Forschungsseminare

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English course title: Research seminar
BA-Hauptfach: 1 Forschungsseminar obligatorisch im 2. Jahr
BA-Nebenfach 60: 1 Forschungsseminar obligatorisch im 2. Jahr
BA-Nebenfach 30: 1 Forschungsseminar obligatorisch im 2. Jahr

Im zweiten Studienjahr muss entweder im Herbstsemester oder im Frühjahrssemester ein Forschungsseminar besucht werden. Für Hauptfachstudierende wird der Besuch des Seminars im Frühjahrssemester empfohlen! Ziel der Forschungsseminare ist das Erlernen und Anwenden von Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Die Studierenden wählen vor Semesterbeginn eines der Forschungsseminare aus und melden sich dafür über Internet an.
 

Inhaltsanalyse

Gruppe 1:
Daniel Beck
Frühjahrssemester
jede Woche, Montag, 13.15-15.00 Uhr
Pérolles 21, Saal C130
Beginn: 18. Februar 2013

Gruppe 2:
Daniel Beck
Frühjahrssemester
jede Woche, Donnerstag, 11.15-13.00 Uhr
Pérolles 21, Saal B207
Beginn: 21. Februar 2013

 
Inhaltsanalysen als Verfahren zur systematischen Erhebung und Codierung von sprachlichen Inhalten sind eine in der Medien- und Kommunikationswissenschaft häufig angewandte empirische Methode. Im Forschungsseminar können sich die Studierenden im zweiten Jahr mit dieser Methode vertraut machen. In den einführenden Sitzungen werden zunächst verschiedene Arten von Inhaltsanalysen vorgestellt, wobei der Schwerpunkt des Seminars bei den herkömmlichen, "quantitativen" Analysen liegt. Ausserdem werden die einzelnen Arbeitsschritte einer Inhaltsanalyse erläutert, von der Erarbeitung der Fragestellung über die Auswahl des Datenmaterials und die Erstellung des Codeplans bis hin zur Datenerhebung und -auswertung. Anschliessend erarbeiten die Studierenden in Gruppenarbeiten anhand von Fallbeispielen eigene Konzepte von Inhaltsanalysen und stellen diese Konzepte im Seminar vor. Im Zentrum stehen dabei die Operationalisierung und die Bildung geeigneter Variablen bzw. Kategoriensysteme. Nach Abschluss des Forschungsseminars sollten die Kursteilnehmer/innen in der Lage sein, selbständig eine kleine Inhaltsanalyse durchzuführen. Ein Reader mit grundlegenden Texten und Hinweisen auf weiterführende Literatur kann zu Beginn des Semesters auf dem Sekretariat bezogen werden.

 

Interviews: PR im Social Web

Diana Ingenhoff
Fühjahrssemester
jede Woche, Mittwoch, 10.15-12.00 Uhr
Pérolles 21, Saal B207
Beginn: 20. Februar 2013

Soziale Medien wie Facebook, Google+ oder Twitter sind aus der alltäglichen Mediennutzung vieler Menschen kaum mehr wegzudenken. So überrascht es nicht, dass auch viele Organisationen aus den verschiedensten Bereichen/ Branchen das kommunikative Potential dieser Plattformen erkennen und beginnen, eigene Profile in Sozialen Netzwerken sowie auf Microblogging Anwendungen zu betreiben. Aus wissenschaftlicher Perspektive wird die Kommunikation im Social Web fast ausnahmslos als stark dialogorientierte Kommunikation beschrieben. Damit verbinden sich oft normative Erwartungen seitens der Organisationen sowie die Hoffnung auf neue Formen der anspruchsgruppengerichteten Partizipation, um Interessenkonflikte zu lösen und gemeinsame Zukunftsentwürfe zu befördern. Boelter und Hütt (2012: 395) stellen jedoch fest, dass viele dieser Hoffnungen bislang enttäuscht werden.

