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Thomas von Aquin - Summe der Theologie
Prima Pars

Quaestio 56

Prooemium

Iª q. 56 pr.
Deinde quaeritur de cognitione Angelorum ex parte rerum quas cognoscunt. Et primo, de cognitione rerum immaterialium; secundo, de cognitione rerum materialium. Circa primum quaeruntur tria. Primo, utrum Angelus cognoscat seipsum. Secundo, utrum unus cognoscat alium. Tertio, utrum Angelus per sua naturalia cognoscat Deum.

 

Sechsundfünfsigstes Kapitel.
Die Erkenntnis der Engel rückfichtlich der stofflosen Wesen.

Überleitung.

„Unter Ihm seufzen, die den Erdkreis tragen.“ (Job 9.)

Die moderne Naturwissenschaft mit ihren so exakten Forschungen und der moderne Pantheismus mit seinem einen Sein sollen sich, richtig aufgefaßt, nur die Hand geben; — und der positiven Wissenschaft ist ihr Triumph gesichert. Faraday schreibt bereits im Jahre 1816 und seitdem hat die Erfahrung seine Worte nach allen Seiten hin bestätigt: „Wenn wir uns einen Zustand der Materie denken, der ebenso weit entfernt ist vom gasförmigen wie dieser vom flüssigen, indem wir der Vermehrung der Verschiedenheiten, welche sich in demselben Maße zeigen als die Zustandsänderung größer wird, Rechnung tragen, so würden wir vielleicht, wenn unsere Einbildungskraft bis dahin vorzudringen vermag, die strahlende Materie erfassen; und ebenso wie die Materie beim Übergange vom ftüssigen in den gasförmigen Zustand eine große Anzahl ihrer Eigenschaften verliert, so müßte sie bei jener Umwandlung noch mehrere verlieren.... Ich kann hier einen bemerkenswerten Fortgang in den physikalischen Eigenschaften der Körper, welche die Änderungen des Aggregatzustandes begleiten, wohl andeuten; vielleicht genügt es, um erfindungsreiche und kühne Denker dahin zu führen, den strahlenden Zustand den anderen bereits bekannten Aggregatzuständen hinzuzufügen. Wenn ein Körper aus dem festen in den flüssigen und aus diesem in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht, so sehen wir die Anzahl und Mannigfaltigkeit der physikalischen Eigenschaften sich verringern, indem jeder Zustand einige weniger aufweist wie der vorhergehende. Wenn feste Körper flüssig werden, so gehen alle Grade der Härte und Weiche verloren; alle Formen, krystallinische und andere, werden vernichtet. An Stelle der Undurchsichtigkeit und Farbe tritt oft Durchsichtigkeit und Farblosigkeit und die Molekel der Körper erlangen eine vollkommene Beweglichkeit. Bei dem Übergange in den Gaszustand geht noch eine größere Menge eigenartiger, charakteristischer Eigenschaften verloren. Die beträchtlichen Verschiedenheiten zwischen ihren Gewichten verschwinden fast gänzlich; desgleichen die geringen Verschiedenheiten der Farbe, welche die Körper im flüssigen Zustande noch bewahrt hatten. Nunmehr werden alle durchsichtig und elastisch. Sie bilden nur eine einzige Gattung und an Stelle der Mannigfaltigkeit in Dichte, Härte, Undurchsichtigkeit, Farbe, Elasticität und Gestalt, infolge deren die Zahl der flüssigen und festen Körper endlos erscheint, treten nunmehr sehr geringe Differenzen im Gewichte und unbedeutende Nuancen im Farbenton. So dürfte für diejenigen, welche überhaupt eine strahlende Materie zulassen, die Einfachheit der Eigenschaften, welche diesen Zustand der Materie charakterisieren, nicht nur keine Schwierigkeit, sondern vielmehr ein Argument zu Gunsten seiner Existenz sein. Sie haben bislang eine allmähliche Abnahme der Mannigfaltigkeit der Materie wahrgenommen in dem Maße als dieselbe auf der Stufenleiter der [S. 120] Formveränderung vorschritt und sie würden überrascht sein, daß diese Wirkung mit dem gasförmigen Zustande ein Ende nähme. Sie erblicken eine immer stärker ausgesprochene Tendenz der Natur, sich bei jeder Zustandsänderung zu vereinfachen und denken, daß bei dem Übergange aus dem gasförmigen in den strahlenden Zustand diese Tendenz noch schärfer hervortreten müsse als zuvor.“ (Bence Jones: the Life and Letters of Faraday vol. I. p. 216 et p. 303.)

