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Theologische Fakultät
Universität Freiburg
Av. de l´Europe 20
1700 Freiburg
Schweiz
Tél. +41 (0)26 300 73 70

Dekanat
Sprechstunde: 
Di - Do 9.30 - 11 
Di 13 - 15 Uhr 
oder nach Vereinbarung
MIS 1225

Institute und Zentren

Institut für Ökumenische Studien

Direktor des Instituts:
o. Prof. Joachim Negel

Adresse 
Institut für Ökumenische Studien
Universität Freiburg
MIS 5245 B
CH - 1700 Freiburg
Tel. +41 (0)26 / 300 74 32

Webseite
www.unifr.ch/iso

 

Das Institut für Ökumenische Studien (Institutum Studiorum Oecumenicorum, ISO) wurde 1964 gegründet und ist heute ein anerkanntes Kompetenzzentrum der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Ökumenische Dialoge mit der Orthodoxie und mit den reformatorischen Traditionen bilden die Arbeitsschwerpunkte des Instituts. Zu seinen Aufgaben gehören Lehrveranstaltungen auf dem Gebiet der Theologie der Ökumene, Forschungsprojekte, wissenschaftliche Tagungen, die Führung spezialisierter Bibliotheken, Austauschprogramme für Studierende anderer kirchlicher Traditionen, Studienreisen, wissenschaftliche Publikationen (z.B. in den Reihen Studia Oecumenica Friburgensia, Ökumenische Wegzeichen und Epiphania) und die Wahrnehmung von Mandaten in ökumenischen Fachgremien. Das ISO ist im kirchlichen Leben der Schweiz verankert und nimmt auf dieser Grundlage Verantwortung für die akademische Lehre und Forschung der Theologie der Ökumene wahr. – Die Homepage des Instituts gibt umfassend Auskunft über Tätigkeiten, Anlässe, Personen und Publikationen. (15.5.2009)

Institut für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog


Direktor des Instituts:
o. Prof. Mariano Delgado

Adresse 
Institut für das Studium der Religionen und des interreligiösen Dialogs
Universität Freiburg
MIS 5225
CH - 1700 Freiburg
Tel. +41 (0)26 / 300 74 03

Webseite
www.unifr.ch/ird/

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg hat ein „Institut für das Studium der Religionen und den Interreligiösen Dialog“ (IRD) errichtet, das die Nachfolge des "Instituts für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft" antritt. Das Institut soll nicht zuletzt durch wissenschaftliche Veranstaltungen und Publikationen das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog in interdisziplinärer Ausrichtung pflegen sowie die Zusammenarbeit mit verwandten Institutionen innerhalb wie ausserhalb der Universität Freiburg suchen. Nachdem die neuen Statuten durch die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport am 28. März 2008 genehmigt wurden, fand am 16. April die konstituierende Sitzung statt. Prof. Mariano Delgado, Kirchen- und Religionshistoriker, wurde zum ersten Direktor gewählt.


Folgender Text zur aktuellen Diskussion im IRD ist erschien in: Bulletin - Informationsblatt für die Mitglieder der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft / Société Suisse de Théologie 1/2005, 3-4.

Nach den Früchten fragen

Plädoyer für mehr Sachlichkeit im Gespräch zwischen Religionswissenschaft und Theologie
Von Mariano Delgado (Universität Freiburg)

