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Maximen und Reflexionen

 

 

TOLLE, LEGE

 

Nimm, lies!

 

Bekenntnisse VIII,12,29

 

 

AFER SUM

 

Ich bin Afrikaner.

 

Gegen den Brief Petilians III,31

 

 

 

SI ADEST AMOR, NON RECUSETUR LABOR, NON LABORAT QUI AMAT.

 

Wo Liebe ist, soll keine Anstrengung verweigert werden; denn wer liebt, fühlt keine Anstrengung.

 

Abhandlungen über das Evangelium nach Joh. XLVIII,1

 

 

 

DILIGE ET QUOD VIS FAC; SIVE TACEAS, DILECTIONE TACEAS; SIVE CLAMES, DILECTIONE CLAMES; SIVE EMENDES, DILECTIONE EMENDES; SIVE PAREAS, DILECTIONE PAREAS: RADIX SIT INTUS DILECTIONIS, NON POTEST DE ISTA RADICE NISI BONUM EXISTERE.

 

Liebe und tu, was du willst! Schweigst du, so schweig aus Liebe; wirst du laut, tu es aus Liebe; weisest du zurecht, weise zurecht aus Liebe; übst du Nachsicht, tu es aus Liebe. In deinem Inneren sei die Wurzel der Liebe: Aus dieser Wurzel kann nur Gutes erwachsen.

 

Abhandlungen über den 1. Joh-Brief VII,8

 

 

 

PONDUS MEUM AMOR MEUS; EO FEROR QUOCUMQUE FEROR.

 

Meine Schwerkraft ist die Liebe. Sie ist es, die mich zieht, wohin auch immer ich hingezogen werde.

 

Bekenntnisse XIII,9,10

 

 

 

CETERA QUAE SUPERFLUA IACENT, ALIORUM SUNT NECESSARIA. SUPERFLUA DIVITUM, NECESSARIA SUNT PAUPERUM. RES ALIENAE POSSIDENTUR, CUM SUPERFLUA POSSIDENTUR.

 

Was als Überflüssiges daliegt, ist für andere das Lebensnotwendige. Was für die Reichen überflüssig ist, ist lebensnotwendig für die Armen. Man besitzt fremdes Gut, wenn man Überflüssiges besitzt.

 

Auslegung der Psalmen CXLVII,12

 

 

 

SI NON POTES INTELLEGERE, CREDE UT INTELLEGAS; PRAECEDIT FIDES SEQUITUR INTELLECTUS.

 

Wenn du nicht verstehen kannst, glaube um zu verstehen; der Glaube geht voraus, das Denken folgt.

 

Predigt CXVIII,1

 

 

 

FIDES QUAERIT, INTELLECTUS INVENIT ET RURSUS INTELLECTUS EUM QUEM INVENIT ADHUC QUAERIT.

 

Der Glaube sucht, die Denken findet. Doch weiterhin sucht das Denken den, den es schon gefunden hat.

 

Die Dreieinigkeit XV,2

 

 

 

FECISTI NOS AD TE, ET INQUIETUM EST COR NOSTRUM DONEC REQUIESCAT IN TE.

 

Du hast uns auf Dich hin geschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es in Dir Ruhe findet.

 

Bekenntnisse I,1,1

 

 

 

TU AUTEM ERAS INTERIOR INTIMO MEO ET SUPERIOR SUMMO MEO.

 

Du aber warst tiefer in mir als mein Innerstes und höher als mein Höchstes.

 

Bekenntnisse III,6,11

 

 

 

INTELLECTUM VERO VALDE AMA.

 

Schätze die Kraft deines Denkens aber in hohem Masse.

 

Brief CXX,13

 

 

 

VERIUS COGITATUR DEUS QUAM DICITUR ET VERIUS EST QUAM COGITATUR.

 

Wahrer ist unser Denken über Gott als unser Sprechen; und noch wahrer als unser Denken ist Gott selbst.

 

 

Die Dreieinigkeit VII,7

 

 

 

SIC ERGO QUAERAMUS TAMQUAM INVENTURI ET SIC INUENIAMUS TAMQUAM QUAESITURI.

