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Texts for Laypersons |
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Dr. Johann |
Universitäts-Kinderklinik; Immunologie /
Hämatologie; Steinwiesstr.75; 8032 Zürich; CH; |
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Title: |
Development of clinically applicable protocols for transitory and permanent somatic gene therapy in chronic granulomatous disease. |
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Co-applicants: |
Prof. R. Seger (Zürich); Prof. S. Rusconi (Fribourg) |
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Collaborators: |
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ABSTRACT | PUBLICATION | DIVULGATIONTEXT | BACK TO OUTLINE |
ABSTRACT FOR LAYPERSONS 1997:
Bei den septischen Granulomatosen (engl. Chronic Granulomatous diseases, CGD) handelt es sich um eine Gruppe von seltenen angeborenen Immunschwächen, bei denen die Phagozyten im Blut eine charakteristische Unfähigkeit zeigen, in den Körper eingedrungene Bakterien und Pilze abzutöten. Die Phagozyten verfügen normalerweise über ein Enzym, die NADPH- oder Phagozytenoxidase (phox), welche bei Erreger-Kontakt der Zelle Sauerstoff in für die phagozytierten Mikroben toxische Radikale umwandelt. Bei CGD-Patienten ist die Funktion dieser Phagozytenoxidase infolge eines genetischen Fehlers gestört. Die Folgen für die betroffenen Patienten sind immer wiederkehrende und oft lebensbedrohende Bakterien- und Pilzinfektionen von den ersten Lebensmonaten an. Ihre Lebensqualität ist durch die Krankheit stark eingeschränkt. Eine Heilung ist nur durch Knochenmarktransplantation (KMT) möglich, wobei ein passender Knochenmarkspender vorhanden sein muss, was leider nur bei wenigen Patienten der Fall ist. Zwei Drittel der betroffenen Patienten sind Knaben mit einem Defekt in einem Gen auf dem langen Arm des X-Chromosoms (Xp21.1). Dieses Gen kodiert für eine Untereinheit der NADPH-Oxidase, gp91-phox, ein Protein, das für den Elektronentransport im Enzym notwendig ist.
Unser Projekt hat zum Ziel, mittels somatischer Gentherapie bei Patienten mit dieser Xchromosomal vererbten Form von CGD (X-CGD) den Gendefekt durch die Zugabe einer gesunden Genkopie in den Phagozyten zu kompensieren. Angesichts der Schwere der Krankheit, die man gegenwärtig nicht effizient genug behandeln kann, ist CGD eine der ersten Kandidatinnen für die Gentherapie am Menschen. Sie bekommt hiermit auch allgemeinen Modellcharakter. Unser gentherapeutische Ansatz der Wahl ist die Stammzelltherapie. Dabei soll mit Hilfe von Retroviren versucht werden, die benötigte intakte Genkopie bereits am Anfang der Hämatopoese in die pluripotenten Stammzellen einzubringen. Von einer erfolgreichen Korrektur des Gendefektes profitieren dabei alle aus den Stammzellen hervorgehenden Tochterzellen, also auch die ausdifferenzierten Phagozyten.
Auf der Basis des Murinen Stammzell-Virus (MSCV) wurden zu diesem Zweck retrovirale Vektoren hergestellt, die in der Lage sind, eine gesunde Kopie des X-CGD Genes in CD34+ BlutVorläuferzellen von Patienten hineinzutragen. Zusätzlich zum therapeutischen gp91-phox Gen wurde in die Retroviren ein menschliches Markergen eingebaut, das erlaubt, festzustellen, welche Zellen infiziert worden sind. Der gleiche Marker kann auch zur selektiven Anreicherung von infizierten Zellen benützt werden. Unsere bisherigen experimentellen Vorarbeiten im Labor rnit Knochenmarkzellen von X-CGD Patienten, zeigen, dass ein solcher Gentransfer mit grosser Effizienz von über 75% infizierten Zielzellen gelingt. Funktionelle Messungen an behandelten CD34+-Zellen nach Differenzierung in Richtung Phagozyten beweisen, dass das eingeschleuste gp91-phox Gen funktioniert. Der CGD-Phenotyp dieser Zellen ist korrigiert, und ihre Produktion von Sauerstoffradikalen erreicht etwa 50% der normalen Menge.
