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GENE THERAPY Divulgation Abstracts phase B |
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OERTLI, |
Kantonsspital Basel, Departement Chirurgie,
Universitaetskliniken, Spitalstr.21, CH-4031 Basel |
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Title: |
Active specific immunotherapy with recombinant vaccinia viruses expressing melanoma associated antigens and costimulatory molecules (non-GMP) |
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Co-applicants: |
P.Zajac, W.R.Marti, G.Spagnoli, C.Noppen, E.Padovan, M.Zuber, U.Luescher, T.Kocher, F.Harder, M.Heberer |
Collaborators: |
R. Herrmann, P. Jantscheff, Ch. Rochlitz (Department of Medical Oncology), P. Schiller (Department of Dermatology) |
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SCIENTIFIC | PUBLICATION | DIVULGATION | BACK TO TOP |
DIVULGATION TEXT AT SUBMISSION (1998):
Tumorimpfung beim schwarzen Hautkrebs
Aktivespezifische Immuntherapie des Melanoms
Die Impftherapie des Melanoms ist im Stadium der klinischen Erprobung. Die Behandlung soll eine körpereigene Abwehr gegen den Tumor auslösen und unterhalten.
Wie funktioniert diese Behandlung?
Tumorzellen unterscheiden sich von gesunden Zellen. Die Unterschiede sind allerdings oft zu gering, um eine wirksame Abwehr durch das menschliche Immunsystem auszulösen. Heute sind die molekularen Strukturen einiger tumorspezifischer Unterscheidungsmerkmale bekannt. Neue Behandlungen nutzen diese Kenntnisse, um eine gezielte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen den Tumorauszulösen und zu unterhalten. Der erste Behandlungsschritt ist eine Impfung mit Vaccinia-Viren, welche genetische Informationen für tumorspezifische und immunstimulatorische Eiweisse enthalten. DiesePocken-Impfviren werden so inaktiviert, dass sie sich im Patienten nicht ausbreiten könnnen, aber eine starke Produktion der Tumor- und Immuneiweisse auslösen. Diese Signalstoffe führen zur Vermehrung und Aktivierung von spezifischen Immunzellen, welche Tumorzellen zerstören (Abbildung oben). In einem zweiten Schritt erhalten die Patienten biochemisch hergestellte Bruchstücke von Tumoreiweissen. Diese verstärken und unterhalten die Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Tumorzellen (Abbildung unten).Diese Behandlungsschritte werden mehrfach wiederholt. Dabei wird die Reaktion der Immunzellen auf diese Impfstoffe erfasst und die Wirkung auf den Tumor gemessen.
Wie sieht der Behandlungsplan aus?
Über drei Monate nimmt die Behandlung jede zweite Woche in Anspruch. In dieser Zeit werden die Patienten tagsüber in einer speziellen Abteilung unseres Universitätsspitals behandelt. Ein spezielles Aerzte- und Pflegeteam umsorgt die Patienten. Die Nachkontrollen finden in der Praxis des Hausarztes oder des zuweisenden Kollegen statt. Wir erbitten Informationen, um die Wirksamkeit der neuen Behandlung zu überprüfen.
Welche Erfolgschancen und Nebenwirkungen hat die Behandlung?
Seit langer Zeit wird vermutet, dass die körpereigene Immunabwehr spontane Rückbildungen von Melanomenauslösen kann. Allerdings sind diese glücklichen Ereignisse selten und im Einzelfall nicht vorhersehbar. Deshalb versuchen einige Kliniken heute, gegen den Tumor gerichtete Immunreaktionen präzis gesteuert und kontrolliert auszulösen. Auch unsere Therapie verfolgt dieses Ziel.
Erfolge ähnlicher Behandlungen werden weltweit von vielen Zentren berichtet. Allerdings werden neue Therapiekonzepte so rasch entwickelt, dass die Erfolgschancen für jede einzelne Behandlungsform ermittelt werden müssen. In dieser Entwicklungsphase befindet sich auch unsere Behandlung.
Die Nebenwirkungen sind selten und praktisch immer harmlos. Die Stimulation körpereigener Zellen durch ein nicht vermehrungsfähiges und grundsätzlich harmloses Virus sowie durch kleine Eiweissstücke kann wie jede Impfung eine Rötung der Einspritzstelle oder etwas Fieber auslösen; weitere Nebenwirkungen wurden bis heute nicht beobachtet.
Wer kann diese Behandlung erhalten?