Kann man besser das Wort des heiligen Thomas experimentell beleuchten, daß der Stoff um so vollkommener und zur Thätigkeit geeigneter sei, je mehr er in sich Zusammensetzung hat? „Er verliert nach und nach alle seine Eigenschaften, je mehr er der Vereinfachung sich nähert“ und die nächste Folge ist (wie dies bei einer anderen Gelegenheit noch durch die neueste Naturwissenschaft belegt werden wird), daß er als reiner Stoff gar keine Eigenschaften mehr besitzt, zu gar keiner Thätigkeit mehr geeignet ist, vollständig Einfachheit, d. h. Ohnmacht, bloße Möglichkeit genannt werden muß.

Mag dieser Naturwissenschaft der moderne Pantheismus nun, richtig aufgefaßt, die Hand geben, der da im allgemeinen ein so höchst vollkommenes Sein annimmt, daß daraus alles entsteht und daß dieses Sein doch immer in sich eins bleibt. Es wird dann das Wort „unabhängige Entwicklung“ vom Geringen zum Großen, vom Nichts zur Seinsfülle gestrichen werden und die an sich bestehende Seinsfülle zur Geltung kommen; denn nur sie kann dieses eine höchste vollkommene Sein bilden. Der Stoff hat die Tendenz zu unmeßbarer Einfachheit. Aber Tendenz hat etwas nur zu dem, was seine Natur ist. Also die Natur des Stoffes ist allseitige Einfachheit: Unfähigkeit, etwas aus sich zu sein, irgend welche bestimmte Eigenschaft einzig und allein aus sich zu haben; und passives Vermögen, um alles werden zu können.

Aber soll eine solche Stoffnatur existieren; dann muß auch eine reine Seinsfülle da sein, welche aus sich heraus alles Sein thatsächlich in sich schließt und demgemäß in sich allein den maßgebenden Grund für ihr Sein enthält oder vielmehr derselbe ganz und gar ist. Von einem solchen rein thatsächlichen Sein nur kann ein reines Vermögen für das Sein herrühren, das seiner Natur nach durchaus getrennt ist von der Natur des Allseins und zugleich, um ein Vermögen darzustellen alles zu werden, einzig auf die verursachende Kraft des reinen Seins angewiesen ist. Wie soll etwas alles werden können, wenn Nichts da ist, von dem alles herrühren kann!

„Unter Ihm seufzen, die da den Erdkreis tragen.“ Hätte doch die neuere, nach so vielen Seiten hin so starke Wissenschaft die Unterschiede im geschöpftichen Sein beachten wollen; sie hätte statt in der Öde des Nichts zu enden, in der Seligkeit der Fülle ihren Abschluß gefunden! Gerade deshalb hat Gott eine so große Vollendung in seiner Schöpfung gewollt, damit der Geist wie mit tausend unzerreißbaren Fäden zur Anerkennung des allumfassenden Seins gezogen würde.

Gieb dem Stoffe die Ausdehnung! Damit zeigt sich nur in großartigster Weise sichtbar seine Natur, alles zu werden; er kann nämlich immer größer sein und in diesem Können giebt es keine Grenze. Gieb ihm, Staub zu sein; er will sogleich mehr. Gieb ihm, Pflanze zu sein; er will mehr. Daß er vermittelst der Sinne anfange zu herrschen über andere Kreaturen, er will es über alle Kreaturen; er will durch die Vernunft herrschen. Und in der Vernunft trägt dieser Stoff dann gleichsam in sich selbst, in der mit ihm gebildeten Menschnatur, den Drang zur ungemessenen Seinsfülle. Und das muß so sein. Oder welche Wirkung könnte ihren Ursprung [S. 121] Verleugnen! Das mindeste Sein, was von unendlicher Fülle herkommen kann, ist der Stoff; niedrig ist er, wie Nichts in der Welt. Aber den Adel hat er, ein Geschöpf des Unendlichen zu sein. Endlosigkeit ist ihm aufgeprägt; und Endlosigkeit bewahrt er in allen seinen Entwicklungsstufen.

