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Alexander Koch präsentierte FIFA 2.0

Die Pflege der Beziehungen zwischen den Studierenden und den Ehemaligen der Fakultät ist eines der Hauptziele des Vereins Alumni SES. Der Verein organisiert deshalb halbjährlich in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für International Management eine Abendveranstaltung, zu der eine oder ein Ehemaliger der Fakultät als Gastredner eingeladen wird. Zu Besuch war dieses Herbstsemester Alexander Koch, Verantwortlicher für Firmenkommunikation der FIFA. Er hat anfangs Neunzigerjahre an unserer Universität Volkswirtschaft studiert und arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Marketing und Kommunikation bei der FIFA.

In einem eindrücklich offenen und durchaus selbstkritischen Referat analysierte Koch das Reputationsproblem der FIFA. Während der Fussball als Sportart wie auch ihr wichtigstes Produkt, die Fussballweltmeisterschaften der Männer, nach wie vor über ausgezeichnete Sympathiewerte verfügen, gelingt es der FIFA aktuell kaum, ihre Botschaften in der breiten Presse zu platzieren. Damit werde auch die Richtigstellung von zum Teil falschen und damit reputationsschädigenden Fakten nahezu unmöglich. Diese Aussage illustrierte er mit diversen Beispielen rund um die Fussballweltmeisterschaften 2016 in Brasilien sowie auch 2022 in Katar. In der Folge präsentierte er den Studierenden als eine der ersten Gruppen in der Öffentlichkeit das Konzept FIFA 2.0, eine Neupositionierung des Fussball Weltverbandes. Sie wurde unter dem neuen FIFA-Präsident Gianni Infantino erarbeitet und wird anfangs 2017 lanciert. Im Anschluss an die Präsentation bestand im Rahmen einer Diskussion wie auch beim anschliessenden Apéro noch die Möglichkeit, den einen oder anderen Aspekt seiner Ausführungen weiter zu vertiefen.

Rund 70 Studierende folgten den Ausführungen von Alexander Koch. Der nächste Gast in dieser Vortragsreihe wird Dr. Peter Figge sein, Partner und Vorstand der Werbeagentur Jung von Matt. Er referiert am 20. März 2017 zur Notwendigkeit, globale Werbekampagnen kulturellen Eigenheiten anzupassen.



Jahrestagung 2016 der Alumni SES

Am 11. November fand in der Universität Pérolles II die Jahresversammlung der Alumni SES statt. Gastreferenten waren dieses Jahr Daniel Neuenschwander, Direktor für Trägersysteme der europäischen Raumfahrtagentur ESA und Ullrich Steiner, Professor am Adolph Merkle Institut.

„Die Kosten für ein Produkt halbieren ohne Leistungsabbau“ dies ist aktuell die grosse Herausforderung, mit der sich Daniel Neuenschwander konfrontiert sieht. Er leitet als Chef die Entwicklung der Ariane 6 Trägerrakete, ein Projekt, das bereits seit 2014 läuft. Bis heute wurden 3,7 Milliarden Euro ins Projekt investiert. In seinem Referat legte er eindrücklich dar, wie er in Französisch Guayana mit seinem Team mit Mitgliedern aus 22 Ländern an der neuesten Version der Trägerrakete baut. Das Projekt steht im Kontext des Wettbewerbs um Transportaufträge ins Weltall. Jährlich starten weltweit rund 80 Trägerraketen.
„Nur was ich herstellen kann, verstehe ich wirklich.“ Diese These prägte das Referat von Ullrich Steiner. Er zeigte an diversen Beispielen, wie sein Institut versucht, Baupläne der Natur zu kopieren und vergleichbare Materialen herzustellen. Er illustrierte dies eindrücklich am Beispiel von Perlmutter und zeigte, wie über das Nachahmen der Aufbaustruktur des Materials erstaunliche Materialeigenschaften produziert werden können. In einem weiteren Beispiel zeigt er, wie durch das Anbringen von spezifischen Oberflächenstrukturen auf Materialen die Farbe eines Gegenstandes verändert werden kann. Weiter über hundert Ehemalige unserer Universität verfolgten auch dieses Jahr wiederum die Ausführungen der Referenten.

