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In diversen Unterlagen und auf WEB-Seiten der kommerziellen Trainingsanbieter finden sich immer wieder Aussagen, die eindeutig falsch sind. Nicht alle Anbieter verwenden die gleichen Argumente - bitte prüfen Sie selbst, wer diese falschen Argumente verwendet.
Problematische Aussage |
Richtig ist |
| Testteilnehmer müssen unvorbereitet
sein; "Ein vorbereiteter Testteilnehmer ist Gift für jeden Testpsychologen und die Aussagekraft seines Tests." |
Dies ist Unsinn und entbehrt jeder Grundlage! Vorbereitung ist richtig und wichtig, das wurde seit Beginn des EMS in der Schweiz von jeder offiziellen Seite immer wieder betont. Hinweise dazu sind in der Test Info oder im WEB dargestellt, es gibt veröffentlichte Originalversionen zum Üben. Seit 2 Jahren gibt es zusätzlich einen Vorbereitungsreport mit Empfehlungen.
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| Testteilnehmer müssen alle gleich vorbereitet sein, sonst funktioniert der Test nicht. | Dies ist ebenfalls falsch! Die Vorbereitungsintensität ist auch ein Zeichen für die Studienmotivation. Wer bei der EMS-Vorbereitung genügend tut und dadurch sein optimales Leistungsniveau erreicht, wird dies vermutlich auch im späteren Studium tun. Wird daraufhin ein besserer Testwert erreicht, entspricht dies auch einer besseren Studieneignung. Wer sich nicht vorbereitet, hat schlechtere Leistungen - was dann auch auf eine fehlende Motivation schliessen lässt. |
| Man muss viel mehr Stunden aufwenden als die Vorbereitungsreports nahelegen. | Natürlich sind die sinnvoll aufzuwendenden Zeiten individuell verschieden - manche brauchen mehr, manche weniger Zeit. Im Vorbereitungsreport wurden dies aber empirrisch untersucht und nicht nur behauptet oder vermutet. |
| Kommerzielles Training ist
einer selbständigen Vorbereitung überlegen. Die Daten zur Bewertung des Erfolges kommerziellen Trainings im Vorbereitungsreport 2003 beruhe auf Ergebnissen von nur 4 Personen. |
Dies ist eindeutig widerlegt worden. Im Jahre 2003 wurden 75 Personen und 2004 wurden 141 Personen befragt, die einen kommerziellen Kurs besucht haben. Dise wurden mit jeweils grösseren Gruppen verglichen, die sich nur allein oder auch gemeinsam (aber nicht in kommerziellen Kursen) vorbereitet haben. Diese Zahlen sind also ausreichend gross. Personen, die sich in kommerziellen Kursen vorbereiten, leisten sich zwar einen deutlich grössere Aufwand mit dem Besuch von kommerziellen Kursen, erzielen aber genau die gleichen und keinesfalls bessere Ergebnisse als bei individueller oder gemeinsamer Vorbereitung. Bei den 4 Personen im Jahre 2003 handelt es sich um solche, die NUR Vorbereitungsstunden in kommerziellen Kursen absolviert haben. Alle anderen Teilnehmer kommerzieller Kurse haben sich natürlich auch noch selbständig vorbereitet (z.B. die Test Info gelesen) und diese Stunden richtigerweise angegeben. |
Infragestellung der Ergebnisse des Vorbereitungsreports Es würde nicht mitgeteilt, wieviele Personen den Fragebogen ausgefüllt oder "verweigert" hätten. Die Kursteilnehmer hätten entweder bewusste Lügen eingetragen oder den Fragebogen erst gar nicht ausgefüllt. |
