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Thomas von Aquin - Summe der Theologie
Prima Pars

Quaestio 28

Prooemium

Iª q. 28 pr.
Deinde considerandum est de relationibus divinis. Et circa hoc quaeruntur quatuor. Primo, utrum in Deo sint aliquae relationes reales. Secundo, utrum illae relationes sint ipsa essentia divina, vel sint extrinsecus affixae. Tertio, utrum possint esse in Deo plures relationes realiter distinctae ab invicem. Quarto, de numero harum relationum.

 

Achtundzwanzigstes Kapitel.
Die Relationen oder wechselseitigen Beziehungen in Gott.

Überleitung.

„Wolle mir nicht ein fremder Gott sein.“ So fleht der Prophet (Isai 43.). Es ist mit der Wissenschaft über Gott die Gefahr verbunden, daß sie unser tiefstes Innere Gott entfremde, anstatt es Ihm zu nähern. Es muß so oft und so viel von den Geschöpfen, wie sie in Wirklichkeit sind, abgesehen werden. So viel und so oft muß man die abstraktesten Begriffe zergliedern und gebrauchen. So viel und so oft ist es nötig, Zeit und Bewegung, Vermögen und Veränderlichkeit, die uns hier von allen Seiten umringen, zu leugnen, weit fern zu halten von Gott und nur der reinsten, gleichsam von allem Wirklichen und Einzelnen losgeschältesen Vernunft zu. folgen. Was Wunder, wenn der Geist auch sich von Gott mehr und mehr entfernt und Ihn in das Reich der Abstraktion verweist, während er selber wirkend und regierend in der zeitlichen Wirklichkeit sich befindet!

Diese Gefahr von seiner Betrachtung Gottes abzuwenden, dafür fleht der Prophet: „Wirke Du es selber in mir, mein Gott, daß mein Herz Dir [S. 21] nicht fremd werde.“ Thomas hat diese Gefahr gekannt. Er hat sie in der Behandlung der natürlichen Gotteserkenntnis in jedem Artikel gewissermaßen so ausdrücklich wie möglich zu vermeiden gewußt. Da finden sich immer Beispiele aus dem wirklichen Leben, immer Anwendung des Bewiesenen auf das sinnlich Wahrnehmbare. Immer möglichst zur Grundlage gemacht ist die sichtbare Welt. Und mag sein Adlerflug noch so hoch gehen; immer stellt er wieder die Verbindung mit dem Felsen der sichtbaren Natur her.

Gott sollen wir zu erkennen suchen; aber so, daß wir dabei so recht imsere Notdurft fühlen. Gott soll der Gegenstand unseres Forschens sein; aber so, daß wir immer mehr erkennen, daß Er in allem wirkt, daß Er alle Vermögen für jegliches einzelne Wirken belebt und bethätigt, und zwar so, daß je höher diese Vermögen stehen, sie um so dringender das unmittelbarste Einwirken Gottes verlangen. Unsere Leere soll sich offenbaren, damit im selben Verhältnisse wir uns und das Vertrauen auf uns verlassen, um über uns hinaus in Gott allein die wahre Quelle unseres Lichtes, unserer Kraft, unserer vernünftigen Erkenntnis und unseres thatkräftigen Wollens zu suchen. Das Licht ist ja nicht äußerlich, ist nicht fremd dem hellleuchtenden Zimmer. Und so ist Gott, wenn Er in uns wirkt, nie ein fremder für unser kreatürliches Sein und Wirken. Je mehr Er in uns wirkt, so daß höher steigt unser Sein; desto wertvoller, freier, selbständiger ist unsere eigene Thätigkeit.

Aber diese Bitte des Propheten: Noli esse mihi alienus, legt sich noch mehr auf unsere Lippen, wenn wir vor dem Geheimnisse der heiligsten Dreieinigkeit stehen. Hier ist die Gefahr noch weit größer, sich in rein abstrakte Theoreme zu verlieren; von denen man bloß die termini kennt oder auswendig lernt, ohne einen eigenen Sinn und noch weniger die wirkungsvolle Anwendung auf das Leben damit zu verbinden.