Im Rahmen der Hauptversammlung der Alumni SES, die vorgängig zu den Referaten abgehalten wurde, wurde Dr. Pascal Schumacher zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Er löst Hans Lichtsteiner ab, der fünf Jahre die Vereinigung geleitet hat. Neu in den Vorstand gewählt wurde Alain Lunghi, Verantwortlicher für die Regionalpolitik im Kanton Freiburg.



Schindler – eine Schweizer Erfolgsstory
Zwei Mal pro Jahr lädt der Verein der Alumni SES zusammen mit dem Lehrstuhl für International Management eine Absolventen oder einen Absolventin unserer Universität zu einer Präsentation ein. Am 2. Mai präsentierte Dr. Rodin Lederle, Geschäftsleitungsmitglied von Schindler Schweiz, die Entwicklungen und Erfolgsfaktoren seines Konzerns. Rund 100 Alumni, Studenten und Professoren nahmen an seiner Präsentation teil. Die Präsentationen erfolgen jeweils in englischer Sprache. Das folgenden Video gibt Ihnen einen kurzen Einblick in den Anlass.

 

Liste der Vorteilsleistungen der Mitglieder der Alumni SES. Mit Ihrem Mitgliederausweis können Sie als Alumni SES von folgenden Leistungen profitieren siehe link


Schindler, Strategy and success factors, Lecture by Dr. Rodin Lederle, Head of Business Mgmt. NI & MOD.
Monday 2 May 2016 at 5:15 pm, University Pérolles 90, room G 230

Wir agieren lokaler als viele denken

Am Mittwoch, 2. Dezember 2015, referierte Thomas Truttmann als Alumni unserer Fakultät im Pérolles II zum Thema „Repositioning of McDonalds ‐ Ecological and more balanced nutrition“. Er gewährte dabei einen interessanten Einblick in die Funktionsweise des Konzerns Mc Donald’s, für den er seit 10 Jahren arbeitet. Über 120 Studierenden und Alumni folgten seinen Ausführungen und stellten auch rege Fragen, die vom Referenten alle sehr offen und transparent beantwortet wurden. Erstaunen löste insbesondere aus, wie gross die Freiheiten der Ländergesellschaften sind, wenn es um die Gestaltung der Angebotspalette wie auch generell um den Marktaufritt geht. Fünf Produkte muss jede McDonald’s Filiale weltweit führen. Der überwiegende Teil des Angebots kann jedoch sehr individuell und länderspezifisch ausgestaltet werden. So entwickelt McDonald’s Schweiz beispielsweise seine Salatsaucen zusammen mit dem Starkoch Réne Schudel und kreiert mit ihm auch neue „Edel-Burger“, die nur in der Schweiz erhältlich sind. Aber auch das neue Logo mit grünem Hintergrund existiert beispielsweise nur in Europa, Pläne für eine weltweite Einführung bestehen aktuell keine. Die Einladung von Thomas Truttmann zeigte einmal mehr, wie einfach der Kontakt zwischen Ehemaligen und Studierenden herzustellen ist und wie gewinnbringend ein solcher Austausch für beide Seiten sein kann. Eine nächste Veranstaltung findet im nächsten Frühjahr statt.

Thomas Truttmann

Thomas Truttmann hat an unserer Fakultät Betriebswirtschaft studiert mit Spezialisierungsrichtung Marketing. Sein Berufseinstieg machte er im Marketing von Coca-Cola Schweiz, arbeitet dann für Unilever und ist heute bei McDonald’s Schweiz als VP zuständig für die Bereiche Marketing, Communications, Public Affairs, Strategy und Research.

