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Thomas von Aquin - Summe der Theologie
Prima Pars

Quaestio 90

Prooemium

Iª q. 90 pr.
Post praemissa considerandum est de prima hominis productione. Et circa hoc consideranda sunt quatuor, primo considerandum est de productione ipsius hominis; secundo, de fine productionis; tertio, de statu et conditione hominis primo producti; quarto, de loco eius. Circa productionem autem consideranda sunt tria, primo, de productione hominis quantum ad animam; secundo, quantum ad corpus viri; tertio, quantum ad productionem mulieris. Circa primum quaeruntur quatuor. Primo, utrum anima humana sit aliquid factum, vel sit de substantia ipsius Dei. Secundo, supposito quod sit facta, utrum sit creata. Tertio, utrum sit facta mediantibus Angelis. Quarto, utrum sit facta ante corpus.

 

Neunzigstes Kapitel.
Die Hervorbringung des Menschen und zwar seiner Seele.

Überleitung.

„Wie der Morgenstern inmitten des Nebels und wie der Vollmond leuchtete er in seinen Tagen. Und wie die aufleuchtende Sonne, so glänzte er auf im Hause Gottes.“ (Ekkli. 50.)

Unter diesen Bildern stellt sich uns so recht der vernünftige Geist vor, der im Menschen waltet. Man sieht in den Worten des heiligen Thomas, mit welcher Liebe und Sorgfalt er die Würde des menschlichen Geistes von allen Seiten her beleuchtet. Es ist dies ein einzig dastehender Vorzug des Engels der Schule. Behandelt er die heilige Dreieinigkeit, so meint man, er könne einen anderen Gegenstand gar nicht mit der gleichen Liebe und Hingebung darlegen. Es ist als wolle er all sein Genie auf die Klarlegung dieser Wahrheit verwenden. Er hört nicht auf, immer wieder von neuem Fragen zu stellen, durch welche er nach einer noch unerforschten Richtung hin das Geheimnis sicherstellen will. Behandelt er die Engelwelt, so vergißt man beinahe, wie eingehend er über die Dreieinigkeit und die erhabenen Vollkommenheiten Gottes geschrieben hatte, und meint, nun erst sei er, der engelgleiche Lehrer, um sozusagen, in seinem Elemente. Da weiß er so viele und herrliche Vorzüge zu finden; er tritt gewissermaßen in das Innere des Engelwesens so tief ein; er scheidet den Glanz desselben dermaßen von aller anderen Kreatur, daß man meint, seinem Blicke liege die Engelnatur vor, wie sie in sich selber oder in der Idee Gottes ist. Und kommt er nun zur menschlichen Vernunft, so möchte man sprechen, hier übertreffe er sich selber; und alles Andere diene nur dazu, daß wir uns bewußt werden, welch unglaublichen Schatz wir in uns zu hüten haben, daß wir „nicht werden wie das Pferd und der Esel, denen keine Vernunft innewohnt“.

„Wie der Morgenstern aufsteigt inmitten des Nebels;“ wahrlich so steigt [S. 462] für uns auf aus dem wirren Nebel des Stoffes die ordnende, beruhigende, hellleuchtende Vernunft. Ist die Seele da wegen des Leibes oder der Leib wegen der Seele? So fragt Thomas. „Wie der Künstler den Stoff wählt oder selber sich einen solchen herstellt gemäß der Beschaffenheit der Kunstform, nicht aber diese wegen des Stoffes da ist; so ist der ganze sichtbare Stoff da zum Besten der vernünftigen Seele.“ „Inmitten des Nebels“ steigt dieser Morgenstern auf. Das deutet auf den ersten Strahl, den die Vernunft in das Dunkel des Stoffes hineinstrahlt. Es ist der Strahl der Demut. Bei Thomas findet sich keine hohle Phrase über die Höhe der Vernunft. Er bleibt mitten in der nacktesten Wirklichkeit. „Mitten im Nebel“ steigt der Morgenstern auf. Gerade weil Thomas der menschlichen Vernunft keinen Vorzug giebt, den sie nicht hat; gerade weil Thomas sie als das hinstellt, was sie ist; gerade weil er bei der nüchternsten Wahrheit bleibt; gerade deshalb enthüllt sich ihm die wunderbare Größe unserer Vernunft.

