Russische katholische Apologetik

Informationszentrum und online-Bibliothek am Institut für Ökumenische Studien

 

Im Rahmen eines Forschungsprojekts, das durch den "Forschungspool" der Universität Freiburg finanziert wurde, erwarb das Institut eine repräsentative Sammlung von Werken der russischen katholischen apologetischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die elektronische Version der Texte ist provisorisch bereits abrufbar unter

www.trinitas.net/lib

Die Werke sind in folgende Kategorien eingeteilt:

1. Katholische Apologetik und Geschichtsschreibung: Es handelt sich im weitesten Sinne um Versuche, die Kritik an der katholischen Kirche von orthodoxer Seite als nicht stichhaltig zu erweisen und im Gegenzug theologische Kritik an orthodoxen Positionen zu formulieren.

2. Quellen und Grundlagenwerke (die in den Auseinandersetzungen der Zeit häufig zitiert und diskutiert werden); dazu gehören auch Zeitschriftennummern, in denen die Debatten geführt worden: Logos, Symbol, Vestnik RSHD

3.  Orthodoxe Literatur in Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche: In diesem Bereich wurde der ursprüngliche Forschungsplan ausgeweitet. Es schien sinnvoll, auch die auslösenden orthodoxen Beiträge sowie die orthodoxen Reaktionen auf die katholischen Werke zu dokumentieren.  Darunter finden sich polemische Angriffe auf die katholische Kirche, aber auch sehr konstruktive theologische Beiträge und sogar positive Rezeptionen katholischer Positionen sowie selbstkritische Beiträge orthodoxer Denker wie etwa Vladimir Solov'ev.

Die in Antiquariaten erworbenen Bücher sind vorläufig  in der Walter-Nigg-Bibliothek zugänglich. Langfristig wird eine Unterbringung in dem neu an der Universität errichteten "Center for Russian Studies" ins Auge gefasst.

Die russischen Texte sind mit Erläuterungen versehen, die nicht-sprachkundigen Lesern einen ersten Zugang vermittelt:

1. Eine allgemeine Einleitung dokumentiert und charakterisiert das Phänomen der katholischen russischen Apologetik.

2. Die Autoren und Autorinnen werden mit einer Kurzbiographie vorgestellt.

3. Die Werke sind mit einer knappen Beschreibung des Inhalts und der Situierung im Dialog versehen.

Längerfristig bemüht sich das Institut um ausgewählte Übersetzungen besonders wichtiger Texte.

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P.S.: Das Foto in der Liste der Projekte des ISO zeigt die Prinzessin Elisabeth Volkonskaya, die sich mit mehreren bedeutenden Werken über die Kirche an dem Dialog beteiligte.

 

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