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Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes. FS Angelus A. Häussling - LQF 88

Bd. 1: Biblische Modelle und Liturgiereformen von der Frühzeit bis zur Aufklärung

Bd. 2: Liturgiereformen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart

(Hg. von Martin Klöckener - benedikt Kranemann)

"Liturgiereform" ist ein durchgängiges Phänomen der Liturgie- und Kirchengeschichte. In der liturgiewissenschaftlichen Forschung wie auch in anderen theologischen und benachbarten nichttheologischen Disziplinen hat dies bislang wenig Beachtung gefunden. 

Erstmals wird in diesem Sammelband eine systematische Darstellung und phänomenologische Beschreibung vorgelegt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zahlreichen Ländern und verschiedenen Disziplinen gehen in 48 Beiträgen Anlass, Zielsetzung, Instanzen, Strukturen und materialen Ausprägungen unterschiedlicher Reformen des Gottesdienstes der Kirche nach. 

Die Studien konzentrieren sich auf Reformen, die im Laufe der westlichen Liturgiegeschichte auf diözesaner, regionaler oder gesamtkirchlicher Ebene sowie in ausgewählten Ordensgemeinschaften stattgefunden haben. Exemplarisch untersucht werden Reformen des gottesdienstlichen Lebens in Alter Kirche, Mittelalter, Reformation und Aufklärung bis hin zur Liturgischen Bewegung des 19. Und 20. Jahrhunderts. Breiteren Raum nimmt die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils und eine Analyse ihrer Durchführung und Rezeption in einzelnen Ländern ein. Planvolle Veränderungen der Liturgie sind in fast allen Epochen der Kirchengeschichte dann zu beobachten, wenn es zu Umbrüchen im gesellschaftlichen oder kirchlichen Leben kommt und tiefgreifenden Veränderungen in Kultur und Mentalität stattfinden. Das Phänomen „Liturgiereform“ steht im engen Austausch mit Faktoren des soziokulturellen Umfeldes und wird unter anderem durch sie aufgelöst.

„Liturgiereform“ ist eine planvolle Veränderung und Erneuerung der teil- oder universalkirchlichen Liturgie, die durch eine zuständige kirchliche Autorität gestützt auf ein theologisches Programm und in Wechselwirkung mit kirchlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen und Erneuerungen durchgeführt wird. Sie ist, so zeigen es die Beiträge, ein Erneuerungsprinzip kirchlichen Lebens überhaupt.

 

Inhaltsverzeichnis des Teils I

 

Inhaltsverzeichnis des Teils II

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