In unserem Forschungsseminar wollen wir aus rezipientenorientierter Perspektive der Frage nachgehen, warum die beschriebenen Hoffnungen, die Organisationen in Web 2.0 Anwendungen setzten, bislang meist unerfüllt bleiben. Im Mittelpunkt des Seminars stehen qualitative Datenerhebungsmethoden, insbesondere das narrative Interview und das Leitfadeninterview sowie deren Auswertung. Das Ziel des Seminars ist es, ein vertieftes Verständnis über die Methoden zu erhalten, ein eigenes Untersuchungsinstrument zur Durchführung von Leitfadeninterviews zu entwickeln, und damit die kommunikativen Erwartungen der organisationalen Anspruchsgruppen an die PR im Social Web zu untersuchen. Die Teilnehmenden lernen, wie Interviews konzipiert, durchgeführt, transkribiert und ausgewertet werden.

 

Befragung

Maria Lauber
Frühjahrssemester
jede Woche, Mittwoch, 17.15-19.00 Uhr
Pérolles 21, Saal F207
Beginn: 20. Februar 2013

Qualitätskriterien der Umfrageforschung, das klingt gut und Fragen stellen kann schliesslich jeder. Die zentrale Frage bleibt jedoch: "Fragen wir auch die richtigen Fragen?" (James D. Halloran). Nichts beeinflusst die Ergebnisse standardisierter Befragungen so sehr wie die Strickweise, sprich die Konstruktion des Fragebogens. Zwar kann jeder fragen, doch die Forschungsfragen sind mitnichten schon die einzelnen Testfragen, die den Befragten dann eine nach der anderen gestellt werden sollen. Je besser man die Klaviatur der Frageformulierung, die Auswahl der Fragetypen und deren Reihenfolge beherrscht, desto besser der Sound bzw. die Ergebnisse. Und Forschungsfragen gibt es viele (spätestens in der BA-Arbeit): Warum kaufen die Schweizerinnen und Schweizer dieses Produkt und nicht jenes, warum kaufen Französinnen und Franzosen etwas ganz anderes? Wie wirkt Humor oder Erotik in Werbespots? Wer nutzt warum das Internet?

Deshalb befasst sich das Forschungsseminar für Studierende im zweiten Jahr mit der Fragebogenentwicklung. Die Studierenden werden die Methode(n) der Befragung theoretisch erarbeiten und praktisch anwenden. Dabei können sie den Forschungsprozess von der Kreation und Umsetzung einer Fragestellung bis hin zur Auswertung kennenlernen und auf der Basis einer eigenen Fragestellung eigene Befragungskonzepte erarbeiten und praktisch testen. Ein Fokus dieses Seminars liegt auf den besonderen Herausforderungen, vor der die Fragebogenkonstruktion in Bezug auf den internationalen Vergleich steht.

Zum Seminar wird es einen Reader geben.

  

Experiment: Flow oder Frust – der schmale Grat beim Gamen

Peter-Harald Kust
Frühjahrssemester
jede Woche, Donnerstag, 13.15-15.00 Uhr
Pérolles 21, Saal B205
Beginn: 21. Februar 2013

Hinweis: In diesem Seminar sind noch Plätze frei. Bei Interesse melden Sie sich beim Dozenten (Stand: 22. Feb. 2013)

Zweck des Seminars ist es, die Forschungsstrategie des Experiments kennenzulernen und anzuwenden. In projektorientierten Forschungsgruppen werden Fragestellungen und Hypothesen zur Wirkung von Computerspielen entwickelt und anhand von Experimenten überprüft. Dazu werden in einem ersten Abschnitt Texte zum Experiment und zu Computerspielen gelesen, darauf aufbauend selbst Texte recherchiert und die Resultate diskutiert. Im zweiten, praktischen Teil werden die Hypothesen operationalisiert, experimentell geprüft und ausgewertet. Dabei wird die Bereitschaft der Teilnehmenden vorausgesetzt, in den Forschungsgruppen ausserhalb der Seminarstunden verschiedene Arbeitsschritte termingerecht zu erarbeiten und diese jeweils im Seminar vorzustellen.