Er will keine selbstherrliche Vernunft, die stolz wie ein König auf den bettelnden Stoff herabsieht. Seine Vernunft ist die Vernunft der Liebe, die gerade deshalb so groß wird, weil sie bei ihrer inneren Armut zu innigster Verbindung mit dem Nebel des Stoffes vermählt ist. „Sie steht auf der Grenze des Reiches der vernünftigen Gewalten; am meisten fern von Gott als Vernunft; am nächsten dem Stoffe, dem reinen Vermögen. Sie ist selber ihrer Natur nach nur einfach ein Vermögen, um zu erkennen.“

Mit welcher Klarheit prüft Thomas diesen Strahl der Demut und äußeren Niedrigkeit; und wie steigt er mit seiner Hilfe hinauf zum süßen Glänze des „Morgensterns“! „Wäre die menschliche Vernunft in solcher Weise von Gott erleuchtet worden wie die anderen geistigen Gewalten; wäre sie unabhängig vom Stoffe und sollte in demselben nur herrschen, nichts von ihm empfangen, so hätte sie die unvollkommenste Kenntnis.“ Unsere Vernunft aber soll im bestimmtesten Glänze erleuchten. Ihr Strahl soll nicht blenden und erkälten, er soll wärmen und anziehen. In der menschlichen Vernunft erscheint so recht nicht bloße berechnende Verständniskraft, sondern die dem Geiste innewohnende Liebe, mit der er Anderes vervollkommnet und dadurch schließlich selber die höchste Vollkommenheit erreicht, nämlich zum Schauen Gottes gelangt. Die Kraft der menschlichen Vernunft kommt gerade von der Einheit, mit der sie den Stoff zu ihrer Höhe hinaufzieht; aus dieser ihrer Liebeskraft fließt in sie die Kenntnis, „In dem sie von Natur aus sich zu den Phantasiebildern wendet, gewinnt sie besondere, eingehende Kenntnis von den Dingen.“ Daß die Vernunft niemals in uns dieser ihrer Aufgabe vergäße! Den Stoff soll sie durchdringen, sie soll ihn bilden und formen; nicht aber vom Stoffe sich trennen und müßig stehen bleiben, während die Sinne herrschen. Sie gelangt zu ihrer Vollendung im Erkennen, wenn sie nie vergißt, den Stoff zu sich in Liebe emporzuheben und sein Vermögen von allem Dunkel zu reinigen. Der Strahl der Demut leitet sie zur erhabenen Sonne der Gerechtigkeit und Herrlichkeit.

Mit dem Strahle der Einfachheit erhellt an zweiter Stelle die Vernunft den Stoff. Wer hätte es gedacht, als Thomas die Menge der Geschöpfe beschrieb, die da in höchster Mannigfaltigkeit vom reinsten Lichte an bis zur stumpfen harten Erde durch alle Zwischenpunkte sich in ungemessenem Raume ausbreiten; — wer hätte es gedacht, daß unter diesen groben, vielgestaltig zusammengesetzten sichtbaren Wesen selber sich eines finden würde, welches berufen wäre, all dieses Viele, Zusammengesetzte, [S. 463] Veränderliche trotz der eigenen Zusammensetzung zum Einen, Einfachen, Unverrückbaren zurückzuführen!

Der Mensch ist dieses Geschöpf. In ihn tritt alles Sichtbare irgendwie ein und steigt am Strahle der Einfachheit der Vernunft empor bis ganz nahe zum Lichte des Morgensternes. Nachdem die Sinne bereits vorgearbeitet haben und mit den äußeren und inneren Sinnesthätigkeiten das höchste Erzeugnis rein stofflichen Wirkens, das Phantasiebild, zu Tage gefördert worden ist; da löst von demselben die Vernunft den Schleier und es erscheint in jugendlichem Glänze im Innern der Vernunft das reine Vermögen, welches im stofflichen Dinge die Gattungsstufe des substantiellen Seins verlieh. „Die einwirkende Vernunft,“ so Thomas, „macht einerseits die Phantasiebilder geeignet, daß in ihnen das reine Wesensvermögen gelesen werden kann; andererseits aber ist sie der Grund, daß wir selber nun vor unseren betrachtenden Augen gegenwärtig haben die inneren Naturen der sichtbaren Welt!“

Und worin bestand denn das Dunkel, auf welches die Strahlen der Vernunft fallen? Worin bestand denn so recht eigentlich das Zusammengesetzte, Veränderliche? Der Strahl der Armut und Ohnmacht, der vom Morgensterne der Vernunft aus auf den Nebel des Stoffes fällt, wird uns die Antwort geben. Nichts wird vom Engel der Schule so beharrlich festgehalten und so häufig erklärt als die Thatsache, daß wir uns selber nicht direkt erkennen, daß der Gegenstand unserer Kenntnis nicht das ist, wodurch wir erkennen. Hier liegt der entscheidende Punkt! Wodurch erkennen wir? Durch das einfache losgelöste Wesensvermögen des Dinges, durch die Idee. Was erkennen wir? Nicht etwa dieses Vermögen, welches Vielem gemeinsam ist; sondern das Zusammengesetzte, das Einzelne, das Wirkliche. Und erst auf Grund dieses wird das Allgemeine selber ausdrücklich Gegenstand der Vernunft; das Einzelne, Wirkliche leitet gleichsam die Vernunft zurück, um nun sich selbst, um ihr eigenes Innere zu sehen. Thomas hat hier zur Klarstellung einen ganz eigentümlichen Ausdruck, der uns die allseitige Armut und Ohnmacht gleichsam als Quelle göttlichen Erbarmens preisen läßt. „Der letzte Zweck jeder Natur richtet sich auf die Herstellung der Gattung, nicht des Einzeldinges; die allgemeine Wesensform ist der Zweck der Zeugung.“ Es wird aber nicht die allgemeine Wesensform erzeugt, sondern das Einzelding; ebenso wie nicht die allgemeine Idee erkannt wird, sondern das Einzelne. Einen Menschen will die Natur erzeugen, nicht aber diesen einzelnen Menschen; und trotzdem wird nur immer ein einzelner Mensch erzeugt. Einen Menschen will die Vernunft erkennen, es liegt ihr nichts daran, ob es dieser oder jener Mensch ist; und trotzdem erkennt sie nur immer diesen einzelnen Menschen.

