz und sein Team der Mensagruppe von NEUF klar: Es braucht noch mehr vegetarische und vegane Ern\u00e4hrung in den Mensen unserer Uni.<\/p>\n<p><strong>Magie in der K\u00fcche<\/strong><\/p>\n<p>Ren\u00e9 Jungo, Chef \u00fcber alle Men\u00fcpl\u00e4ne der Universit\u00e4t Freiburg, unterst\u00fctzt dieses Anliegen. Seit Jahren bieten unsere Gastronomen eine vegetarische Alternative zu den Fleischgerichten, seit rund einem halben Jahr jeden Tag ein fixes Men\u00fc. Sie k\u00fcmmern sich mit viel Engagement darum, dass diese Alternative auch ein Genuss ist. Die K\u00f6che verwenden lokale Produkte und stellen nach M\u00f6glichkeit alles selbst her. \u201eUnser Fleisch beziehen wir fast ausschliesslich von Schweizer Bauern\u201c, erkl\u00e4rt der K\u00fcchenchef. Doch der Platz in den K\u00fcchen ist stark eingeschr\u00e4nkt und die vegetarischen Men\u00fcs bedeuten einen grossen Mehraufwand. In gemeinsamen Sitzungen suchen Jungo und die Mensagruppe L\u00f6sungen, um die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen. Denn Vegetarismus soll eine Wahl sein, nicht eine Bestrafung.<\/p>\n<p><strong>Umfrage zeigt klare Zustimmung<\/strong><\/p>\n<p>Immer mehr Studierende und Mitarbeitende der Uni w\u00fcnschen sich eine fleischlose Option. Wie verlockend diese Variante tats\u00e4chlich ist, hat NEUF in einer Umfrage mit 2007 Teilnehmenden untersucht. Sie fragten nach der Meinung zum vegetarischen Men\u00fc, nach dem Gebrauch des Angebots, der Zufriedenheit und ob das Angebot weitergef\u00fchrt oder gar ausgebaut werden soll. Die Reaktionen waren durchaus positiv. Eine Mehrheit w\u00fcnschte sich, dass das Angebot fortgef\u00fchrt wird. Potenzial sieht NEUF noch im Ausbau des Angebots.<\/p>\n<p><strong>Wasserprediger und Weintrinker<\/strong><\/p>\n<p>Die Gruppe ist gut vernetzt mit Organisationen an anderen Unis der Schweiz. So wissen sie \u00fcber die aktuellen Trends und Entwicklungen Bescheid und k\u00f6nnen einander auch unterst\u00fctzen. \u201eIn Z\u00fcrich gibt es eine fast komplett vegane Mensa\u201c weiss W\u00fcstholz, der Gruppenchef Mensa von NEUF. Er hat in Bern, Sheffield und Z\u00fcrich studiert und erarbeitet nun in Freiburg seinen PhD. Das Engagement zugunsten unseres Planeten, der Umwelt und zuk\u00fcnftiger Generationen ist f\u00fcr ihn selbstverst\u00e4ndlich. \u201eWer die Fakten kennt und trotzdem tierische Produkte konsumiert, zerst\u00f6rt unseren Lebensraum bewusst. Ich respektiere, wenn jemand sagt, ihm sei das egal. Aber wer sagt, dass ihm unser Lebensraum wichtig ist und dann doch Fleisch isst, der wirkt unehrlich auf mich\u201c \u2013 sagt der Doktorand. \u201eEine gewisse Konsequenz muss man schon zeigen. Viele reden, aber tun nichts\u201c, weiss der 27-J\u00e4hrige. Er zieht es durch, wie auch viele der anderen neun Mitglieder der Mensagruppe.<\/p>\n<p><strong>Drei Schwerpunkte<\/strong><\/p>\n<p>Die Mensagruppe setzt sich konsequent f\u00fcr ihre drei Hauptanliegen ein: Die vegetarischen und veganen Angebote sollen verbessert\/ausgebaut werden. Studierende und Mitarbeitende der Uni sollen besser informiert werden \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge zwischen unserem Essverhalten und der Klimaver\u00e4nderung auf unserem Planeten. Last but not least soll die Neugierde auf vegetarisches und veganes Essen geweckt werden. Dies tun die Mitglieder der Mensagruppe mit Einladungen zu kulinarischen Entdeckungsreisen. Auf dass vielleicht in Zukunft weniger Tierprodukte an der Zerst\u00f6rung unseres Planeten mitwirken.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">__________<\/span><\/p>\n<p><em>Die Arbeitsgruppe Mensa der Organisation <a href=\"http:\/\/student.unifr.ch\/neuf\/de\" target=\"_blank\">NEUF <\/a>(Nachhaltige Entwicklung Universit\u00e4t Freiburg) besteht seit 2012. Sie k\u00e4mpft f\u00fcr mehr vegetarisches und veganes Essen in den Universit\u00e4tsmensen, f\u00fcr Aufkl\u00e4rung und Interesse an ihrem Projekt. Zudem verw\u00f6hnen die Mitglieder Interessierte mit kulinarischen H\u00f6henfl\u00fcgen der fleischlosen K\u00fcche.<\/em><\/p>\n<p><strong>Probieren Sie das Vegi-Men\u00fc<br \/>\n<\/strong>Montag und Mittwoch im Mis\u00e9ricorde<br \/>\nDienstag und Donnerstag im P\u00e9rolles<br \/>\nFreitag im Regina Mundi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verzehr von Tierprodukten schadet dem Menschen und der Umwelt. Um diesen Schaden etwas zu reduzieren, weibeln die Mitglieder der Organisation NEUF (Nachhaltige Entwicklung Universit\u00e4t Freiburg) in ihrer Freizeit f\u00fcr die vegetarische K\u00fcche \u2013 nicht zuletzt in den Mensen der Universit\u00e4t. Die Schweizer essen rund 100 Millionen Tiere pro Jahr. Dabei zeigt eine neue WHO-Studie, dass Fleischverzehr nicht nur unserem Planeten, sondern unmittelbar auch dem Konsumenten schadet. Die Daten aus den USA belegen, dass W\u00fcrste, Schinken und Speck ebenso gesundheitssch\u00e4digend sind wie Zigaretten. Die Studie ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Proviande Schweiz beispielsweise sieht keine Gefahr beim Verzehr von<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":1006,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[85,75],"tags":[170,178,174,171],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1003"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1238,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003\/revisions\/1238"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.unifr.ch\/alma-georges\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}