Kenntnisse von Computerspielen sind erwünscht, aber nicht zwingend notwendig. Unabdingbar sind aber ein hohes Interesse an der Thematik und die Bereitschaft zum wissenschaftlichen Diskurs. Eine erfolgreiche Teilnahme setzt hohes Engagement, empirische Kreativität und das Akzeptieren wissenschaftlicher Standards voraus.

Anforderungen zum Erwerb der 9 ECTS:

  • Regelmässige Teilnahme (max. zwei durch Atteste entschuldigte Absenzen)
  • Termingerechte Bearbeitung und Abgabe der Aufgaben
  • Ggf. mehrere Präsentationen pro Arbeitsgruppe
  • Forschungsbericht, Umfang ca. 20 Seiten, Abgabe bis spätestens 13. Juli 2013


Basisliteratur:
Berc, Tobias; Zapf, Holger (2009)(Hrsg.): Wie wir spielen, was wir werden: Computerspiele in unserer Gesellschaft. Konstanz.
Czienskowski, Uwe (1996): Wissenschaftliche Experimente: Planung, Auswertung, Interpretation. Weilheim.
Gee, James Paul (2007): Good Video Games + Good Learning. Collected Essays on Video Games, Learning and Literacy. New York et al.
Huber, Oswald (2009): Das psychologische Experiment: Eine Einführung. Mit dreiundfünfzig Cartoons aus der Hand des Autors. Bern.
Johnson, Steven (2006): Neue Intelligenz: Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden. Köln.
Kunczik, Michael; Zipfel, Astrid (2006): Gewalt und Medien: ein Studienhandbuch. Köln.
Pias, Claus; Holtorf, Christian (2007)(Hrsg.): ESCAPE! Computerspiele als Kulturtechnik. Köln; Weimar; Wien.
Quandt, Thorsten; Wimmer, Jeffrey; Wolling, Jens (2008)(Hrsg.): Die Computerspieler. Studien zur Nutzung von Computergames. Wiesbaden.
Scheufele, Bertram; Engelmann, Ines (2009): Empirische Kommunikationsforschung. Konstanz.
Scholl, Armin (2009): Die Befragung. Konstanz.
Wirth, Werner; Lauf, Andreas; Fahr, Andreas (2004)(Hrsg.): Forschungslogik und -design in der Kommunikationswissenschaft. Band 1: Einführungen, Problematisierungen und Aspekte der Methodenlogik aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive. Köln.

 

Qualitative Interviews: Internet im Alltag älterer Menschen

Philomen Schönhagen
Herbstsemester
jede Woche, Dienstag, 10.15-12.00 Uhr
Pérolles 21, Saal F130
Beginn: 18. September 2012

Achtung: Angemeldete Personen, die in der ersten Sitzung nicht erscheinen, verlieren ihren Seminarplatz!

Die Studierenden erarbeiten anhand praktischer Übungen Kenntnisse zweier qualitativer Methoden der Sozialforschung: des qualitativen Interviews (speziell Leitfadeninterview) sowie der qualitativen Inhaltsanalyse, die zur Auswertung der Interviews eingesetzt wird. Inhaltlich steht dabei die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle das Internet im Alltag älterer Menschen spielt.

Dabei wird die Bereitschaft der Teilnehmenden vorausgesetzt, in kleinen Arbeitsgruppen ausserhalb der Seminarstunden verschiedene Arbeitsschritte termingerecht zu erarbeiten sowie diese jeweils im Seminar vorzustellen. Dieses ‚learning by doing’ ist unerlässlich für den Erwerb von Methodenkompetenz, die für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten unverzichtbar ist.