Und trotzdem trägt er in seinem Vermögen, alles zu werden, dem thatsächlichen Sein nach immer Grenzen mit sich herum. Der Mensch bleibt Mensch, so lange er es ist, trotz des Stoffes in ihm, der immer Anderes, immer mehr sein will. Die Ausdehnung bleibt Ausdehnung und sie bleibt diese bestimmte Ausdehnung, trotzdem gerade in ihr, in dieser Form, der natürlichste Drang ist, immer mehr oder auch immer weniger Raum zu beanspruchen. Kann dieses „Bleibende“ von dem nämlichen Stoffe kommen, der beständig nach Anderem drängt? Unmöglich! Denn die Natur des einen besteht darin, zu bleiben, zu dauern; die Natur des anderen Elementes, zu wechseln. Kann dieses bleibende Element, sei es die Substanz sei es ein Vermögen sei es auch nur eine Eigenschaft, die einen einzelnen Akt hindurch dauert, in Gott seinen unmittelbaren Halt haben? Wiederum unmöglich! Denn diese Substanz, dieses Vermögen, diese geringe Eigenschaft trägt es in sich, zu vergehen. Von der eigenen Natur aus vergeht der Mensch; geht vorüber, wächst oder fällt die Vernunft und ihre Kenntnis, folgt ein Akt dem anderen, eine Eigenschaft der anderen. Gott aber ist nicht unmittelbare Ursache davon, daß etwas vergehen kann und beschränkt ist.

Man verstehe wohl! Gott mußte nicht viele Kreaturen schaffen, wenn Er überhaupt schaffen wollte. Er mußte nicht reinen Stoff, reinen Geist, Stoff und Geist im natürlichen Bunde, im Menschen, schaffen; sollte einmal geschaffen werden. Aber wollte Er „Vollendung“ schaffen; dann mußte die reine Geistnatur mitgeschaffen werden. Wollte Gott einen wechselnden, dem Entstehen und Vergehen unterworfenen Stoff schaffen; dann mußte Er als den Sitz des Bleibenden im Stoffe, was aber doch in der Weise bleibend erscheint, daß es von Natur beschränkt ist und dem Vergehen unterworfen; Er mußte als den festen Sitz eines in dieser Weise bleibenden Elementes die Geistnatur schaffen. In der Zusammensetzung der Welt, wie sie vor uns liegt und wie sie dazu geeignet ist, aus dem Sichtbaren zum Unsichtbaren zu geleiten, zur Kenntnis Gottes zu führen; — in dieser Zusammensetzung ist die Existenz der reinen Geistnatur eine Notwendigkeit und eine metaphysische Notwendigkeit.