Thomas steht hier ganz einzig da! Er folgt wohl dem Beispiele der Athanasius, der Augustine, der Hilarius und sucht in den Kreaturen Anhaltspunkte für die Veranschaulichung des großen Geheimnisses. Aber er bleibt dabei nicht stehen. Bei ihm fließt systematisch, vorausgesetzt die Thatsache der Offenbarung, aus den Kreaturen heraus die Erläuterung, sagen wir lieber, die Anwendung des besagten Geheimnisses; und der Nachweis, daß es keinen Widerspruch in sich birgt, ergiebt sich aus den verschiedensten Verhältnissen der Kreaturen selber.

Es muß immer festgehalten werden, daß überhaupt von übernatürlichen Geheimnissen Licht aüsfließen muß, stehen sie doch dem Urquelle alles Lichtes so nähe. Nicht aufhalten dürfen sie die Vernunft, nicht den Weg versperren; fördern müssen sie dieselbe bis zu dem Punkte, daß die Vernunft selber vor übergroßem Lichte, nicht gehindert, sondern gesättigt und befriedigt, es laut kündet, welch unermeßlich großes Lichtmeer Gott selber in Sich sein muß.

Das gilt aber ganz besonders vom Grundgeheimnisse der heiligsten Dreieinigkeit. Von da aus müssen wahre Lichtwogen mit Himmelsgewalt in die Schöpfung dringen. Das allerdings müssen wir nicht uns vorstellen, daß dieses Geheimnis hier auf Erden uns gestatten soll, einen Blick in das Innere Gottes zu werfen. Dazu kann der Glaube nicht das Licht geben; dafür ist das Schauen da: das Kleid der Herrlichkeit nämlich, welches die Vernunft stark macht, hoch erhoben den Ewigen selber als Erlenntnisgegenstand zu haben. Nicht dies dürfen wir uns vorstellen, däß der Glaube so nach und nach die Natur Gottes etwa enthüllt und das Schauen bloß [S. 22] die Vollendung macht! Nein; das ist bloß bei der Liebe der Fall. Der Glaube verschwindet seinem Weisen nach. Das Schauen tritt an seine Stelle nicht als ein höherer Grad wie bei der Liebe, sondern als dem Wesen nach etwas Anderes. „Die.Prophezeiungen,“ also die Grundlage der Offenbarung, „werden dann entleert werden,“ wie Paulus 1. Kor. 13. schreibt, „die Sprache“ das Werkzeug des Glaubens, der ja durch das Gehör kommt, „wird zerbrochen“ „das Wissen,“ als die nächste Folge des Glaubens, „zerstört sein.“

Nicht also ein direkt positives Erkennen der göttlichen Natur vermittelt der Glaube, wie die Liebe den wirklichen dreieinigen Gott positiv zum Gegenstände hat. Nach Gott hin ist der Glaube Dunkel, Nacht; ja im Vergleiche zum natürlichen Denken Gottes erhöhtes Dunkel, erhöhte Nacht: „Im Dunkel wohnt der Herr.“ Dieses Dunkel lichtet der Glaube nicht; nach dieser Seite hin wird er nie Wissen; nie wird er da vom Wissen begleitet.

Aber über die geschaffene Natur gießt er sein Licht aus. Sie erscheint unter seinen Strahlen in weit größerer Armut, in weit eindringlicherer Hilflosigkeit und somit in weit umfassenderer Bereitwilligkeit, zu empfangen von oben. Und für diesen Fall, mit Rücksicht auf die Kneatur, wird der Glaube zum Wissen, hier folgt ihm das Wissen. Der Geist wird ganz klar über bie Hilflosigkeit der menschlichen und aller anderen Kreaturen. Unzählig viele Blößen deckt hier der Glaube in der Kreatur und zumal im Willen und in der Vernunft auf. Und er deckt sie so auf, daß daran nicht mehr gezweifelt werden kann; die Überzeugung freilich von der Wahrheit des Geoffenbarten, also die Notwendigkeit des von oben gegebenen Glaubenslichtes immer ausdrücklich dazu vorausgesetzt. Hier schließt das Wissen den innigsten Bund mit dem Glauben; es wird sein Schuldner. Und wiederum das Gewißsein im Geiste des Glaubens von den unmeßbar weiten Hilflosigkeiten der Natur und ihrer unendlich großen Leere, soweit es auf ihr Nichts ankommt, das wird hier die unfehlbare Leuchte für die Liebe, für das Flüchten zu Gott.

