- Urs Altermatt, o. Prof.
LizentiandInnenseminar
Zeit: Blockveranstaltungen: Donnerstag , 14-18 Uhr
Daten: werden den TeilnehmerInnen bekann gegeben
Ort: Seminarraum Rue de l'Hôpital 3
Diese Veranstaltung richtet sich ausschliesslich an Hauptfachstudierende,
die im Fach Zeitgeschichte bereits an der Lizentiatsarbeit arbeiten. Für
diese ist der Besuch des LizentiandInnenseminars während eines Semesters
obligatorisch. Die Studierenden präsentieren das Konzept ihrer Lizentiatsarbeit
und legen es zur kritischen Diskussion vor.
Die Liste für das LizentiandInnenseminar im SS 2006 befindet sich bei Franziska Metzger im Seminar für Zeitgeschichte, Rue de l'Hôpital 3, tel. 026/300 79 40, e-mail: franziska.metzger@unifr.ch ; Sprechstunden: Donnerstag Vormittag 08.30-11.00 Uhr.
Informationen zu den gegenwärtig an den schweizerischen Universitäten laufenden und im vergangenen Studienjahr abgeschlossenen Lizentiatsarbeiten in Zeitgeschichte sind auf der Internetseite der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte zugänglich:
http://www.hist.net/sgg-ssh .
Die Lehrtätigkeit von Prof. Altermatt ist durch seine Funktion als Rektor der Universität reduziert.
- Catherine Bosshart-Pfluger, Ober-Ass.
Vorlesung: Diktaturen im Vergleich
Mittwoch, 13-15 Uhr
Beginn: 22. März 2006
Ort: Auditorium B
- Catherine Bosshart-Pfluger, Ober-Ass.
Proseminar: Einführung ins politische System der Schweiz (für SekundarlehreramtskandidatInnen obligatorisch)
Freitag, 13-15 Uhr
Beginn: 24. März 2006
Ort: Saal 2118
Wir gehen in diesem Kurs im Sinne eines Überblicks grundlegenden Fragen unseres Staatswesens nach. Ausgehend von aktuellen Problemstellungen beleuchten wir die wichtigen Institutionen, analysieren Prozesse und halten Ausschau nach Perspektiven einer künftigen Weiterentwicklung. Für die Analyse dienen uns Tabellen, Grafiken, Texte und empirische Befunde, mit denen wir ausgewählte Aspekte vertiefen.
Literaturhinweis: Jürg Martin Gabriel, Das politische System der Schweiz. Eine Staatsbürgerkunde, 4. aktualisierte Auflage, Bern 1993 (Überblickslektüre); Wolf Linder, Schweizerische Demokratie. Instituti-onen - Prozesse - Perspektiven, Bern 1999.
- Markus Furrer, Ass. Prof.
Vorlesung: Die Geschichte der europäischen Integration von 1945 bis in die Gegenwart
Dienstag, 11-13 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Auditorium B
Aktuelle Migrationsprozesse lassen sich besser verstehen, wenn man sie historisch überblickt. Die Vorlesung vermittelt einen Längsschnitt der Wanderungsbewegungen von, nach und in Europa im Verlaufe des 19. und 20. Jahrhunderts. Neben Hinweisen zu Modellen der Migrationsforschung, steht der Alltag des Migrationsgeschehens im Zentrum der Betrachtungen sowie der ökonomische, politische und gesamtgesellschaftliche Bezug.
Einstiegslektüre: Klaus J. Bade, Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2000.
Weitere Informationen unter: http://mafurrer.home.solnet.ch/
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Siegfried Weichlein, Ass. Prof.
Vorlesung "Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert"
Mittwoch, 8-10 Uhr
Beginn: 22. März 2006
Beginn: Die Teilnahme am Seminar bedingt die zwingende Anwesenheit am 3. November 2005
Diese Überblicksvorlesung behandelt die deutsche Geschcihte im kurzen 20. Jahrhundert von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die Geschichte der beiden deutschen Staaten nach 1949 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990. Dabei werden Grundprobleme der Demokratisierungsgeschichte, der Wirtschaftsgeschichte, der Kulturgeschichte und der europäischen Integration analysiert.