Der erste Arbeitsschritt erfordert eingehende Lektüre und Analyse verschiedener Texte zu theoretischen Grundlagen und Forschungsstand. Im zweiten Schritt ist ein Interviewleitfaden zu erarbeiten. Weitere Arbeitsschritte betreffen die Durchführung und Transkription von Interviews sowie deren Auswertung mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse.

Die Seminararbeiten umfassen, neben der Ausarbeitung der theoretischen Grundlagen und deren Operationalisierung (auf Grundlage der Übungen im Seminar), die Durchführung und Auswertung mehrerer Leitfadeninterviews (pro Teilnehmer).

Zum Seminar erscheint ein Reader mit Texten, die während des Semesters bearbeitet werden.

Anforderungen zum Erwerb der 9 ECTS:

  • Regelmässige Teilnahme (max. zwei entschuldigte Absenzen)
  • Termingerechte Bearbeitung und Abgabe aller Aufgaben
  • Ggf. mehrere Präsentation/en pro Arbeitsgruppe
  • Seminararbeit, ca. 20 Seiten, Abgabe bis spätestens 11. Februar 2013

 

Leitfadeninterviews im internationalen Vergleich

Maria Lauber
Herbstsemester
jede Woche, Mittwoch, 15.15-17.00 Uhr
Pérolles 21, Saal F207
Beginn: 19. September 2012

Warum haben französischsprachige Werbespots einen anderen Stil als deutschsprachige? Fotografieren Schweizer Fotografen und Fotografinnen anders als beispielsweise deutsche, französische oder italienische? Das Seminar will mit Hilfe von Leitfadeninterviews kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen untersuchen, die die Studierenden selbst entwickeln können.

Damit dient dieses Forschungsseminar der Entwicklung von Leitfadeninterviews im Rahmen der internationalen Vergleichsforschung. Die Studierenden werden die Methode(n) der qualitativen Befragung theoretisch erarbeiten und praktisch anwenden. Dabei können sie den Forschungsprozess von der Umsetzung einer Fragestellung bis hin zur Auswertung reflektieren und auf der Basis einer eigenen Fragestellung eigene Befragungskonzepte erarbeiten, praktisch testen und die Ergebnisse auswerten.

Zum Seminar gibt es einen Reader.

 

Befragung mit SPSS

Torsten Maurer
Herbstsemester
jede Woche, Mittwoch, 15.15-17.00 Uhr
Pérolles 21, Saal B205/ F230
Beginn: 21. September 2012, 14-18 Uhr; weitere Termine: Freitag, 21.09.12, 14-18 Uhr; Freitag, 05.10.12, 15-18 Uhr; Samstag, 06.10.12, 09-12 Uhr; Freitag, 19.10.12, 15-18 Uhr; Samstag, 20.10.12, 09-12 Uhr; Freitag, 09.11.12, 17-19 Uhr; Samstag, 10.11.12, 13-17 Uhr; Freitag, 23.11.12, 15-18 Uhr; Samstag, 24.11.12, 09-12 Uhr

In dem Forschungsseminar können Studierende im zweiten Jahr die Methode der Befragung theoretisch erarbeiten und praktisch anwenden. In den einführenden Sitzungen werden verschiedene Methoden der Befragung vorgestellt sowie der Forschungsprozess von der Erarbeitung der Fragestellung über die Auswahl der Stichprobe und die Konstruktion eines Fragebogens bis hin zur Datenerhebung und -auswertung erläutert. Im Rahmen des Seminars werden zudem die Grundlagen der Datenmodifikation und –analyse mit SPSS aufgefrischt bzw. vertieft. Parallel führen die Kursteilnehmer/innen in Arbeitsgruppen eine eigene Studie durch, die auch die Grundlage für die schriftliche Seminararbeit bildet.

Ein Reader mit grundlegenden Texten und Hinweisen auf weiterführende Literatur kann zu Beginn des Semesters im Sekretariat bezogen werden.

 

Universität Freiburg (Schweiz)   -   Departement für Medien- und Kommunikationswissenschaft
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