Es ist nachvollziehbar, dass die Ergebnisse der drei Vorbereitungsreports einigen "Trainingsanbietern" nicht passen: kommt doch in drei Jahren identisch heraus: deutlich mehr Aufwand und Kosten - keine besseren Leistungen für "Trainierte". Die Zahl der Teilnehmer am Test und der ausgefüllten Fragebogen steht deutlich im ersten Abschnitt aller drei Berichte - hier hat man entweder schlecht gelesen oder will bewusst Falschaussagen in die Welt setzen (wie schon im oben erwähnten Fall). Die Befragungen wurden vor allem gemacht, um allen Nachfolgenden realistische Einschätzungen über den tatsächlichen Vorbereitungsaufwand und den Zusammenhang mit dem Erfolg zur Verfügung zu stellen. "Wie intensiv muss ich mich den vorbereiten" war eine in den Vorjahren häufig gestellte Frage - die wir erst aufgrund der Befragungsergebnisse verlässlicher beantworten können. Weil in den drei Jahren nahezu identische Ergebnisse herausgekommen sind und weil die übergrosse Mehrzahl der Personen den Fragebogen ausgefüllt haben, gehen wir von einer hohen Verlässlichkeit der Ergebnisse aus. Es ist ja auch eine Frage der Solidarität mit den Nachfolgenden, diese Angaben korrekt zu geben - und das scheint allen sehr bewusst zu sein. Profitieren doch alle jetzt Antretenden von den Ergebnissen aus den Vorjahren - und man kann sich am besten durch korrekte Angaben zur eigenen Vorbereitung dafür bedanken. Möglicherweise unterschätzen einige Trainingsanbieter auch die Persönlichkeitsreife der Teilnehmer beträchtlich, wenn sie davon ausgehen, dass die Liebe zum Trainingsanbieter dann so weit geht, dass bewusste Lügen erfolgen. Selbst wenn man an einem solchen Kurs teilgenommen hat, will man dann doch wissen, ob er etwas gebracht hat. |
| Es gibt keine Untersuchungen, die nachweisen, dass man durch selbständige Vorbereitung genauso gut sein kann, wie durch den Besuch kommerzieller Kurse. | Beide Befragungen zur Vorbereitung (2003 und 2004) in der Schweiz liefern identische Ergebnisse: Besucher kommerzieller Kurse wenden viel mehr Zeit auf, sind aber höchstens nur genauso gut wie Personen, die sich in Gruppen oder allein vorbereiten. Zwei wissenschaftliche Untersuchungen dazu liegen mit identischem Ergebnis aus Deutschland vor. |
| Professionell vorbereitete Kandidaten „schlüpfen" (...) durch das Auslesenetz und entziehen sich somit dem Anliegen des Testveranstalters... | Im Jahre 2003 haben jeweils 25% bei selbständiger Vorbereitung, 17% bei gemeinsamer nichtkommerzieller Vorbereitung und 27% bei kommerzieller Vorbereitung das Zulassungskriterium* nicht erreicht. Im Jahre 2004 haben jeweils 39% bei selbständiger, 36% bei gemeinsamer nichtkommerzieller und 38% bei kommerzieller Vorbereitung das Zulassungskriterium* nicht erreicht. Auch dieses Argument entlarvt sich so als Werbeaussage, die nicht der Realität entspricht. *: bezogen auf das kapazitätsentsprechende theoretische Zulassungskriterium zum Zeitpunkt nach der Testabsolvierung - Zulassungen durch Ersatz von Rückzügen danach sind nicht berücksichtigt. |
"Mit uns erhalten Sie trotz Numerus Clausus Ihren Studienplatz" |
Solche Versprechen sind extrem mutig. Versuchen Sie, sich dies vor Trainingsbeginn schriftlich bestätigen zu lassen vereinbaren Sie eine volle Kostenrückerstattung, wenn dies nicht eintritt. Sie werden staunen, wie schnell diese Aussage dann relativiert wird. |
| Der Test ist trainierbar. Sie erhalten Ihr Kursgeld zurück, wenn wir Sie nicht überzeugt haben. "Der Erfolg spricht für sich" - Statistiken, dass die Leistungen von Testteilnehmern sich vor und nach dem Testtraining unterscheiden |