Die Etablierung der Religionswissenschaft als selbständiger Studiengang in der Universitas geht seit dem 19. Jahrhundert einher mit verschiedenen – mal polemisch, mal sachlich geführten – Diskussionen mit der Theologie als der Disziplin, die sich seit Jahrhunderten mit der Religion im Allgemeinen und dem Christentum im Besonderen befasst. In diesen Diskussionen, die das Problem manchmal noch schwerer machen, als es eigentlich ist, geht es um Abgrenzungen sowie auch um Wissenschaftlichkeits- und Sachwalteransprüche gegenüber dem religiösen Phänomen. Auch wenn sich keine eindeutige methodische Grenze zwischen Theologie und Religionswissenschaft ziehen lasse (so das Urteil von Sigurd Hjelde in seiner Dissertation Die Religionswissenschaft und das Christentum. Eine historische Untersuchung über das Verhältnis von Religionswissenschaft und Theologie: Leiden 1994), so wird – mit großem Aufwand und nicht ohne Polemik – seit etwa 150 Jahren die Geschichte der Religionswissenschaft vielfach als eine besonders erfolgreiche oder wirkungsvolle „Emanzipation“ von der Theologie dargestellt. Bei einigen Religionswissenschaftlern ist es üblich geworden, die Grenze zwischen Religionswissenschaft und Theologie „um der Reinhaltung der Religionswissenschaft willen“ (Kurt Rudolph) deutlich zu markieren sowie die Religionswissenschaft als die einzige legitime Wissenschaft von der Religion und die primäre Sachwalterin des Realitäts- und Sinngehalts religiöser Vorstellungen zu sehen. Die Religionswissenschaft wird dann gelegentlich auch „als eine Waffe gegen den Religionsunterricht wie gegen die Theologie“ benutzt, denen der wissenschaftliche Charakter abgesprochen wird. Eines scheint aus den langjährigen Diskussionen deutlich hervorzugehen (jedenfalls auf theologischer Seite): die polemische Phase der gegenseitigen Bestreitung wissenschaftlicher Kompetenz wird nun durch gegenseitige Anerkennung sowie das Suchen nach Synergien und Komplementarität abgelöst.

Auf dem Weg zur Versachlichung der Diskussion über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Religionswissenschaft und Theologie sollten wir zweierlei Bedenken. Zum einen dass Religionswissenschaftler, wenn sie von der „Theologie“ sprechen, eher die systematischen Disziplinen zu meinen scheinen, die an das Selbstverständnis der Theologie stärker gebunden sind, weniger die biblischen und historischen, in denen seit dem 19. Jahrhundert vielfach auch (aber nicht nur) religionswissenschaftlich bzw. -historisch gearbeitet wird. Zum anderen, dass gerade in den zuletzt genannten Disziplinen, vor allem im Bereich der Kirchengeschichte, seit Jahrzehnten eine wissenschaftstheoretische Diskussion mit hohem Niveau geführt worden ist, von der auch die Diskussion zwischen Religionswissenschaft und Theologie zwecks Versachlichung profitieren könnte. Das Ergebnis der Diskussion, ob beispielsweise die Kirchengeschichte eine historische oder eine theologische Disziplin ist, kann folgendermassen zusammengefasst werden: Die Geschichte des Christentums als lebendiger Religion verlangt eher nach einer Betrachtung in der Linie seines Selbstverständnisses und nicht nach einer bloß religions- oder geschichtswissenschaftlichen Durchleuchtung. Wenn man jedoch dieses Selbstverständnis von vornherein zum einzig gültigen Maßstab erklären wolle, „wäre dies ein theologischer Keulenschlag, der der Suche nach der geschichtlichen Wahrheit und damit auch dem Glaubensverständnis selber keinen guten Dienst leisten würde“ (Victor Conzemius). Mit dem zitierten Autor wäre dann an diesem wichtigen Axiom festzuhalten: „Nicht die rechte Theologie, sondern die rechte historische Methode entscheiden deshalb über den Wert eines Geschichtswerkes und damit auch der Kirchengeschichte.“ Ähnliches liesse sich wohl auch für das Verhältnis von Religionswissenschaft und Theologie sagen.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Religionswissenschaft und Theologie liegen zunächst und vor allem in der Methodik. Beide arbeiten mit der historischen (-philologischen) und der systematischen (-vergleichenden) Methode. Dass gerade die „christliche“ Theologie zur Entwicklung dieser Methodik sehr viel beigetragen hat (weder in der Religionswissenschaft noch in den anderen „Theologien“ werden bekanntlich Heilige Schriften oder Lehrgebäuden so akribisch und selbstkritisch untersucht, wie das christliche Theologie mit ihren eigenen Quellen tut!!), ja dass sie darin einen historischen Vorsprung gegenüber der Religionswissenschaft hat, versteht sich von selbst und wird übrigens auch durch die Wissenschaftsgeschichte (Publikationen, Kolloquien, Zeitschriften) belegt. Wenn man etwa im deutschsprachigen Raum nach „religionswissenschaftlichen“ Nachschlagewerken fragt, so fällt auf, dass die meisten und die besten im Hause der Theologie entstanden sind. Drei davon seien hier genannt: Das von Wilhelm Schmidt herausgegebene Werk Der Ursprung der Gottesidee (ab 1912, 13 Bände), das von Franz-Josef Dölger konzipierte Werk Reallexikon für Antike und Christentum (ab 1950, bisher 23 Bände), und schliesslich das seit 1908 nun in vierter – vollständig neu bearbeiteten – Auflage erscheinenden Lexikon Religion in Geschichte und Gegenwart, das sich im Untertitel ausdrücklich als Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft versteht. Dass zahlreiche und gute Religionswissenschaftler auch zur Mitarbeit an den zwei letzten Werken eingeladen wurden, versteht sich von selbst; denn den Herausgebern war die Fachkompetenz der eingeladenen Autoren wichtiger als deren Selbstverständnis als Theologen oder Religionswissenschaftler. Demgegenüber nimmt sich das von der akademischen Zunft deutschsprachiger Religionswissenschaftler im „Alleingang“, d.h. ohne Kooperation mit den Theologen, produzierte Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe (1988-2001, 5 Bände) eher bescheiden aus, ja es erinnert vielfach an das berühmte Kreischen der Berge. Von der methodischen Gemeinsamkeit zwischen Religionswissenschaft und Theologie zeugt im übrigens auch die Tatsache, dass viele religionswissenschaftliche Lehrstühle von „ehemaligen“ Theologen besetzt sind, die hierfür nicht ein neues Studium brauchten, sondern offenbar nur ein neues Etikett.