 

So also wollen wir suchen: als solche, die finden werden, und so wollen wir finden: als solche, die suchen werden.

 

Die Dreieinigkeit IX,1

 

 

 

 

SERO TE AMAVI, PULCHRITUDO TAM ANTIQUA ET TAM NOVA, SERO TE AMAVI.

 

Spät hab ich dich geliebt, du Schönheit, so alt und doch so neu, spät hab ich dich geliebt!

 

Bekenntnisse X,27,38

 

 

 

FECERUNT CIVITATES DUAS AMORES DUO, TERRENAM SCILICET AMOR SUI USQUE AD CONTEMPTUM DEI, CAELESTEM VERO AMOR DEI USQUE AD CONTEMPTUM SUI.

 

Zwei Arten von Liebe begründen also die zwei Bürgerschaften: die irdische, die Eigenliebe, die bis zur Gottesverachtung geht, und die himmlische, die Gottesliebe, die bis zur Selbstverachtung geht.

 

Der Gottesstaat XIV,28

 

 

 

AMANDI DEUM MODUS EST SINE MODO.

 

Das rechte Mass der Gottesliebe ist ohne Mass.

 

Predigt Dolbeau XI,9

 

 

 

SI ENIM FALLOR SUM.

 

Denn wenn ich mich täusche, existiere ich.

 

 

Der Gottesstaat XI,26

 

 

 

NOLI FORAS IRE, IN TEIPSUM REDI; IN INTERIORE HOMINE HABITAT VERITAS.

 

Wende dich nicht äusseren Dingen zu; kehre zu dir selbst zurück! Im Innern des Menschen wohnt die Wahrheit.

 

Die wahre Religion XXXIX,72

 

 

 

VERUS PHILOSOPHUS EST AMATOR DEI.

 

Der wahre Philosoph ist einer, der Gott liebt.

 

Der Gottesstaat VIII,1

 

 

 

A CORPORALIBUS AD INCORPORALIA.

 

Vom Körperlichen zum Unkörperlichen.

 

Retractationen I,3

 

 

 

A VISIBILIBUS AD INVISIBILIA, ET A TEMPORALIBUS AD AETERNA.

 

Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und vom Zeitlichen zum Ewigen.

 

Die wahre Religion XXIX,52

 

 

 

DUPLEX ENIM EST VIA, QUAM SEQUIMUR, CUM RERUM NOS OBSCURITAS MOVET, AUT RATIONEM AUT CERTE AUCTORITATEM.

 

 

Zwei Wege sind es, denen wir folgen können, wenn uns die Dunkelheit der Dinge beunruhigt: entweder können wir der Vernunft folgen oder zumindest der Autorität.

 

Die Ordnung II,5,16

 

 

 

IGNOTA ENIM SUNT FUNDAMENTA TERRAE OCULIS NOSTRIS, ET QUI FUNDAVIT TERRAM POPINQUAT MENTIBUS NOSTRIS.

 

Die Grundfesten der Erde sind vor unseren Augen verborgen, während der, der die Erde geschaffen hat, unserm Geist nahe ist.

 

Die wörtliche Auslegung der Genesis V,16,34

 

 

 

NEMO ENIM QUEMQUAM ERIGIT AD ID IN QUO IPSE EST, NISI ALIQUANTUM AD ID, IN QUO EST ILLE, DESCENDAT.

 

Denn niemand vermag einen anderen zu der Ebene, auf der er sich befindet, emporzuheben, ohne dass er ein Stück weit auf die Ebene des anderen hinuntersteigt.

 

Brief XI,4

 

 

 

AETERNUM EST ENIM, DE QUO SOLO RECTE FIDITUR, QUOD AMANTI AUFERRI NON POTEST.

 

Denn das Ewige ist es, dem allein man zurecht vertraut, weil es dem, der es liebt, nicht genommen werden kann.

 

83 verschiedene Fragen XXXV,2

 

 

 

CARO MIHI VALENT STILLAE TEMPORUM.

 

Kostbar ist mir nämlich jeder Tropfen Zeit.

 

Bekenntnisse XI,2,2

 

 

 
   
 
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