Was will das heißen? Nichts Anderes als daß in der ganzen Natur kein Grund vorhanden ist für das Einzelne, Wirkliche. Die höchste wirkende Kraft innerhalb der sichtbaren Dinge selber ist die Natur in jedem Dinge. Diese Natur aber ist allgemein, Vielem gemeinsam. Ihr Zweck geht auf die Erzeugung wieder einer solchen Natur. Sie ist nicht der Grund davon, daß etwas einzeln und demnach wirklich ist, nämlich so Sein hat, daß es nicht das andere ist. Nun wird aber nur das Einzelne, Wirkliche gezeugt; und gerade dieses Einzelne, Wirkliche macht die allgemeine Natur selber mit ihren Vermögen zu etwas Wirklichem, macht es möglich, daß sie erkannt werde. Die Vernunft also hat zu ihrem direkten Gegenstande, um es klar zu sagen, nichts Anderes als dies, daß innerhalb der Natur kein [S. 464] hinreichender Grund ist für die einzelne Wirklichkeit als solche. Sie hat zum Gegenstande die reinste Ohnmacht der Natur, die nichts in sich hat, um ihre Wirklichkeit zu stützen. Der direkte Gegenstand der Vernunft ist eben das, was im Geschaffenen selber keinen Grund für sich als einzelnen Erkenntnisgegenstand hat. Darin liegt der Unterschied, zwischen der Art und Weise wie der Sinn das Einzelne, Wirkliche erkennt; und wie es die Vernunft erkennt. Der Sinn bleibt bei der äußeren Erscheinung stehen; er sieht das eine so, daß das andere für ihn nicht ist. Die Vernunft aber geht darüber hinaus. Sie sieht kraft des allgemeinen inneren Wesensgrunde das Einzelne; aber sie sieht es so, daß innerhalb keines Wirklichen, was ihr erscheint, ein Grund für das eigentliche Wirkliche an sich ist; sie sieht nur, was an Ohnmacht, Armut Allem gemeinsam ist. Damit faßt die Vernunft auf der starken Grundlage ihrer Demut so recht mit fester Hand das Veränderliche an, das Zusammengesetzte, das Dunkel. Sie sieht den Grund, weshalb etwas veränderlich, zusammengesetzt, finster ist. Es hat nämlich den Grund der einzelnen Wirklichkeit nicht in sich; und kann deshalb auch das Wirkliche, was ihm von außen zukommt, nicht festhalten. Es hält fest, was der allgemeinen Gattung gemäß ist; der Stein bleibt Stein, die Pflanze Pflanze, der Mensch bleibt Mensch; dazu ist der Grund im Steine, in der Pflanze, im Menschen. Aber das ist ein allgemeiner Grund; nichts Allgemeines aber, nur einzeln ist die Wirklichkeit, so nämlich, daß das eine nicht das andere ist, anstatt in gemeinsamer Weise zu sein. Das Wirkliche also bleibt nie dasselbe; denn es existiert kein Grund im Dinge, der es festhält; nur was Grund in sich hat, kann Bestand haben. Und desto zusammengesetzter sind die Dinge, je ohnmächtiger der einzelne Teil ist, je weniger derselbe den Grund in sich hat, für sich zu bestehen. Was aber nur Wirklichkeit hat kraft seiner Ohnmacht; was den Grund für seine einzelne Wirklichkeit nicht in sich hat; und was trotzdem auf Grund dieser Wirklichkeit sein ganzes Sein besitzt, also auf Grund dessen, wovon es keinen Grund in sich hat; das ist auch nicht an und für sich erkennbar. Denn Wissen oder Erkennen besagt: den Grund des Dinges sich gegenwärtig halten.