Gewiss, die Religionswissenschaft ist weder eine theologische noch eine Vorbereitungs- oder Hilfswissenschaft der Theologie, sondern eine selbständige Disziplin, die zwar keine voraussetzungslose, aber wohl eine nicht-dogmatische bzw. ideologiekritische Beschäftigung mit der Religion anvisiert. Nach der wissenschaftstheoretischen Diskussion der letzten Jahrzehnte wissen wir, dass die Forderung eines unbefangenen, objektiven Herantretens an eine Religion pure Naivität ist und die Voraussetzung zur wissenschaftlichen Arbeit dazu gehört. Auch in der Religionswissenschaft gibt es wie in jeder anderen Wissenschaft Voraussetzungen, Fragehinsichten und Wertungen, anders könnte man den Stoff gar nicht auswählen. Schon in der Art, wie man einen Stoff auswählt, steckt eine Wertung. Das ist nicht wertneutrale Deskriptivität. „Der einzige Unterschied ist der, ob man geklärte oder ungeklärte Voraussetzungen hat. Nur wenn sie ungeklärt sind, wird die Bemühung unwissenschaftlich“. Genannte Voraussetzungen und Wertungen stehen natürlich in Spannung zu der gebotenen Wertneutralität des Faches angesichts der Mannigfaltigkeit religiöser Phänomene. Jeder Religionswissenschaftler sollte diese Spannung selbstkritisch reflektieren, um Wertungen und Wertneutralität nicht miteinander zu verwechseln. Letztere meint eher die universale „Ep-oché höherer Stufe“, welche die Religionswissenschaft „einer Antwort auf die Frage enthebt, ob ihre Aussagen über die Religion(en) metaphysisch oder theologisch wahr oder falsch sind. Die Religionswissenschaft arbeitet deshalb nicht mit Kategorien wie Aberglaube“. Auch wäre zu bedenken, dass die Religionswissenschaft Gefahr liefe, die beanspruchte ideologiekritische Funktion wieder zu verspielen, „wenn man sie antitheologisch betreibe. Sie kann dann zur Krypto- oder Ersatztheologie werden“ (Carsten Colpe). Der zitierte Autor hat auch den Unterschied zwischen Religionswissenschaft und Theologie in einer prägnanten Formel zur Sprache gebracht: „Eine religionswissenschaftliche Betrachtung beginnt profan. Sie muss es aber nicht bleiben. Eine theologische Betrachtung beginnt religiös und will es bleiben“.