Es ist ein verhängnisvoller Irrtum, wenn man meint, die Beweise, welche Thomas aus dem Vergleiche und der Analogie mit dem Sinnlichen zieht, um, sei es für Gott sei es für die Engel, etwas darzuthun, wie er noch im letzten Artikel gethan, wären nicht strenge Beweise. „Vorher,“ sagte er oben, „als die Dinge waren, bestanden sie ihrem eigensten Seinsgrunde gemäß im Worte Gottes; und vorher ebenso bestanden sie in der Kenntnis der Engel.“ Aus dem Späteren aber, aus der Beschaffenheit der Wirkung wird mit Sicherheit auf die Beschaffenheit der ursächlichen Kräfte geschlossen. „Von ihrer Natur her haben die Engel ihre Erkenntnisformen rücksichtlich des Geschaffenen.“ Nicht aus den sichtbaren Geschöpfen erhalten sie ihre Ideen; sondern sie legen die in sie niedergelegten Ideen in das Geschaffene. „Riesen“ sind die Engel mit Rücksicht auf das Geschaffene; keine sichtbare Gewalt kann an sie heran. Aber „sie zittern, währenddem sie den Erdkreis tragen“. Denn je mehr sie sind, desto mehr hängen sie von Gott ab. Sie, in sich selbst, in ihrer Natur, in ihren mit der Natur Wir sehen demgemäß, wie unter den Kräften der reinen Geister alles nur wieder Vermögen bleibt. Aber „vollendet“ ist das Vermögen der Natur. Es steht da einem leidenden und empfangenden Vermögen ein gebendes, wirkendes gegenüber. Dem Vermögen der irdischen Vergänglichkeit in den bestimmten stofflichen Dingen steht gegenüber das einwirkende Vermögen der Himmelskörper. Allem Vermögen des Stofflichen aber sei es hier unten auf Erden sei es oben in den Himmelskörpern, steht gegenüber das einwirkende und bewegende Vermögen der in ihrer Substanz unerschütterlich dastehenden reinen Geister.

Daß doch die moderne Wissenschaft nicht mit ihrem „rationellen“ Vorgehen, mit ihrem „Idealismus“ prunke! Hier, in der Anschauung des Engels der Schule, da ist es die Idee allein, die herrscht; da ist es die Vernunft, die herrscht; da löst sich auch das Geringste hier im Stoffe sozusagen in Vernunft auf. Der Wechsel als solcher ist nicht das eine und ist nicht das andere, ist nicht der Anfangs- und ist nicht der Schlußpunkt; er ist nur etwas, weil er sich auf einer bleibenden Grundlage vollzieht. Diese Grundlage selber aber ist im Verhältnisse zu den Endpunkten des Wechsels nur Vermögen. Von dem, was das Ding vermochte zu sein, geht dasselbe aus; und zu dem, was es noch vermag zu sein, strebt es.

Alle Bestimmtheit in diesem bleibenden Vermögen für das Sein als der Grundlage jeglichen Wechsels kann jedoch nur wieder von einem in sich bestimmten und begrenzten Vermögen unmittelbar herrühren. Denn jedes wirkt wie es ist; das Wirkliche wirkt als solches etwas Wirkliches; das in sich nur Mögliche Mögliches, d. h. noch weiter zu Bestimmendes. Ein solch wirkendes Vermögen aber, soll anders von ihm zweifellose Festigkeit, also zugleich Grundlage für den Wechsel selber kommen, muß in [S. 123] einer festen Substanz wurzeln. Nun ist solche Festigkeit nur der Vernunft eigen; denn sie schließt ihren Gegenstand, die Vollendung somit ihres Vermögens in sich ein und hängt somit ihrer Natur nach nicht von außen ab; sie ist das Thor der Einheit. Also jene wirkenden Vermögen, welche Festigkeit und kraft dessen den Wechsel im Stoffe verursachen, müssen einer vernünftigen Substanz angehören, in deren Bildung nicht im mindesten das seiner Natur Wechselvolle, der Stoff eintreten darf.

Damit ist die vollendete Möglichkeit stofflichen Wechsels gegeben; aber nur die Möglichkeit. Sowie diese Möglichkeit bei ihrer schranken-, endlosen Ausdehnung ihren Grund in der reinen unendlichen Wirklichkeit hat, so konnte sie auch nur von dieser letzteren hervorgehen; deshalb nämlich, weil die reine Wirklichkeit wirkliches Sein geben wollte. Daß all das geschöpfliche Vermögen, was im Bereiche des Vermögens so sehr geordnet und vollendet ist, schließlich Wirklichkeit erhält und in Thätigkeit tritt; dies — so verkünden es all diese Vermögen von der Tiefe ihrer Substanz aus — dies kommt allein und unmittelbar vom rein Wirklichen, der die erste Ursache davon ist, daß etwas im allgemeinen möglich ist, und der auch die unmittelbare Ursache ist, daß was möglich war wirklich wird. Die beschränkten wirkenden Ursachen sind nur Ursachen von beschränkten Vermögen, insoweit diese im Zustande der Möglichkeit bleiben.

