Wie vorbereiten?

Wie bereitet man sich auf den EMS vor?

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten rechtzeitig eine Broschüre "Test Info" mit allen wichtigen Hinweisen für die Vorbereitung und zum Ablauf des Tests.

Im Buchhandel sind 2 Originalversionen des EMS veröffentlicht, die man zur Vorbereitung einmal durcharbeiten sollte (Neuauflagen vom Januar 2008).

 

 

Comment se préparer pour le test AMS?

Tous les participants reçoivent en temps voulu une brochure Test-Info contenant toutes les informations importantes à propos de la préparation et du déroulement du test.

Des versions originales de l'AMS ont été publiées et devraient être étudiées attentivement en guise de préparation.

 

 

Come prepararsi per il test AMS?

Tutti i partecipanti ricevono per tempo l'opuscolo "Test-Info" contenente tutte le informazioni necessarie per la preparazione e lo svolgimento del test.

Nelle librerie sono disponibili delle versioni originali del test AMS che dovrebbero venir studiate e svolte almeno una volta per prepararsi adeguatamente.

 

 

Sind Kommerzielle Trainingskurse notwendig?

Die sich verschärfende Konkurrenzsituation um die Studienplätze wird von einigen Anbietern auch ausgenutzt, Angst zu schüren, dass man nur mit Hilfe dieser Trainingskurse einen Studienplatz erhalten kann. Das Wort "aggressiv" ist dabei durchaus nicht übertrieben. Natürlich sind nicht alle Anbieter gleich und nicht jede Bezahlung für Hilfe bei der Vorbereitung (etwa ein organisierter Probelauf, betreute Selbststudien, andere Unterstützungen der Vorbereitung) stellen ein Problem dar. Es sind einige wenige Anbieter, auf die sich die Kritiken immer wieder beziehen.

Anbieter unterscheiden sich darin, wie man den Sinn und die Notwendigkeit des Besuches solcher kommerzieller Kurse begründet - ob man bewusst Angst schürt und mehr oder weniger Unhaltbares verspricht.

Es bleibt Tradition des ZTD, keine Anbieter konkret zu benennen. Wir halten Sie für kompetent, die Argumente der Trainingsanbieter selber zu prüfen, ob solche problematischen Argumente gebraucht werden und dann die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie solche Kurse besuchen, niemand will Ihnen das verbieten. Ihre Sorgen vor der Prüfung sind verständlich und machen Sie auch empfänglicher für Versprechungen, Ihnen bei der Testvorbereitung zu helfen. Niemand sollte mit diesen Ängsten Geschäfte machen können. .

Auf einzelnen WEB-Seiten finden sich vor allem diese eindeutig falschen Behauptungen in verschiedenen Nuancen:

  1. Offizielle Stellen hätten etwas dagegen, wenn man sich auf den Test vorbereitet, weil der angeblich nur bei unvorbereiteten Kandidaten funktionieren würde.
  2. Man solle sich gar nicht vorbereiten oder alle müssten gleich vorbereitet sein.
  3. Das "Training" wäre einer selbständigen Vorbereitung oder einer Vorbereitung in Gruppen überlegen, .jede/r könne durch das "Training" einen Studienplatz erhalten, wenn man nur genau genug den Anweisungen im Kurs folgen würde.

Zu 1. Haben wir etwas dagegen, dass Sie sich vorbereiten?

Wir wissen nicht, wo dieses Argument herkommt - widerspricht dies doch der Realität. Vom ersten Jahr an wurde die Test Info herausgegeben, damit man sich gut vorbereiten kann. Es gibt veröffentlichte Originalversionen in jeder Sprache zum Üben. Es wurden drei Vorbereitungsreports geschrieben, um aus Befragungsdaten der Teilnehmer Hinweise auf eine optimale Vorbereitung für die Nachfolgenden zu geben.
Unvorbereitete Kandidaten haben schlechtere Ergebnisse. Der Grad der Vorbereitung ist ein Ausdruck dafür, wie viel man unternimmt, um sein Berufsziel zu erreichen und sagt daher auch etwas über die Motivation aus. Darauf bezogene Unterschiede in der Leistung sind also überhaupt keine "Störgrössen", sondern gewollt: Diese Personen werden auch im Studium bereit sein, mehr Zeit und Energie aufzuwenden. "Je mehr, desto besser" gilt dabei aber nicht, wie die Vorbereitungsreports zeigen.