Einführende Literatur: Heinrich A. Winkler, Der lange Weg nach Westen. Bd.2: Deutsche Geschichte vom "Dritten Reich" bis zur Wiedervereinigung, München Verlag Beck 2000.
- Siegfried Weichlein, Ass. Prof.
Seminar: Religion und Diktatur im 20. Jahrhundert
Dienstag, 17-19 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Kinderstube 2.102
Dieses Hauptseminar vergleicht das Verhältnis der christlichen Kirchen zu den Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Gegenstände sind der italienische Faschismus, der deutsche Nationalsozialismus, das Spanien Francos, das Portugal Salazars, Vichy-Frankreich, der autoritäre Ständestaat Österreich und die Diktaturen nach 1945 in Osteuropa (v.a. DDR und Polen). Das Seminar arbeitet mit einem Reader und ist leseintensiv.
Einführende Literatur zur europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts:
Mark Mazower, Dark Continent. Europes Twentieth Century, London Pinguin Books 1998.
- Siegfried Weichlein, Ass. Prof.
Methodenseminar I: Max Webers Objektivitätsaufsatz
Dienstag, 13-15 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Kinderstube 2.102
Dieses Seminar führt Studenten im Grundstudium allgemein verständlich in Grundfragen der Theorie der Geschichtswissenschaft ein. Behandelt werden unter anderem die Fragen, wie Geschichte objektiv sein kann und wie die persönlcihen Werturteile in die Arbeit des Historikers eingehen.
Text:
Max Weber, Die "Objektivität" sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis, in: ders., Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Hg. v. Johannes Winckelmann, Tübingen 1988, 146-214.
- Joseph Jung, Tit. Prof.
Seminar: Vertrauliche Informationen aus dem Bundesrat: Kommunikationsschienen zwischen ausgewählten Entscheidungsträgern im jungen Bundesstaat
Blockkursdaten: 30. März, 11. Mai, 18. Mai, 8. Juni, 22. Juni, 29. Juni. (Ein weiteres Datum wird noch bekannt gegeben)
Zeit: Donnerstag, 13-17 Uhr
Beginn: Die Teilnahme am Seminar bedingt die zwingende Anwesenheit am 30. März 2006.
Ort:
Saal: 3025
Die Briefwechsel zwischen Bundesrat Jonas Furrer (1805-1861), Bundesrat Jakob Dubs (1822-1879), Ständerat Johann Jakob Blumer (1819-1875) und Nationalrat Alfred Escher (1819-1882) vermitteln interessante Einblicke in verschiedene Aspekte des jungen Bundesstaates. Thematisiert werden etwa Fragen zur schweizerischen Aussenpolitik (Neuenburger Handel und Savoyer Frage), zu politischen Strukturen und Abläufen sowie zu wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Man erfährt etwa, wie der Bundesrat "funktionierte", wer mit wem taktierte, wo der politische Gegner lauerte. In den Briefwechseln werden ebenso zwischenmenschliche Töne angeschlagen. Man hört von Alltäglichem und erfährt von Freundschaften und vom Familienleben.
Die Briefwechsel werden in transkribierter Form zur Verfügung gestellt. Die Analyse soll die Gründungs- und Entwicklungsgeschichte des jungen Bundesstaates beleuchten. Die historischen und wirtschaftspolitischen Aspekte und Zusammenhänge, wie sie in den Briefen zur Darstellung gelangen, werden mit der Geschichtsschreibung verglichen.
- Hans L. Kieser, PD
Seminar: Zentrum Schweiz: Revolutionäre aus Osteuropa, Balkan und Nahem Osten (spätes 19.-20. Jh.)
Dienstag, 17-19 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Kinderstube 2.102
Vorbesprechung: 7. Februar 06, 16.15 Uhr im Saal MIS 4118
Vorbesprechung ist ZWINGEND für eine Teilnahme am Seminar!
Dieses Seminar verknüpft die schweizerische mit der globalen
Geschichte, indem es revolutionäre Bildungseliten aus dem Ausland
untersucht, die die Schweiz als Ort der Zuflucht, der Hochschulbildung und politischer Agitation gewählt haben. Neben methodischen Überlegungen zu Diaspora, Sozialisierung und Revolution werden Akteure und Netzwerke des Sozialismus, Zionismus, Nationalismus und Islamismus zur Sprache kommen. Lernziel des Seminars ist es, aus dem Studium helvetischer Schauplätze und Agitationszentren relevante Einblicke in
die Globalgeschichte des 20. Jahrhunderts zu gewinnen.