Dunkel also, Armut und Ohnmacht zeigt in den Geschöpfen der dritte Strahl des Morgensternes der Vernunft. O wirklich heller Morgenstern; denn er strahlt im Lichte des Ewigen! Der Strahl der göttlichen Langmut leuchtet vom Morgensterne der Vernunft aus ohne Rast in die sichtbare Welt, „erweckt auf der Erde den Hilflosen und erhebt vom Schmutze den Armen.“ Welch' andere Kraft nämlich könnte über alles allgemeine Vermögen und über allen Schein der Wirklichkeit hinaus in der Vernunft vom Stofflichen den Schleier heben und es in seiner Bedürftigkeit zeigen, wie die Kraft dessen, der allen Dingen Wirklichkeit giebt. Er, der da allein außen das einzelne Sein wirkt, weil Er allein davon der Grund ist; Er deckt durch den Strahl seiner Langmut für das Verständnis der Vernunft das schrankenlose Bedürfnis des Stoffes auf und zeigt der Vernunft, wie alle Möglichkeit in ihr nicht hinreicht, weder um etwas zu sein noch um etwas zu erkennen.

Wahrhafter Strahl der Langmut; denn dermaßen hat Gott diese seine enthüllende Kraft der menschlichen Vernunft zu eigen gegeben, daß mit natürlicher Notwendigkeit, ohne Fehl, im Sünder und im Tugendhaften, sie da wirkt, wo nur immer und so lange nur immer die Vernunft im Menschen eine „mögliche“ ist, um zu erkennen. In dieser Kraft kehrt alles zur Einheit zurück, von der es ausgegangen. Die Dinge sind in dem Maße viele geworden, als sie von Gott sich entfernten; sie werden in dem Maße eins als sie kraft [S. 465] der Leuchte Gottes in der Vernunft Gott nahe treten. Daß doch der Mensch seine Vernunft gebrauchte, wie ihre Natur, wie ihr Ursprung es erheischt: um zu einen, um zu verbinden, um alle Dinge mit Gott und untereinander zu verbinden. Die Vernunft stößt von sich ab, was trennt: das wirkliche einzelne Sein. Sie erkennt es; aber es tritt nicht ein in sie. Sie nimmt in sich auf, was verbindet: das Vermögen für das Sein.

„Die Vernunft verbindet und trennt,“ schrieb oben Thomas. Und durch ihr Verbinden und Trennen dringt der Strahl der Langmut des reinsten, höchsten Geistes bis in die tiefsten Schichten des Seins, bis zum Nichts und holt Alles heran zum Einen. „Die Zusammensetzung, welche die Vernunft macht,“ fährt Thomas fort, „ist das Zeichen der Einheit oder Einerleiheit; denn nicht so setzt die Vernunft zusammen, daß sie sagt: Der Mensch ist die weiße Farbe; sondern sie sagt: Der Mensch ist weiß, d. h. er hat die weiße Farbe; eines aber ist was da trägt: Das Menschsein und die Farbe.“ Was ist denn dieses Eine? Nichts Anderes als das Ergebnis der wirkenden Kraft Gottes, die Grundlage für alles Wirkliche im Dinge. Gott giebt die Einheit als Grundlage für alle Teile und Eigenschaften eines Dinges. Die Vernunft reicht, kraft des Strahles der Langmut Gottes, stets hinunter bis zu dieser Grundlage; sie erfaßt dieses Eine, wenn sie auch nicht immer den Einen als Ursache erfaßt; und sie trägt es zurück zum Einen: „Sinnbegabt bezeichnet: was die sinnliche Natur in sich hat; Vernünftig: was die vernünftige Natur in sich hat; Mensch: was beides hat; Sokrates: was dies Alles hat mit dem einzelnen Stoffe.“

Die Strahlen des Morgensternes werden nun immer heller! Daß man doch den Gedanken für immer aus Philosophie und Theologie verbanne, als ob die Nähe Gottes der Freiheit schade! Sie bewirkt die letztere. Der Strahl der Langmut führt zum Strahle des Gehorsams. Denn was zeigt jetzt die wirkende Kraft der Vernunft in den Phantasiebildern? Was stellt sie vor als erkennbar? Nichts Anderes als daß die ganze geschöpfliche Natur offen ist für Gott. In jedem Geschöpfe zeigt sie, daß da nichts ist, was die Thätigkeit des Willens naturnotwendig zu bestimmen vermag. Nur im Gehorsam ist Heil für den Willen. Abfall von Gott ist es, ungehorsam zu sein. Gott muß in unserem Willen zuerst bestimmen; soll ein freier Akt möglich sein. Und soll der freie Akt niemals von der Freiheit sich entfernen, so muß die Bestimmung, mit. welcher Gott den Anstoß gegeben, die Richtschnur und die treibende Kraft bilden bis zum Abschlüsse; und erst unter dieser Kraft nehmen alle anderen Kräfte an der Freiheit teil. Siehe da den notwendigen Zusammenhang im System des heiligen Thomas. Die wirkende Kraft Gottes in der Vernunft, mit welcher die Phantasiebilder erleuchtet werden, ist der Vernunft naturnotwendig zu eigen gegeben; sie ist ein natürliches Vermögen der Vernunft. Letztere hätte keinen erkennbaren Gegenstand ohne diese Kraft. Die bestimmende Kraft Gottes im Willen aber ist nicht dem Willen zu eigen gegeben, ist nicht notwendig mit dem Willen verbunden.

