Institut für Föderalismus
Rechtwissenschaftliche Fakultät

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Dies academicus 2015

Grosse Auszeichnung am Dies academicus 2015 für die Dissertation von Wossen Aregay zum Thema «Verwaltete Vielfalt. Ist der Nationalitätenstaat die Antwort auf den Pluralismus? Eine rechtstheoretische Analyse und ihre Veranschaulichung am äthiopischen Beispiel»

Wossen Aregay, ehemaliger Doktorand von Prof. Eva Maria Belser, erhält für seine Dissertation zum Thema «Verwaltete Vielfalt. Ist der Nationalitätenstaat die Antwort auf den Pluralismus? Eine rechtstheoretische Analyse und ihre Veranschaulichung am äthiopischen Beispiel» den Fürst von Liechtenstein-Preis für wissenschaftliche Forschung sowie den Vigener-Preis.

Seine Arbeit beschäftigte sich mit einer grundlegenden Frage: Kann der Nationalitätenstaat die Antwort auf den ethnischen Pluralismus sein? Mit seiner originellen und scharfsinnigen Analyse zeigt der Autor, der äthiopischen Ursprungs ist, dass das Modell des Nationalstaats durchaus eine kollektive Identitätenvielfalt kennt, ohne dass dadurch die ebenfalls für den Nationalstaat grundlegenden einheits- und autoritätsbildenden Elemente infrage gestellt würden. Aregays überzeugende Ergebnisse werden nicht nur für Wissenschaftler in Äthiopien, sondern auch für die internationale Föderalismusforschung nützlich sein.

Der Fürst von Liechtenstein-Preis wurde 1993 von Fürst Franz Josef II. gestiftet, ist mit 10’000 Franken dotiert und wird von der Universität Freiburg alle zwei Jahre für wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die sich mit einer christlichen Welt- und Menschenanschauung auseinandersetzen. Mit den 1908 gestifteten Joseph Vigener-Preisen, die mit 2000 Franken dotiert sind, werden herausragende Diplom-, Master- oder Doktorarbeiten ausgezeichnet.

Die Dissertation von Dr. iur. Wossen Aregay ist in der institutseigenen Publikationsreihe  Publikationen des Instituts für Föderalismus Freiburg Schweiz PIFF erschienen und kann bei Buch Stämpfli bestellt werden.