Departement für
Praktische Theologie
HOME > Institut > Lehrstuhl >  Lernziele

 

Lernziele des Lehrstuhl

I. Das Fach Liturgiewissenschaft trägt in folgender Weise zur theologischen Ausbildung bei:

Als integratives, interdisziplinär und ökumenisch orientiertes theologisches Fach untersucht die Liturgiewissenschaft sowohl die Geschichte als auch die gegenwärtige Gestalt des Gottesdienstes in seinen vielfältigen Formen, erläutert – wo möglich vor biblischem Hintergrund – die theologische Bedeutung des Glaubens aus dem Vollzug der Feier genauso wie die anthropologischen Bedingungen der Liturgie und berücksichtigt rechtliche und spirituelle Aspekte. Gegenstand ist somit die Kirche, insofern sie in der Liturgie das Pascha-Mysterium Jesu Christi feiert.

Im Bachelor-Studienabschnitt werden Grundlagen von Theologie, Geschichte und aktueller Gestalt der Liturgie vermittelt. Ebenfalls wird die Liturgie mit ihren zeitlichen Rhythmen, vor allem das Kirchenjahr mit der Osterfeier als Zentrum, behandelt.

Im Master-Studienabschnitt wird das Studium einzelner Feiertypen vertieft, vornehmlich der Eucharistiefeier und anderer Sakramentenfeiern sowie der Tagzeitenliturgie und des Wortgottesdienstes. Daneben treten speziellere Themen, wie z.B. zu Liturgie und Kunst/Architektur, Kirchenmusik usw.

II. Am Ende der Ausbildung soll der Student/die Studentin folgende Fähigkeiten erworben haben:

a. Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Theologie und Geschichte des christlichen Gottesdienstes;
  • Grundstrukturen und -elemente der gottesdienstlichen Feier;
  • Kirchenjahr;
  • Eucharistiefeier und andere sakramentliche Feiern; Tagzeitenliturgie und Wortgottesdienst.

b. Befähigung zur Anwendung des Wissens in folgenden Bereichen:

  • Im kirchlichen Dienst zur Vorbereitung und Evaluation komplexer gottesdienstlicher Handlungen und langfristiger liturgischer Konzepte, zur mit- oder eigenverantwortlichen Gottesdienstgestaltung sowie zur Erschliessung der Liturgie für die Mitfeiernden.
  • In inner- und außerkirchlichen Zusammenhängen zum Verständnis des Gottesdienstes, seiner rituellen Gesetzmäßigkeiten und anthropologischen Voraussetzungen und Implikationen im gesellschaftlich-kulturellen Kontext.
  • Im wissenschaftlichen Zusammenhang besonders zur Auswertung und Erschließung liturgisch relevanter Quellen aus Vergangenheit und Gegenwart, zur theologischen Analyse liturgischer Handlungen in ökumenischer Weite sowie zur Umsetzung der Einheit von Feiergehalt und Feiergestalt.

III. Der Ausbildungsgang im Fach Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg vermittelt die erforderlichen Kenntnisse und Befähigungen in folgender Weise:

Im BA-Studienabschnitt (1./2. Jahr)

werden in Vorlesungen (insgesamt 4 SWS) Grundlagen der Liturgiewissenschaft gelegt; hinzu kommt ein fakultatives Kolloquium, das der Vertiefung und der Reflexion der liturgischen Erfahrung dient (je 1 SWS).

Im MA-Studienabschnitt

wird im 9. und 10. Semester eine Vorlesung (je 2 SWS) zu spezielleren Themen angeboten. In jedem Semester wird ein Seminar (2 SWS) zu wechselnden Themen veranstaltet; teilweise kommen weitere Veranstaltungsformen hinzu (u.a. praxisorientierte Tagungen in Kooperation mit dem Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz). Exkursionen führen zu ausgewählten Orten liturgiewissenschaftlichen Studiums und exemplarischen liturgischen Feierns. Zusatzprogramme werden für Studierende mit Spezialisierungen im Fach Liturgiewissenschaft sowie für Doktoranden angeboten.


Aktivitäten verfolgen RSS 2.0 | Administration | Swiss University
Universität Freiburg   -   Institut für Liturgiewissenschaft  -   Av. de l'Europe 20   -   CH-1700 Freiburg/Schweiz
tel +41 26 300 74 42   -   fax +41 26 300 97 53
Webmaster: Dominik Hasler   -  Stand 18. Oktober 2011