Es müssen auch nicht alle Personen gleich vorbereitet sein, unvorbereitete Kandidaten erreichen ihr Leistungsoptimum vielleicht deshalb nicht, weil sie nicht genügend motiviert waren. Noch in keinem Jahr haben sich alle Personen gleich vorbereitet. Alle seriösen Evaluationen haben gezeigt: Der Test "funktioniert" unter diesen Bedingungen sehr gut.

Zu 2. Ist das kommerzielle Training anderen Vorbereitungsarten überlegen?

Alle wissenschaftlichen Ergebnisse sprechen klar gegen eine Notwendigkeit von speziellem "Training": Es konnte in zwei Studien bereits in Deutschland wissenschaftlich abgesichert werden, dass durch eine selbständige, gezielte Vorbereitung auf den TMS, anhand der kostenlos abgegebenen Test-Broschüre und einer veröffentlichten Originalversion, ebensolche Leistungen erreicht werden können, wie sie durch Nutzung zusätzlicher Trainingskurse erzielt werden (zu Details vgl. Beitrag von Hofer u.a. im Bericht 3 des ZTD, 1997). Ohne Vorbereitung und eigene Übung sind die Leistungen allerdings nachweislich schlechter. Seitens der Trainingsanbieter ist man eine wissenschaftlich fundierte und objektive Wirksamkeitsprüfung ihrer Angebote bisher schuldig geblieben. "Leserbriefe", Erfolgsbehauptungen und statistische Taschenspiertricks ersetzen keine wissenschaftliche Evaluation (etwa dass Personen nach einer Beschäftigung mit den Aufgaben im Kurs besser abschneiden als vorher - Lerneffekte gibt es schon, wenn man nur zweimal die gleichen Aufgabentypen nacheinander lösen lässt, ohne irgendetwas zu trainieren).
In allen vier bisherigen Befragungen zur Vorbereitung in der Schweiz hat sich das Ergebnis klar und nahezu identisch bestätigt - auch im Report 2014. Unfreiwillig ergaben sich dort durch die Bekanntheit einiger Aufgaben Möglichkeiten, sogar anhand "harter" Test-Daten dies auch noch einmal zu bestätigen.

Zu 3. Können die Trainingsanbieter wirklich das Wunder vollbringen, dass jede/r einen Studienplatz erreicht?

Eine Unschärfe gilt es auszuräumen: Den Unterschied zwischen "Vorbereitung" und "Training". Setzt man beide Worte wirklich gleich und versteht darunter das, was wir mit "Vorbereitung" meinen, kann man dazu auch "Training" sagen.

Der Begriff "Training" wird aber häufig anders gebraucht: Es werden auch "Erfolgsgarantien" suggeriert, dass man mit Hilfe des Trainings einen Studienplatz erhält, wenn man nur fleissig genug übt ("Mit uns gehören Sie zu den Erfolgreichen"). Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Durch die Verschärfung des Numerus Clausus ist man da zwar vorsichtiger geworden, denn auch Teilnehmer kommerzieller Trainingskurse erhalten nicht immer einen Studienplatz. Auch "Erfolgsquoten", die über dem Durchschnitt liegen, sind wenig aussagefähig. Denn es investieren die Leistungsbesten mehr in ihre Vorbereitung als die schlechteren (siehe Zusammenhang Vorbereitungsintensität und Maturitätsdurchschnitt in den Vorbereitungesreports).

Deshalb noch einmal präzise formuliert: Der Test ist nicht trainierbar in dem Sinne, dass beliebige Verbesserungen über das Niveau der eigenen Fähigkeiten als relativ stabile Persönlichkeitsmerkmale erzielbar sind. Das sieht man auch darin, dass Maturitätsnoten statistisch gesehen einen viel grösseren Einfluss haben als die Vorbereitung. Man kann, wie schon gesagt, durch entsprechende Vorbereitung sein optimales Leistungsniveau im Test erreichen - aber auch nicht mehr. Wenn man ein gewisses Mass an Vorbereitung investiert hat, lässt sich die Leistung nachweislich kaum noch steigern. Ursache ist, dass kein Wissen abgefragt wird, sondern es sich um einen Fähigkeitstest handelt.