Die Kreaturen treiben selber, erleuchtet im Lichte von oben, den Geist zum Dreieinigen, wie Er wirklich in Sich ist. Nach Gott hin ist der Glaube Dunkel, Nacht; nach den Kreaturen hin ist er helles Wissen. Er ist die dunkle Wolkensäulle am Tage, nach dem Tage der Ewigkeit hin. Es ist die Feuersäule in der Nacht, der Nacht dieses Lebens, in der Nacht der Kreatur.

Wir können hier nur hinweisen auf die Tiefe der Ausdrücke im heiligen Thomas und auf ihre Fruchtbarkeit für das thätig wirksame Leben. Der Leser möge sich gedulden. Thomas wird jeden Ausdruck, den er in dem vorhergehenden Kapitel gebraucht hat, klar machen. Wir begnügen uns, die Aufmerksamkeit des Lesers auf einzelne Punkte hinzulenken, dle noch weitere Erklärung geben werden. Man übergeht so oft solche Ausdrücke, die wie Lichtfunken dem Geiste entgegenleuchten, wenn er sie tiefer erwägt. Thomas hat bereits vorbereitet; und es wird am Ende der Abhandlung kein Zweifel mehr übrig bleiben, wo das Geheimnis eigentlich liegt, wo die Nacht beginnt, welche erst da oben sich in eine Feuersäule verwandeln wird.

„Aus der Kenntnis geht bei uns die Auffassung, das Wort, hervor;“ hatte Thomas im ersten Artikel gesagt. Ex notitia procedeit aliquid. Hier muß auf das entscheidendste Moment hingewiesen werden. Diese Kenntnis zuvörderst, aus welcher die Auffassung als das fest und bestimmt Erkannte hervogehtt; — und mit ihr zugleich diese Auffassung, dieses „Wort“, dieses aliquid selbst ist bei uns im Zustande des Vermögens, der Möglichkeit. [S. 23] Was setzt dies voraus, wenn ich ein mir erscheinendes lebendes Wesen als Menschen bezeichne? Nichts Anderes als daß in mir, in meiner Vernunft, die „Idee“, die „Auffassung“ Mensch bereits vorhanden ist. Sonst könnte ich ja nicht die Farbe, die Figur, die Bewegung mit dem Begriffe „Mensch“ vergleichen. Der letztere, der allgemeine Begriff, existiert nicht außen in thatsächlichem Sein. Also kann er, soweit er etwas thatsächlich Bestehendes ist, nur von innen, von der Vernunft, kommen.

Da aber kann wieder diese „Auffassung“ Mensch an sich nur Möglichkeit, nur Vermögen sein. Denn im Alte des thatsächlichen Erkennens ist das thatsächlich einzeln Erkannte nicht die allgemeine Auffassung „Mensch“, sondern dieser einzelne Mensch mit der bestimmten Farbe, Figur u. s. w.

Deshalb sagte Thomas so fein: „Die „Auffassung,“ also das „Wort“, ist nicht der Substanz nach ein und dasselbe in unserer Vernunft mit dem Erkenntnisvermögen, von dem es ausgeht.“ Denn die Substanz, welcher die Vernunft bei uns angehört, ist nicht die Vernunft selber, sondern ist die Substanz „Mensch“. Also diese „Auffassung“ (das Wort) ist 1. der Natur nach verschieden vom Erkenntnisvermögen, denn sie ist zwar rein allgemein, rein Vermögen, jedoch immerhin Möglichkeit für bestimmtes thatsächliches Erkennen; das Erkenntnisvermögen aber gehört der Substanz „Mensch“ an und ist an sich geeignet, nicht für ein einzelnes bestimmtes Erkennen wie die Auffassung, sondern es ist indifferent für Altes Erkennen, es ist eben allgemeines Vermögen. Die Auffassung ist 2. nicht das thatsächliche Erkennen; denn dieses geht auf das Allgemeine, nur insoweit dieses im Einzeldinge ist und unter Zeit und Ort sich darstellt. Erst danach und immer darauf gestützt kann die Auffassung selber, das Wort, als etwas in sich Allgemeines, direkter Gegenstand der Erkenntnis werdken vermittelst der Reflexion.