Laß den Sonnenstrahl aufgehen am Firmamente; — Flur und Wald, Berg und Thal, Stadt und Land, Palast und Hütte, das Meer mit seinen Flüssen und die Erde mit ihrer Pracht erstrahlt auf einmal in entzückender Herrlichkeit. Ohne den Sonnenstrahl war dies alles für das Auge, als ob es nicht wäre. So etwa ist der schaffende Blick Gottes der Sonnenstrahl für alle Schöpfung, geistige und stoffliche. Der Sonnenstrahl bleibt in sich geeint, während alles in ihm leuchtet. Der Blick des Herrn bleibt der eine, ewige, durchaus einfache; während alles in ihm Sein hat. Der Sonnenstrahl macht in der Wirklichkeit die Dinge nur sichtbar; aber damit wird erst erschlossen, in welcher Weise dieselben Möglichkeit in sich einschlossen, sichtbar zu sein. Der Blick Gottes verleiht Wirklichkeit im Sein; aber diese eine Wirklichkeit schließt in sich alle Möglichkeit für das Sein im Geschöpfe ein und erlaubt somit erst, nach derselben zu forschen.

Wohl sind die Engel durch ihre Kraft Ursache für die verschiedenen Vermögen in der Substanz des Stofflichen; sie sind das bestimmende Element für die dem letzteren verliehenen beschränkten Fähigkeiten und Eigenschaften. Aber diese ihre Kraft ist ebenfalls nur Vermögen und sie selber, die ja Vernunft ihrer Substanz nach sind, verstehen das am besten. Nur insoweit sind sie Ursache des bleibenden Elements im Dinge, als dieses vergeht, als es auch Nichtsein kann, als es beschränkt ist. Insofern der Stoff wirklich ist und insofern er in der Harmonie mit allem Anderen ist, Teil nämlich in der allgemeinen Seinsordnung; — insofern ist alles Sein zusammengefaßt im Blicke Gottes, im „Nun“ der Ewigkeit; und alles Vermögen hat insoweit seine Kraft nur in der allwaltenden Kraft.

Zu ihr führen uns immer wieder von neuem die „Riesen der Naturkräfte, welche den Erdkreis tragen“. Wie Feuerfunken zeigen sie den Weg zum Licht durch alles geschöpfliche Vermögen hindurch. Von ihrer Vernunft strömt aus die begrenzte Festigkeit im einzelnen Stoffe und damit alles Maßgebende im Wechselvollen. „Sie herrschen,“ sagte oben Thomas, „durch ihre Ideen, aber nur weil Gott ihnen nicht nur ihre Substanz gegeben, sondern auch ihre auf den Stoff bezüglichen Erkenntnisformen.“ Sie sind [S. 124] Vernunftkräfte nach allen Seiten hin. Sie schauen kraft ihrer Substanz im Stoffe das unumschränkte Endlose im Vermögen als den der einwirkenden Kraft Gottes folgenden und sie begleitenden Charakter; wie wir dies schauen kraft der Natur unseres bloßen Vernunftvermögens. Sie schauen kraft ihrer mit der Engelsnatur verbundenen Ideen den bestimmten Wechsel im Stoffe mit seiner Beschränktheit und verursachen ihn mit als Werkzeuge göttlicher Macht. Wir aber geben uns davon erst Rechenschaft auf Grund der wirklichen Vollziehung dieses Wechsels um uns herum; und somit helfen die heiligen Engel darin mit, daß wir diesen Wechsel uns gegenwärtig halten, das Vertrauen auf das Veränderliche verlieren und zu Jenem mit voller Zuversicht emporblicken, unter dessen Kraft „die Riesen seufzen, welche den Erdkreis tragen.“

 

 

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Letzte Änderung am 1. August 2012.
Gregor Emmenegger