Freiburg und der Krieg
1476: Murtenschlacht
14-18: Erster Weltkrieg

8 / 15 Oktober 08

 

Wieso gibt es Kriege?, Weshalb streiten und töten sich die Menschen? An der Schlacht bei Murten standen sich die Eidgenossen und die Truppen des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen gegenüber. Warum haben sie sich bekämpft? Hatten sie Verbündete? Mit welchen Waffen zogen sie in die Schlacht? Und weshalb fand der Kampf überhaupt in Murten statt? Die Schlacht bei Murten im Jahr 1476 gilt als eines der grossen und prägenden Ereignisse in der Geschichte Europas. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in die Rolle eines Botschafters schlüpfen – den Vorgängern der heutigen Journalisten – und über die aktuellen Meldungen der Schlacht schreiben und zeichnen.

Im Ersten Weltkrieg standen sich unsere Nachbarländer gegenüber: Frankreich gegen Deutschland, Österreich und Italien. Der Krieg dauerte viereinhalb Jahre und forderte 10 Millionen Menschenleben. Die neutrale Schweiz blieb im Ersten Weltkrieg verschont und leistete humanitäre Hilfe (Rotes Kreuz). Trotzdem unterstützen die Einwohnerinnen und Einwohner das eine oder andere Lager, wobei die Sprachgemeinschaft den Ausschlag gab. In Freiburg kam es deswegen zu grossen Spannungen. Die Leute versorgten die aus dem Kriegsgebiet evakuierten und in Eisenbahnwagen transportierten, völlig mittellosen Franzosen mit Nahrung und sprachen ihnen Mut zu. Bis Bern im März 1915 das Anhalten der Züge verbot und damit die Wut der frankophonen Bevölkerung schürte – es gab Petitionen und den Deutschsprachigen wurde vorgeworfen, hinter diesem Entscheid zu stecken. Die Armee musste eingreifen, um die Ruhe wiederherzustellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Rolle der Befürworter des einen oder anderen Lagers übernehmen und herausfinden wie schwierig es sein kann, neutral zu sein.

 

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