Supervision

Die Supervision der Weiterbildungsteilnehmer findet im Rahmen der Weiterbildung auf verschiedenen Ebenen statt: 1) Supervision im Rahmen der eigenen psychotherapeutischen Tätigkeit, 2) insgesamt 200 Einheiten interner und externer Supervision. Die internen Supervisoren sind mit der Weiterbildung assoziiert und erfüllen alle entsprechenden Vorgaben für Supervisoren. Die externen Supervisionseinheiten werden von den Weiterbildungsteilnehmern selbst organisiert und müssen bei von der Studienleitung anerkannten Supervisoren absolviert werden, die ebenfalls den Kriterien (unter „Supervisoren“) genügen. Es ist festgelegt, dass 150 Einheiten Supervision bei weiterbildungsinternen Supervisoren im Gruppensetting durchgeführt werden müssen. Hierbei können bis zu drei interne Supervisoren gewählt werden. Weiterhin müssen 50 Einheiten weiterbildungsexterne Einzelsupervision besucht werden. 30 Einheiten der externen Supervision können zudem auch beim eigenen Arbeitgeber absolviert werden, sofern dieser die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllt. Auf diese Weise soll eine ständige und adäquate Supervision der Teilnehmenden gewährleistet werden. Weiterhin werden, um die Vernetzung zwischen Wissen und Können, interner und externer Supervision zu gewährleisten, in regelmässigen Abständen, Treffen zwischen der Studienleitung und den Supervisoren durchgeführt. Diese sollen dem Ziel dienen, die Kohärenz der Weiterbildung zu optimieren und den Austausch zwischen Studienleitung und Superivsoren zu fördern. Bei diesen Treffen werden auch neuere Inhalte der Weiterbildung bekanntgegeben und Impulse in Bezug auf die Schwerpunkte in der Weiterbildung gelegt. Insbesondere wird auf die Verwendung des SORCK-Modells und die Beachtung der Kontextvariablen in Diagnostik und Intervention hingewiesen.

Interne Supervision

Im Rahmen der Weiterbildung findet regelmässig eine interne Supervision statt (Anforderungen an Supervisoren, siehe Abschnitt „Supervisoren“). Die interne Supervision umfasst 150 Einheiten à 45 Minuten. Die interne Supervision findet im Gruppensetting statt und es können insgesamt bis zu drei interne Supervisoren gewählt werden. Die interne Supervision ist spätestens ab dem zweiten Semester der Weiterbildung zu beginnen. Die Supervisionsgruppen umfassen in der Regel fünf (aber maximal 6) Personen. Nach der Hälfte jedes Blocks (in der Regel 10 Sitzungen à 5 Einheiten) wird jeder/m Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung zu ihrem/seinem Einsatz in der Supervision und der eigenen Arbeit gegeben. Jeder während der Supervision behandelte Fall muss mindestens drei Mal vor-gestellt werden und es sollte in der Regel ein Video pro Fall gezeigt werden. Die Fälle müssen für die Supervision schriftlich vorbereitet werden, sodass alle Teilnehmer in der Supervision den gleichen Wissensstand haben und gleich in die Diskussion eingestiegen werden können. Ziel der internen Supervision ist die Verbindung zwischen den theoretischen Inhalten des Teils „Wissen und Können“ und dem praktischen Handeln. In diesem Zusammenhang werden einzelne Methoden in Gruppen geübt, anhand von Videobeispielen trainiert und besprochen. Die Weiterbildungsteilnehmenden bereiten sich auf die interne Supervision mittels Lektüre vor und stellen eigene Fälle (schriftliche Unterlagen, Videomaterial) in der Gruppe vor. Die interne Supervision erlaubt die konkrete Umsetzung des therapeutischen Handelns anhand von eigenen, von den Weiterbildungsteilnehmern eingebrachten Therapiefällen über einen längeren Zeitraum.

Externe Supervision

Die externen Einheiten können bei maximal zwei Supervisoren (Anforderungen an Supervisoren sie-he Abschnitt „Supervisoren“) belegt werden. Es müssen 50 Einheiten weiterbildungsexterne Einzelsupervision besucht werden. 30 Einheiten der externen Supervision können zudem auch beim eigenen Arbeitgeber absolviert werden, sofern dieser die Voraussetzungen (Abschnitt „Supervisoren“) erfüllt. Ziel der Supervision ist die Umsetzung der im Weiterbildungsteil „Wissen und Können“ erworbenen Kompetenzen unter der Kontrolle eines in der gewählten Richtung anerkannten Supervisors. Die Supervision beinhaltet die vertiefte Schulung der Methode sowie die Behandlung von Problemen, die sich bei deren Anwendung stellen. In der Supervision sollen die während der Weiterbildung erworbenen Schlüsselkompetenzen praktisch trainiert und generalisiert werden. Die Weiterbildungsteilnehmer sollen in der Supervision lernen, ihr theoretisches Wissen umzusetzen, ihre diagnostischen Fertigkeiten und technischen Kompetenzen zu verbessern, ihre Behandlungspläne zu optimieren und ihre therapeutische Arbeit zu evaluieren. Die in der Supervision besprochenen Fälle müssen sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und die kontinuierliche Arbeit am Fall erlauben. Im Abstand von zirka zwei Jahren finden zwecks Evaluation und Qualitätssicherung Treffen zwischen den internen und externen Supervisoren statt.

Supervisoren

Zugelassene Supervisoren sind in der gewählten Richtung anerkannte Supervisoren mit einem Master in Psychologie, einer abgeschlossene vorläufig akkreditierten/ordentlich akkreditierten Weiterbildung in KVT sowie mindestens fünf Jahren Berufserfahrung nach Abschluss ihrer Weiterbildung und Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Um die Vernetzung zwischen „Wissen und Können“, interner Supervision und externer Supervision zu gewährleisten, finden in regelmässigen Abständen Zusammenkünfte zwischen der Weiterbildungsleitung und den Supervisoren statt, die dem Ziel dienen, die Kohärenz der Weiterbildung zu optimieren. Der Supervisor hat die Kontinuität und Verantwortlichkeit des therapeutischen Handelns zu überwachen.

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