Hier also im Geschöpflichen ist die Einheit zwischm dem Erkenntnisvermögen als dem Princip, aus welchem das Wort oder die Auffassung hervorgeht, immerdar im Bereiche des Vermögens. Wer aber allein kann eine solche Einheit verursachen? Wo allein kann solche Einheit eine Ähnlichkeit finden, die dazu gehört, um zu verursachen? Wo allein also kann die Einheit des Erkennens und somit der Erkenntnisakt im Geschöpfe seine Begründung finden? Von wo hängt jeder Erkenntnisakt, der doch nur in der Einheit besteht, ab? Von da, wo diese Einheit zwischen „Wort“ und Princip nicht mehr im Bereiche des Vermögens steht, sondern reine Thatsächlichteit ist; eine Ursache als verursachend muß immer etwas Thatsächliches sein. Thomas drückt das wieder so treffend aus: „Das Wort empfängt nicht „als ein anderes“ vom Vater die göttliche Natur, sondern als durchaus eins mit dem Vater dem ganzen Sein nach.“ Unser Vermögen kommt aus dem Nichts. Das Nichts empfängt ein solches Vermögen; und deshalb bleibt es, abgesehen und getrennt von Gottes Einwirken, reines Vermögen. In Gott aber empfängt nicht auf der Grundlage des Nichts das Wort die Gottheit, sondern auf Grund des einen und selben thatsächlichen Seins; und deshalb bleibt diese Einheit von Wort und Princip immer reine Thatsächlichkeit, fähig, von der Einheit zwischen Wort und Erkenntnisvermögen im Geschöpfe, von der Einheit dem Vermögen nach der leitende Grund zu sein.

Hier tritt schon das Licht der Dreieinigkeit tief in die höchste geschöpfliche Fähigkeit und weist sie in ihrer erhabensten Thätigkeit zum Vertrauen nüch oben.

Mit dem Willen verhält es sich ähnlich. „Wenn ich die Ungerechtigkeit. [S. 24] die in meinem Herzen bereits ist, angeschaut habe,“ sagt bezeichnend der Psfalmist. Iniquitatem si aspexi in corde meo. „Anschauen“ heißt hier „billigen“, das nämlich zu etwas thatsächlich Gewollten machen, was der Neigung, dem Vermögen nach, bereits im Herzen war. Auch hier ist auf seiten des Geschöpfes jene Einheit, jener „Trieb“ (impulsio) im Stande des Vermögens, welche im Schöpfer selber thatsächliche Einheit ist.

Und im allgemeinen senkt sich das Licht der Dreieinigkeit tief auf jede Kreatur hinab. „Keine Kreatur ist so gering und elend, in der nicht eine Neigung zu Gott hin wäre“ (sensum in Deum); berichtet Isidor de summo bono c. 1. als Ausspruch eines Philosophen. Keinen Kieselstein giebt es, der nicht Feuerfunken von sich gebe, heißt es mit Bezug darauf in einem Sprichworte. Wovon bestehen denn die Kreaturen? Von ihren Beziehungen zu einander. Jeder Alt der Kreatur ist das Ergebnis einer wechselseitigen Beziehung. Das Erkenntnisvermögen bezieht sich auf das Wort und umgekehrt; das Gewollte bezieht sich auf den Willen und umgekehrt. Der Stein bezieht sich auf die Tiefe; und die Tiefe ist bereit, ihn aufzunehmen. Alles ist Einheit in der Kreatur. Eine solche Einheit aber rührt nur von der gegenseitigen Beziehung her. Ist das eine Unvollkommenheit? Unmöglich. Lieben und Erkennen ist Beziehung. An sich ist das eine Vollkommenheit. Und sie sollte im Schöpfer fehlen?