Diese Erfolge sind ermutigende erste Schritte auf dem Weg hin zur Realisierung der Gentherapie für X-CGD in der Klinik. Drei mögliche klinische Szenarien stehen dabei im Vordergrund (Figur1):

Damit eine permanente Heilung von X-CGD Patienten mittels retroviraler Gentherapie möglich wird, sind noch zwei grosse Herausforderungen zu meistern. 1. Es muss ein Vorgehen gefunden werden, das den genkorrigierten Zellen ermöglicht, sich neben den, wenn keine Chemotherapie durchgeführt wird, noch in grosser Zahl im Knochenmark vorhandenen defekten Zellen erfolgreich einzunisten. 2. Die Retroviren müssen so konstruiert sein, dass das eingeschleuste therapeutische Gen im Langzeitverlauf sicher und gewebespezifisch funktioniert. An möglichen Lösungen wird noch weiter gearbeitet werden müssen.
ABSTRACT FOR LAYPERSONS
1998:
Bei den septischen Granulomatosen (engl.
Chronic Granulomatous diseases, CGD) handelt es sich um eine Gruppe
von seltenen angeborenen Immunschwächen, bei denen die
Phagozyten im Blut eine charakteristische Unfähigkeit zeigen, in
den Körper eingedrungene Bakterien und Pilze abzutöten. Die
Phagozyten verfügen normalerweise über ein Enzym, die
NADPH oder Phagozytenoxidase (phox), welche bei Erreger Kontakt der
Zelle Sauerstoff in für die phagozytierten Mikroben toxische
Radikale umwandelt. Bei CGDPatienten ist die Funktion dieser
Phagozytenoxidase infolge eines genetischen Fehlers gestört. Die
Folgen für die betroffenen Patienten sind immer wiederkehrende
und oft lebensbedrohende Bakterien und Pilzinfektionen von den
ersten Lebensmonaten an. Ihre Lebensqualität ist durch die
Krankheit stark eingeschränkt. Eine Heilung ist nur durch
Knochenmarktransplantation (KMT) möglich, wobei ein passender
Knochenmarkspender vorhanden sein muss, was leider nur bei wenigen
Patienten der Fall ist. Zwei Drittel der betroffenen Patienten sind
Knaben mit einem Defekt in einem Gen auf dem langen Arm des
X-Chromosoms (Xp21.1). Dieses Gen kodiert für eine Untereinheit
der NADPH-Oxidase, gp91phox, ein Protein, das für den
Elektronentransport im Enzym notwendig ist.Unser Projekt hat zum
Ziel, mittels somatischer Gentherapie bei Patienten mit dieser
X-chromosomal vererbten Form von CGD (XCGD) den Gendefekt durch die
Zugabe einer gesunden Genkopie in den Phagozyten zu kompensieren.
