Dokumentation der praktischen Arbeit

Es müssen mindestens 2 Jahre praktische psychotherapeutische Tätigkeit unter Kontrolle eines anerkannten Supervisors (siehe Bestimmungen oben) sowie mindestens zehn abgeschlossene Therapien nachgewiesen werden können. Die Fallberichte (nach einem vorgegebenen Raster, welches bei den Verantwortlichen der internen Supervision erhältlich ist) und die klinische Fallarbeit für die Master-arbeit müssen von einem Supervisor (siehe Bestimmungen oben) begleitet und kontrolliert werden. Die Masterarbeit muss an einer der beiden universitären Einrichtungen eingereicht und akzeptiert werden.

Der Umfang des Fallberichts umfasst mindestens 15 A4-Seiten und muss mit Computer geschrieben sein (handschriftliche Berichte werden nicht angenommen). Die Fallberichte dienen der Vertiefung einzelner Fälle, die in Supervision erarbeitet werden und sollen das systematische, fachkompetente Vorgehen dokumentieren.

Für die Dokumentation der praktischen sind erforderlich:

6 Fallberichte: Jede Falldokumentation umfasst 20-40 Stunden supervidierte Therapie, 20 Stunden empirisch fundierte Evaluation und 20 Stunden Verfassung der rund 15 Seiten umfassenden Dokumentation, d.h. 70 Stunden pro Fall (insgesamt 350 Stunden). 4 – 5 Fälle (einschliesslich der Master-arbeit) sind im Rahmen der internen Supervision zu bearbeiten, 1- 2 Fälle in der externen Supervision.

4 Interventionsberichte: Jede Interventionsdokumentation umfasst eine mindestens 5 Stunden dauernde Intervention. Die Dokumentation umfasst 5 Seiten und beinhaltet die Indikation, die Vorbereitung und Durchführung der klinischen Intervention und ihre empirische Grundlage. Die Berichte können sich auf klinische Situationen von Fällen aus der externen oder internen Supervision beziehen (3 Fälle sind im Rahmen der internen Supervision zu bearbeiten und 1 Fall in der externen Supervision). Ein Interventionsbericht muss mindestens einmal in der Supervision besprochen werden sowie von diesem Fall nach Möglichkeit einmal ein Video gezeigt werden.

Masterarbeit: Diese umfasst eine im Rahmen der internen Supervision betreute Fallarbeit über 30 bis 40 Stunden mit wissenschaftlicher Begleitung und theoretischer Vertiefung in Form einer wissenschaftlichen Arbeit (insgesamt 150 Stunden).

Folgende Informationen müssen im Fallbericht enthalten sein:

  • Anamnese
  • Klassifikation der Störung nach ICD-10/ MAS / DSM-IV auf den fünf Achsen anhand standardisierter Diagnostik (Interview, klinischer Fragebogen, ggf. Tagebuch)
  • Problemanalyse
  • Verhaltensanalyse und funktionale Analyse
  • Zielanalyse
  • Auswahl der therapeutischen Techniken
  • Theoretische Begründungen für das gewählte Vorgehen
  • Dokumentation des Therapieverlaufs
  • Evaluation des Therapieerfolgs anhand klinischer Messinstrumente
  • Reflektion der Therapie durch den Supervisanden

 

Die Fallberichte müssen mindestens zwei unterschiedliche externalisierende und zwei unterschiedliche internalisierende Störungsbilder behandeln. Die Störungsbilder der weiteren Fälle können frei gewählt werden.

 

Es wird erwartet, dass in Abhängigkeit von der zu behandelnden Störung die angemessenen Verfah-ren angewandt werden. Innerhalb des vorgeschriebenen Störungsspektrums sollen folgende Techni-ken zum Einsatz kommen:

 

  • Selbstbeobachtungsmethoden
  • Kontingenzmanagement (token economies, Kontingenzverträge, response-cost, time-out, Löschung)
  • Selbstsicherheitstraining
  • Training mit aggressiven Kindern
  • kognitives Aufmerksamkeitstraining
  • Konfrontationsverfahren (Exposition in vivo, systematische Desensibilisierung)

Methoden der kognitiven Umstrukturierung

  • Entspannungsmethoden
  • Arbeit mit Mediatoren
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