Denn eben die Vernunft zeigt, daß die ganze Natur für den Menschen, wie der stehende Ausdruck des heiligen Thomas lautet, „nach beiden Seiten“ (ad utrumlibet), nämlich nach dem Ja und nach dem Nein hin offen steht. In der Vernunft besteht das unwandelbare Fundament der Freiheit. Denn endgültig seiner Natur nach ein Vermögen bestimmen kann nur das, was und insoweit etwas wirklich und einzeln ist, da nur insoweit es ein Gut ist. Gerade die wirkende Kraft der Vernunft aber als ein der Natur des Menschen zugehöriges Vermögen entblößt den Gegenstand alles dessen, was an [S. 466] ihm wirklich und einzeln ist und stellt ihn hin als bloßes Vermögen, zu sein oder nicht zu sein, und sonach begehrt oder nicht begehrt zu werden. Damit ist aber zugleich gesagt, daß die Neigung, welche der Vernunft entspricht, der Wille nämlich in seiner Natur keine wirkende Kraft einschließt, welche sie zum Einzelnen und Wirklichen notwendig hintreibt. Es wäre ja der vollendete Widerspruch, wenn die Vernunft ihrer Natur nach vom Einzelnen, Besonderen loslöste, und der Wille kraft und in der Vernunft seiner Natur nach zu etwas Einzelnem, Besonderen hingezogen würde. Der Mensch muß in allem seinem vernünftigen Handeln von Natur frei sein.

Jetzt verstehen wir auch, wie tief sich Thomas ausdrückt, wenn er so oft sagt: „Die Vernunft zieht die Dinge von außen zu sich in ihr Inneres hinein und macht sie da allgemein; der Wille drängt nach außen und will das Einzelne, Wirkliche.“ In welcher Weise nämlich allein kann der Wille, soll er anders seiner vernünftigen Natur treu bleiben, sich auf etwas richten? Nur indem er dem Strahl des Gehorsams folgt. Nicht das Einzelne, wie es die Sinne zeigen, darf er wollen; nicht so darf er sich auf etwas richten, daß alles Andere für ihn nichts ist. Er muß das Einzelne vernünftigerweise wollen; so nämlich, daß er im thatsächlichen Wollen des einzelnen Gutes das Vermögen in sich lebendig hält, alle anderen einzelnen Güter erstreben zu können und daß er nur deshalb dieses Einzelne thatsächlich will, weil jene wirkende Kraft, von der es als einzeln Wirkliches ausfließt und die allein in sich den bestimmenden Grund für jede Wirklichkeit hat, weil jene wirkende Kraft, die der Vernunft alle allgemeinen Gründe im Dinge selbst enthüllt und zugleich damit zeigt, daß kein bestimmender Grund für die einzelne, so oder so beschaffene Wirklichkeit vom Dinge selber ausgeht; weil diese selbe wirkende Kraft Gottes, welche außen souverän bestimmt im Sein, innen in der Vernunft, nun auch unmittelbar den bestimmenden Grund zum einzelnen Wirken dem Willen mitteilt, ohne daß dieser es für die betreffende einzelne Handlung fordern kann, frei aus sich selbst.