Angesichts der Schwere der Krankheit, die man gegenwärtig nicht
effizient genug behandeln kann, ist CGD unter den ersten Kandidaten
für eine Gentherapie am Menschen und hat damit auch allgemeinen
Modellcharakter. Unser gentherapeutische Ansatz der Wahl ist
primär die Stammzelltherapie. Dabei soll mit Hilfe von
Retroviren versucht werden, die benötigte intakte Genkopie
bereits am Anfang der Hämatopoese in die pluripotenten
Stammzellen oder zumindest in frühe Vorläuferzellen
einzubringen. Von einer erfolgreichen Korrektur des Gendefektes
profitieren dabei alle aus den frühen Zellen hervorgehenden
Tochterzellen, also auch die ausdifferenzierten Phagozyten.Auf der
Basis des Murinen Stammzell-Virus (MSCV) wurden zu diesem Zweck
retrovirale Vektoren hergestellt, die in der Lage sind, eine gesunde
Kopie des X-CGD Genes in CD34+ Blut-Vorläuferzellen von
Patienten hineinzutragen. Zusätzlich zum therapeutischen
gp91phox Gen wurde in die Retroviren ein menschliches Markergen
eingebaut, das erlaubt, festzustellen, welche Zellen infiziert worden
sind. Der gleiche Marker kann auch zur selektiven Anreicherung von
infizierten Zellen benützt werden. Unsere bisherigen
experimentellen Vorarbeiten im Labor mit Knochenmarkzellen von X-CGD
Patienten, zeigen, dass ein solcher Gentransfer mit grosser Effizienz
von über 75% infizierten Zielzellen gelingt. Funktionelle
Messungen an behandelten CD34+-Zellen nach Differenzierung in
Richtung Phagozyten beweisen, dass das eingeschleuste gp91phox-Gen
funktioniert. Der CGD-Phenotyp dieser Zellen ist korrigiert, und ihre
Produktion von Sauerstoffradikalen erreicht etwa 50% der normalen
Menge. Der best- funktionierende retrovirale Vektor wurde
zusätzlich an Mäusen getestet, die ebenfalls X-CGD haben,
und uns als Modell für diese Krankheit beim Menschen dienen.
Dabei wurden kranke X-CGD-Mäuse mit Knochenmark transplantiert,
das zwar ebenfalls von X-CGD Spendermäusen stammte, aber vor KMT
mit unserem Gentherapie-Vektor behandelt worden war. Bei einigen der
Empfängermäuse konnten während mindestens 7 Monaten
nach KMT bis zu 35% genkorrigierte Zellen im Blut nachgewiesen
werden. Diese Tests zeigten, dass unser Vektor funktioniert.
Mögliche Gentherapieprotokolle beim Menschen müssen aber im
Detail noch ausgearbeitet werden, weil Protokolle, wie sie bei der
Maus verwendet wurden, beim Menschen so nicht angewandt werden
könnten. Dennoch sind diese Erfolge ermutigende Schritte auf dem
Weg hin zur Realisierung der Gentherapie für X-CGD in der
Klinik. Drei mögliche klinische Szenarien stehen dabei im
Vordergrund:
A) Repetitive Gabe gentransduzierter CD34+ -Zellen z.B. alle paar
Monate an nichtinfizierte CGDPatienten ohne Chemotherapie.
B) Infusion gentransduzierter patienten-eigener CD34+ -Zellen in
Kombination mit einer sehr milden Chemotherapie, die helfen soll, den
verabreichten Zellen Platz zu schaffen.
C) CD34+ -Transduktion mit anschliessender Ausreifung zu
phagozytierenden Zellen in der Beutelkultur im Labor bei Patienten
mit chronischen, antibiotikasupprimierten Infektionen.
Damit eine permanente Heilung von X-CGD Patienten mittels
retroviraler Gentherapie möglich wird, sind noch zwei grosse
Herausforderungen zu meistern. 1. Es muss ein Vorgehen gefunden
werden, das den genkorrigierten Zellen ermöglicht, sich neben
den noch in grosser Zahl im Knochenmark vorhandenen defekten Zellen
erfolgreich einzunisten. 2. Die Retroviren müssen so konstruiert
sein, dass das eingeschleuste therapeutische Gen im Langzeitverlauf
sicher und gewebespezifisch funktioniert. An möglichen
Lösungen wird noch weiter gearbeitet werden müssen.
ABSTRACT FOR LAYPERSONS
1999:
text (font Courier, corps 3)
ABSTRACT FOR LAYPERSONS
2000:
text (font Courier, corps 3)
ABSTRACT FOR LAYPERSONS
2001:
text (font Courier, corps 3)
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