Beschreibung
Dieser Teil der Einleitungsvorlesung fragt, was Liturgie ist, und antwortet : Sie ist Gedächtnis des Pascha-Mysteriums Christi, realisiert in einem dialogischen Geschehen zwischen Gott und den Menschen. In diesem Dialog ist der Mensch radikal engagiert : leibhaftig, sprachmächtig, gemeinschaftlich. Mit anderen Worten : er ist zur aktiven Teilnahme an der Liturgie durch Taufe und Firmung nicht nur ermächtigt, sondern auch aufgefordert. Weil die Liturgie Feier des Pascha-Mysteriums ist, geht es hier um Leben und Tod, um Befreiung, um Verwandlung in neue Schöpfung. Von daher ergibt sich auch die anthropologische, pastorale und letztlich politische Dimension der Liturgie. - Die Vorlesung vermittelt Grundkategorien und gibt Hinweise zum weiterführenden Studium. Die begleitende Lektüre von kurzen, exemplarischen Texten während der Vorlesungszeit wird vorausgesetzt.
Literaturangaben
- R. Berger, Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg u.a. 2005.
- A. Gerhards/B. Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft. Darmstadt 2008.
- R. Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001.
Lernergebnisse
Grundbegriffe wie Pascha-Mysterium, aktive Teilnahme, Feier, Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch in ihrer anthropogischen wie theologischen Dimension verstehen und an Beispielen aus der Liturgie erläutern. Liturgie als Sprachhandeln erläutern und verschiedene liturgische Sprachcodes unterscheiden.
Den ekklesial-gemeinschaftlichen Charakter der Liturgie unter theologischen wie anthropologischen Gesichtspunkten aufzeigen. Fragen und Perspektiven für das weitere Studium im Fach Liturgiewissenschaft entwickeln.
Evaluationsverfahren
mündliche Prüfung von 15 Minuten zusammen mit Prof. Dr. Martin Klöckener (geschichtlicher Teil der Einführung)