Diese Behandlung steht vorläufig nur wenigen Patienten zur Verfügung bei denen die konventionelle Melanombehandlung nicht vollständig erfolgreich war. Diese Patienten können in die Behandlungsprüfung aufgenommen werden, wenn die Aerzte keine Risikofaktoren erkennen. Dabei müssen sich die Patienten mit der neuen Therapie einverstanden erklären, weil diese sich noch in einer Prüfungsphase befindet.
Wer trägt die Kosten der Behandlung?
Heute kann diese Behandlung aufgrund der finanziellen Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds(inklusive NFP37) und einige regionalen Krebsligen kostenfrei angeboten werden. Patienten, die nicht in Basel wohnen und nicht täglich anreisen können, müssen nur die Kosten für Übernachtung und Verpflegung in Hotel oder privater Unterkunft tragen. Dies betrifft auch ausländische Patientinnen und Patienten.
Wer hat die Behandlung entwickelt?
Diese Behandlung wurde von einem Forschungsteam der Universitätsklinken Basel / Kantonsspital Basel entwickelt. Chirurgen, Hautärzte, medizinische Onkologen und Wissenschaftler des Kantonsspitals Basel haben die für diese Behandlung notwendigen Substanzen entwickelt. Es handelt sich also um ein schweizerisches Behandlungskonzept.
Abbildung : Konzept der Tumorimpfung
Legende: siehe unten
Legende:
Oben: Das harmlose Impfvirus Vaccinia wird zur Übertragung genetischer Informationen benützt. Infizierte Zellen, die hier durch eine Antigen-präsentierende Zelle (APC) dargestellt ist, produzieren daraufhin spezifische Eiweissmoleküle. Diese werden in die Zelloberfläche eingebaut und können dort von sogenannten zytotoxischen T-Lymphozyten (CTL =Killerzellen) erkannt werden. Dieser Erkennungsprozess löst Aktivierung und Vermehrung der tumorspezifischen Killerzellen aus.
Unten:Solche Teilstücke von Tumorantigenen können sich in Rezeptoren an der Oberfläche bestimmter Zellen (APC) einlagern. Auch diese Verbindung kann von Immunzellen (CTL) erkannt werden. Auch in diesem Fall können Vermehrung und Aktivierung tumorspezifischer Killerzellen ausgelöst werden. Allerdings ist die Erstreaktion auf solche Peptide schwächer als die Erstreaktion auf eine Virusimpfung. Deshalb werden die beiden Methoden in unserem System kombiniert: Eine Virusimpfung (oben) wird von Auffrischimpfungen durch Peptide (unten) gefolgt.
DIVULGATION TEXT 1999:
Tumorimpfung beim schwarzen Hautkrebs: Aktive spezifische Immuntherapie des Melanoms
Die Impftherapie des Melanoms ist im Stadium der klinischen Erprobung Die Behandlung soll eine körpereigene Abwehr gegen den Tumor auslösen und unterhalten.
Wie funktioniert diese Behandlung?
Tumorzellen unterscheiden sich von gesunden Zellen. Die Unterschiede sind allerdings oft zu gering, um eine wirksame Abwehr durch das menschliche Immunsystem auszulösen. Heute sind die molekularen Strukturen einiger tumorspezifischer Unterscheidungsmerkmale bekannt. Neue Behandlungen nutzen diese Kenntnisse, um eine gezielte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen den Tumor auszulösen und zu unterhalten. Der erste Behandlungsschritt ist eine Impfung mit Vaccinia-Viren, welche genetische Informationen für tumorspezifische und immunstimulatorische Eiweisse entbalten. Diese Pocken-lmpfviren werden so inaktiviert, dass sie sich im Patienten nicht ausbreiten könnnen, aber eine starke Produktion der Tumor- und Immuneiweisse auslösen. Diese Signalstoffe führen zur Vermehrung und Aktivierung von spezifischen Immunzellen, welche Tumorzellen zerstören können. In einem zweiten Schritt erhalten die Patienten biochemisch hergestellte Bruchstücke von Tumoreiweissen. Diese verstärken und unterhalten die Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Tumorzellen (Abbildung unten). Diese Behandlungsschritte werden mehrfach wiederholt. Dabei wird die Reaktion der Immunzellen auf diese Impfstoffe erfasst und die Wirkung auf den Tumor gemessen.
Wie sieht der Behandlungsplan aus?