Das Versprechen lautet, dass sich im Kurs die Leistungen verbessern - sonst gäbe es das Kursgeld zurück. Vor dem Kurs wird ganz ohne Vorbereitung ein erster Probetest durchgeführt und dann mit einem zweiten Test nach dem Training verglichen. Niemand bestreitet, dass Vorbereitung wichtig ist. Hier wird aber suggeriert, dass nur der Kurs verantwortlich für die Verbesserung ist und man dies nicht auch im Selbststudium erreichen kann. Hier schmückt man sich also teilweise mit fremden Federn. Deshalb wird übrigens die Absolvierung des Probelaufes mit der veröffentlichten Originalversion vom ZTD empfohlen - das führt dann beim Originaltest zum gleichen Effekt. In den letzten Jahren bereiten sich die Kandidaten schon auf die erste Testteilnahme viel intensiver vor und die Verbesserung bei der zweiten Testteilnahme ist deutlich geringer geworden als noch vor Jahren (vgl. Berichte des ZTD). |
| Mit Garantien, dass man durch den Kursbesuch einen Studienplatz bekommt (oder das Geld zurück),.. | ... ist man im Gegensatz
zu den Vorjahren sehr zurückhaltend geworden, zumindest in Human- und Veterinärmedizin
findet man diese nicht mehr. Auch Teilnehmer kommerzieller Kurse konnten
den für den NC notwendigen Wert 2003 und 2004 nicht erreichen!
Wenn diese Garantie manchmal noch für Zahnmedizin eingeräumt wird, ist dies keine grosse Kunst: Durch die Rückzüge hat 2003 praktisch jede/r einen Studienplatz erhalten. Dies war bis 2001 auch in den anderen Disziplinen so und daher kaum ein Risiko für die Anbieter. So gross ist das Vertrauen in die Leistungen der Kurse kommerzieller Trainingsanbieter also offenbar doch nicht. Wir sind deshalb gegen den Begriff "Training", weil der vorgaukelt, jede/r könne durch fleissiges Üben jedes Ergebnis erreichen. Die Vorbereitungsreports zeigen: Die Maturitätsnoten (also das Leistungsniveau) sind viel einflussreicher als die Vorbereitung. Es geht darum, sich OPTIMAL vorzubreiten um sein EIGENES BESTES Leistungsniveau im EMS zu erreichen. |
| Man soll den Untertest "Konzentriertes und Sorgfältiges Arbeiten" so lange üben (bis 40 mal), bis man alle Zeichen bearbeiten kann. | Seit 2004 werden jedes Jahr andere Zeichen und eine neue Regel zum Durchstreichen vorgegeben, die vorher nicht bekannt sind. Dadurch wirken sich Übungseffekte weniger stark aus als früher. Es gibt deutliche Hinweise, dass man bei zu häufigem Üben in der Testsituation Probleme hat, sich auf die eigentliche Anforderung schnell genug umzustellen. |
| Man soll so viele Demoaufgaben lösen wie möglich und dazu das Trainingsmaterial der Trainingsanbieter verwenden. | Diese Aufgaben
sind den Originalaufgaben nur nachempfunden und vermitteln deshalb nicht
den genauen Schweregrad des EMS. Dessen Aufgaben sind von Experten aus der
Medizinausbildung entwickelt und im Praxistest vor dem Einsatz überprüft
worden.
Wenn man nur mit solchen nachempfundenen Aufgaben übt, kann das falsche Erwartungen hinsichtlich des wirklichen Schweregrades des EMS erzeugen. Es gibt auch massive Kritiken an der Qualität dieser nachempfundenen Aufgaben. Wir empfehlen die Aufgaben der Test Info und der veröffentlichten Originalversion für die Vorbereitung zu verwenden. Das zusätzliche Lösen anderer Aufgaben ist dann so wenig "schädlich" wie das Lösen von Kreuzworträtseln oder anderen Knobelaufgaben, wenn man daraus keine falschen Schlüsse zieht. Notwendig ist es, auch nach den Daten des Vorbereitungsreports, nicht. |