| | Mauritius und die Thebäische Legion Wissenschaftliches Kolloquium 17.-20. September 2003 | |
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Mauritius und die Thebäische Legion Vor 1700 Jahren, so besagt die Überlieferung, opferten Mauritius und weitere Angehörige der thebäischen Legion in St-Maurice ihr Leben, weil sie ihren Glauben bekannten und sich weigerten, gegen eine christliche Bevölkerung vorzugehen. Der aus der Mitte des 5. Jahrhunderts stammende Bericht des Eucherius von Lyon ist ein erstrangiges schriftliches Dokument über Vorgänge auf dem Gebiete der heutigen Schweiz – primär des Westens – wie auch angrenzender Länder. Er gibt Aufschluss über sich auflösende spätantike bzw. neuentstehende, das Römische transformierende frühmittelalterliche Strukturen. Diese historisch folgenreiche Übergangszeit ist in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht worden. So wissen wir heute Vieles mehr über der damaligen Zustände in Augst / Kaiseraugst, Arbon, Chur, Genf, Martigny, Riva San Vitale, Sion (Sous-le-Scex) oder Zurzach. Zudem ist durch zahlreiche neuerschlossene literarische Quellen, Inschriften, Münzen und Papyri, eine Neubeurteilung der spätrömischen Administration und Militärorganisation, des Burgunderreiches, der Siedlungsgeschichte sowie der damaligen Gesellschaft möglich geworden. Die Passio Acaunensium martyrum und die mit ihr verknüpften, über Jahrhunderte tief ins kollektive Gedächtnis eingeschriebenen Erinnerungen sollen deshalb auf den Prüfstand einer internationalen Tagung gestellt werden, an der Kenner verschiedener Disziplinen neue wissenschaftliche Erkenntnisse präsentieren und nicht zuletzt auch die historischen Örtlichkeiten direkt besucht werden.
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