Über drei Monate nimmt die Behandlung jede zweite Woche in Anspruch. In dieser Zeit werden die Patienten tagsüber in einer speziellen Abteilung unseres Universitätsspitals behandelt. Ein spezielles Aerzte- und Pflegeteam umsorgt die Patienten. Die Nachkontrollen finden in der Praxis des Hausarztes oder des zuweisenden Kollegen statt. Wir erbitten Informationen, um die Wirksamkeit der neuen Behandlung zu überprüfen.
Welche Erfolgschancen und Nebenwirkungen hat die Behandlung?
Seit langer Zeit wird vermutet, dass die körpereigene Immunabwehr spontane Rückbildungen von Melanomen auslösen kann. Allerdings sind diese glücklichen Ereignisse selten und im Einzelfall nicht vorhersehbar. Deshalb versuchen einige Kliniken heute, gegen den Tumor gerichtete Immunreaktionen präzis gesteuert und kontrolliert auszulösen. Auch unsere Therapie verfolgt dieses Ziel.
Erfolge ähnlicher Behandlungen werden weltweit von vielen Zentren berichtet. Allerdings werden neue Therapiekonzepte so rasch entwickelt, dass die Erfolgschancen für jede einzelne Behandlungsform ermittelt werden müssen. In dieser Entwicklungsphase befindet sich auch unsere Behandlung.
Die Nebenwirkungen sind selten und praktisch immer harmlos. Die Stimulation körpereigener Zellen durch ein nicht vermehrungsfähiges und grundsätzlich harmloses Virus sowie durch kleine Eiweissstücke kann wie jede Impfung eine Rötung der Einspritzstelle oder etwas Fieber auslösen; weitere Nebenwirkungen wurden bis heute nicht beobachtet.
Wer kann diese Behandlung erhalten?
Diese Behandlung steht vorläufig nur wenigen Patienten zur Verfügung bei denen die konventionelle Melanombehandlung nicht vollständig erfolgreich war. Diese Patienten können in die Behandlungsprüfung aufgenommen werden, wenn die Aerzte keine Risikofaktoren erkennen. Dabei müssen sich die Patienten mit der neuen Therapie einverstanden erklären, weil diese sich noch in einer Prüfungsphase befindet.
Wer trägt die Kosten der Behandlung?
Heute kann diese Behandlung aufgrund der finanziellen Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds (inklusive NFP37) und einige regionalen Krebsligen kostenfrei angeboten werden. Patienten, die nicht in Basel wohnen und nicht täglich anreisen können, müssen nur die Kosten für Übernachtung und Verpflequng in Hotel oder privater Unterkunft tragen. Dies betrifft auch ausländische Patientinnen und Patienten.
Wer hat die Behandlung entwickelt?
Diese Behandlung wurde von einem Forschungsteam der Universitätsklinken Basel / Kantonsspital Basel entwickelt. Chirurgen, Hautärzte, medizinische Onkologen und Wissenschaftler des Kantonsspitals Basel haben die für diese Behandlung notwendigen Substanzen entwickeit. Es handelt sich also um ein schweizerisches Behandlungskonzept.
Abbildung: Konzept der Tumorimpfung
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Legende:
Oben: Das harmlose Impfvirus Vaccinia wird zur Ubertragung genetischer Informationen benützt. Infizierte Zellen, die hier durch eine Antigen-präsentierende Zelle (APC) dargestellt ist, produzieren daraufhin spezifische Eiweissmoleküle. Diese werden in die Zelloberfläche eingebaut und können dort von sogenannten zytotoxischen T-Lymphozyten (CTL =Killerzellen) erkannt werden. Dieser Erkennungsprozess löst Aktivierung und Vermehrung der tumorspezifischen Killerzellen aus.
Unten: Solche Teilstücke von Tumorantigenen können sich in Rezeptoren an der Oberfläche bestimmter Zellen (APC) einlagern. Auch diese Verbindung kann von Immunzellen (CTL) erkannt werden. Auch in diesem Fall können Vermehrung und Aktivierung tumorspezifischer Killerzellen ausgelöst werden. Allerdings ist die Erstreaktion auf solche Peptide schwächer als die Erstreaktion auf eine Virusimpfung. Deshalb werden die beiden Methoden in unserem System kombiniert: Eine Virusimpfung (oben) wird von Auffrischimpfungen durch Peptide (unten) gefolgt.
DIVULGATION TEXT 2000:
text (font Courier, corps 3)
DIVULGATION TEXT 2001:
text (font Courier, corps 3)
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