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Abschauen von der Natur: Nationales Kompetenzzentrum für intelligente, bio-inspirierte Materialien an der Universität Freiburg


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An der Universität Freiburg entsteht ein neuer Nationaler Forschungsschwerpunkt zu intelligenten, durch die Natur inspirierten Materialien, der vom Bund in einer ersten Phase mit 12 Millionen Franken unterstützt wird. Der neue interdisziplinäre Schwerpunkt hat beste Voraussetzungen, zu einem international führenden Zentrum für Forschung, Lehre und Innovation in einem der vielversprechendsten neuen Forschungsfelder der Materialwissenschaften zu werden.


Inspiration aus der Natur: Virus, dessen Oberflächenstruktur ihm das Durchdringen von Zellmembranen ermöglicht. Ein Nachbau dieser Struktur könnte es ermöglichen, Medikamente viel gezielter an den Wirkungsort zu bringen (Bild: Thinkstock)

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung hat am 17. Dezember 2013 bekannt gegeben, dass die Bewerbung der Universität Freiburg für den Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) «Bio-Inspired Stimuli-Responsive Materials» zur Förderung ausgewählt worden ist. Vorangegangen ist ein rigoroses Auswahlverfahren, in welchem aus 63 Gesuchen durch den Schweizerischen Nationalfonds und internationale Experten 8 NFS selektioniert worden sind. NFS sind auf langfristig angelegte Forschungsvorhaben zu Themen von strategischer Bedeutung ausgerichtet. Ihre Leitung ist jeweils an einer Hochschule angesiedelt, welche zu diesem Thema bereits zu Beginn besonders hohe Kompetenz ausweisen kann. Die übliche Laufzeit eines NFS liegt bei rund 12 Jahren.

Kernthema des bewilligten NFS ist es, sich von Beobachtungen in der Natur für die Entwicklung neuartiger künstlicher Materialien inspirieren zu lassen, welche ihre Eigenschaften «auf Kommando» verändern können. Das Verständnis solcher «intelligenter» Materialien ist von fundamentalem wissenschaftlichem Interesse und verspricht zahllose potenzielle Anwendungen, die von neuartigen Gebäudeisolationen bis hin zur hochpräzisen gezielten Abgabe von Wirkstoffen in der Medizin reichen. Der NFS an der Universität Freiburg wird unter der Leitung von Professor Christoph Weder, Direktor des Adolphe Merkle Instituts (AMI) für Nanomaterialforschung an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, vorerst vierzehn Forschungsgruppen vereinen. Neben mehreren Forschungsgruppen des AMI wirken von der Universität Freiburg auch Forscher der Departemente Chemie, Medizin und Physik mit. In dem neuen nationalen Kompetenzzentrum sind weiter führende Forschungsgruppen der Universität Genf, der ETH Zürich und der ETH Lausanne eingebunden.


Inspiration aus der Natur: mikroskopisch kleine Haarbüschel im Innenohr setzen mechanische Impulse in elektrische Signale um. Dieses Prinzip versuchen Forscher in künstlichen Materialien nachzuahmen. (Bild: Thinkstock)

Für Prof. Guido Vergauwen, Rektor der Universität Freiburg, ist die Zusprache des Nationalen Forschungsschwerpunkts eine Bestätigung für die Strategie der Universität Freiburg, die Materialforschung und die Lebenswissenschaften als Kernkompetenzen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät konsequent zu entwickeln: «Dieser Erfolg zeigt insbesondere, dass es Professor Weder und seinem Team gelungen ist, das 2008 gegründete Adolphe Merkle Institut als ein international profiliertes Kompetenzzentrum für dieses spannende, zukunftsweisende Feld der Materialforschung zu etablieren und mit bestehenden Kompetenzen in Chemie, Physik und biomedizinischer Forschung zu verknüpfen. Der NFS wird diese positive Entwicklung noch weiter verstärken, zum Nutzen der ganzen Schweiz als Forschungs- und Innovationsstandort.»

«Wir sind begeistert, dass unsere Visionen und Pläne für dieses neue Zentrum vom Bund unterstützt werden», freut sich Prof. Christoph Weder, der designierte Leiter des Forschungsschwerpunkts. «Wegweisende Forschung auf dem Gebiet biologisch inspirierter Materialien verlangt eine interdisziplinäre, langfristig angelegte Zusammenarbeit mehrerer Forscherteams mit unterschiedlichen Kompetenzen und ein Nationales Kompetenzzentrum ist dafür ideal. Wir freuen uns auf die Herausforderung unser ambitioniertes Projekt zu realisieren.»

Kontakt:

Prof. Guido Vergauwen, Rektor der Universität Freiburg, 026 300 70 02, guido.vergauwen@unifr.ch;

Prof. Christoph Weder, AMI, Direktor des NFS, 026 300 94 65, christoph.weder@unifr.ch

Prof. Curzio Rüegg, Departement für Medizin, Stellv. Direktor des NFS, 026 300 87 66, curzio.ruegg@unifr.ch

Website des neuen NFS: www.bioinspired-materials.ch


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