Zwischen Tradition und Innovation.

Theologie angesichts der Transformationsprozesse

in Kirche, Religion und Gesellschaft

1. eIN INTERDISZIPLINÄRES dOKToRATSPROGRAMM AN DER tHEOLOGISCHEN fAKULTÄT DER uNIVERSITÄT fREIBURG/sCHWEIZ

Das interdisziplinär angelegte Doktoratsprogramm wird von sechs Professoren der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg verantwortet. Das geisteswissenschaftlich ausgerichtete Programm befasst sich mit der theologisch, historisch und gesellschaftspolitisch brisanten Problematik von Transformationsprozessen und möchte sowohl theologisch-kirchliche als auch gesellschaftsrelevante Fähigkeiten entwickeln. Es will aus einer theologischen Perspektive Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen das Wissen und die Kompetenz vermitteln, das Christentum und die anderen Religionen als ethisch, politisch und spirituell wirkmächtigen Faktor in der Geschichte und in der Gegenwart zu analysieren sowie insbesondere das Selbstverständnis und das Handeln der Kirchen und des Christentums vor diesem Hintergrund zu reflektieren.

 

2. sCHWERPUNKTE

Schwerpunkte sollen einerseits in der kritischen Auseinandersetzung  mit Transformationsprozessen in Geschichte und Gegenwart des Christentums liegen; andererseits soll ein Fokus auf Interaktionen zwischen Religionen sowie zwischen Religionen und der Gesellschaft gelegt werden, wobei dem interreligiösen Dialog, namentlich mit dem Islam in seinen verschiedenen Auslegungen und Praktiken, besondere Beachtung zukommt. In das Doktoratsprogramm integriert werden Fragen der Hochschuldidaktik. Die Teilnehmenden sollen ihre wissenschaftliche Neugierde, Kritikfähigkeit, Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft entwickeln; sie sollen schrittweise die Kompetenz erlangen oder vertiefen, Lehr-Lern-Konzepte zu erstellen und durchzuführen, selbständige Forschung zu organisieren und selbst in Angriff
zu nehmen, wissenschaftliche Texte zu verfassen, Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu kommunizieren, Fachdiskussionen zu moderieren, Prüfungssituationen zu bewältigen, Studierende zu beraten und die Hochschullehre zu evaluieren.

 

3. pÄDAGOGISCHE ZIELE UND STRUKTUR

Mit seiner Ansiedlung in der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg verfolgt das Doktoratsprogramm christliche, näherhin katholisch-theologische Perspektiven, versteht sich aber auch als Brücke zu Angeboten in anderen Fakultäten der Universität und darüber hinaus. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit dem interfakultären Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg. Zudem wird der Kontakt zu anderen wissenschaftlichen und kirchlichen Bildungseinrichtungen gesucht. Fachvertreter der Vergleichenden Religionsgeschichte und des interreligiösen Dialogs (H. Zander), der Kirchengeschichte (M. Delgado und F. Mali), der Liturgiewissenschaft (M. Klöckener) und der Praktischen Theologie (F.-X. Amherdt und S. Loiero) arbeiten dabei zusammen. Zahlreiche bewährte nationale und internationale Kooperationen werden fruchtbar genutzt; die Doktorierenden wachsen auf diese Weise in ausgedehnte theologische und religionswissenschaftliche Netzwerke hinein, was ihre wissenschaftliche Sozialisierung massgeblich fördert.

Durch die interdisziplinäre Kooperation von sechs Fachvertretern sind mehr als 60 Doktorierende der Theologischen Fakultät in den Promotionsstudiengängen Theologie und Religionsstudien  einbezogen. Für weitere Doktorierende aus der Theologie und verwandten Disziplinen steht das Programm offen. Durch gezielte Werbung in der internationalen Fachwelt sollen gleichzeitig neue Doktoranden aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen angezogen werden, wobei die Zweisprachigkeit der Universität Freiburg ein strategischer Vorteil ist.

Doktoratsprogramm "Tradition und Innovation" - Büro 4226/3112 - Av. de l'Europe 20 - CH-1700 Freiburg - Tel +41 26 / 300 74 42/-41