Man kann es auch anders ausdrücken: Die Religionswissenschaft muss sich im Prinzip mit allen Religionen gleichermassen befassen (auch wenn die westliche Religionswissenschaft de facto aus der Beschäftigung mit dem Christentum keinen Schwerpunkt gemacht hat, so wären die Theologen für solide, ideologiefreie religionswissenschaftliche Forschungen in diesem Bereich gewiss dankbar). Sie tut dies in der Tat mit so vielen Vorverständnissen und Methoden, dass man versucht ist, das Urteil von Ernst Troeltsch über das Christentum zu paraphrasieren, wonach es das Christentum nur in der Pluralität seiner konfessionellen Gestaltungen und der Vielfalt unterschiedlicher Synthesen christlicher Frömmigkeitstraditionen mit nationalen und schichtenspezifischen Kulturidentitäten gibt. Ähnlich gibt es Religion nur in den Religionen und die Religionswissenschaft nur in der Pluralität ihrer gegenständlichen Wahrnehmung und der Vielfalt unterschiedlicher Vorverständnisse und Methoden. Auch wenn die Religionswissenschaft primär nicht vom Selbstverständnis der jeweiligen Religionen auszugehen hat, so täte sie gut daran, dieses auch zu berücksichtigen. Denn „Religion“ ist ein komplexes Phänomen, das von der Sache her nach verschiedenen Betrachtungsperspektiven verlangt.

Die theologischen Disziplinen befassen sich mit einer lebendigen Religion in Geschichte und Gegenwart und unter besonderer Berücksichtigung des jeweiligen Selbtsverständnisses. Sie sollten dieses allerdings selbstkritisch reflektieren sowie die Aussenperspektive immer auch mit einbeziehen. Andere Religionen kamen bisher in das Blickfeld der Theologen zumeist nur insofern diese a) mit der Entstehungsgeschichte der für Judentum und Christentum kanonischen Schriften zu tun hatten, b) im Verlauf der Christentumsgeschichte mit dem christlichen Überlieferungsprozess nach dem Schema von „Berufung und Antwort“ (G. Ebeling) in Berührung kamen oder c) für die Pflege des heutigen interreligiösen Dialogs und den Aufbau einer friedlicheren und gerechteren Welt wichtig sind. Aber trotz dieses christentumsorientierten Interesses an anderen Religionen im Hause der Theologie sind unter ihrem Dach, wie bereits angemerkt, wichtige religionswissenschaftliche Nachschlagewerke entstanden; auch ist darin in jüngster Zeit eine Theologie der Religionen ausgebildet worden, die dem Eigenen und dem Fremden gerecht zu werden versuch. Vielerorts – vor allem ausserhalb des deutschen Sprachraumes – sind Religionswissenschaft und Theologie sogar an derselben Fakultät beheimatet. Wenn jede Disziplin sich seiner eigenen Sache unpolemisch bewusst ist und die Berechtigung der anderen anerkennt, kann dies zur gegenseitigen Bereicherung führen.

Die Beschäftigung mit der Religion an der Universitas kann von der Zusammenarbeit zwischen Religionswissenschaft und Theologie nur profitieren. Aber an der Universitas sollten letztlich nicht die eitlen Ansprüche entscheidend sein, sondern nur das, was in Form von Lehre und Forschung Jahr für Jahr „auf dem Tisch kommt“. In diesem Sinne sollten die Universitätsleitungen wie die für die Wissenschaftspolitik Verantwortlichen – trotz des boomenden Modestudiums Religionswissenschaft – wissen, was sie an der Theologie haben. Sie brauchen nur „nach den (exegetischen, historischen, systematisch-vergleichenden, ethischen, praktisch-didaktischen: denn auch die Religionswissenschaft muss letztlich diesen Aspekten der Religion Rechnung tragen) Früchten“ von Religionswissenschaft und Theologie in Lehre und Forschung zu fragen – statt dem quantitativen Fetischismus der Studentenzahlen zu huldigen, der sich derzeit breit macht und der beste Weg zu einer Umwandlung der Humboldtschen Universitas studiorum in Fachhochschulen ist. Aber jede Gesellschaft hat letztlich die Universitäten, die sie verdient.

Mariano Delgado, Dr. theol. (Innsbruck) und Dr. phil. (Religionsgeschichte, FU-Berlin bei Carsten Colpe), ist o. Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und Direktor des Instituts für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog (www.unifr.ch/ird). Der Text erschien in: Bulletin - Informationsblatt für die Mitglieder der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft / Société Suisse de Théologie 1/2005, 3-4.