So leuchtet endlich vom Morgensterne der Vernunft aus in den Nebel des Stoffes hinein der Strahl der Weisheit. „Aus der Tiefe hat die menschliche Vernunft zu Gott geschrieen.“ Sie hat zuvörderst in Wahrheit die tiefe Stufe anerkannt, welche sie unter den geistigen Kräften einnimmt. Willig hat sie „aufgehen wollen mitten im Nebel“ der sichtbaren Welt, innig vermählt mit dem Stoffe. Der Herr aber hat sie erhoben. Er hat sie fähig gemacht, „von Ihm selber belehrt zu werden,“ eine docibilis Dei zu sein. Geschmückt hat Er sie vermittelst der stofflichen Erscheinungen mit dem kostbaren Edelgestein der Wissenschaft, indem Er ihr selber im Innern die allgemeinen Gründe des Seins enthüllte. Würdig erscheint nun der Morgenstern unter den anderen leuchtenden Vernunftkräften. Auch er, der Menschengeist, tritt auf, mit dem Herrschermantel angethan, die Krone auf dem Haupte, das Scepter in der Hand. Er herrscht ebenfalls auf seiner Seinsstufe nach seiner Weise über den ganzen Stoff, wie dies der Vernunft gebührt. Aber seine Herrschaft ist die Herrschaft der liebenden Weisheit, die den Stoff leitet kraft und mitten im Stoffe; und doch wieder in sich abgeschlossen, durchaus selbständig. „Keineswegs,“ sagt Gregor der Große (moral. lib. 30. cap. 12), „schauen wir uns selber so, daß wir wissen, etwas Anderes sei in uns der vernünftige Teil, der da zu leiten berufen ist; und etwas Anderes der sinnliche Teil, der da geleitet wird, außer wenn wir zu dieser geheimnisvollen Stille in uns selber unsere Zuflucht nehmen und von jeder verwirrenden Verbindung mit der Außenwelt uns zurückziehen. Denn [S. 467] dann erkennt die Seele sich selbst, wenn sie, obgleich mitten unter Sündern befindlich, daran denkt, daß sie nach Gottes, ihres Schöpfers, Bild und Gleichnis geschaffen ist und einherwandelt nach der Richtschnur der in ihr enthaltenen Ähnlichkeit.“ Worin besteht aber die Natur des Bildes? Nichts Weiteres ist sie als „die von einem anderen ausgehende Ähnlichkeit“. Die Seele erkennt sich dann wahrhaft selbst, wann alles Handeln in ihr von Gott als dem bestimmenden Grunde ausgeht. Gottes Selbsterkenntnis bezieht sich auf sein eigenes Sein; denn dieses ist Wirklichkeit. Das Geschöpf erkennt sich selbst, wenn es sich als Erzeugnis von Gottes Macht und Gewalt betrachtet, wenn es und in welchem Grade es Gott und seine Kraft erkennt. Das geschöpfliche Selbsterkennen schließt alles natürliche Vermögen in sich ein; es ist vielmehr alles natürliche Vermögen; es ist unergründlich und unendlich wie die Macht Gottes, denn sein Gegenstand ist eben die unergründliche und unendliche Macht Gottes, soweit diese das geschöpfliche Selbst gestaltet.

„Inmitten des Nebels geht gleich dem Morgensterne der menschliche Geist auf.“ Und dieser Morgenstern ist zugleich der Mond in seiner Fülle; denn wie der Mond nur leuchtet, insoweit er Licht empfängt, so erkennt und wirkt der menschliche Geist nur, insoweit sein Licht und die bestimmende Kraft in seinem Willen von Gott ausgeht. „Wie der Vollmond strahlt er in seinen Tagen Licht aus.“ Denn „der Tag verharrt,“ wie der Psalmist (118) sagt, „in der Unterwerfung unter die Anordnung Gottes.“ Soweit das Geschöpf Gott dient und von Ihm es empfängt, thätig zu sein, soweit ist es Tag, selbst inmitten der Nacht des Stoffes. „Und wie die Sonne aufleuchtet, so leuchtet der Menschengeist auf.“ Denn von der Weisheit Gottes geführt, herrscht der Menschengeist dem Stoffe gegenüber; und leitet ihn zurück zum Ursprünge alles Seins, zur ewigen Einheit.

