Ein Blick auf die Agenda zeigt, dass wir ein sehr gedrängtes Frühlingssemester vor uns haben: neben den regulären Lehrveranstaltungen gibt es wissenschaftliche Symposien, interdisziplinäre Wochen, Antritts- und
Abschiedsvorlesungen, Ehrungen für verdiente Kollegen sowie für einen Apostolischen Nuntius, den Empfang des neuen Ortsbischofs, Mgr Charles Morerod, im Rahmen einer akademischen Veranstaltung, und schliesslich Vorträge aller Art. Dies zeugt von der Vitalität und dem wissenschaftlichen Reichtum unserer Fakultät, verpflichtet uns aber, das erreichte Niveau zu halten und zu verbessern.
Wir leben in Zeiten, in denen die Wissenschaftlichkeit universitärer Theologie vielfach – und mit unfairen Argumenten – in Frage gestellt wird. Aber darauf ist nicht mit Polemik zu antworten, sondern mit guter, sachlicher, interdisziplinärer Arbeit: mit demütiger Beteiligung an der universitären Suche nach dem Wahren, Guten und Schönen; mit aufrichtigem Ernstnehmen der Fragen und Sorgen der Menschen von heute; mit selbstkritischer, schonungsloser Analyse der Pathologien von Kirche und Theologie in Geschichte und Gegenwart; mit selbstbewusstem Nachdenken über einen Gott, der uns in Jesus Christus
seine „Güte und Menschenfreundlichkeit“ (Tit 3,4) gezeigt hat.
Ich wünsche allen ein produktives Frühlingssemester 2012!
Conference
“John Paul II - the dialogue between science and faith”
Date: Tuesday, the 20th of March 2012, 10.00 a.m.- 2.00 p.m.
Location: University of Fribourg, Avenue de l’Europe 20, 1700 Fribourg (Aula Magna: Miséricorde)
Conference will be held in French and English
with consecutive translation
Franziskanische Impulse zur interreligiösen Begegnung
Daten: 4. und 5. Mai 2012
Ort: Av. de l’Europe, 20 1700 Fribourg
Konzept und Leitung: Adrian Holderegger, Universität Freiburg Schweiz
Anton Rotzetter, Kapuzinerkloster Freiburg
Mariano Delgado, Universität Freiburg Schweiz
Daten: 17.02.; 02.03., 04.04., 04.05.2012 (jeweils 19.00-21.00 Uhr)
Ort: Universität Fribourg, MIS 4128; am 04.04. und 04.05.2012 siehe Angaben der entsprechenden Universität
Inzwischen sind wir vier Jerusalem-Pilger kurz vor dem Dreiländereck Bulgarien-Türkei-Griechenland angekommen, nachdem wir am 9. August die Grenze nach Bulgarien überschritten hatten. Für mich waren diese Gebiete bisher unbekannte graue Flecken auf der Landkarte. Aus den Medien war mir besonders Serbien bekannt, aber in einem umstrittenen Sinn, von Bulgarien hatte ich gar kein Bild, auch von ihrer Geschichte nur wenig Ahnung. Umso mehr staune ich über die Auswirkungen des Balkankrieges. Wichtig ist mir, mit den Leuten zu sprechen: Sie können uns zeigen, was für sie bedeutsam ist oder wo sie leiden. Auf allen Seiten gibt es Verlierer, Vertriebene, Unzufriedene.
Voranzeige
Interdisziplinäre Woche 16. bis 20. April 2012
(Bild: Triptichon der Barmherzigkeit von Filippo Rossi)
"Jesus Christus in den drei monotheistischen Religionen" (provisorischer Titel)
Die Veranstaltung findet voraussichtlich im Haus Kairos statt.
Auszug aus dem Programm: Montag, 16. April: fundamentaltheologische Einleitung zur Thematik.
Am Dienstag 17. April Exkursion nach Bern, Führung durch die Synagoge der jüdischen Gemeinde, Besuch Islamisches Zentrum. Um 20 h Vortrag von Reuven Bar Ephraim zur jüdischen messianischen Erwartung.
Am Mittwoch Nachmittag wird P. Dr. Norbert Hofmann SDB aus Rom einen Vortrag über den christlich-jüdischen Dialog halten, gefolgt von einem muslimischen Gelehrten und einem Spezialisten für den christlich-muslimischen Dialog.
Am Donnerstag Vormittag findet eine Messe in der Kapelle des Salesianums statt, welcher P. Hofmann vorsteht. Nachmittags erzählt uns Prof. Franz Mali von seinen Pilgererfahrungen nach Jerusalem.
Eine wichtige Änderung in der diesjährigen Interdis-Woche ist die Verschiebung der Veranstaltungen auf die Nachmittage und Abende und das Freihalten der Vormittage. Dadurch hoffen wir, dass auch Studenten, die kein Vollstudium in Theologie absolvieren, mehr Veranstaltungen besuchen können und dass auch Studenten anderer Fakultäten und sonstige interessierte Leute mitmachen können.