 

Jahrestagung vom 13.11.2015 / Foto u. Video


Auszug aus den FN vom 14.11.2015 / Alumni SES Jahrestagung ...
Prof. Dr. Astrid Epiney

Auszug aus den FN vom 14.11.2015 / Alumni SES Jahrestagung

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Diplomatie in der Hochschulpolitik und im Vatikan
Astrid Epiney und Pierre-Yves Fux als Referenten der Alumni SES-Jahrestagung 2015


Manuel Puppis

Die Pflege der Beziehungen zu den Alumni (und Alumnae) der Universität Freiburg gehört zu einer der Prioritäten des neuen Rektorats im Tätigkeitsprogramm 2015-2019. Umso passender war es deshalb, dass Rektorin Prof. Dr. Astrid Epiney am 13. November 2015 eine der beiden Referentinnen an der gut besuchten Jahrestagung der Alumni SES war, die wiederum gemeinsam mit den MedAlumni und der Alumni-Vereinigung der Universität Freiburg organisiert wurde.

Frau Epineys Vortrag widmete sich der schweizerischen Hochschullandschaft zwischen Konkurrenz und Komplementarität. Offensichtlich hat sich der tertiäre Bildungssektor in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, nicht zuletzt durch die Einführung von Fachhochschulen. Die Grundidee des Schweizer Systems laute Komplementarität und Äquivalenz zwischen Universitäten, Fachhochschulen und höherer Berufsbildung – doch zunehmend träten auch Spannungen auf. Die Fachhochschulen würden akademisiert, von der Universität hingegen werde „Employability“ als Ausbildungsziel gefordert. Gleichzeitig finde eine Ökonomisierung der Universitäten statt, die zu mehr Wettbewerb und Konkurrenz führe, so Epiney. Ökonomische Kriterien würden vermehrt zur Bewertung von Forschung und Lehre herangezogen. Diese eröffne zwar auch Chancen wie eine Erweiterung des Handlungsspielraums für die Universität Freiburg, doch dem stünden Risiken gegenüber, etwa die Privatisierung von Wissen, die Einschränkung von Forschung auf wirtschaftlich interessante Themen und die einseitige Fokussierung auf quantitative Evaluationskriterien. Um diesen Herausforderungen begegnen zu können brauche es gute Rahmenbedingungen für originelle Forschung, eine Stärkung der öffentlichen Finanzierung, klare Rechenschaftspflichten sowie die Freiheit von Forschung und Kommunikation.

Diplomatisches Geschick wird die Universität zur Erreichung ihrer Ziele gut gebrauchen können – und Diplomatie war dann auch das Thema des Vortrags von Dr. Pierre-Yves Fux, Schweizer Botschafter in der Republik Slowenien und im Vatikan. In seinem launigen Vortrag sprach er über Schweizer im Vatikan zwischen Tradition und Innovation. Die Schweiz und der Vatikan hätten zahlreiche Gemeinsamkeiten. Als Erstes fällt hier natürlich die Schweizer Garde ein, die nicht nur den Papst, sondern auch eine Schengenaussengrenze schütze. Die älteste Armee der Welt sei die Garde aber nicht nur wegen ihrer Tradition der Loyalität gegenüber dem Papst, sondern auch, weil sie sich innovativ immer wieder an neue Päpste und Bedrohungen angepasst habe. Die Gemeinsamkeiten mit der Schweiz hören aber nicht bei der Garde auf: Die beiden Länder hätten auch Neutralität, humanitäre Tradition, Diskretion und sogar den Finanzplatz gemeinsam. Selbst dort halte die Innovation Einzug: Der Schweizer René Brülhart hat kürzlich die Leitung der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde von einem italienischen Kardinal übernommen. Auch an zahlreichen weiteren Schlüsselstellen amten Schweizer im Vatikan. Auch wenn der Papst selbst nicht Schweizer ist, so hätten Schweizer in Rom doch einiges an Einfluss.

Vor der Veranstaltung fand die Generalversammlung der Alumni SES statt, an der der neue Vorstand unter der bewährten Leitung von Hans Lichtsteiner (VMI) gewählt und die revidierten Statuten des Vereins verabschiedet wurden.

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