Institut für Liturgiewissenschaft


Direktor des Instituts:
o. Prof. Martin Klöckener

Adresse 
Institut für Liturgiewissenschaft
Universität Freiburg
MIS 4226
CH - 1700 Freiburg 
Tel. +41 (0)26 / 300 74 42

Webseite:
www.unifr.ch/liturgie

Ziele
Das Institut für Liturgiewissenschaft wurde 1999 von der Theologischen Fakultät errichtet. Neben dem Angebot und der Koordination der Lehre in Liturgiewissenschaft an der Universität Freiburg beabsichtigt das Institut vor allem die Durchführung interdisziplinärer liturgiewissenschaftlicher Forschungsprojekte, auch unter Berücksichtigung der schweizerischen Liturgiegeschichte, die Bereitstellung von Weiterbildungsangeboten und Dienstleistungen auf liturgiewissenschaftlicher und pastoralliturgischer Ebene, die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Liturgiewissenschaft vor allem in der deutschsprachigen und französischsprachigen Theologie und im interdisziplinären Austausch an der Universität Freiburg sowie durch weitere nationale und internationale Kontakte, insbesondere mit den Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz, Freiburg.

Tätigkeiten
- In der Lehre werden in deutscher und französischer Sprache die regulären Lehrveranstaltungen, das Schwerpunktprogramm und andere Spezialisierungen in Liturgiewissenschaft angeboten (unter anderem ein Master mit theologischer Spezialisierung in Liturgiewissenschaft). Gastvorlesungen, Kolloquien, Studientagungen, Praktika und Studienreisen an der Universität Freiburg und in Zusammenarbeit mit anderen Trägern werden veranstaltet. Der Ausbildung von Doktoranden gilt ein besonderes Interesse; dabei werden spezielle Studientage für Doktoranden, derzeit in enger Kooperation mit dem Institut Catholique de Paris, angeboten.

- In der Forschung werden a) schwerpunktmäßig Projekte zur Erforschung der Liturgiegeschichte durchgeführt, ebenfalls unter Beachtung liturgietheologischer und pastoralliturgischer Aspekte; b) Editionen liturgischer Quellen und Studien zur Geschichte der Liturgie in der Schweiz in interdisziplinärer Ausrichtung unternommen; c) ökumenisch relevante Entwicklungen in der Liturgiewissenschaft und im liturgischen Leben beobachtet und ausgewertet. Der Schweizerische Nationalfonds und andere Fördereinrichtungen haben wiederholt Projekte unterstützt und tun dies auch gegenwärtig.

- Bei den Publikationen sind hervorzuheben: a) die Herausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Archiv für Liturgiewissenschaft“ (im Benehmen mit dem „Abt-Herwegen-Institut Maria Laach e.V.“); b) die Mitwirkung im Conseil scientifique der Fachzeitschrift „La Maison-Dieu“ (Paris); c) die Herausgabe des „Spicilegium Friburgense“ und der „Spicilegii Friburgensis Subsidia“; d) die Herausgabe des Handbuchs der Liturgiewissenschaft „Gottesdienst der Kirche“; e) die Mitherausgabe der „Liturgiewissenschaftlichen Quellen und Forschungen“; f) die Herausgabe von Publikationen zur Erforschung der Liturgiegeschichte und zum liturgischen Leben in der Schweiz; g) die Edition der „Dokumente zur Erneuerung der Liturgie“.

- Im Bereich Bibliothek und Dokumentation bestehen die wichtigsten Tätigkeiten a) in der Betreuung und dem Ausbau des liturgiewissenschaftlichen Bibliotheksbestandes der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg und der Bibliothek für Geschichte und Theologie an der Universität (Miséricorde); b) in der Dokumentation der schweizerischen Liturgiegeschichte, insbesondere der liturgischen Erneuerung in der Schweiz in der Neuzeit.

- In der Weiterbildung veranstaltet das Institut regelmäßig eigene liturgiewissenschaftliche und pastoralliturgische Kongresse und Tagungen, kooperiert eng mit dem von der Schweizer Bischofskonferenz getragenen Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz (Freiburg) und arbeitet bei Weiterbildungsprogrammen anderer Träger mit.

Für eine umfassende Dokumentation siehe www.unifr.ch/liturgie.

Institut für Sprachen der biblischen Welt und des christlichen Ostens

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Am Anfang war das Wort. 
Das Wort gebar die Sprache, 
die Sprache gebar die Geschichte, 
und mit der Geschichte fing der Spass erst richtig an! 

Nach Ludwig Wittgenstein sind «die Grenzen meiner Sprache die Grenzen meiner Welt». Deshalb eröffnet jede Sprache eine neue Welt. Dies gilt nicht nur für moderne, sondern genauso für alte Sprachen, die uns den wesentlichsten Zugang zu Menschen in ihrer Kultur und Zeit auftun.

