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Fachtagung am 17. Juni 2016

WER DARF ELTERN SEIN?
Familienkonstellationen und die Entwicklung der Kinder

Die Familie ist ein bedeutender Sozialisationsfaktor. Wie Kinder aufwachsen trägt entscheidend zu deren Entwicklung bei. Ziel der Fachtagung ist es, unterschiedliche Entwicklungsbedingungen für die Kinder aus einer interdisziplinären Perspektive zu beleuchten. Wer soll, kann und darf Eltern sein? Namhafte Referenten und Referentinnen werden in ihren Vorträgen aus psychologischen, soziologischen, gesellschaftspolitischen und juristischen Blickwinkeln aktuelle Fragen darüber, was Eltern mitbringen müssen um ihren Kindern eine positive Entwicklung zu ermöglichen, beleuchten und diskutieren.

PROGRAMM

09.00 Empfang
09.20 Eröffnung der Tagung
  Dr. Annette Cina, Psychologin,
Koordinatorin Institut für Familienforschung und –beratung, Universität Fribourg
09.30 Elternschaft und Familienkonstellationen in der Schweizer Landschaft aus gesellschaftspolitischer Sicht.

 

lic. rer. pol. Kathrin Bertschy, Ökonomin, Nationalrätin und
Co-Präsidentin der Alliance F, Bund Schweizerischer Frauenorganisationen
10.00 Partnerschaftliche Voraussetzungen für gute Elternschaft: Einflüsse der Elternbeziehung auf Erleben und Entwicklung des Kindes.
  Prof. Dr. Dominik Schöbi, Psychologe,
Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Fribourg
10.30 Diskussion
10.45 Kaffeepause
11.15 Wer darf Eltern sein? Rechtslage in der Schweiz und im angrenzenden Ausland.
  Dr. Sandra Hotz, Juristin,
Oberassistentin Institut für Familienforschung und –beratung, Universität Fribourg, Lehrbeauftragte der Universitäten Zürich und Basel
11.45 Zwei Papis, zwei Mamis – die Entwicklung der Kinder in Regenbogenfamilien
  Dr. Nathalie Meuwly, Psychologin, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Fribourg
12.15 Diskussion
12.30 Mittagspause
14.00 Was unterscheidet frühe oder späte Eltern? Eine soziodemographische Betrachtung.
  PD Dr. Waltraud Cornelissen, Soziologin, Deutsches Jugendinstitut, München
14.30 Betreuungsmodelle nach Trennung der Eltern in der Diskussion:
Befunde zum Wechselmodell in Deutschland.
  Prof. Dr. Sabine Walper, Psychologin, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut, München
15.00 Diskussion
15.15 Kaffeepause
15.45 Familie hat Zukunft: Die Schweiz und andere europäische Länder im Vergleich.
  Prof. em. Hans Bertram, Soziologe und Familienforscher, Humboldt Universität Berlin
16.15 Diskussion
16.30 Abschluss

 
INHALT

Elternschaft und Familienkonstellationen in der Schweizer Landschaft aus gesellschaftspolitischer Sicht
Was war Familie früher? Was ist Familie heute? Welcher Wandel der Bedeutung der Familie in der Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren aus gesellschaftspolitischer Perspektive vollzogen? Was bedeutet dies für Frauen in Bezug auf Elternschaft und Familienkonstellationen?

Partnerschaftliche Voraussetzungen für gute Elternschaft: Einflüsse der Elternbeziehung auf Erleben und Entwicklung des Kindes
Diverse Aspekte innerhalb einer Partnerschaft wie das Funktionsniveau, der Interaktionsstil und Alltagsroutinen in der Familie prägen das Erleben von Kindern und damit ihre physische und psychische Entwicklung nachhaltig. Was brauchen Eltern um ihren Kindern optimale Entwicklungsbedingungen schaffen zu können?

Wer darf Eltern sein? Rechtslage in der Schweiz und im angrenzenden Ausland
Rechtliche, soziale, biologische und genetische Elternschaft können heute vermehrt auseinanderfallen. Wen anerkennt die schweizerische Rechtsordnung als rechtlichen Elternteil, wen nicht?

Zwei Papis, zwei Mamis – die Entwicklung der Kinder in Regenbogenfamilien
Wichtiger als das Geschlecht der Eltern ist das universelle Bedürfnis der Kinder nach verlässlichen Beziehungen und Liebe. Mit welchen Hürden sind gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch konfrontiert?

Was unterscheidet frühe und späte Eltern? Eine soziodemographische Betrachtung.
Wie unterscheiden sich der Bildungsstand, die berufliche Integration, das Haushaltseinkommen und die Lebensform früher und später Mütter und Väter in der Familiengründungsphase?

Betreuungsmodelle nach Trennung der Eltern in der Diskussion: Befunde zum Wechselmodell in Deutschland
Welchen Beitrag spielen die äusseren Rahmenbedingungen, die Erwerbsbeteiligung, finanzielle Situation sowie die Kooperation der Eltern im Umgang und Betreuung der Kinder für die Entwicklung der Kinder nach einer Trennung?

Familie hat Zukunft: die Schweiz und andere europäische Länder im Vergleich
Welche Handlungsempfehlungen resultieren aus dem Vergleich der Entwicklung von Familien in europäischen Ländern und wie kann sich die Gesellschaft für Eltern einsetzen?

Tagungsleitung
Dr. phil. Annette Cina
Institut für Familienforschung und –beratung
Universität Fribourg

Zielgruppe
Die Fachtagung richtet sich an Fachpersonen aus der Praxis und Forschung, die mit Familien arbeiten oder am Thema interessiert sind. Fachleute der folgenden Berufsfelder sind besonders angesprochen: Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie, Mütter- und Väterberatung, Paar- und Familienberatung, Elternbildung und Prävention, Erziehungswissenschaft, Heil- und Sozialpädagogik, Sozialarbeit Kindes- und Erwachsenenschutz.

Datum und Ort
Freitag, 17. Juni 2016, 09.15 – 16.30
Universität Freiburg
Pérolles II, Gebäude A-Bereich, Saal A120

Kosten

Frühbucher bis 30. Mai 2016  250.- sFr.
Normaltarif 290.- sFr.
Studierende (Ausweis) 100.- sFr.


In den Tagungskosten sind die Tagungsunterlagen und die Kaffeepausen inbegriffen.

Informationen und Anmeldung
Weiterbildungsstelle, Universität Freiburg, Rue de Rome 6, 1700 Freiburg
Tel: 026 300 73 47, Email: formcont@unifr.ch.

Anmeldung Online: http://admin.unifr.ch/uniform/faces/pages/index.xhtml?id=11415


Auskünfte

Weiterbildungsstelle

Universität Freiburg
Rue de Rome 6
CH-1700 Fribourg

+41 (0)26 300 73 47

www.unifr.ch/formcont

Universität Freiburg - Institut für Familienforschung und -beratung  -  Rue de Faucigny 2  -  1700 Fribourg  -   +41 26 / 300 7360
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