Klinische Praxis

Bereits in den Aufnahmekriterien ist festgelegt, dass die Teilnehmenden spätestens ab dem zweiten Semester der Weiterbildung, d.h. nach dem ersten Weiterbildungsstudienjahr, einer praktischen psychotherapeutischen Tätigkeit nachgehen müssen. Diese ist definiert als mindestens zwei Jahre zu 100%, davon mindestens ein Jahr in einer Einrichtung der ambulanten oder stationären psychotherapeutisch-psychiatrischen Versorgung. Bei teilzeitlicher Anstellung verlängert sich die Dauer entsprechend. Die Teilnehmer müssen in dieser Zeit klinische, diagnostische und psychotherapeutische Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen Krankheitsbildern und deren Familien sammeln und mit verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialbereich zusammenarbeiten. Als geeignete Einrichtungen werden beispielsweise psychotherapeutisch-psychiatrische Kliniken, ambulante und psychotherapeutisch-psychiatrische Einrichtungen, psychotherapeutische Hochschul-ambulanzen, Kinder- und Jugendpsychiatrische/-psychologische Dienste, schulpsychologische Dienste, Arbeit mit Suchtkranken oder Strafgefangenen, Tätigkeit im Frauenhaus, heilpädagogische Institutionen und Ähnliches anerkannt, sofern psychotherapeutisch gearbeitet wird und ausreichend unter-schiedliche Störungsbilder behandelt werden. Die Teilnehmer müssen als Psychologen angestellt sein und fachlich von einem Experten begleitet werden. Diese Voraussetzungen werden im Verlauf der Weiterbildung durch die Supervision laufend überprüft. Die arbeitsbezogene Supervision muss durch einen Psychotherapeuten erfolgen, der ein abgeschlossenes Psychologiestudium, sowie eine abgeschlossene Weiterbildung im Bereich Psychotherapie und mindestens eine fünfjährige Berufserfahrung mit Kindern und Jugendlichen nach Abschluss der Psychotherapieausbildung vorweisen können.

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