 

Ziel des Instituts 
Das Institut für Sprachen der biblischen Welt und des christlichen Ostens, das vor gut 30 Jahren von Prof. Dirk van Damme ins Leben gerufen wurde, hat sich daher zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten zum Erlernen antiker und mittelalterlicher Sprachen zu ermöglichen und zu fördern, die für das Verständnis der Heiligen Schrift und die Erschliessung wichtiger literarischer Quellen der Kirchengeschichte notwendig und nützlich sind. Dieses Ziel soll durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Departementen innerhalb der Theologischen Fakultät, aber auch darüber hinaus mit Lehrstühlen und Fachleuten aus anderen Fakultäten und Instituten erreicht werden, unter anderem mit den Lehrstühlen für klassische Philologie, mit dem Institut für Slawistik und vielen anderen. Für mich ist in meiner wissenschaftlichen Tätigkeit besonders wichtig zu versuchen, die Situation der Menschen in den verschiedenen Zeiten, lokalen Gegebenheiten und in ihrer Umwelt zu erkunden. Das hervorragendste Mittel vieler Menschen, durch das sie sich mitteilen können, ist ihre Sprache. Will ich also diese Menschen wirklich aus der Nähe kennen lernen, muss ich mir die Mühe machen, ihre Sprache zu erlernen.

Tätigkeiten des Instituts 
Aufgrund dieser ökumenischen Relevanz, der interreligiösen und interkonfessionellen Perspektive will das Institut Institutionen, die mit Kulturen, Religionen und Kirchen des Ostens befasst sind, besonders in sprachlichen und exegetischen Fragen unterstützen und für Beratung zur Verfügung stehen. Am Institut wird die neu belebte Reihe «Orbis biblicus et orientalis. Series linguistica; herausgegeben, die Studiengrammatiken für möglichst viele der Sprachen der biblischen Umwelt und des christlichen Ostens auf den Markt bringen will. Demnächst wird davon der erste Band erscheinen, eine Kurzgrammatik des klassischen Armenisch, verfasst von Dirk van Damme und gründlich überarbeitet von Thomas Böhm. In Kooperation mit dem Institut bietet das Departement für Patristik und Kirchengeschichte das Spezialisierungszeugnis «Oriens christianus» an, das ein einjähriges Postgraduate-Studium darstellt und eine Vertiefung der Kenntnisse in orientalischer Patristik und Kirchengeschichte beinhaltet. Die Kunde des Evangeliums hat sich nicht nur auf Griechisch und Latein verbreitet, sondern den Menschen entsprechend in vielen weiteren Sprachen. So steht am Anfang das Wort, das Geschichte macht - und mit der Geschichte fängt der Spass erst richtig an.

Direktor des Instituts:
Ass. Prof. Franz Mali
franz.mali@unifr.ch

Adresse 
Sprachen der
biblischen Welt und
des christlichen Ostens
Universität Freiburg
MIS 5215
CH - 1700 Freiburg
Tel. +41 (0)26 / 300 74 00

Webseite
www.unifr.ch/patr/

St. Thomas Aquinas Institute for Theology and Culture

Direktor des Instituts:
Prof. ass. Michael Sherwin

Adresse 
St. Thomas Aquinas Institute for Theology and Culture
Universität Freiburg
MIS 5212
CH - 1700 Freiburg
Tel. +41 (0)26 / 300 74 34

Webseite
www.unifr.ch/istac/en

This interdisciplinary institute of the theology faculty was created to promote the renewal of Thomistic philosophy and theology in dialogue with contemporary culture. The Institute pursues this goal by means of research, conferences, artistic projects and publications.

