Forschung in Festkörperphysik erhält wichtigen Förderbeitrag | |
| [ Retour à la liste des news ] Prof. Philipp Werner vom Departement für Physik erhält einen ERC Starting Grant des European Research Council (ERC). Der Förderbeitrag unterstützt die Forschung zur "Dynamik in korrelierten Vielteilchensystemen" mit knapp 1,5 Mio Euro bis 2017.
Im geförderten Projekt werden auf theoretischer Ebene die Eigenschaften von sogenannt korrelierten Materialien untersucht, die durch rasche äussere Veränderungen, induziert zum Beispiel durch Laserpulse, aus dem Gleichgewicht geraten (Nichtgleichgewichtszustände). Die experimentelle Untersuchung solcher Nichtgleichgewichtseigenschaften ist derzeit ein aktives Gebiet der Festkörperphysik (Physik der Materie in festem Aggregatszustand) und hat überraschende und interessante Resultate zutage fördert. Davon verspricht man sich neue Erkenntnisse zu Mechanismen der Hochtemperatur-Supraleitung und anderer Phänomene, die in Übergangsmetallverbindungen beobachtet werden. Fast noch interessanter ist aber die Möglichkeit, durch äussere Anregung eines korrelierten Systems neuartige, langlebige Nichtgleichgewichtszustände mit speziellen Eigenschaften zu produzieren. Die theoretische Beschreibung korrelierter Systeme im Nichtgleichgewicht ist eine grosse Herausforderung. In den letzten Jahren gelang es jedoch bereits, einfache Modellsysteme mit approximativen Methoden zu simulieren. Das Ziel des Forschungsprojekts von Philippe Werner ist es nun, diese Methoden zu verbessern und auf kompliziertere und realistischere Modelle anzuwenden. In einem letzten Schritt sollen diese Methoden mit Parametern von elektronischen Strukturrechnungen verknüpft werden, um realistische Nichtgleichgewichtssimulationen korrelierter Materialien zu ermöglichen. Philipp Werner ist seit Anfang 2012 Assoziierter Professor am Departement für Physik der Universität Freiburg. Die letzten 3 Jahre war er im Rahmen einer Förderprofessur des Schweizerischen Nationalfonds im Bereich Theoretische Physik an der ETH Zürich tätig. Weitere Infos: Kontakt: Philippe Werner, Departement für Physik, 026 300 91 34, philipp.werner@unifr.ch | Nachrichten & anhängePublié le 08.03.2012 Quelle Dekanat |
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