„Denn Er allein hat Sein;“ heißt es in Job. „Aber,“ so Gregor der Große (mor. lib. 16. cap. 16.), „sind denn nicht die Engel und die Menschen und Himmel und Erde, die Luft und die Meere, alle Vögel und Vierfüßler und was da kriecht am Erdboden. Jedenfalls; denn es steht geschrieben: Er hat Alles geschaffen, damit es sei. Da nun also im Weltall so viele Dinge Sein haben, warum spricht jetzt der heilige Dulder: Er allein hat Sein. Etwas Anderes jedoch ist es, zu sein und etwas Anderes, vor Allem zu sein; etwas Anderes, ein veränderliches Sein besitzen und etwas Anderes, ein unveränderliches. Was da eben genannt worden, das ist wohl; aber es ist nicht unabhängig. Denn alle diese Seinsarten haben keineswegs innerhalb ihrer selbst den letzten Seinsgrund; und sie hätten auch gar nicht ein Vermögen zu sein, wenn nicht die mit Festigkeit Alles leitende Hand sie hielte. Alles hat in demjenigen seinen letzten Seinsgrund, von dem es geschaffen ist; und was da lebt, schuldet nicht sich selber das Leben; und was da bewegt wird und nicht lebt, hat nicht in sich selbst die erstbewegende Kraft. Vielmehr bewegt Jener Alles, der da Manches als lebendig herstellt und wieder Anderes, dem Er kein Leben zuerteilt, wunderbar so leitet, daß auch die letzte Wesenheit, das reine Vermögen, der aller Form bare Stoff Sein erhält. Alles ist aus dem Nichts geworden und das Wesen des Geschöpflichen würde wieder zu Nichts werden, wenn der Urheber des All es nicht mit mächtiger Hand festhielte und gemäß seinem Zwecke führte. Alle Dinge also, die geschaffen sind, haben nicht unabhängig in sich selbst den ersten Grund ihrer Subsistenz und ebenso nicht der Bewegung, sondern insoweit bestehen sie selbständig, inwieweit [S. 468] sie es erhalten haben, daß ein das Sein bestimmender Grund in ihnen ist. Und insoweit sind sie in Bewegung, als eine verborgene Leitung über sie verfügt. Siehe da den Sünder, der Strafe verdient hat. In einer seiner Natur angemessenen Weise wird er bestraft. Es wird dürre die Erde trotz seiner Arbeiten; wild erhebt sich das Meer und er leidet Schiffbruch; die heiße Luft läßt seinen Schweiß fließen; der Himmel wird finster im Zorne gegen ihn und Wasserfluten strömen herab; die Menschen entbrennen in Wut gegen ihren Bedrücker und zu seiner Züchtigung werden in Bewegung gesetzt die unsichtbaren Gewalten. Was wir aber eben, sei es etwas Lebloses oder etwas Lebendiges, gekennzeichnet haben; ist dies nun durch eigenen Antrieb in solcher Thätigkeit zur Bestrafung der Thätigkeit des Sünders oder unterliegt es nicht vielmehr der göttlichen Bestimmung? Durch welche Dinge auch immer wir also von außen her bestraft werden, in ihnen muß derjenige geschaut werden, der dies alles innerlich leitet. Und in jeglicher Ursächlichkeit ist auf jenen allein Rücksicht zu nehmen, der da vor Allem und die erste Ursache ist. Er hat zu Moses gesagt: Ich bin, der ich bin. In allen Züchtigungen also, die über uns kommen, fürchten wir mit vollem Ernste Jenen, den wir nicht sehen. Der wirklich fromme Mensch soll somit verachten, was von außen her Schrecken bereitet und was kraft seines Wesens, wenn es nicht geleitet würde, zum Nichts eilt; und mit den Augen des Geistes soll er Alles außer acht lassen und nur den sich gegenwärtig halten, mit dessen Substanz unser Sein verglichen Nichtsein ist und er soll sagen: „Er allein hat Sein.“

So wird die Vernunft der „Bogen des Friedens, der da erglänzt im Nebel der Herrlichkeit“. Denn „herrlich“, nicht mehr von nächtlichem Dunkel umschlossen, steht der Stoff da, wie er unter der Weisheit des Höchsten leuchtet. „Und wie Rosenblüte duftet im Frühling,“ so strömt die Vernunft im Menschen den Duft aus nach oben, welchen die blühende Schönheit der Geschöpfe in sie ergießt. „Gleich Lilien ist sie mitten im Vorüberrauschen der Wasser.“ Denn in der Vernunft legen die Geschöpfe ihre Vergänglichkeit, den Schmutz des Nichtigen ab und erscheinen da rein und unverrückbar in den Vermögen, die Gott ihnen verliehen. „Und wie Weihrauchduft sich ausdehnend in den Tagen des heißen Sommers.“