Institut Dominique Barthélemy

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Direktor des Instituts:
Prof. ass. Philippe Lefebvre

Adresse 
Institut Dominique Barthélemy
Universität Freiburg
MIS 4223
CH - 1700 Freiburg
Tel. +41 (0)26 / 300 73 85

Webseite
www.institut-barthelemy.ch

Kurator
PD. Dr. Innocent Himbaza
Département d’Etudes Bibliques
Université de Fribourg
Avenue de l’Europe 20
CH-1700 Fribourg
Tél 026 300 73 89 ; Fax : 026 300 97 54
Bureau 4221
innocent.himbaza@unifr.ch

L’Institut Dominique Barthélemy pour l’Histoire du Texte et de l’Exégèse de l’Ancien Testament est un Institut de la Faculté de Théologie de l’Université de Fribourg. Il a été officiellement créé le 1er juillet 2009, date de la ratification de ses statuts par la Direction de l’Instruction publique, de la culture et du sport du Canton de Fribourg. 
Le but de l’Institut est de promouvoir la recherche et la formation dans le domaine de l’histoire du texte et de l’exégèse de l’Ancien Testament. Il vise à développer ce pôle de compétence de l’Université de Fribourg qui lui a valu une reconnaissance internationale. L’entreprise est œcuménique, interdisciplinaire et s’insère dans un vaste réseau scientifique. Les conditions nécessaires sont aujourd’hui rassemblées à Fribourg (spécialistes et documents) pour mener à bien ce projet.

Zentrum für vergleichende Pastoraltheologie

Direktor des Instituts
Prof. Salvatore Loiero

Adresse
Zentrum für vergleichende Pastoraltheologie?
Universität Freiburg?
MIS 3110
?CH - 1700 Freiburg
Tel +41 (0)26 / 300 74 24

Webseite
Zentrum für
vergleichende Pastoraltheologie

Ziele
Das ZvP ist ein interdisziplinäres und mehrsprachiges Zentrum der Theologischen Fakultät. Es wird von den beiden Lehrstühlen für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik der Theologischen Fakultät getragen und ist dem Departement für Praktische Theologie der Theologischen Fakultät zugeordnet. Das Zentrum dient der praktisch-theologischen Erforschung relevanter Fragestellungen und Kontexte der Pastoraltheologie, der religiösen Bildung und Katechese in den verschiedenen Sprachräumen der Schweiz. Aus seinem interdisziplinären, ökumenischen und mehrsprachigen Selbstverständnis heraus bezweckt es einerseits den Austausch und die Zusammenarbeit mit an der Universität Freiburg ansässigen und weiteren wissenschaftlichen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene, andererseits den Austausch und die Zusammenarbeit mit kirchlichen und politischen Institutionen und Organen auf den Gebieten der Pastoral, Bildung und Katechese.

Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft

Direktor:
Dr. Walter M. Dürr
Mitglied im Direktorium des Instituts für Ökumenische Studien
Pfarrer der landeskirchlichen Gemeinschaft JAHU, Biel

Adresse
Universität Fribourg
Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft
Av. de l’Europe 20
CH-1700 Fribourg
Tel: +41 (0) 26 300 74 25

Webseite
www.glaubeundgesellschaft.ch

Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft
(angegliedert am Institut für Ökumenische Studien)

Das Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft ist das Ergebnis eines interkonfessionellen Gesprächsprozesses, der von der je neuen Notwendigkeit eines Brückenschlages zwischen akademischer Welt und gelebter Spiritualität ausgeht.
Eine wachsende Anzahl evangelischer Studierender führten ab 2010 zu Gesprächen über «Studientage zur theologischen und gesellschaftlichen Erneuerung», für die der renommierte Theologe N.T. Wright eingeladen wurde. Aus dieser Idee wurde ein umfassendes Projekt, das vom 10. - 13. Juni 2014 an der Universität Freiburg durchgeführt wurde. Das sehr breite und positive Echo auf diese Veranstaltung weit über universitäre Institutionen hinaus löste einen Prozess aus, in dessen Verlauf die Möglichkeit eines evangelischen Studienzentrums, angegliedert am Ökumenischen Institut, zunehmend konkrete Formen annahm.
Ab Juni 2013 war eine interkonfessionelle Spurgruppe mit der Ausarbeitung eines Grundlagenpapiers für ein Studienzentrum am Institut für Ökumenische Studien beschäftigt, mit dem Ziel der Bedarfsabklärung, der Formulierung der Absichten des Studienzentrums und dem Festlegen der weiteren Schritte.
Im Frühjahr 2014 wurde dann das rechtliche Statut vom Rektorat unterzeichnet, so dass die öffentliche Lancierung an den ersten «Studientagen zur theologischen und gesellschaftlichen Erneuerung» im Juni 2014 erfolgte.

 
 
 

Theologische Fakultät - Avenue de l'Europe 20 - Tel. +41 26 300 73 70
decanat-theol@unifr.ch