Nähere Angaben zur Veranstaltung hier .
- Damir Skenderovic, Lb.
Seminar Die radikale Rechte in Europa nach 1945
Dienstag, 15-17 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Saal 3013
Das Seminar befasst sich mit der Geschichte der politischen Familie der radikalen Rechten in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nachdem die Akteure der radikalen Rechten bis in die 1960er Jahre an den Rändern der westeuropäischen Gesellschaften operiert hatten, begannen sie in den 1970er und 1980er Jahren ihre organisatorischen Strukturen zu festigen und eine ideologische Erneuerung voranzutreiben. In den 1990er Jahren gelang es der radikalen Rechten, eine Vielfalt an Organisationsformen aufzubauen und sich in den meisten Ländern West- und Osteuropas zu etablieren. Während die Neue Rechte mit Denkzirkeln und Publikationen vor allem in kulturellen und intellektuellen Diskussionen zusehends präsent war, vermochten rechtspopulistische Parteien ihre Position in den jeweiligen Parteiensystemen und ihren Einfluss in verschiedenen politischen und öffentlichen Arenen zu stärken. Im Seminar beschäftigen wir uns zum einen anhand der Forschungsliteratur zur radikalen Rechten mit definitorischen und konzeptuellen Fragen sowie mit theoretischen Debatten zu Ursachen und Gründen für diese Phänomene, wobei politik- und ideengeschichtliche Perspektiven mit sozialwissenschaftlichen Erklärungsansätzen verbunden werden. Zum anderen geht es darum, anhand von Fallbeispielen die Entwicklung der radikalen Rechten in einzelnen europäischen Ländern komparativ zu erfassen.
Literatur:
Frank Decker, Der neue Rechtspopulismus, 2. überarb. Auflage, Opladen 2004; Michael Minkenberg, Die neue radikale Rechte im Vergleich. USA, Frankreich, Deutschland, Opladen 1998;
Pierre-André Taguieff, Sur la Nouvelle droite. Jalons d'une analyse critique, Paris 1994 .
- Damir Skenderovic, Lb.
Historiographie-Seminar: Forschungsrichtungen in der Geschichtswissenschaft (nur für Hauptfachstudierende in Zeitgeschichte)
Dienstag, 13-15 Uhr
Beginn: 21. März 2006
Ort: Saal 3016
Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die neueren geschichtswissenschaftlichen Entwicklungen und Debatten zu geben und ihre Auswirkungen auf die Forschung zur Zeitgeschichte zu beleuchten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich parallel zur Verwissenschaftlichung und Professionalisierung der Geschichtsforschung und -schreibung die Auseinandersetzung mit theoretischen, konzeptionellen und methodischen Fragen intensiviert. Zum einen wurden dadurch selbstreflexive und -kritische Vorgehensweisen zur Grundlage jeglichen historischen Arbeitens, zum anderen kam es zu einer Ausdifferenzierung und Pluralisierung der Forschungsansätze. So ist die Geschichte der modernen Geschichtswissenschaften auch eine Geschichte der Diversifikation und Heterogenität von Betrachtungsweisen und Zugängen im Umgang mit der Vergangenheit. Das Seminar soll dazu beitragen, sich einen Überblick über die vielfältigen Strömungen innerhalb der grossen Forschungsfelder der Geschichtswissenschaften, insbesondere der Politikgeschichte, Sozialgeschichte, Kulturgeschichte und Ideengeschichte, zu verschaffen. Zudem sollen angesichts der ausgeprägten Interdisziplinarität historischer Forschung die Einflüsse anderer Disziplinen, vor allem der Soziologie, Politikwissenschaft und Sozialanthropologie, auf eine sozialwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft betrachtet werden.
Literatur:
Joachim Eibach, Günther Lottes (Hg.), Kompass der Geschichtswissenschaft. Ein Handbuch, Göttingen 2002; Lutz Raphael, Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart, München 2003.