Wie ein Gebet zu Gott wird in der Vernunft die sichtbare Natur. „Geleitet werde, o Herr, mein Gebet, wie entzündeter Weihrauch vor Deinem Antlitze.“ „Zu dir habe ich emporgehoben meine Seele,“ so beginnt die Kirche feierlich am ersten Adventssonntage die heilige Messe, „mein Gott, auf Dich vertraue ich; ich werde nicht zu Schanden werden.“ Die teure kostbare Seele, die da angefüllt ist mit den Bildern aller sichtbaren Kreatur, sie sollen wir zu Gott emportragen mit Allem, was in ihr ist. Ein Opfer soll sie und das was sie enthält sein vor dem Antlitze Gottes. Vermögen, ohne Ende Vermögen; Vermögen für Alles, so erscheint die Kreatur in der menschlichen Seele. Wohin soll die Seele ihren Weg nehmen, wenn nur immer gleichmäßig alle Kreaturen zu ihr sagen: Ich vermag Dir zu dienen; keine aber sie mit notwendig bestimmender Kraft an sich zieht. „Deine Wege zeige mir;“ so fleht die Kirche am genannten Sonntage: „Herr, lehre Du selbst mich Deine Pfade; die Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfange,“ nämlich im Wesen Gottes selber, wo alle Seinsgründe der Kreaturen enthalten sind und uns zufließen für die bestimmte Zeit „und jetzt und immer und in die Ewigkeit der Ewigleiten“. [S. 469] „Und wie hellglänzendes Feuer“ ist der Menschengeist „und wie Weihrauch, der da glüht im Feuer“. In sich selber soll der Menschengeist die Kraft haben, um das Feuer der Gottesliebe in den Kreaturen zu entzünden. Nicht die Kreaturen sollen ihn entzünden; sondern wie ein Weihrauchkorn sollen sie sein, das an sich kalt ist, aber sogleich hell glüht und sich in Wohlgeruch auflöst, wenn es in das Feuer geworfen wird. In sich selber soll der Mensch den Abschluß seines vernünftigen Wirkens haben; nicht außen soll er seinen Zweck sehen. Auf seine eigene Vollendung soll er sehen und er wird damit auch die Geschöpfe in Gott vollenden. Entzündet er in seinem Innern die Kreaturen; dann ist das „hellglänzendes“ Liebesfeuer. Entflammen ihn die Kreaturen, daß er darüber sein eigenes Wohl und die Ehre Gottes vergesse; so ist dies das wild lodernde Feuer der Leidenschaft. „Und wie ein festgefügtes Gefäß von Gold, geschmückt mit allen Arten Edelgestein.“ Ein Gefäß ist die menschliche Vernunft, in welchem die glänzendsten Ideen reinster Wissenschaft Platz finden. Und festgefügt ist es; denn der Tod selber löst diese Ideen nicht auf und zerschlägt dieses Gefäß nicht. Die vom Leibe getrennte Seele behält alle Vorzüge des Wissens, welche sich dieselbe auf Erden erworben, und gebraucht sie in erhöhterer Thätigkeit. Von Gold ist das erhabene Gefäß der Vernunft; denn es schließt all das Unreine der stofflichen Beschränktheit von sich aus, und ist von Natur verbunden mit der leuchtenden Helle der göttlichen Vernunft. Reicher Schmuck von Edelgestein zeichnet die Vernunft aus, wenn der Mensch ihr gemäß handelt und sein Leben benützt, um sich Tugenden anzueignen; und so das Gute nicht nur wie auch immer zu thun, sondern mit Freuden, mit Ergötzen, in vollem Herzensjubel. Dann wird der Menschengeist sein „wie ein fruchtbarer Ölbaum und wie eine Cypresse, welche nach der Höhe hin sich ausdehnt.“ Das Öl des Friedens und der Barmherzigkeit wird von ihm ausfließen in die ganze Schöpfung, wie der Psalmist sagt: „Siehe, wie es schön ist und angenehm, wenn Brüder einig sind. Wie Salböl fließt es da vom Haupte; und steigt hinunter in den Bart, in den Bart Aarons; und steigt herunter bis zum Saum seines Kleides.“ Das Haupt der sichtbaren Schöpfung ist der Menschengeist. Verbindet er im Frieden die Kreatur mit Gott zur innigsten Einheit, so strömt der Frieden von ihm, dem Menschengeiste, selbst bis zu jenem Kreatürlichen, was da anscheinend überflüssig ist, nämlich wie das Haar am Menschen, das man je nach Gutdünken wachsen lassen oder abschneiden kann; es strömt das Öl des Friedens nicht nur durch die Substanzen der sichtbaren Dinge, nicht nur durch ihre Vermögen und Fähigkeiten, sondern bis zum „Saum des Kleides“, bis zur einzelnen Thätigkeit des Sichtbaren, die da als dem irdischen Stoffe und dem irdischen Wechsel am nächsten, vom Geiste am weitesten fern steht. Indem aber der Menschengeist so weit vordringt, daß er den Stoff bis in seine einzelne Thätigkeit heiligt, wächst er auch selber am meisten in die Höhe. Wie eine Cypresse wird er, die in die Höhe hinein sich ausdehnt. Denn unbewußt ihm selbst nimmt er an der Vorsehung und der Weisheit Gottes teil, die da in sich selber allein vollauf unabhängig den bestimmenden Grund für alle einzelne Wirklichkeit enthält und die da im Willen des Menschengeistes diesen demgemäß zur einzelnen Thätigkeit bewegt. Der Sonnenglanz des Ewigen beginnt so, nachdem er von außen her in die Sinne und von diesen in die Vernunft gelangt ist, nun im Willen sein reinstes Licht auszugießen, welches allen Glanz von außen her überstrahlt und kraft dessen die Vernunft in weit höherem Sinne noch „wie der Morgenstern ist inmitten des Nebels und wie der Vollmond in seinen [S. 470] Tagen; und wie die aufleuchtende Sonne leuchtet sie auf im ewigen Tempel Gottes“.

Nachdem nun Thomas der Reihe nach als Principien des Seins behandelt hat: das Sein Gottes, die Dreieinigkeit Gottes, die Engelnatur, die Stoffnatur, die Menschnatur, geht er jetzt zum letzten Princip des menschlichen Seins über. Er beschreibt die Hervorbringung des ersten Menschen, des Stammvaters aller Menschen. Er macht sich dadurch bereits den Weg zurecht zum dritten Teile: zur Behandlung des Erlösers, dessen „Form der erste Mensch war“, qui est forma futuri.

 

 

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Letzte Änderung am 1. August 2012.
Gregor Emmenegger