Die Dreieinigkeit sagt uns das Gegenteil. Im Zustande der höchsten Vollkommenheit ist da die Relation vorhanden. Der Vater bezieht sich auf den Sohn; der Sohn auf den Vater; und ebenso verhält es sich mit dem heiligen Geiste und den anderen beiden Personen in Gott. Wie tief tritt da die wirkende Ähnlichkeit Gottes in die Kreatur ein! Wie von einer Einheit, wie von einem Sein sind die Kreaturen gewirkt; aber nicht so herrscht dieses Eine, daß nicht in ihrem Innern überall die lebendige Spur des Innern der Gottheit wäre. Freilich wird dies erst bemerkbar, wenn die Dreieinigkeit feststeht, d. h. als geoffenbart vorausgesetzt ist. Das Licht von oben muß kommen; sonst ist die Beziehung, welche die Kreaturen miteinander verbindet, an und für sich ein zu schwaches Sein, um zu Gott zu führen.

Diese Schwäche eben, die hier schon auf Erden das Zusammenwirken und somit das Leben der Kreaturen ausmacht, ohne daß sie so recht wahrzunehmen ist, verlieren die wechselseitigen Beziehungen in Gott. Da werden sie Allmacht, Allweisheit, Allgüte; da sind sie das ganze göttliche Sein. Und noch mehr! Sie machen es, daß dieses Sein unmitteilbar durchaus selbständig gegenübersteht allem anderen Sein. Denn in diesen Relationen wurzeln geradezu die göttlichen Personen; und der Natur der Person ist es ja eigen, das ihr innewohnende Sein allem anderen Sein gegenüber zu einem unmitteilbaren zu machen. So werden gerade diese Beziehungen, die nach ihrer Natur sonst die Verbindung mit anderem Sein und somit das Bedürfnis befördern, das Princip für die Würde, für die Unnahbarkeit, für die unbegreifliche Fülle der Gottheit.

Und liegt nicht innerhalb des Geschöpflichen im Gegensatze selber ebenfalls eine gewisse Fruchtbarkeit? Gewiß! der Gegensatz regt an, bestärkt, bewahrt, zeigt oft erst recht den Wert des Gegenüber. Und in Gott ist auch ein Gegensatz! Es ist der allersüßeste, die Quelle aller Fruchtbarkeit, der Grund all des Guten, was aus dem Gegensatze überhaupt fließen kann. Schau', wie der Vater so recht das Sein des Sohnes befestigt; und der Sohn das Sein des Vaters. Jeder Gegensatz ruft da zugleich den anderen hervor und ist ein Beweis der vollsten Einheit. Der „Vater“ [S. 25] kann ja nicht ohne „Sohn“ sein, der „Sohn“ nicht ohne „Vater“; der „Geist“ nicht ohne „Vater“ und „Sohn“, „Vater“ und „Sohn“ nicht ohne den „Geist“. Alles ist da eins und Princip der Einheit. Der Gegensatz in den Wechselbeziehungen zeigt am meisten diese erhabene, allüberragende, innere Einheit und ist ihr Maßstab im Sein Gottes.

Gott ist weit entfernt davon, durch das Geheimnis der heiligen Dreieinigkeit in den Gedanken der Menschen den Kreaturen mehr entrückt zu werden. Nein; tieferes Einwirken in dieselben, souveräneres Herrschen in ihnen, umfassendere Ähnlichkeit zeigt es an. Alles Positive in den Kreaturen, was früher kaum bemerkt wurde, richtet sich auf jetzt zu Gott und zeigt auf Ihn. Nicht mehr bloß, was die Kreaturen dem wirklichen Sein nach nicht sind, wird auf Gott übertragen; sondern was sie in sich selbst und untereinander positiv einigt, mag es an sich auch noch so schwach sein, verkündet die Herrlichkeit des Dreieinigen; jedoch erst, nachdem das Licht von oben in sie gefallen und ihre Schwäche und Ohnmacht gestärkt hat.

Das prophetische: „Sei mir kein fremder Gott“ erfüllt sich nun immer herrlicher. Diese Sprache spricht Thomas im folgenden Artikel.

 

 

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Letzte Änderung am 1. August 2012.
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