- Patrick Geiger, Lektor
Proseminar: Schwangerschaft, Geburt und Kindheit im 19./20. Jahrhundert
Freitag, 10-12 Uhr (Gruppe 1)
Freitag, 15-17 Uhr (Gruppe 2)
Beginn: 24. März 2006
Ort: 3013
Wie erlebten Frauen im 19. und 20. Jahrhundert Empfängnis, Schwangerschaft, Geburt und Kindbett? Wie wurden die Zeichen und körperlichen Veränderungen wahrgenommen und gedeutet? Unter welchen Umständen brachten die Frauen ihre Kinder zur Welt? Wie sah zur damaligen Zeit eine Kindheit aus?
Auf der Basis von theoretischen Ansätzen werden in diesem Proseminar emotionale, rituelle, religiöse und kulturelle Aspekte der Geschehnisse um Schwangerschaft, Geburt und Kindheit behandelt.
Literatur: Ariès Philippe, Geschichte der Kindheit. DTV-Taschenbücher, Bd. 30138, München 2003; Labouvie Eva, Andere Umstände. Eine Kulturgeschichte der Geburt, Köln 2000.
- Patrick Geiger, Lektor
Proseminar: Fabrikindustrialisierung der Schweiz
Mittwoch, 10-12 Uhr (Gruppe 1),
Ort:
Saal 2122
Mittwoch, 15-17 Uhr (Gruppe 2),
Ort:
Saal 2118
Beginn: 22. März 2006
Die Schweiz wurde einerseits sehr früh industrialisiert, hat sich aber andererseits rund 200 Jahre später zu einer Dienstleistungsgesellschaft entwickelt, was mit einer eigentlichen "Deindustrialisierung" einhergeht.
Wie sich die Fabrikindustrialisierung im 19. und 20. Jh. allgemein, nach Branchen und Regionen vollzogen hat, welche Rolle dabei einzelne Unternehmen, deren Patrons und die Arbeiterschaft gespielt haben und welche Rahmenbedingungen durch den Staat gesetzt wurden, ist Thema dieses Proseminars. Die Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen der Wirtschaftsgeschichte und die Thematisierung des denkmalpflegerischen Umgangs mit dem industriellen Erbe runden dieses Proseminar ab.
Einführende Literatur: Bergier Jean-François, Wirtschaftsgeschichte der Schweiz. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Zürich 21990 [vergriffen].
- Christina Späti, Lektorin
Proseminar: Die Schweiz, der Nationalsozialismus und die Nachgeschichte
Montag, 17-19 Uhr
Beginn: 20. März 2006
Ort: Saal 3118
Als "Schatten des Zweiten Weltkrieges" kehrte die Geschichte der Schweiz zur Zeit des Nationalsozialismus und ihr Verhältnis zum Dritten Reich in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ins kollektive Bewusstsein der schweizerischen Öffentlichkeit zurück. Im Seminar befassen wir uns in einem ersten Teil mit verschiedenen Aspekten der damaligen Politik gegenüber NS-Deutschland, so z.B. den Wirtschafts- und Finanzbeziehungen mit dem Dritten Reich, aber auch mit der antisemitischen Flüchtlingspolitik der Schweiz in jenen Jahren. Im zweiten Teil geht es um spätere Aufarbeitungen dieser Geschichte, um Kontroversen und Debatten über schweizerische Geschichts- und Erinnerungspolitik bis Mitte der 1990er Jahre.
Als einführende Lektüre wird empfohlen: Unabhängige Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg, Die Schweiz, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg. Schlussbericht, Zürich 2002.
- Christina Späti, Lektorin
Einführung in die Methoden der Geschichtswissenschaft I
Montag, 10-12 Uhr (Gruppe 1)
Dienstag, 13-15 Uhr (Gruppe 2)
Beginn: 20./21. März 2006
Ort: Saal 2122
Das Methodenseminar bietet eine Einführung in das Handwerk der Historikerin/des Historikers. Wir befassen uns mit verschiedenen, für HistorikerInnen wichtigen Archiven, der Vorgehensweise bei der Archivarbeit und den Rechten und Pflichten der Archiv-BenutzerInnen. In einem zweiten Teil widmen wir uns den unterschiedlichen Methoden der Geschichtswissenschaft, einerseits durch die theoretische Auseinandersetzung damit, andererseits aber auch anhand praktischer Übungen.
Als einführende Lektüre wird empfohlen: Gabriele Metzler, Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, Paderborn usw., 2004.